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	<title>Realzins - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Realzins&amp;diff=1325280&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T11:53:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Realzins&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener &amp;#039;&amp;#039;Güterzins&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Wirtschaft]] und [[Wirtschaftswissenschaft]] als [[Zinssatz]] eine [[reale Größe]], welche die [[Inflation]] oder [[Deflation]] berücksichtigt. Pendant ist der [[Nominalzins]] – eine [[nominale Größe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Reale Größen beziehen sich auf [[Menge (Mathematik)|Mengen]], etwa auf die Gütermenge und Menge von Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft produziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Makro%C3%B6konomie_Schritt_f%C3%BCr_Schritt/5cZ1DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Reale+Gr%C3%B6%C3%9Fen%22&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;printsec=frontcover Thieß Petersen, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie Schritt für Schritt&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 21]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nominale Größen dagegen sind das [[Produkt (Mathematik)|Produkt]] aus Mengen und den dazugehörigen [[Preis (Wirtschaft)|Preisen]]; sie werden in [[Geldeinheit]]en ausgedrückt, reale Größen in [[Mengeneinheit]]en. Der Realzins ist von Bedeutung bei [[zins]]tragenden [[Finanzinstrument]]en wie [[Anleihe]]n, [[Bankguthaben]] oder [[Kredit]]en. Ihr Nominalzins ist der Anleihezins, [[Habenzins]] oder [[Kreditzins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Realzins &amp;lt;math&amp;gt;i_r&amp;lt;/math&amp;gt; ist ein um die [[Preisbereinigung]] &amp;lt;math&amp;gt;p&amp;lt;/math&amp;gt; korrigierter Nominalzins &amp;lt;math&amp;gt;i_n&amp;lt;/math&amp;gt;;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_kleine_B%C3%B6rsen_Lexikon/5yTRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Realzins+lexikon&amp;amp;pg=PT1444&amp;amp;printsec=frontcover Hans E. Büschgen, &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Börsen-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 1444]&amp;lt;/ref&amp;gt; es gilt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;i_r = i_n \pm p&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Inflation wird bei der Preisbereinigung zum Realzins hinzugerechnet, Deflation abgezogen, um den Nominalzins zu errechnen. Aus Sicht des [[Gläubiger]]s dient die Preisbereinigung dem Vermögenserhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht ==&lt;br /&gt;
In der folgenden Aufstellung werden drei [[Teilmarkt|Teilmärkte]] gegenübergestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Markt]]&lt;br /&gt;
! [[Faktorpreis]]&lt;br /&gt;
! [[nominale Größe]]&lt;br /&gt;
! [[reale Größe]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Arbeitsmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Arbeitseinkommen]] || [[Nominaleinkommen]], [[Nominallohn]] || [[Realeinkommen]], [[Reallohn]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bankenmarkt]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Geldmarkt]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalmarkt]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kreditmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Zins]] || [[Nominalzins]]: &amp;lt;br /&amp;gt; [[Geldmarktzins]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalmarktzins]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kreditzins]] || Realzins&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Devisenmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Devisenkurs]] || [[Wechselkurs#Arten|nominaler Wechselkurs]] || [[realer Wechselkurs]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geldmarkt]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalmarkt]] || [[Geldmarktzins]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalmarktzins]] || [[Nominalrendite]] || [[Realrendite]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingewandt werden muss, dass einzelne [[Marktteilnehmer]] etwa auf dem [[Arbeitsmarkt]] wie [[Arbeitnehmer]] oder [[Gewerkschaft]]en nicht in der Lage sind, den Reallohn zu bestimmen, weil die Ursachen für die Veränderung des [[Preisniveau]]s auf dem [[Gütermarkt]] außerhalb des Einflusses dieser Marktteilnehmer liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Arbeitsmarktmodelle/HhIdBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Reale+Gr%C3%B6%C3%9Fe%22+geldillusion&amp;amp;pg=PA159&amp;amp;printsec=frontcover Laszlo Goerke, &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmarktmodelle&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 159]&amp;lt;/ref&amp;gt; Veränderungen der [[Geldmenge]] beeinflussen nominale Größen, nicht aber reale Größen. Diese Irrelevanz der Geldmenge für reale Größen wird als [[Neutralität des Geldes]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Realzins wird meist als Zinssatz abzüglich der Inflationsrate verstanden; klarstellend spricht man vom erwarteten oder [[ex ante]] Realzins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-04 |url=http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Glossar/_functions/glossar.html?lv2=32050&amp;amp;lv3=61932 |text=&amp;#039;&amp;#039;Realzins&amp;#039;&amp;#039;, in: Deutsche Bundesbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Glossar&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2024-04-23 16:32:56 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wird der Realzins auch als [[ex post|ex-post]]-Größe verstanden und anhand der vergangenen [[Inflationsrate]] berechnet. Wirtschaftliche Entscheidungen hängen vom erwarteten Realzins ab, Vermögensentwicklungen vom tatsächlichen Realzins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
In Zeiten stabiler Preise, d.&amp;amp;nbsp;h. bei einer Inflation von null, sind Nominalzins und Realzins nach obiger Definition gleich. Der Nominalzins steigt jedoch oft bei einer Zunahme des Preisniveaus (nicht unbedingt um den gleichen Prozentsatz, um den die Preise steigen). Ist die Inflationsrate höher als der Nominalzins, folgt daraus ein negativer Realzins. Der Gläubiger eines Geldkreditgeschäfts verliert in diesem Fall Kapital. Zur mathematischen Herleitung seien folgende Symbole verwendet:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;r:&amp;lt;/math&amp;gt; Realzins,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;i:&amp;lt;/math&amp;gt; Nominalzins,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\pi:&amp;lt;/math&amp;gt; Inflationsrate.&lt;br /&gt;
Ein Vermögen wächst gemäß dem Aufzinsungsfaktor &amp;lt;math&amp;gt;(1+i) = (1+r)(1+\pi)&amp;lt;/math&amp;gt;. Die exakte Beziehung zwischen Nominalzins und Realzins lautet daher &amp;lt;math&amp;gt;r = \frac{i-\pi}{1+\pi}&amp;lt;/math&amp;gt; bzw. &amp;lt;math&amp;gt;i = r + \pi + r\pi&amp;lt;/math&amp;gt;. Bei kleinen Werten vernachlässigt man oft den letzten Summanden, weil er von zweiter Ordnung ist, und erhält die Näherungsformel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r \approx i -\pi&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Fisher-Effekt]] besagt, unter den Annahmen der vollkommenen Voraussicht, eines [[vollkommener Markt|vollkommenen Marktes]], vollkommener [[Markttransparenz]] und ohne [[Transaktionskosten]], dass die Steigerung des Nominalzinses &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; mit [[proportional]]er Steigerung der Inflationsrate &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; einhergeht. Die getroffenen Annahmen sind in der Praxis nicht vollständig anzutreffen. Aus diesem Grund kann in der Praxis nicht von einer vollständigen [[Proportionalität]] ausgegangen werden. Ein gewisser zeitlicher Zusammenhang zwischen der Veränderung der Inflationsrate und der Veränderung des Nominalzinses (siehe Abb.&amp;amp;nbsp;1) lässt sich jedoch nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Inflationsrate steigt die [[Umlaufrendite]] festverzinslicher Wertpapiere (die Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere wird oft als Maß des Nominalzinses verwendet und bezeichnet die durchschnittliche [[Rendite]] aller im Umlauf befindlichen festverzinslichen [[Wertpapier]]e bester Bonität).&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Richter, Ulrich Schlieper, Willy Friedmann: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1981, ISBN 0-387-10998-6, S. 120 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die internationalen [[Faktormobilität]]en innerhalb der [[Außenwirtschaftstheorie]], findet der Begriff Realzins ebenfalls Verwendung. Der Realzins hängt von den [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenz]]en für Gegenwarts- und Zukunftskonsum der einzelnen Volkswirtschaften ab. Nimmt ein Land einen Kredit auf, so kann es zunächst mehr konsumieren als es produziert. Bei Kreditrückzahlung kehrt sich diese Situation um. Es kann weniger konsumieren als produziert wird, da ein Teil der [[Produktion]] für die Kreditrückzahlung aufgewendet wird und somit nicht für den Konsum zur Verfügung steht. Der zukünftige Konsum ist um den Realzins &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; teurer als der gegenwärtige Konsum. Die Höhe des Realzinses &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; wird vom relativen Weltangebot und der relativen Weltnachfrage nach zukünftigem Konsum bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul R. Krugman/Maurice Obstfeld, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 7. Auflage, Pearson Studium, 2006, ISBN 3-8273-7199-6, Kapitel 7.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Realzins spielt weiterhin in der [[Geldpolitik]] eine große Rolle. Zuständig für die Geldpolitik im [[Euroraum]] ist die [[Europäische Zentralbank]], deren oberstes Ziel es nach ist, die [[Preisstabilität]] zu gewährleisten und damit die Kaufkraft des Euro zu erhalten. Preisstabilität ist per Definition durch den „Anstieg des [[HVPI]] von unter 2 %“&amp;lt;ref&amp;gt;Europäische Zentralbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die Geldpolitik der EZB 2004&amp;#039;&amp;#039;, 2004, ISBN 92-9181-491-1, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; gegeben. Ist die [[Geldmenge]] im Vergleich zum [[Güterangebot]] von Waren und Dienstleistungen beispielsweise zu hoch, steigt das allgemeine Preisniveau (Inflation), und die Kaufkraft sinkt. Um dem entgegenzuwirken, kann die EZB eine [[restriktive Geldpolitik]] betreiben, um die Geldmenge zu verringern. Die Inflationsrate sinkt aufgrund ihrer Trägheit zeitlich versetzt, so dass es damit möglich ist, den kurzfristigen Realzins zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Finanzpolitik]] ist zur Beeinflussung der langfristigen Realzinsen besser geeignet als die Geldpolitik und wirkt direkt auf Angebot und Nachfrage auf dem Kapitalmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Durch einen Nominalzins &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; (in Prozent) erfährt ein Vermögensgegenstand, zum Beispiel ein [[Sparguthaben]] durch Zinsgutschrift der [[Bank]] oder eine [[Immobilie]] durch [[Marktpreis]]entwicklung, in einem bestimmten betrachteten Zeitraum einen nominellen Wertzuwachs mit dem Faktor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;1 + \frac{i}{100}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Inflationsrate &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; (in Prozent) nagt jedoch gleichzeitig die Inflation am Wert der Währung und staucht den Wert des Vermögensgegenstandes mit dem Faktor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{{1+\frac{\pi}{100}}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Realzins &amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039; (in Prozent) in dem betrachteten Zeitraum beträgt daher:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r = \left(\frac{{1 + \frac{i}{100}}}{{1 + \frac{\pi}{100}}} - 1\right) \cdot 100&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn &amp;lt;math&amp;gt;i=\pi&amp;lt;/math&amp;gt; ist der Realzins demzufolge 0 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich ein positiver Realzins, das heißt, trotz Inflationswirkung ergibt sich eine reale Werterhöhung des Vermögensgegenstandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; steht zwar eine nominelle Werterhöhung auf dem Papier, real hat sich der Wert des Vermögensgegenstandes jedoch verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
Beträgt der Nominalzins &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; für einen Kredit in einem bestimmten Zeitraum 6 % und die Inflationsrate &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; für den gleichen Zeitraum 2 %, erhält man nach obiger Formel folgendes Ergebnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;r = \left(\frac{{1 + \frac{6}{100}}}{{1 + \frac{2}{100}}} - 1\right) \cdot 100 = 3{,}92157&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dem [[Kreditgeber]] bleiben von den 6 % Nominalzins unter Berücksichtigung der Inflation von 2 % nur 3,92 % Zinsen real übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Interessenlage des Vermögensbesitzers kann die reale Wertentwicklung außerdem noch individuell unterschiedlich sein. Denn die Inflationsrate &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; wird aufgrund einer Untersuchung der Preisentwicklung von vielen Produkten festgestellt. Wenn nun ein bestimmter Unternehmer mit seiner Geldanlage oder durch die Veräußerung einer Immobilie ein bestimmtes Einzelprodukt oder eine bestimmte Waren- und Dienstleistungsmischung finanzieren möchte, deren Preisentwicklung günstiger war als die allgemeine Inflationsrate, dann hat sich der Realwert des von ihm betrachteten Vermögens noch mehr erhöht als in der oben genannten Formel. Auch der entgegengesetzte Fall ist möglich: dabei erhöhen sich die Preise gerade für die individuell vorgesehenen Investitionen stärker, als der allgemein ermittelte Preisdurchschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt auch für Vermögenswerte, die für den privaten Konsum gedacht sind. Denn oftmals werden die individuellen Wünsche mehr oder weniger stark von der Produkt- und Dienstleistungspalette abweichen, für welche die allgemeine Preisentwicklung ermittelt und in Form der Inflationsrate bekannt gegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man genau wissen möchte, wie sich der Wert des eigenen Vermögens in Bezug auf die persönliche Bedürfnisstruktur real entwickelt, kann es sinnvoll sein, durch Führung eines [[Haushaltsbuch]]es oder durch Preisbeobachtung der Produkte, die man anzuschaffen wünscht, eine individuelle Inflationsrate zu ermitteln. Dabei darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass sich mit dem Preis manchmal auch die Qualität von Produkten ändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Realzins ist die für das [[Kapitalangebot]] oder [[Kreditangebot]] entscheidende Größe. Die Geldpolitik etwa der [[Zentralbank]]en beeinflusst den Nominalzins ([[Leitzins]]), wohingegen [[Investitionsausgaben]] und damit auch die [[Güternachfrage]] durch den Realzins beeinflusst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Makro%C3%B6konomie/kbPBqRDa40YC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Nominalzins&amp;amp;pg=PA431&amp;amp;printsec=frontcover Olivier Blanchard/Gerhard Illing, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 431]&amp;lt;/ref&amp;gt; Orientieren sich dagegen die [[Marktteilnehmer]] bei Inflation an [[Nominalwert]]en, so unterliegen sie der so genannten [[Geldillusion]]. Orientieren sich die Marktteilnehmer am Nominalzins, unterliegen sie konkret der [[Zinsillusion]]. Diese ist die verzerrte Wahrnehmung des [[Zinsertrag]]es, bedingt durch die Vernachlässigung der Inflation.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Unternehmensberatung/_24pBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Realzins+lexikon&amp;amp;pg=PA502&amp;amp;printsec=frontcover Friedrich Bock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Unternehmensberatung&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 502]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nominalzins spielt bei der [[LM-Funktion]] eine Rolle, der Realzins dagegen bei der [[IS-Funktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fisher-Gleichung]] beschreibt in der Volkswirtschaftslehre den Zusammenhang zwischen dem Realzins &amp;lt;math&amp;gt;i_r&amp;lt;/math&amp;gt; einerseits und dem Nominalzins &amp;lt;math&amp;gt;i_n&amp;lt;/math&amp;gt; sowie der Inflationsrate &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Corporate_Finance/gBodBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Realzins+lexikon&amp;amp;pg=PA187&amp;amp;printsec=frontcover Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 187]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei relativ geringer Inflationsrate kann der Realzinssatz durch die Differenz zwischen Nominalzinssatz und Inflationsrate angenähert werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;i_n \approx i_r + \pi_{t+1}^e,&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Ist der Realzins niedriger als der Nominalzins (&amp;lt;math&amp;gt;i_r &amp;lt; i_n&amp;lt;/math&amp;gt;), hemmt er [[Investition]]en, liegt der Nominalzins unter dem Realzins (&amp;lt;math&amp;gt;i_r &amp;gt; i_n&amp;lt;/math&amp;gt;), so fördert er sie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bank_Lexikon/c_TSBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Realzins+lexikon&amp;amp;pg=PA955&amp;amp;printsec=frontcover  Gerhard Müller/Josef Löffelholz, &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1959, Sp. 955]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Bei zinstragenden [[Finanzprodukt]]en wie Anleihen oder Krediten wird die vom Nominalzins ebenfalls abweichende [[Rendite]] bzw. der [[Effektiver Jahreszins|Effektivzins]] als [[Messgröße]] herangezogen. Hierbei handelt es sich um [[Kennzahl]]en, bei denen Inflation oder Deflation keine Rolle spielen. Vielmehr sind der [[Emissionskurs]]/[[Kassakurs]] am Kauftag sowie die [[Fälligkeit]] (bei Anleihen) bzw. [[Finanzierungskosten]], [[Disagio]] und [[Kreditlaufzeit]] (bei Krediten) als beeinflussende Faktoren von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nominallohn]]&lt;br /&gt;
* [[Reallohn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul R. Krugman, Maurice Obstfeld: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft:Theorie und Politik der Außenwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Pearson Studium, 2006, ISBN 3-8273-7199-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geldpolitik der EZB 2004.&amp;#039;&amp;#039; Europäische Zentralbank, 2004, ISBN 92-9181-491-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/suche/?all_search_action=search&amp;amp;all_search_text=realzins&amp;amp;OK.x=0&amp;amp;OK.y=0 www.bpb.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.zins-zinseszins.de/realzins-rechner Realzins Rechner]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4048698-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zinsgeschäft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[nl:Rente#Reële rente]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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