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	<title>Rechtsschule von Beirut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T02:45:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rechtsschule_von_Beirut&amp;diff=581129&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: /* Einleitung */ klg</title>
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		<updated>2025-11-20T08:20:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; klg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:St. georg beirut griechisch-orthodox.jpg|mini|In unmittelbarer Nähe zum byzantinischen Vorläuferbau der Kathedrale [[St. Georg (Beirut, griechisch-orthodoxe Kirche)|St. Georg]] befand sich die Rechtsschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsschule von Beirut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine römische höhere Bildungseinrichtung während der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] bis zur [[Spätantike]]. Möglicherweise wurde sie im [[Prinzipat]] von [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]], wenn nicht bereits von [[Augustus]] gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bremer&amp;quot;&amp;gt;Franz Peter Bremer: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtslehrer und Rechtsschulen im Römischen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von I. Guttentag, Berlin 1868, S.&amp;amp;nbsp;71 ff. (73) unter Bezug auf Quellen von [[Adolf August Friedrich Rudorff]] und &amp;#039;&amp;#039;Panegyrici Latini&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Gelehrte gehen mit [[Franz Peter Bremer]] davon aus, dass sie erst um 197 n. Chr. unter [[Septimius Severus]] begründet wurde. Keine der Vermutungen steht der ersten eindeutigen Erwähnung der Schule in den Quellen, einer 239 oder 240 schriftlich festgehaltenen Rede des [[Alte Kirche|altkirchlichen]] Bischofs [[Gregor der Wundertäter|Gregorius Thaumaturgus]], entgegen, der von der parallel bereits bestehenden Rechtsschule von [[Caesarea Maritima|Caesarea]] zur juristischen und lateinischen Studienvertiefung nach Beirut (Beryt) gewechselt sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bremer&amp;quot; /&amp;gt; Ihr guter Ruf muss insoweit bereits bestanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtsschule genoss über Jahrhunderte hohes Ansehen. Weil Latein die Sprache der römischen Juristen war, stellte die &amp;#039;&amp;#039;[[Colonia (Rom)|Colonia]]&amp;#039;&amp;#039; Beirut lange Zeit eine lateinische Sprachinsel inmitten einer griechisch und syrisch dominierten Umgebung dar – noch im 5. Jahrhundert wurden dort lateinische Inschriften gesetzt. Vornehmlich bekannt ist die Rechtsschule durch die beiden [[Klassik (Jurisprudenz)#Spätklassik|spätklassischen]] Rechtsgelehrten [[Papinian]] und [[Ulpian]], die an ihr gewirkt haben. Ihre Schriften genossen eine derart hohe [[Auctoritas|Autorität]] im [[Römisches Reich|Reich]], dass die Kaiser [[Theodosius II.]] und [[Valentinian III.]] sie 426 im sogenannten [[Zitiergesetz]] – die Gesetzessammlung des &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Theodosianus]]&amp;#039;&amp;#039; wurde erst danach, im Jahre 438 veröffentlicht – zusammen mit denen der Juristen [[Gaius (Jurist)|Gaius]], [[Herennius Modestinus|Modestinus]] und [[Iulius Paulus|Paulus]] als Grundlage für Entscheidungen ihrer Beamten in Rechtsfragen festlegten. In der Forschung wird davon ausgegangen, dass Beirut zu den &amp;#039;&amp;#039;stationes ius publice docentium aut respondentium&amp;#039;&amp;#039; gehörte. Rechtslehrer durften, entgegen der Auffassung [[Theodor Mommsen|Mommsens]], demnach nicht nur in Rom, sondern auch in den Provinzen Rechtsgutachten (&amp;#039;&amp;#039;[[Responsa (römische Jurisprudenz)|responsa]]&amp;#039;&amp;#039;) erstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Peter Bremer unter Hinweis auf Ulpianus in den &amp;#039;&amp;#039;[[Fragmenta Vaticana]]&amp;#039;&amp;#039; § 150 (nicht unter Vormundschaft aus Rom standen &amp;#039;&amp;#039;hi qui ius civile docent&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [[Justinian I.|Justinian]] bestimmte um 530, dass Beirut neben [[Universität von Konstantinopel|Konstantinopel]] und [[Rom]] offiziell anerkannte Lehranstalt für Römisches Recht wird. Die Anstalten in Alexandria, Athen und Caesarea verloren ihre dahingehende Autorität und Anerkennung. Während der Regierungszeit Justinians erlangten die beiden in Beirut tätigen Kompilatoren für die &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Anatolios (Jurist)|Anatolios]] und [[Dorotheos (Jurist)|Dorotheos]], große Bedeutung. Die Rechtsschule präsentierte sich unter Justinian zudem als gestaltendes Produkt seiner Zeit; weniger Bewandtnis hatte es mit der [[Rhetorik|Redekunst]], das [[Rechtswissenschaft|Recht]] selbst stand im Mittelpunkt. Talentierte und ehrgeizige Schüler &amp;#039;&amp;#039;(Iustiniani novi)&amp;#039;&amp;#039; studierten&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Studiumsplan, vgl. [[Spyros Troianos]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter Justinians&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Quellen des byzantinischen Rechts&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, Boston: De Gruyter, 2017. S.&amp;amp;nbsp;59–106 (64–66).&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Ziel vor Augen, in eine erfolgreiche öffentliche Beamtenlaufbahn zu investieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cosima Möller]], [[Martin Avenarius]] und [[Rudolf Meyer-Pritzl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antworten auf die Revisitationen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das Römische Recht – eine sinnvolle, in Auguralreligion und hellenistischen Philosophien wurzelnde Rechtswissenschaft? Forschungen von [[Okko Behrends]] revisited&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, Boston, De Gruyter Akademie Forschung, 2020. S.&amp;amp;nbsp;102–119 (112).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erdbeben in der Region beschädigte die Stadt [[Beirut]] und damit auch die Gebäude der Rechtsschule bereits 551 so schwer, dass die Glanzzeit der Schule schnell vorüber war. Die [[islamische Expansion]] im [[7. Jahrhundert]] und der damit einhergehende Verlust der Provinzen des Vorderen Orients beendete für das Römische Reich dann die Existenz der Institution für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Collinet: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de l’École de Droit de Beyrouth.&amp;#039;&amp;#039; 1925. Fb&amp;amp;c Limited, 2018 (Classic Reprint). ISBN 978-1-3904-0071-7.&lt;br /&gt;
* Linda Jone Hall: &amp;#039;&amp;#039;Roman Berytus. Beirut in Late Antiquity&amp;#039;&amp;#039;, London 2004.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Pringsheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Beryth und Bologna&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift [[Otto Lenel]].&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1921. S.&amp;amp;nbsp;204 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1252137834}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung (Byzantinisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Universität|Beirut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Altertum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Beirut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:190er]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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