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	<title>Rechtsordnung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rechtsordnung&amp;diff=44221&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-23616-6: K</title>
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		<updated>2025-07-20T22:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;K&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den juristischen Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Rechtsordnung&amp;#039;&amp;#039; als System von Rechtsnormen. Zu den Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen existierender Rechtsordnungen siehe [[Rechtskreis]]; zum sozialen Subsystem siehe [[Rechtssystem (Soziologie)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsordnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtssystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die Gesamtheit des [[Rechtsgeltung|gültigen]] objektiven [[Recht]]s in dessen Anwendungsbereich, beispielsweise das Recht eines [[Staat]]es. Neben dem durch die [[Legislative]] gesetzten Recht ([[Rechtsetzung]]) gehört zur staatlichen Rechtsordnung als Summe aller Rechtssätze auch das [[Gewohnheitsrecht]] und die [[Auslegung (Recht)|Gesetzesauslegung]] durch die [[Judikative]] ([[Rechtspflege]]), sodann die zwangsweise Durchsetzung des Rechts mit Hilfe der [[Staatsgewalt]] (insbesondere durch die [[Polizei]] oder den [[Gerichtsvollzieher]], der auch [[privatrecht]]liche Ansprüche durchsetzt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recht, das durch staatliches [[Gewaltmonopol]] garantiert und durchsetzbar ist, unterscheidet sich von vorstaatlichen („primitiven“) Rechtsordnungen, die lediglich auf [[Moral]], Sitte und Tradition beruhen, deren Ansprüche und Pflichten also nicht über eine unabhängige zentrale Staatsgewalt durchgesetzt werden können. Auch das [[Völkerrecht]] stellt eine vorstaatliche Ordnung dar: „Das sogenannte Völkerrecht ist lediglich primitives Recht auf internationaler Ebene.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[E. Adamson Hoebel|E. A. Hoebel]], zitiert nach E. Hilgendorf: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Recht, Band 1: Grundlagen, Staatsrecht, Strafrecht&amp;#039;&amp;#039;, dtv, München 2012, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rechtsordnung eines Rechtsgebietes steht in Wechselbeziehungen ([[Dialektik]]) zu der [[Wirtschaftsordnung]] und insgesamt zu der [[Gesellschaftsordnung]] der darin lebenden Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Die [[Religionskrieg#Religionskriege nach der Reformation|religiös motivierten Bürgerkriege]] in Europa führten in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] zu der Forderung nach einer friedenssichernden [[Gewalt]], um ein verlässlich geordnetes Zusammenleben zu [[Wirksamkeit (Recht)#Staatliche Rechtsgewährleistung|gewährleisten]] ([[Thomas Hobbes]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhold Zippelius]], &amp;#039;&amp;#039;Rechtsphilosophie&amp;#039;&amp;#039;, 6. Aufl., §&amp;amp;nbsp;28 I.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dazu notwendige Widerspruchsfreiheit des staatlichen [[Recht]]s wird zunächst durch die übergeordnete staatliche Verfügungsmacht über das Recht ([[Jean Bodin]]) – die „Kompetenzenhoheit“ – und des Weiteren durch einen [[Stufenbau der Rechtsordnung#Die Kompetenzenordnung als Rückgrat der widerspruchsfreien Ordnung des Rechts|„Stufenbau“]] der Regelungsbefugnisse (Kompetenzen) gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Zippelius, &amp;#039;&amp;#039;Rechtsphilosophie&amp;#039;&amp;#039;, 6. Aufl., § 28 II 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; So begründen übergeordnete Kompetenzen die nachgeordneten Kompetenzen (z.&amp;amp;nbsp;B. begründet die [[Verfassung|Staatsverfassung]] die Kompetenz des Gesetzgebers, Gesetze begründen die Kompetenzen der Verordnungsgeber). Auch pflichtenbegründende Einzelakte, also [[Verwaltungsrecht|Verwaltungs-]] und [[Rechtsprechung]]sakte, und selbst private Rechtsgeschäfte (Akte der [[Privatautonomie]]) erhalten ihre Rechtsverbindlichkeit durch eine in solcher Weise begründete rechtliche Ermächtigung. Die Rangordnung der Kompetenzen bestimmt die Rangordnung des Rechts, das auf Grund dieser Kompetenzen erlassen wird. Auf diese Weise bildet die Stufenordnung der Kompetenzen das Rückgrat der insgesamt widerspruchsfreien Struktur einer staatlichen Rechtsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;Text im Anschluss an Zippelius, &amp;#039;&amp;#039;Das Wesen des Rechts&amp;#039;&amp;#039;, 6. Aufl., Kap. 2&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus, wie die Kompetenzen in einem Staat verteilt sind, ergeben sich wichtige Eigenschaften eines Staates. Werden sie ausgewogen auf [[Staatsorgan|Organe]] der [[Gesetzgebung]], der [[Regierung]] und Verwaltung und der Gerichtsbarkeit aufgeteilt, so entsteht ein ausbalanciertes System der [[Gewaltenteilung]] und [[Gewaltenkontrolle]]. Gewaltenteilung und gerichtliche Kontrollkompetenzen über Akte der Staatsgewalt sind wichtige Bedingungen der [[Rechtsstaat]]lichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgestaltung ==&lt;br /&gt;
=== Allgemein ===&lt;br /&gt;
In den meisten Rechtsordnungen des kontinentaleuropäischen Rechtskreises werden [[Rechtsnorm]]en systematisch vier Bereichen zugeordnet:&lt;br /&gt;
* [[Verfassungsrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Öffentliches Recht]]&lt;br /&gt;
* [[Strafrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Privatrecht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Naturrecht]] und &amp;#039;&amp;#039;[[ordre public]]&amp;#039;&amp;#039; als überpositives Recht stellen gewissermaßen übergeordnete Ordnungskriterien bereit, an denen sich eine Rechtsordnung zu messen hat, werden allerdings in den einzelnen Rechtsordnungen zum Teil auch ihrerseits wieder unterschiedlich bestimmt oder ausgelegt. Ob das [[Völkerrecht]] eine global gültige Rechtsordnung darstellt, ist wissenschaftlich und international umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Rechtsnormen stehen Moral- und Gewissensnormen. &amp;#039;&amp;#039;Moralnormen&amp;#039;&amp;#039; sind nichtstaatliche soziale Verhaltensregeln; &amp;#039;&amp;#039;Gewissensnormen&amp;#039;&amp;#039; sind Normen und Maßstäbe, die der Einzelne für sich persönlich als verbindlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Als Rechtsnormen im vorbeschriebenen Sinne gelten im deutschen Recht&lt;br /&gt;
* [[Verfassung]]s&amp;amp;shy;normen, die in den Artikeln des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] sowie der [[Landesverfassung (Deutschland)|Landesverfassungen]] geregelt sind;&lt;br /&gt;
* einfach[[gesetz]]liche Normen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] oder das [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]];&lt;br /&gt;
* [[Verordnung]]en;&lt;br /&gt;
* [[Satzung (öffentliches Recht)|Satzungen des öffentlichen Rechts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Gesetzen gibt es noch einige andere [[Rechtsquelle]]n. So haben beispielsweise [[Urteil (Rechtswissenschaft)|Urteile]] des [[Bundesverfassungsgericht]]s in den Fällen des {{§|31|bverfgg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Bundesverfassungsgerichtsgesetz|BVerfGG]] [[Gesetzeskraft]]. Ob anderen Gerichtsurteilen der Status einer Rechtsquelle zukommt (so genanntes [[Richterrecht]]), ist umstritten und wird im deutschen anders als im angelsächsischen [[Rechtskreis]] &amp;#039;&amp;#039;([[Case Law]])&amp;#039;&amp;#039; traditionell eher verneint. Das ungeschriebene [[Gewohnheitsrecht]] gehört ebenfalls zur Rechtsordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kann man zusammenfassend zwei Rechtsgebiete unterscheiden: Einmal das öffentliche Recht, zu dem auch das [[Staatsrecht (Deutschland)|Staatsrecht]] und das [[Strafrecht (Deutschland)|Strafrecht]] gezählt werden, und dann das Privatrecht, zu dem das [[Privatrecht#Allgemeines Privatrecht|Zivilrecht]] sowie das sonstige Privatrecht oder Sonderprivatrecht ([[Geschichte des Handelsrechts|Handelsrecht]] und andere Bereiche, teilweise auch das [[Arbeitsrecht]]) gehören. Zentralwerk des Zivilrechts ist das [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerliche Gesetzbuch]] (BGB). Man kann auch das übergeordnete Verfassungsrecht und das Strafrecht verselbständigen. Die Einteilung der Rechtsnormen und der Rechtsgebiete soll aber keine Theorie bleiben. Praktisch muss diese Diskussion für den rechtssuchenden Menschen selbst umsetzbar sein. So hat der demokratische Gesetzgeber daraus Garantien für den jeweiligen unterschiedlichen gerichtlichen Rechtsschutz zu geben. Eine solche Garantieordnung ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Rechtsstaat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Einheit der Rechtsordnung]]&lt;br /&gt;
* [[Europarecht]]&lt;br /&gt;
* [[Scharia]]&lt;br /&gt;
* [[Internationales Privatrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Kirchenrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Positives Recht]]&lt;br /&gt;
* [[Rechtsvergleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Verfassungsmäßige Ordnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Avenarius]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; [[Bundeszentrale für politische Bildung]], Bonn, ISBN 978-3-89331-320-4.&lt;br /&gt;
* Hermann Junghans: &amp;#039;&amp;#039;Überlegungen zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und der Systematisierung des Rechts&amp;#039;&amp;#039;, [[Zeitschrift für Rechtspolitik]], September 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4135330-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135330-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsordnung| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsvergleichung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftliches System]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsstaat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[pt:Ordem jurídica]]&lt;/div&gt;</summary>
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