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	<title>Rechtswidrigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T20:29:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rechtswidrigkeit&amp;diff=43290&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Trace OB: Linkfix wegen Verschiebung von Einwilligung</title>
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		<updated>2025-10-21T11:10:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix wegen Verschiebung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Einwilligung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Einwilligung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Einwilligung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtswidrigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet im deutschen Recht, dass eine Handlung oder ein Verhalten gegen [[Rechtsnorm]]en verstößt und dafür kein [[Rechtfertigungsgrund]] vorliegt. Im Strafrecht wird die Rechtswidrigkeit durch die Tatbestandsverwirklichung indiziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafrecht ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen des dreigliedrigen Aufbaus des deutschen [[Strafrecht (Deutschland)|Strafrechts]] macht sich [[Strafbarkeit|strafbar]], wer einen Straftatbestand rechtswidrig und [[Schuld (Strafrecht)|schuldhaft]] verwirklicht, geregelt in {{§|11|stgb|juris}} Absatz 1 Nr. 5 [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]. Hinsichtlich der Rechtswidrigkeit gehen die [[Kausale Handlungslehre|kausale]], die [[Finale Handlungslehre|finale]] und die [[Soziale Handlungslehre|soziale]] [[Handlungslehre (Strafrecht)|Handlungslehre]] von unterschiedlichen Prämissen aus. In deren Folge verlangen sie entweder einen [[Beweis (Recht)|positiven Nachweis]] der Rechtswidrigkeit (veraltete Handlungslehre&amp;lt;!-- welche Handlungslehre(n) genau? --&amp;gt;) oder sehen sie durch die Tatbestandsmäßigkeit bereits [[Indiz#Strafprozess|indiziert]], so die [[Herrschende Meinung|h.&amp;amp;nbsp;M.]] der modernen Finalitätslehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Rechtswidrigkeit durch die Tatbestandsmäßigkeit indiziert ist, gilt: Eine Handlung ist immer dann rechtswidrig, wenn sie gegen die [[Rechtsordnung]] verstößt (sogenannter „Unrechtstatbestand“), ohne dass sie durch Rechtfertigungsgründe gerechtfertigt ist. Rechtfertigungsgründe sind im Sinne der Rechtsordnung etwa [[Notwehr (Deutschland)|Notwehr]] ({{§|32|StGB|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]), allgemeiner [[Notstand#Rechtfertigender Notstand|rechtfertigender Notstand]] ({{§|34|StGB|juris}} StGB) oder [[Einwilligung (Strafrecht)|Einwilligung]] &amp;#039;&amp;#039;([[volenti non fit iniuria]])&amp;#039;&amp;#039;. Bei sogenannten offenen Straftatbeständen wie der [[Nötigung (Deutschland)|Nötigung]] müssen neben der Erfüllung des Tatbestands und dem Nichtvorliegen von Rechtfertigungsgründen weitere, besondere Voraussetzungen gegeben sein, damit die Handlung als rechtswidrig angesehen werden kann; so bei der Nötigung die [[Verwerflichkeit]] der Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom objektiv vorliegenden Rechtfertigungsgrund muss der Täter Kenntnis haben und willentlich aufgrund des Rechtfertigungsgrundes handeln, damit seine Entlastung gelingt. Fehlt das subjektive Rechtfertigungselement, so ging die mittlerweile überkommene h.&amp;amp;nbsp;M. davon aus, dass aus dem vollendeten Delikt zu bestrafen ist. Nach neuerer und heute wohl herrschender Meinung entfällt der Erfolgsunwert der Tat bereits dann, wenn die &amp;#039;&amp;#039;objektiven&amp;#039;&amp;#039; Voraussetzungen eines Rechtfertigungsgrunds vorliegen. Teils werden die Regeln zur [[Versuch (StGB)|Versuchsstrafbarkeit]] [[Analogie (Recht)|analog]] angewandt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rechtslexikon.net/d/subjektive-rechtfertigungselemente/subjektive-rechtfertigungselemente.htm Rechtslexikon: &amp;#039;&amp;#039;subjektive Rechtfertigungselemente&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zivilrecht ==&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Deliktsrecht (Deutschland)|Deliktsrecht]] ist nach der herrschenden Lehre vom Erfolgsunrecht durch das Herbeiführen einer [[Rechtsgut]]- oder einer [[Schutzgesetz]]verletzung die Rechtswidrigkeit der Handlung indiziert ({{§|823|bgb|juris}} Abs. 1 und Abs. 2 BGB). Sie entfällt nur bei Eingreifen besonderer Rechtfertigungsgründe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Rüfner]]: [https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb5/prof/ZIV008/2012-GSV/GSV-17.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Tatbestand des § 823 Abs. 1 BGB&amp;#039;&amp;#039;] Universität Trier 2012, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Becker: [https://tu-dresden.de/gsw/phil/irget/jfzivil3/ressourcen/dateien/lv_pdf_dateien/Gliederung-Deliktsrecht.pdf?lang=de &amp;#039;&amp;#039;Einführung in das Deliktsrecht&amp;#039;&amp;#039;] TU Dresden 2011, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtswidrig ist, was im Widerspruch zu rechtlichen [[Gebot (Rechtswissenschaft)|Geboten]] steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zippelius&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Reinhold Zippelius]]|Titel=Recht und Gerechtigkeit in der offenen Gesellschaft|Auflage=2|Datum=1996|Seiten=356 f., 360 ff.|Originaltitel=Archiv für die civilistische Praxis|Originaljahr=1958}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So sind der Kausalablauf des Handelns und der dadurch ausgelöste Eintritt seines Erfolges selbst nicht &amp;#039;&amp;#039;verbietbar&amp;#039;&amp;#039;. Entgegen einer früher verbreiteten Lehre können Handlung beziehungsweise Unterlassen und [[Erfolg]] nicht zu dem verbotenen und in diesem Sinne rechtswidrigen Geschehen gehören: Es gibt nur ein &amp;#039;&amp;#039;Handlungsunrecht&amp;#039;&amp;#039; (verbotenes Handeln, z.&amp;amp;nbsp;B., auf jemanden zu schießen), aber kein &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsunrecht&amp;#039;&amp;#039; (kein verbietbares Ergebnis des Handelns, z.&amp;amp;nbsp;B., dass der andere getroffen wird und stirbt), wohl aber eine  &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsbezogenheit&amp;#039;&amp;#039; von Handlungsverboten (etwa das Verbot von Handlungen, die sich gegen fremdes Leben richten oder dieses gefährden).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zippelius&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenteil der Rechtswidrigkeit ist die [[Rechtmäßigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im schweizerischen [[Haftpflichtrecht]] bildet die Rechtswidrigkeit eines von vier Tatbestandsmerkmalen neben dem Schaden, dem Verschulden und dem Kausalzusammenhang zur Begründung der Verschuldenshaftung. Nach herrschender Lehre wird bei der [[Kausalhaftung]] die Rechtswidrigkeit vorausgesetzt. Die schweizerische Rechtsprechung stützt sich auf die Theorie der objektiven Rechtswidrigkeit. Entsteht eine [[Obligationenrecht (Schweiz)|Obligation]] durch unerlaubte Handlung, richtet sich die Haftung bei Notwehr, Notstand und Selbsthilfe nach  Art. 52 OR.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19110009/202004010000/220.pdf Art. 52] Bundesgesetz&lt;br /&gt;
betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht) vom 30. März 1911 (Stand am 1. April 2020).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Rechtsordnungen außerhalb des deutschen [[Rechtskreis]]es wird nicht klar zwischen Rechtswidrigkeit und Verschulden unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zu §§ 823–838 BGB&amp;#039;&amp;#039;, in: Münchner Kommentar zum BGB, N&amp;amp;nbsp;1 zu §&amp;amp;nbsp;823.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliches Recht ==&lt;br /&gt;
Im [[Öffentliches Recht|Öffentlichen Recht]] wird zwischen formeller oder materieller Rechtswidrigkeit unterschieden. Von der formellen Rechtswidrigkeit spricht man bei einem Verstoß gegen [[formelles Recht]], also Zuständigkeit, Verfahren oder Form. Materielle Rechtswidrigkeit ist ein Verstoß gegen [[materielles Recht]], z.&amp;amp;nbsp;B. wenn der aufgrund einer [[Eingriffsermächtigung|Befugnisnorm]] erlassene Verwaltungsakt nicht den Erfordernissen der Befugnisnorm entspricht und/oder jemanden in [[subjektives Recht|subjektiven Rechten]] verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für rechtswidrige Rechtsnormen ist umstritten, ob das [[Nichtigkeitsdogma]] oder ein [[Fehlerkalkül]] gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Verwaltungsrecht (Deutschland)|deutschen Verwaltungsrecht]] kann der rechtswidrige [[Verwaltungsakt (Deutschland)|Verwaltungsakt]] trotzdem [[Wirksamkeit (Recht)|wirksam]] und bei Eintreten der [[Bestandskraft]] unanfechtbar werden. Von Anfang an unwirksam sind nur nichtige Verwaltungsakte, vgl. {{§|43|VwVfG|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 VwVfG &amp;#039;&amp;#039;([[Fehlerkalkül]])&amp;#039;&amp;#039;. Nichtig ist ein Verwaltungsakt nur ausnahmsweise, vgl. {{§|44|VwVfG|dejure}} VwVfG (→ [[Verwaltungsakt (Deutschland)#Nichtigkeit des Verwaltungsakts, § 44 VwVfG|Nichtigkeit des Verwaltungsakts, § 44 VwVfG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4130534-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deliktsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeines Verwaltungsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsstaat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Trace OB</name></author>
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