<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rede_%28Sprachwissenschaft%29</id>
	<title>Rede (Sprachwissenschaft) - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rede_%28Sprachwissenschaft%29"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rede_(Sprachwissenschaft)&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T21:17:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rede_(Sprachwissenschaft)&amp;diff=1242137&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lesabendio: /* Redewiedergabe */ Tippfehler verbessert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rede_(Sprachwissenschaft)&amp;diff=1242137&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-09-10T06:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Redewiedergabe: &lt;/span&gt; Tippfehler verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gothaer Liebespaar.jpg|miniatur|Spruchbänder zur Darstellung von Reden auf einem mittelalterlichen Gemälde – Vorläufer der Sprechblasen in Comics]]&lt;br /&gt;
Zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Sinne der [[Sprachwissenschaft]] gehören alle gemäß den Regeln einer [[Natürliche Sprache|natürlichen]] Sprache [[Artikulation (Linguistik)|artikulierten]] [[Äußerung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was jemand sagt oder schreibt, unabhängig von Länge, Inhalt, Form, Funktion und [[Empfänger (Information)|Adressat]] ist Rede; ebenso das, was jemand gedanklich in Worte kleidet, ohne es zu äußern ([[innerer Monolog]]): Ein [[Stoßgebet]] ist nicht weniger Rede als eine [[Litanei]], eine [[Short Message Service|SMS]], ein mehrbändiger [[Roman]], eine nur für die Augen des Schreibers bestimmte Tagebuchnotiz oder eine vor Publikum gehaltene [[Rede|Ansprache]]. Mitteilungen in einer [[Gebärdensprache]] sind Reden im Sinne der Sprachwissenschaft, reflexhafte [[Ausdrucksbewegung]]en und [[Menschliche Stimme|Stimmäußerungen]] dagegen nicht, es sei denn, sie wären wie die [[Interjektion]]en als [[Zeichen]] ins System einer Sprache integriert und willkürlich verfügbar. Auch [[Abbild|Bilder]] und Bildergeschichten sind keine Reden; wohl aber gibt es einen fließenden Übergang vom Bild über das [[Piktogramm]] zur [[schrift]]lichen Form der Rede. Der Urheber einer Rede im sprachwissenschaftlichen Sinn wird als [[Sprechen|Sprecher]] bezeichnet, im Unterschied zum Redner als der Person, die eine Ansprache oder einen Vortrag hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rede, &amp;#039;&amp;#039;parole&amp;#039;&amp;#039;, Text ==&lt;br /&gt;
In diesem weitesten Sinn ist Rede ein [[Methodologie|methodologischer]] Grundbegriff der Sprachwissenschaft und hat ungefähr denselben [[Extension und Intension|Umfang]] wie der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;[[Parole (Sprachwissenschaft)|parole]]&amp;#039;&amp;#039;, den [[Ferdinand de Saussure]] gebrauchte, um den Gegenstand der Sprachwissenschaft, die &amp;#039;&amp;#039;[[langue]]&amp;#039;&amp;#039;, neu zu bestimmen. &amp;#039;&amp;#039;Parole&amp;#039;&amp;#039;, Rede, Sprechen, ist die Weise, wie individuelle Sprecher von der &amp;#039;&amp;#039;langue&amp;#039;&amp;#039;, der Sprache als kollektivem Zeichensystem, Gebrauch machen. Auch der Begriff des [[Text]]es, sofern er nicht auf Schriftliches eingeengt wird, deckt sich mit den Begriffen der &amp;#039;&amp;#039;parole&amp;#039;&amp;#039; und der Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[John Lyons (Sprachwissenschaftler)|John Lyons]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die moderne Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Kap. 1.4.7 &amp;#039;&amp;#039;Langue&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;parole&amp;#039;&amp;#039;, S. 52 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laut, Wort, Satz, Rede ==&lt;br /&gt;
Die Rede bildet die höchste der vier Ebenen, auf denen die Elemente einer Sprache organisiert sind: Reden bestehen aus [[Satz (Grammatik)|Sätzen]], Sätze aus [[Wort|Wörtern]], Wörter aus [[Laut]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Theodor Lewandowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Linguistisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Lemma &amp;#039;&amp;#039;Rede&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, S. 564 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die traditionelle [[Grammatik]] gliedert ihren Stoff entsprechend in Laut-, Wort- und Satzlehre, überlässt die Untersuchung der Rede jedoch ihren Nachbardisziplinen [[Rhetorik]] und [[Stilistik]]. Zwar finden sich auch in traditionellen Grammatiken Hinweise darauf, dass bestimmte grammatischen Formen, besonders [[Pronomen]] und [[Tempus]]morpheme, über die Ebene des Satzes hinausweisen und dabei das Gewebe von Beziehungen schaffen, welches der Rede inneren Zusammenhalt ([[Kohäsion (Linguistik)|Kohäsion]]) verleiht. Doch werden diese Formen hauptsächlich in der Wort-, Formen- und Satzlehre abgehandelt. Erst in jüngerer Zeit wird die Ebene der Rede stärker in die grammatische Untersuchung einbezogen. Die so entstehende [[Textgrammatik]] bildet einen Zweig der [[Textlinguistik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redewiedergabe ==&lt;br /&gt;
Prinzipiell ist es keiner Schriftsprache gegeben, die mündliche Rede vollkommen identisch zu reproduzieren. Beispiele sind die Pausen zwischen den [[Gesprochene Sprache|gesprochenen]] Worten, das [[Sprechtempo]], die Tonhöhe, der Gebrauch von [[Verzögerungslaut]]en etc. Somit kann die Schriftsprache eine mündliche Rede allenfalls imitieren und stilisieren, sie bleibt damit nur eine „quasi-wörtliche Rede“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Silke Lahn]], [[Jan Christoph Meister]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Erzähltextanalyse.&amp;#039;&amp;#039; J.B. Metzler, Stuttgart 2008. (3., aktual. Auflage. 2016, ISBN 978-3-476-02598-2, S.&amp;amp;nbsp;132)&amp;lt;/ref&amp;gt; Um Redewiedergabe oder Redebericht handelt es sich, wenn ein Sprecher (oder Schreiber) die Rede einer anderen Person (oder seine eigene Rede zu einem anderen Zeitpunkt) anführt. In schriftlicher Redeform bedient sich der Sprecher hierzu im einfachsten Falle der sogenannten [[Anführungszeichen]], in mündlicher Redeform gibt er seiner Stimme eine andere Modulation, oder markiert die „fremde“ Rede mimisch, gestisch oder verbal als [[Zitat]] (beim Vorlesen von Referaten etwa durch Wörter „Zitat“ und „Zitatende“). In diesem Fall handelt es sich um [[direkte Rede]]. Daneben gibt es auch grammatische Mittel zur Kennzeichnung fremder Rede, und zwar die [[Indirekte Rede|indirekte]] und die [[erlebte Rede]]. Beispiele für die drei hauptsächlichen Formen der Redewiedergabe:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;direkte Rede&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;indirekte Rede&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;erlebte Rede&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Er sagte: „Wenn ich morgen wieder zuhause bin, werde ich mich erst mal ausschlafen.“&lt;br /&gt;
| Er sagte, wenn er morgen wieder zuhause sei, werde er sich erst mal ausschlafen.&lt;br /&gt;
| Wenn er morgen wieder zuhause war, würde er sich erst mal ausschlafen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Dass es sich um erlebte Rede handelt, wird im Beispielsatz an der scheinbar widersprüchlichen grammatischer Formgebung klar: Das Zeitadverb „morgen“ steht in Verbindung mit dem Imperfekt „war“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Methoden der Stilisierung und Inszenierung fremder Rede untersucht die linguistische Disziplin der [[Gesprächsanalyse]]. Dazu gehörte vor allem das [[Code-Switching]] (Wechsel in andere Sprachen oder Sprachvarianten).&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.gespraechsforschung-online.de/heft2002/ga-guenthner.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer in den Kapiteln zur Redewiedergabe spielt der Begriff der Rede keine größere Rolle in der traditionellen Grammatik. Gegen den alten Terminus „Redeteile“ (engl. „parts of speech“) hat sich die Bezeichnung „[[Wortart]]en“ durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand de Saussure]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung der französischen Originalausgabe von 1916. 3. Auflage. De Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 3-11-017015-9.&lt;br /&gt;
* [[John Lyons (Sprachwissenschaftler)|John Lyons]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die moderne Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1989, ISBN 3-11-017015-9.&lt;br /&gt;
* [[Harald Weinrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Textgrammatik der französischen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Klett, Stuttgart 1982, ISBN 3-12-520810-6.&lt;br /&gt;
* [[Harald Weinrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Textgrammatik der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Maria Thurmair, Eva Breindl, Eva-Maria Willkop. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1993, ISBN 3-411-05261-9.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Lewandowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Linguistisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Uni-Taschenbücher.&amp;#039;&amp;#039; 201). Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1976, ISBN 3-494-02021-3.&lt;br /&gt;
* [[Jean-Marie Zemb]]: &amp;#039;&amp;#039;Satz, Wort, Rede. Semantische Strukturen des deutschen Satzes.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg/Basel/Wien 1982, ISBN 3-451-16220-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Rede}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lesabendio</name></author>
	</entry>
</feed>