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	<title>Reduzierende Zucker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:36:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reduzierende_Zucker&amp;diff=202490&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ghilt: Änderungen von 2A02:3036:209:A47C:E896:29E3:C7B3:B8D2 (Diskussion) auf die letzte Version von Tzeh zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-03-05T10:31:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:3036:209:A47C:E896:29E3:C7B3:B8D2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A02:3036:209:A47C:E896:29E3:C7B3:B8D2&quot;&gt;2A02:3036:209:A47C:E896:29E3:C7B3:B8D2&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2A02:3036:209:A47C:E896:29E3:C7B3:B8D2&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2A02:3036:209:A47C:E896:29E3:C7B3:B8D2 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Tzeh&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Tzeh (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tzeh&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:D-glucose + beta-D-glucopyranose v.01.svg|mini|hochkant=1.3|&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucose, &amp;#039;&amp;#039;links&amp;#039;&amp;#039;: offenkettige Form in der Fischer-Projektion (Aldehyd&amp;amp;shy;gruppe &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#0000ee&amp;quot;&amp;gt;blau&amp;lt;/span&amp;gt;), &amp;#039;&amp;#039;rechts&amp;#039;&amp;#039;: Ringform als β-&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucopyranose in der Haworth-Schreibweise (Halbacetalfunktion &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#009999&amp;quot;&amp;gt;türkis&amp;lt;/span&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;reduzierende Zucker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Biochemie]] [[Einfachzucker|Mono-]], [[Zweifachzucker|Di-]] oder [[Oligosaccharide]], deren letzter (im Fall von Monosacchariden einziger) [[Glycoside|Glycosid]]-Rest, in [[Haworth-Formel|Haworth-Schreibweise]] (Ringform) ein [[Halbacetale|Halbacetal]] ist. Sie können im [[Alkalische Lösung|alkalischen]] Milieu als [[Reduktionsmittel]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Vertreter sind die [[Aldosen]], also Zucker mit einer [[Aldehyde|Aldehydgruppe]]; ein Beispiel ist [[Glucose]]. Auch [[Ketosen]] können reduzierend wirken, wenn sie in [[Ständigkeit|α-Stellung]] eine [[Hydroxygruppe]] aufweisen, also ein α-Hydroxyketon ([[Acyloine|Acyloin]]) sind, wie etwa [[Fructose]]. Beispiele für reduzierende  [[Disaccharide|Zweifachzucker]] sind [[Lactose]] und [[Maltose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die quantitative Bestimmung reduzierender Zucker gelingt mittels der [[Methode nach Luff-Schoorl]] oder durch die photometrische Bestimmung nach einer Reaktion mit [[3,5-Dinitrosalicylsäure]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Monosaccharide ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Glucose Fisher to Haworth.gif|230x230px|mini|Ringschluss in wässriger Lösung am Beispiel der Glucose]]&lt;br /&gt;
Fast alle Monosaccharid-Aldosen liegen in Lösung vorwiegend als zyklische [[Halbacetale|Halbacetalform]] vor, die keine freie Aldehydgruppe aufweist. Die Halbacetalgruppe entsteht durch Ringschluss über den aldehydischen Sauerstoff am C1. Da die Ringbildung eine [[Gleichgewichtsreaktion]] ist, kommt auch ein geringer Prozentsatz der offenkettigen Form vor, die oxidiert werden kann. Die offenkettige Form wird durch die [[Oxidation]] verbraucht und ständig aus der zyklischen Form nachgeliefert. Damit reagieren diese Monosaccharide wie [[Traubenzucker|Glucose]], [[Mannose]] oder [[Galactose]] positiv auf die [[Fehling-Probe]] oder [[Tollensprobe|Tollens-Probe]]. Dasselbe gilt entsprechend für α-Hydroxyketone wie [[Fruchtzucker|Fructose]]: lediglich die offenkettige Form ist oxidierbar und wird ständig aus der cyclischen Form nachgeliefert. Bei den α-Hydroxyketonen ist die [[keton]]ische Carbonylgruppe am C2-Atom die Ursache für das Ausbilden der Halbacetalgruppe am C2-Atom bei Ringbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Di- und Oligosaccharide ==&lt;br /&gt;
Alle Di- oder Oligosaccharide, welche reduzierend wirken, besitzen eine Aldose oder α-Hydroxyketose als letzten Glycosidrest. Bei den Disacchariden ist dies der Fall, wenn die Verknüpfung der zwei Monosaccharide über das [[Anomeres Zentrum|anomere C-Atom]] (C1) des ersten Bausteins mit einer nicht anomeren alkoholischen Gruppe, etwa am C4-Atom des zweiten Monosaccharid-Bausteins geschieht. Es bildet sich am nicht reduzierenden Ende ein [[Acetale|Acetal]], während das anomere Zentrum des zweiten Bausteins als [[Halbacetale|Halbacetal]] „frei bleibt“ und damit als reduzierendes Ende dient. Das Halbacetal als letzter Glycosidrest ist nötig, da nur so ein Teil des Zuckers offenkettig vorliegen kann. Da auch bei Di- und Oligosacchariden die zyklische und die offenkettige Form in Lösung im Gleichgewicht vorliegen, kann die offenkettige Form bei der Fehling- oder Tollensprobe positiv reagieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Haushalt verwendete Rohr- oder Rübenzucker, die [[Saccharose]], ist im Gegensatz zum reduzierenden Disaccharid Maltose kein reduzierender Zucker, weil seine Moleküle in Lösung durch die 1,2-Verbindung beider anomeren C-Atome keine offenkettige Form bilden und daher auch nicht das reduzierende Endiolat-Ion ausbilden. Daher reagiert dieses Disaccharid bei der Fehling- und Tollensprobe negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reduzierende Wirkung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reaktion Glucose-Fructose als reduzierende Zucker.svg|354x354px|mini|Reduzierende Wirkung von D-Glucose (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und D-Fructose (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) über das gemeinsame Endiolat-Ion (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) in alkalischem Milieu. Es entsteht 2-Ketoglucose (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).]]&lt;br /&gt;
Die reduzierende Wirkung allein auf die Aldehydgruppen (bei Aldosen endständig vorhanden, bei α-Hydroxyketosen über die [[Tautomerie#Ketol-Endiol-Tautomerie|Ketol-Endiol-Tautomerie]] entstehend) zurückzuführen, gilt als widerlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist das bei der Umlagerung von Aldose zu α-Hydroxyketose (und umgekehrt) entstehende [[Endiol]] für die reduzierende Wirkung verantwortlich. Dieses Endiol liegt im alkalischen Milieu, welches Voraussetzung für die Reduktion ist, als Endiolat-Ion vor. Die offenkettige Form spielt im Rahmen der reduzierenden Wirkung insofern eine Rolle, da nur an ihr eine [[Tautomerie#Ketol-Endiol-Tautomerie|Ketol-Endiol-Tautomerie]] stattfinden kann. Diese Tautomerie, genauer das dabei als Zwischenstufe entstehende Endiolat-Ion, ist hauptsächlich für die reduzierende Wirkung der Zucker selber verantwortlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holger Fleischer |Titel=Fehlinterpretation der Fehling-Probe auf reduzierende Zucker - Von der Beobachtung im Chemieunterricht zur Evidenz gegen die Oxidation der Aldehydgruppe |Sammelwerk=CHEMKON |Band=24 |Nummer=1 |Datum=2017-01 |Seiten=27–30 |Online=https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ckon.201610283 |Abruf=2022-07-18 |DOI=10.1002/ckon.201610283}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Produkt entsteht primär 2-Ketoglucose (D-Glucoson), welches jedoch weiter oxidiert werden kann und bspw. in einer Fehlingprobe auch weiter oxidiert wird. Analog zu diesem Reaktionsvorgang wird auch an allen anderen reduzierenden Zuckern das jeweilige Endiolat-Ion oxidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweis ==&lt;br /&gt;
Neben der Fehling-Probe können reduzierende Zucker auch mit Hilfe des [[Benedict-Reagenz]] (durch die Farbe des ausfallenden Produkts), mit dem [[Nylanders Reagenz]], [[3,5-Dinitrosalicylsäure]] (durch spektroskopische Tests) oder der Entfärbung einer [[Kaliumpermanganat]]-Lösung nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monosaccharid| Reduzierende Zucker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disaccharid| Reduzierende Zucker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ghilt</name></author>
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