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	<title>Rediskont - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T17:11:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rediskont&amp;diff=2010949&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dabefewulu: lf</title>
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		<updated>2024-10-05T22:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rediskont&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Rediskontierung&amp;#039;&amp;#039;) war im [[Bankwesen]] der Weiterverkauf eines [[Wechsel (Urkunde)|Wechsels]], den ein [[Kreditinstitut]] seinerseits im Rahmen des [[Diskontgeschäft]]s zuvor von seinen Bankkunden angekauft hat, an eine [[Zentralbank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Rediskont der [[Geschäftsbank]]en bei der Zentralbank war die [[Refinanzierung]]squelle für den aus dem Diskontgeschäft resultierenden [[Diskontkredit]] der Kreditinstitute mit ihren Bankkunden. Diskontgeschäft, Diskontkredit, [[Diskontsatz]] und Rediskont beinhalten als Wortbestandteil „Diskont“, ein Lehnwort ({{itS|disconto}}, „Abzug“).&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abzug bestand darin, dass vom [[Nennwert]] des Wechsels der Diskontsatz für den Zeitraum zwischen Rediskont und [[Fälligkeit]] des Wechsels abgezogen und dem Kreditinstitut gutgeschrieben wurde. Der Rediskont galt als Refinanzierung für den Diskontkredit der Kreditinstitute mit ihren Bankkunden. Der jeweils von den Banken berechnete Diskontsatz war höher als der aktuelle Diskontsatz der Zentralbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Der Diskontkredit gehörte in Deutschland zu den [[Bankgeschäft]]en nach {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1 Nr. 3 [[Kreditwesengesetz|KWG]]. Den Kreditinstituten war  es somit gesetzlich erlaubt, Wechsel (und [[Scheck]]s) von ihren Kunden anzukaufen. Die Diskontierung war rechtlich ein [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kaufvertrag]] nach {{§|433|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] und gilt als Bankgeschäft nach {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1 Nr. 3 [[Kreditwesengesetz|KWG]]. Die Betätigung im (Re-)Diskontgeschäft erforderte deshalb eine [[Banklizenz]]. Der Diskontkredit gehörte zu den [[Kreditgeschäft]]en, die durch die wechselrechtliche Haftung insbesondere des [[Bezogener|Bezogenen]] und der [[Indossament|Indossantenhaftung]] eine automatische [[Personalsicherheit (Kredit)|Personalsicherheit]] als [[Kreditsicherheit]] besaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Ankauf des Wechsels schrieb die Bank ihrem Kunden den Wechselbetrag abzüglich des [[Diskontsatz]]es [[Gutschrift|gut]] und verschaffte so dem Kunden [[Liquidität]]. Da der Bank diese Liquidität durch Kreditgewährung verloren ging, beschaffte sie sich diese Liquidität durch Weiterverkauf der Wechsel an die Zentralbank im Rahmen der Rediskontierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde bis Dezember 1998 der Diskontsatz bei Rediskontierungen von der Bundesbank festgesetzt. Gesetzliche Grundlage war § 15 BBankG a. F., die Diskontgeschäfte waren in § 19 Abs. 1 Nr. 3 BBankG a. F. festgelegt. Die Bundesbank fungiert seit Januar 1999 in der Geldpolitik lediglich als Ausführungsorgan der EZB, weil die Aufgabe der [[Geldpolitik]] insgesamt auf die EZB übergegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Durch die ursprüngliche Bedeutung des Wechsels als Kredit- und Zahlungsmittel in der deutschen Wirtschaft spielte lange Zeit die Rediskontierung im Rahmen der [[Diskontpolitik]] die entscheidende Rolle bei der [[Refinanzierung]] der Kreditinstitute. Begonnen damit hatte die [[Reichsbank]], die nach ihrer Gründung im März 1875 den Kreditinstituten eine weitere Refinanzierungsquelle eröffnete, so dass sich die Institute nicht mehr auf Einlagen als alleinige Quelle stützen mussten. Durch die Rediskontierung von Wechseln hatte die Reichsbank den Instituten eine Quelle der Beschaffung von Zentralbankgeld zur Verfügung gestellt, bei der sie auch durch Monetarisierung von zirkulationsfähigen Wechseln [[Liquidität]] schaffen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Knies, [https://books.google.de/books?id=xPdKAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PR5-IA1&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_selected_pages#v=onepage&amp;amp;q=wechsel&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Das Geld – Darlegung der Grundlehren von dem Gelde&amp;#039;&amp;#039;], 1873, S. 154 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rediskontpolitik wurde durch das Nachfolgeinstitut [[Deutsche Bundesbank]] fortgesetzt. Dabei konnten sich die Banken durch Verkauf von bundesbankfähigen Wechseln Liquidität zum Diskontsatz beschaffen. Das (Re-)Diskontvolumen erreichte 1979/1980 seinen Höhepunkt und wurde zur entscheidenden Quelle der [[Zentralbankgeld]]versorgung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;issing&amp;quot;&amp;gt;Otmar Issing/Bernd Rudolph, [https://epub.ub.uni-muenchen.de/6575/1/6575.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Rediskontkredit&amp;#039;&amp;#039;], 1988, S. 41 f. (PDF; 6,8&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1986 war der Anteil der Diskontkredite an der Mittelaufnahme auf 60 % gesunken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;issing&amp;quot; /&amp;gt; Seit Januar 1987 hatte die Rediskontierung von Wechseln an Bedeutung verloren, so dass die [[Lombardpolitik]] in den Vordergrund trat.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ehrlicher/Diethard B. Simmert, [https://books.google.de/books?id=4dVL8lDl3KsC&amp;amp;pg=PA134&amp;amp;dq=diskontsatz+wechselankauf+bundesbank&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=rhU7UrmcD-Sf0QXMuYCoBA#v=onepage&amp;amp;q=diskontsatz%20wechselankauf%20bundesbank&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Wandlungen des geldpolitischen Instrumentariums der Deutschen Bundesbank&amp;#039;&amp;#039;], 1988, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil der Wechselrediskontierung an den gesamten Notenbankkrediten belief sich 1994 nur noch auf 29,5 % gegenüber 83,5 % im Jahre 1980.&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt; An ihre Stelle waren die [[Wertpapierpensionsgeschäft]]e getreten. Betrug deren Anteil an der Gesamtrefinanzierung 1980 lediglich 6 %, so machten sie 1994 bereits 69,7 % aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechsel und damit das Diskont- und Rediskontgeschäft hat im täglichen Bankgeschäft heute keine Bedeutung mehr, da er aufgrund seiner [[Urkunde]]neigenschaft nicht „maschinen- bzw. computerfähig“ und damit relativ personal- und kostenaufwendig ist und zudem auch seine Funktion als Kredit- und Zahlungsmittel in der deutschen Wirtschaft weitgehend eingebüßt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Instrumente der Diskontpolitik&lt;br /&gt;
Die Zentralbanken konnten sowohl &amp;#039;&amp;#039;quantitative Limitierungen&amp;#039;&amp;#039; (Festlegung der Rediskont-[[Kontingent]]e) als auch &amp;#039;&amp;#039;qualitative Restriktionen&amp;#039;&amp;#039; vorschreiben (Begrenzung auf [[Handelswechsel]] mit einer Restlaufzeit von maximal 3 Monaten, mindestens 3 als [[Solvenz|zahlungsfähig]] bekannte Wechselbeteiligte,&amp;lt;ref&amp;gt;diese drei Unterschriften stammten in der Regel vom [[Bezogener|Bezogenen]], dem [[Aussteller (Urkunde)|Aussteller]] des Wechsels und der Geschäftsbank bei [[Indossament|Indossierung]] des Wechsels an die Bundesbank&amp;lt;/ref&amp;gt; zahlbar an einem [[Bankplätze der Deutschen Bundesbank|Bankplatz]]). Ein direktes Steuerungsmittel ist der Preis, zu dem sie Diskontkredite vergeben, der Diskontsatz. Dieser war bis Dezember 1998 der [[Leitzins]] der Bundesbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäische Zentralbank ==&lt;br /&gt;
Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Geldpolitik auf die EZB hat das [[Hauptrefinanzierungsinstrument|Hauptrefinanzierungsgeschäft]] die frühere Rediskontierung im Januar 1999 abgelöst. Die [[Europäische Zentralbank]] rediskontiert keine Wechsel, sondern verschafft den [[Geschäftsbank]]en anderweitig Liquidität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechsel und damit der Diskontkredit und Rediskont sind im täglichen Bankgeschäft heute ohne Bedeutung,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Deutsches_und_europ%C3%A4isches_Bank_und_Kap/1x8sDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Diskontkredit+ohne+bedeutung&amp;amp;pg=PA1161&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1626029227234 Kai-Oliver Knops/Peter Derleder/Heinz Georg Bamberger (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Deutsches und europäisches Bank- und Kapitalmarktrecht&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2017, S. 1161]&amp;lt;/ref&amp;gt; weil der Wechsel auch aufgrund seines [[Urkunde]]formats nicht „maschinen- bzw. computerfähig“ und damit relativ personal- und kostenintensiv war und zudem auch seine Funktion als Kredit- und Zahlungsmittel weitgehend eingebüßt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kredit-vergleich.de/d/diskontkredit.htm Kreditvergleich zum Diskontkredit]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handelswechsel sind nur noch als [[Verpfändung|Pfand]] bei der Bundesbank [[Notenbankfähigkeit|notenbankfähig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/1998/1998_11_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile |wayback=20150601220223 |text=Monatsbericht der Deutschen Bundesbank November 1998, S. 24 |archiv-bot=2022-12-31 22:05:19 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesen Gründen gibt es seit Januar 1999 weder auf nationaler Ebene noch in den [[EU-Mitgliedstaaten]] eine Rediskontierungsmöglichkeit von Wechseln. Dadurch ist auch der Diskontkredit der Geschäftsbanken zum Erliegen gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Finanzwechsel]]&lt;br /&gt;
* [[Mefo-Wechsel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otmar Issing]] [[Bernd Rudolph (Ökonom)|Bernd Rudolph]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rediskontkredit. Die geldpolitische Bedeutung und der Einfluss des Diskontkredits der Deutschen Bundesbank auf die Wettbewerbssituation im Bankensektor&amp;#039;&amp;#039;. Knapp, Frankfurt/M. 1988, ISBN 3-7819-0404-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarktgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dabefewulu</name></author>
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