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	<title>Reduktion (theoretische Informatik) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T11:44:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reduktion_(theoretische_Informatik)&amp;diff=88316&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:1210:7E3A:B200:D082:E64D:B90F:AD5B am 18. November 2023 um 16:49 Uhr</title>
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		<updated>2023-11-18T16:49:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reduktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode der [[Theoretische Informatik|theoretischen Informatik]], bei der ein Problem auf ein anderes zurückgeführt wird. Gibt es einen [[Algorithmus]] für das zweite Problem, so lässt sich über die Reduktion auch das erste lösen. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reduzierbarkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist daher eine [[Relation (Mathematik)|Relation]] auf der Menge der Probleme, durch welche die [[Berechenbarkeit]] oder die [[Komplexität (Informatik)|Komplexität]] zweier Probleme zueinander in Bezug gesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundgedanke, Reduktionen für die Untersuchung von Problemen zu verwenden, geht auf einen Aufsatz des Mathematikers [[Emil Leon Post|Emil Post]] aus dem Jahr 1944 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Emil Post |Titel=Recursively enumerable sets of positive integers and their decision problems |Sammelwerk=[[Bulletin of the American Mathematical Society]] |Band=50 |Datum=1944 |Nummer=5 |Seiten=284–316 |Sprache=en |Online=https://www.ams.org/journals/bull/1944-50-05/S0002-9904-1944-08111-1/S0002-9904-1944-08111-1.pdf |Format=PDF |KBytes=4000}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden verschiedene Arten von Reduktionen unterschieden. Die häufigsten sind dabei die &amp;#039;&amp;#039;One-one-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Many-one-Reduktion&amp;#039;&amp;#039;, sowie die &amp;#039;&amp;#039;Truth-table-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Turing-Reduktion&amp;#039;&amp;#039; (letztere nach [[Alan Turing]] benannt). Jede von ihnen enthält jeweils die vorangegangenen als Sonderfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in der [[Berechenbarkeitstheorie]] meist der Nachweis des Vorhandenseins einer bestimmten Reduktion zwischen zwei Problemen genügt, werden in der [[Komplexitätstheorie]] zusätzliche Anforderungen an den Ressourcenverbrauch der Reduktion gestellt. Gewöhnliche Ressourcen sind hierbei Zeit oder Speicherplatz. Dies führt auf die Begriffe der &amp;#039;&amp;#039;Karp-&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Richard M. Karp]]) und &amp;#039;&amp;#039;Cook-Reduktion&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Stephen Cook]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konventionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reduktionen werden üblicherweise nur für [[Entscheidungsproblem]]e betrachtet, bei denen also gefragt wird, ob einem bestimmten Objekt eine besondere Eigenschaft zukommt oder nicht.&lt;br /&gt;
Genauer genügt es sogar – durch eine geeignete [[Gödelisierung]] – ausschließlich Entscheidungsprobleme von [[Menge (Mathematik)|Mengen]] [[Natürliche Zahlen|natürlicher Zahlen]] zu betrachten.&lt;br /&gt;
Das Ziel ist also stets, die [[Indikatorfunktion|charakteristische Funktion]] &amp;lt;math&amp;gt;\chi&amp;lt;/math&amp;gt; einer [[Teilmenge]] von &amp;lt;math&amp;gt;\N&amp;lt;/math&amp;gt; zu [[berechenbare Funktion|berechnen]].&lt;br /&gt;
Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass nun die Probleme mit den Teilmengen selbst identifiziert werden können.&lt;br /&gt;
Es ist aber sehr leicht möglich, die folgenden Definitionen auch auf [[Optimierungsproblem|Optimierungs-]] und [[Suchproblem]]e zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reduktionen in der Berechenbarkeitstheorie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seien &amp;lt;math&amp;gt;A, B \subseteq \N&amp;lt;/math&amp;gt; Mengen natürlicher Zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; heiße &amp;#039;&amp;#039;many-one-reduzierbar&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;A \preceq_m B&amp;lt;/math&amp;gt; – falls es eine [[Totale Funktion|totale]] [[berechenbare Funktion|(Turing-)berechenbare Funktion]] &amp;lt;math&amp;gt;f \colon \N \to \N&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, für die&lt;br /&gt;
*:&amp;lt;math&amp;gt;n \in A \Leftrightarrow f(n) \in B&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; heiße &amp;#039;&amp;#039;one-one-reduzierbar&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;A \preceq_1 B&amp;lt;/math&amp;gt; – falls &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;lt;/math&amp;gt; dabei [[Injektive Funktion|injektiv]] gewählt werden kann.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; heiße &amp;#039;&amp;#039;truth-table-reduzierbar&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;A\preceq_{tt} B&amp;lt;/math&amp;gt; – falls es eine [[Turingmaschine]] gibt, die für jede natürliche Zahl &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[Aussagenlogik|aussagenlogische Formel]] &amp;lt;math&amp;gt;\varphi(x_1;\cdots;x_k)&amp;lt;/math&amp;gt; (bzw. deren [[Gödelnummer]]) und natürliche Zahlen &amp;lt;math&amp;gt;b_1;\cdots;b_k \in \N&amp;lt;/math&amp;gt; berechnet, so dass gilt:&lt;br /&gt;
*:&amp;lt;math&amp;gt;n \in A \Leftrightarrow \varphi(\chi_B(b_1);\cdots; \chi_B(b_k)) = 1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Dabei kann die [[Stelligkeit]] &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; von der Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; abhängig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; heiße &amp;#039;&amp;#039;Turing-reduzierbar&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;A \preceq_T B&amp;lt;/math&amp;gt; – falls es eine [[Orakel-Turingmaschine]] mit Orakel für &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, die die charakteristische Funktion &amp;lt;math&amp;gt;\chi_A&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; berechnet.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; heiße &amp;#039;&amp;#039;aufzählbar reduzierbar&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;A \preceq_e B&amp;lt;/math&amp;gt; – falls es einen [[Aufzählungsoperator]] &amp;lt;math&amp;gt;\Psi&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, für den &amp;lt;math&amp;gt;\Psi(B) = A&amp;lt;/math&amp;gt; gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reduktion in der Komplexitätstheorie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinzipiell werden in der Komplexitätstheorie die gleichen Reduktionen wie in der Berechenbarkeitstheorie betrachtet, allerdings darf deren Berechnung nun nur eine (in der &amp;#039;&amp;#039;Größe&amp;#039;&amp;#039; der Eingabe) beschränkte Menge Speicher oder Rechenzeit benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders häufig werden dabei die folgenden Typen betrachtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;\preceq&amp;lt;/math&amp;gt; eine der obigen Reduktionen, für eine natürliche Zahl &amp;lt;math&amp;gt;n \in \N&amp;lt;/math&amp;gt; sei außerdem &amp;lt;math&amp;gt;l(n) = \lfloor \log_2 n \rfloor + 1&amp;lt;/math&amp;gt; die Länge der Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; in [[Bit]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Reduktion heiße &amp;#039;&amp;#039;polynomiell zeitbeschränkt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Polynomialzeitreduktion]]&amp;#039;&amp;#039; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;\preceq^p&amp;lt;/math&amp;gt; –, falls es eine Konstante &amp;lt;math&amp;gt;c \in \N&amp;lt;/math&amp;gt; und eine (Orakel-)Turing-Maschine gibt, die &amp;lt;math&amp;gt;\preceq&amp;lt;/math&amp;gt; berechnet und dabei für jede Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; nur höchstens &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{O}(l^c (n))&amp;lt;/math&amp;gt; viele Bit-Operationen durchführt.&lt;br /&gt;
* Die Reduktion heiße &amp;#039;&amp;#039;[[logarithmisch platzbeschränkte Reduktion|logarithmisch platzbeschränkt]]&amp;#039;&amp;#039; – Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;\preceq^{log}&amp;lt;/math&amp;gt; –, falls eine entsprechende Turingmaschine nur höchstens &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{O}(\log l(n))&amp;lt;/math&amp;gt; Speicherzellen beschreibt. Diejenigen Zellen, in denen die ursprüngliche Eingabe steht, werden dabei nicht berücksichtigt, dürfen aber dann auch nicht beschrieben, sondern nur gelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zu beachten, dass eventuelle Orakel-Anfragen nur einen einzelnen Rechenschritt benötigen bzw. die erhaltenen Antworten nur jeweils eine einzige Speicherzelle belegen.&lt;br /&gt;
Für die verwendete &amp;#039;&amp;#039;O-Notation&amp;#039;&amp;#039; siehe auch: [[Landau-Symbole]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polynomiell zeitbeschränkten Many-one-Reduktionen (&amp;lt;math&amp;gt;\preceq_m^p&amp;lt;/math&amp;gt;) werden auch &amp;#039;&amp;#039;[[Karp-Reduktion]]en&amp;#039;&amp;#039; genannt und die polynomiell zeitbeschränkten Turing-Reduktionen (&amp;lt;math&amp;gt;\preceq_T^p&amp;lt;/math&amp;gt;) heißen &amp;#039;&amp;#039;[[Cook-Reduktion]]en&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehungen der verschiedenen Reduktionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Mengen &amp;lt;math&amp;gt;A;B \subseteq \N&amp;lt;/math&amp;gt; natürlicher Zahlen gilt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;A \preceq_1 B \Rightarrow A \preceq_m B \Rightarrow A \preceq_{tt} B \Rightarrow A \preceq_T B&amp;lt;/math&amp;gt; sowie &amp;lt;math&amp;gt;A \preceq_{tt} B \Rightarrow A \preceq_e B&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jede dieser Implikationen ist strikt.&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen sind die aufzählbare Reduktion &amp;lt;math&amp;gt;\preceq_e&amp;lt;/math&amp;gt; und die Turing-Reduktion &amp;lt;math&amp;gt;\preceq_T&amp;lt;/math&amp;gt; unvergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Reduktionen unterscheiden sich im Wesentlichen darin, wie oft ein (hypothetischer) Algorithmus für &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; benutzt werden darf, um &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; zu entscheiden.&lt;br /&gt;
Bei der Many-one-Reduktion wird nur für eine einzige Zahl – nämlich gerade &amp;lt;math&amp;gt;f(n)&amp;lt;/math&amp;gt; – die Zugehörigkeit zu &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; geprüft, das Ergebnis muss anschließend ohne weitere Bearbeitung ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
Truth-table-Reduktionen erlauben endlich viele Anfragen der &amp;lt;math&amp;gt;b_i&amp;lt;/math&amp;gt; und die anschließende Weiterverarbeitung der gewonnenen Informationen durch &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Formel &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt; ist dabei in der Regel als [[Wahrheitswerttabelle]] gegeben, woher auch der Name der Reduktion stammt.&lt;br /&gt;
Allerdings müssen alle Anfragen &amp;lt;math&amp;gt;\chi_B(b_i)&amp;lt;/math&amp;gt; parallel zu einem einzigen Zeitpunkt während der Berechnung erfolgen.&lt;br /&gt;
Bei der Turing-Reduktion schließlich dürfen beliebig viele Anfragen zu jedem Zeitpunkt der Berechnung gestellt werden, außerdem ist es möglich das weitere Vorgehen in Abhängigkeit von den erhaltenen Antworten zu verzweigen.&lt;br /&gt;
Bei der aufzählbaren Reduktion dagegen wird überhaupt kein Algorithmus zur Entscheidung von &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; mehr vorausgesetzt, sondern lediglich eine (nicht notwendig berechenbare) [[Rekursiv aufzählbar|Aufzählung]] der Menge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Allgemeinheit nimmt jedoch die Trennschärfe der Reduktion ab, so kann zum Beispiel unter Turing-Reduktion nicht mehr zwischen einer Menge und ihrem [[Komplement (Mengenlehre)|Komplement]] unterschieden werden.&lt;br /&gt;
Aus diesem Grund ist zum Beispiel nicht bekannt, ob die [[Komplexitätsklasse]] [[NP (Komplexitätsklasse)|NP]] bezüglich Cook-Reduktion abgeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften und Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besteht zwischen zwei Mengen eine der obigen Reduktionen, die echt schwächer als die Turing-Reduktion ist, und ist die zweite Menge [[entscheidbar]] oder [[rekursiv aufzählbar]], so kommt diese Eigenschaft auch automatisch der ersten Menge zu.&lt;br /&gt;
* Alle Reduktionen bilden [[Präordnung]]en auf der [[Potenzmenge]] &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{P}(\N)&amp;lt;/math&amp;gt;, insbesondere sind sie alle [[Transitive Relation|transitiv]].&lt;br /&gt;
* Die [[Rekursiv aufzählbare Menge|rekursiv aufzählbaren Mengen]] bilden genau die [[Minimales Element|minimalen Elemente]] von &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{P}(\N)&amp;lt;/math&amp;gt; bzgl. der aufzählbaren Reduktion &amp;lt;math&amp;gt;\preceq_e&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Bei der Turing-Reduktion &amp;lt;math&amp;gt;\preceq_T&amp;lt;/math&amp;gt; sind das genau die [[entscheidbar]]en Mengen.&lt;br /&gt;
* Die Mengen der [[Parität (Mathematik)|geraden und ungeraden]] natürlichen Zahlen lassen sich gegenseitig aufeinander one-one-reduzieren, sie sind &amp;#039;&amp;#039;one-one-äquivalent&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
*:&amp;lt;math&amp;gt;\{2n\ |\ n \in \N \} \equiv_1 \{ 2n+1\ |\ n \in \N \}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Beide Reduktionen werden durch die Abbildung &amp;lt;math&amp;gt;m \mapsto m+1&amp;lt;/math&amp;gt; vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine Menge ist genau dann rekursiv aufzählbar, wenn sie sich many-one auf das &amp;#039;&amp;#039;[[Halteproblem]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;H&amp;lt;/math&amp;gt; reduzieren lässt.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;spezielle Halteproblem&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt;, das &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;-Halteproblem&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;H_0&amp;lt;/math&amp;gt; und das allgemeine Halteproblem &amp;lt;math&amp;gt;H&amp;lt;/math&amp;gt; wiederum sind untereinander one-one-äquivalent.&lt;br /&gt;
* Das Komplement des speziellen Halteproblems lässt sich auf dieses Turing-reduzieren &amp;lt;math&amp;gt;\overline{K} \preceq_T K&amp;lt;/math&amp;gt;. Aber offenbar gibt es keine Many-one-Reduktion &amp;lt;math&amp;gt;\overline{K} \npreceq_m K&amp;lt;/math&amp;gt;, denn das Komplement ist nicht aufzählbar.&lt;br /&gt;
* Bezeichnet &amp;lt;math&amp;gt;(V,E)&amp;lt;/math&amp;gt; einen [[Einfacher Graph|einfachen Graphen]] (seine Gödelnummer), &amp;lt;math&amp;gt;(V,\overline E)&amp;lt;/math&amp;gt; sein [[Komplementgraph|Komplement]] und &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; eine natürliche Zahl, dann ist durch &amp;lt;math&amp;gt;((V,E),\ k) \mapsto ((V,\overline E),\ |V|-k )&amp;lt;/math&amp;gt; eine polynomiell zeitbeschränkte One-one-Reduktion vom [[Knotenüberdeckungsproblem]] auf das [[Cliquenproblem]] erklärt.&lt;br /&gt;
* Jedes Problem aus NP lässt sich polynomiell zeitbeschränkt many-one auf das [[Erfüllbarkeitsproblem der Aussagenlogik]] &amp;lt;math&amp;gt;SAT&amp;lt;/math&amp;gt; reduzieren. Da letzteres selbst auch in NP liegt, heißt es &amp;#039;&amp;#039;[[NP-vollständig]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grade ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei &amp;lt;math&amp;gt;\preceq&amp;lt;/math&amp;gt; eine der obigen Reduktionen, wie für alle Präordnungen ist durch&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;A \equiv B \Leftrightarrow A \preceq B \land A \succeq B&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
eine [[Äquivalenzrelation]] erklärt.&lt;br /&gt;
Die [[Äquivalenzklasse]]n werden dabei &amp;#039;&amp;#039;Grade&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
Auf Grund der fehlenden [[Antisymmetrische Relation|Antisymmetrie]] enthalten sie meist mehr als eine Menge, üblicherweise [[abzählbar unendlich]] viele.&lt;br /&gt;
Die Grade [[Partition (Mengenlehre)|partitionieren]] &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{P}(\N)&amp;lt;/math&amp;gt; und sind durch &amp;lt;math&amp;gt;\preceq&amp;lt;/math&amp;gt; [[Halbordnung|partiell geordnet]].&lt;br /&gt;
Am besten bekannt ist dabei die Struktur der [[Turinggrad]]e, auch einfach &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;-Grade genannt, also die Grade bezüglich der Turing-Reduktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Katrin Erk, Lutz Priese |Titel=Theoretische Informatik. Eine umfassende Einführung |Auflage=2. erweiterte |Verlag=Springer |Ort=Berlin u. a. |Datum=2002 |ISBN=3-540-42624-8 |Reihe=Springer-Lehrbuch}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3827370205}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hartley Rogers, Jr. |Titel=Theory of Recursive Functions and Effective Computability |Verlag=McGraw-Hill |Ort=New York NY u. a. |Datum=1967 |Reihe=McGraw-Hill Series in Higher Mathematics |Sprache=en |Kommentar=Nachdruck: [[MIT Press]], Cambridge MA &amp;lt;abbr title=&amp;quot;und andere&amp;quot;&amp;gt;u. a.&amp;lt;/abbr&amp;gt; 1987, ISBN 0-262-68052-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Ingo Wegener]] |Titel=Theoretische Informatik. Eine algorithmische Einführung |Auflage=3. überarbeitete |Verlag=Teubner |Ort=Wiesbaden |Datum=2005 |ISBN=3-8351-0033-5 |Reihe=Leitfäden der Informatik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berechenbarkeitstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komplexitätstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A02:1210:7E3A:B200:D082:E64D:B90F:AD5B</name></author>
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