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	<title>Rechtsgrundverweisung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T16:17:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rechtsgrundverweisung&amp;diff=92054&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokonbud: form</title>
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		<updated>2020-08-11T09:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsgrundverweisung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Rechtswissenschaft]] einen Verweis von einer [[Rechtsnorm]] auf eine andere Norm ([[Zielnorm]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Rechtsgrundverweisung liegt vor, wenn nicht nur auf die [[Rechtsfolge]], sondern auch auf den [[Tatbestand]] (den Rechtsgrund) der anderen Norm verwiesen wird. Deshalb müssen bei dieser Art der Verweisung zusätzlich auch die Voraussetzungen der Norm, auf die verwiesen wird, gegeben sein, damit deren Rechtsfolgen eintreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird dagegen nur auf die Rechtsfolge der anderen Norm verwiesen, so spricht man von einer [[Rechtsfolgenverweisung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiele:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* nach [[Herrschende Meinung|h.&amp;amp;nbsp;M.]] stellt die in {{§|254|bgb|juris}} Abs. 2 S. 2 BGB erfolgte Verweisung auf {{§|278|bgb|juris}} eine Rechtsgrundverweisung  dar, mit der Folge, dass für ein Mitverschulden des Schuldners durch ein ihm zuzurechnendes Verhalten des Dritten eine Sonderverbindung im Sinne des § 278 BGB zwischen dem Schuldner und dem Dritten notwendig sein muss.&lt;br /&gt;
* {{§|437|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] zählt zwar die möglichen Rechte eines Käufers in Gewährleistungsfällen auf, stellt aber dennoch keine eigenen Anspruchsgrundlagen dar. Diese ergeben sich erst, in Form einer Rechtsgrundverweisung, durch die in § 437 BGB aufgezählten Normen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bamberger/Roth/Faust § 437 BGB Rz. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{§|531|bgb|juris}} Abs. 2 BGB&amp;lt;ref&amp;gt;[[Entscheidungen des Bundesgerichtshofes in Zivilsachen|BGHZ]] 140, 275, 277; Staud/Lorenz Vor § 812 Rz 34; [[Münchener Kommentar|MüKo]]/Kollhosser § 531 Rz 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{§|635|bgb|juris}} Abs. 4 BGB stellt unter Auslegung des Wortlauts „nach Maßgabe“, welche als „unter den Voraussetzungen“ zu verstehen ist, eine Rechtsgrundverweisung dar&amp;lt;ref&amp;gt;Wörlen/Leinhaus, [[Juristische Arbeitsblätter|JA]] 2006, 22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{§|951|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] („Wer … einen Rechtsverlust erleidet, kann … Vergütung in Geld &amp;#039;&amp;#039;nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung&amp;#039;&amp;#039; fordern.“) ist eine Rechtsgrundverweisung auf §{{§|812|bgb|juris}}&amp;amp;nbsp;ff. BGB, da für den Eintritt der Rechtsfolge zusätzlich einer der Tatbestände dieser Paragraphen verwirklicht sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rechtsprechung#Ständige Rechtsprechung|stRspr]] BGHZ 40, 272, 276; 55 176, 177&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{§|992|bgb|juris}} BGB („Hat sich der Besitzer …, so haftet er dem Eigentümer &amp;#039;&amp;#039;nach den Vorschriften über den Schadensersatz wegen unerlaubter Handlungen&amp;#039;&amp;#039;.“) als Rechtsgrundverweisung auf das Schadensersatzrecht der {{§|823|bgb|juris}} ff. BGB.&lt;br /&gt;
* {{§|1301|bgb|juris}} S. 1 BGB&amp;lt;ref&amp;gt;BGHZ 45, 258, 262 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; (strittig, anderer Ansicht nach Rechtsfolgenverweisung&amp;lt;ref&amp;gt;MüKoBGB/Roth, 7. Aufl. 2017, BGB § 1301 Rn. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
Ein Beispiel einer &amp;#039;&amp;#039;partiellen Rechtsgrundverweisung&amp;#039;&amp;#039; ist der Verweis auf die [[Geschäftsführung ohne Auftrag]] im Rahmen des Anspruchs auf Verwendungsersatz des {{§|994|bgb|juris}} Abs. 2 BGB. Dieser Verweis ist ein partieller Rechtsgrundverweis, da ein Fremdgeschäftsführungswille im Sinne des {{§|687|bgb|juris}} Abs. 1 und 2 BGB bei der Vornahme von Verwendungen nicht erforderlich ist. Es müssen allerdings die weiteren Voraussetzungen des Geschäftsführung ohne Auftrag dennoch vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Juristische Methodenlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokonbud</name></author>
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