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	<title>Red-Queen-Hypothese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:49:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Meloe: rev. Direkte Verlinkungen nach enwiki sind nicht erwünscht</title>
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		<updated>2025-03-10T10:44:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;rev. Direkte Verlinkungen nach enwiki sind nicht erwünscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Red-Queen-Hypothese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Red-Queen-Dynamik&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Red-Queen-Modell&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man eine wissenschaftliche [[Hypothese]] der [[Evolutionsbiologie]], wonach biologische Arten aufgrund beständigen Konkurrenzdrucks ständig neue adaptive Anstrengungen und Weiterentwicklungen hervorbringen müssen, um nicht unterzugehen. Außerdem werden damit zwei basale Phänomene erklärt: der evolutionäre Vorteil der aus evolutionsbiologischer Sichtweise eigentlich wenig effektiven [[Geschlechtliche Fortpflanzung|sexuellen Fortpflanzung]] und das ständige „Wettrüsten“ konkurrierender Organismen (Parasit-Wirt, Beute-Jäger).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hypothese ==&lt;br /&gt;
Die Hypothese wurde 1973 von [[Leigh Van Valen]] vorgeschlagen, der sie [[Lewis Carroll]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Alice hinter den Spiegeln]]&amp;#039;&amp;#039; entlehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;L. van Valen: &amp;#039;&amp;#039;A new evolutionary law.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Evolutionary Theory.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1973, S. 1–30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die darin auftretende Rote Königin erklärt der neugierigen Alice: „Hierzulande musst du so schnell rennen, wie du kannst, wenn du am gleichen Fleck bleiben willst.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Dodgson, AKA Lewis Carroll |Hrsg=World Public Library Association |Titel=Alice im Spiegelland |Verlag=Sesam-Verlag |Ort=Wien / Leipzig / New York |Datum=1923 |Kapitel=II. Kapitel: Der Garten der lebenden Blumen |Seiten=26 |Originaltitel=Through the Looking-Glass, and What Alice Found There |Originalsprache=en |Originaljahr=1871 |Originalort=London |Übersetzer=Helen Scheu-Riesz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Van Valen verglich in seiner Arbeit die Existenzdauer (zwischen erster und letzter Dokumentation im Fossilbeleg, angenähert zwischen Artbildung und Aussterben) von Mitgliedern aus ca.&amp;amp;nbsp;50 großen, unterschiedlichen Organismengruppen. Nach seinen Beobachtungen sei das Aussterberisiko einer Gruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt unabhängig von ihrer Existenzdauer, also dem geologischen Alter; einige Fassungen der Evolutionstheorie sagen dagegen eher aus, dass es viel unwahrscheinlicher sei, dass eine bereits lange bestehende Gruppe ausstirbt, da sie viel mehr Zeit hatte, sich perfekt an die Umwelt anzupassen. Van Valen bemerkte dazu, dass sich offensichtlich die tatsächlichen Umweltbedingungen für jede Gruppe mit annähernd konstanter Rate verändern (das heißt in der Regel: verschlechtern), so dass der Gruppe eine lange Historie erfolgreicher Adaptationen für die Zukunft nichts nützt. Sie müssen sich also ständig verändern, um ihre einmal errungene Position zu behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang wurde als &amp;#039;&amp;#039;Red Queen Effect&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Van Valen’s law&amp;#039;&amp;#039; häufig von der Betrachtung [[Makroevolution|makroevolutionärer]] Zusammenhänge auf andere Bereiche übertragen, zum Beispiel auf koevolutionäres „Wettrüsten“, z.&amp;amp;nbsp;B. zwischen Räubern und Beute bzw. Wirt und Parasit. Auch zur Erklärung der Unterschiede zwischen den Geschlechtern infolge der [[Sexuelle Selektion|sexuellen Selektion]] wurde das Phänomen herangezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;eine Übersicht: G. A. Parker: &amp;#039;&amp;#039;Sexual conflict over mating and fertilization: an overview.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Philosophical Transactions of the Royal Society.&amp;#039;&amp;#039; Series B. Band 361, S. 235–259. [[doi:10.1098/rstb.2005.1785]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Veränderungen in einem Geschlecht, die die Paarungswahrscheinlichkeit erhöhen, ziehen demnach Reaktionen des anderen Geschlechts nach sich, so dass sich die grundlegenden Verhältnisse bei ständigem Wandel der Einzelheiten kaum verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Evolutionsbiologe [[Graham A. C. Bell]] übertrug das Bild der &amp;#039;&amp;#039;Red Queen&amp;#039;&amp;#039; 1980 auf den Nutzen der geschlechtlichen Fortpflanzung generell: Auf einer [[Mikroevolution|mikroevolutionären]] Ebene erlaube die sexuelle Fortpflanzung eine schnellere Anpassung, da sie alle [[Art (Biologie)|Nachkommen einer Art]] zu experimentellen Mischungen aus den [[Gen]]en der beiden Eltern mache, und so die Art besser befähige, eine eroberte [[ökologische Nische]] zu halten.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Bell: &amp;#039;&amp;#039;The Masterpiece Of Nature: The Evolution and Genetics of Sexuality.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Valens These ist in ihrem ursprünglichen Zusammenhang (der Existenzdauer von Gattungen oder Familien in geologischen Epochen) später von anderen Forschern kritisiert worden, die aus ihren Daten doch einen Zusammenhang zwischen Existenzdauer und Aussterbewahrscheinlichkeit zu beobachten meinen.&amp;lt;ref&amp;gt;eine Übersicht: Seth Finnegan, Jonathan L. Payne, Steve C. Wang: &amp;#039;&amp;#039;The Red Queen revisited: reevaluating the age selectivity of Phanerozoic marine genus extinctions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Paleobiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 3, 2008, S. 318–341.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Van Valen geprägte Sprachbild ist aber fest in der Wissenschaftssprache etabliert. So wird bspw. für [[Ehrenamt|Freiwilligenarbeit]] in [[Öffentliche-Güter-Spiel]]en ein Rote-Königin-Mechanismus beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Hauert, Silvia De Monte, Josef Hofbauer, Karl Sigmund |Titel=Volunteering as Red Queen Mechanism for Cooperation in Public Goods Games |Sammelwerk=[[Science]] |Nummer=296 |Datum=2002-03-10 |Seiten=1129–1132 |Online=[https://pdodds.w3.uvm.edu/files/papers/others/2004/fehr2004a.pdf uvm.edu]  |Format=PDF |KBytes=345 |DOI=10.1126/science.1070582 |Abruf=2015-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als entgegengesetzte wissenschaftliche Hypothese gilt die 1999 aufgestellte [[Court-Jester-Hypothese|Hofnarren-Hypothese]] von [[Anthony Barnosky]], wonach [[abiotische Umweltfaktoren]] statt evolutionsbiologischen Konkurrenzdrucks die treibende Kraft hinter der Artenentwicklung sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tandfonline.com/toc/ujvp20/19/sup003?nav=tocList Anthony Barnosky, &amp;quot;Does evolution dance to the Red Queen or the Court Jester?&amp;quot;, 3 Annual Meeting of the Society of Vertebrate Paleontology USA (1999)], abgerufen am 29. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Redqueenhypothese}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alice (Lewis Carroll)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meloe</name></author>
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