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	<title>Realwirtschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Realwirtschaft&amp;diff=878749&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orangenhirn: präzisiert</title>
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		<updated>2026-04-01T12:09:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Realwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;realer Sektor&amp;#039;&amp;#039;) versteht man in der [[Volkswirtschaftslehre]] einen Teil der [[Gesamtwirtschaft]], der die [[Produktion]], den [[Vertrieb]] und den [[Konsum]] von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] und [[Dienstleistung]]en umfasst. Dieser Teilbereich wird in den volkswirtschaftlichen [[IS-LM-Modell|Modellen]] als [[Gütermarkt]] gegenüber dem [[Geldmarkt]] (&amp;#039;&amp;#039;monetärer Sektor&amp;#039;&amp;#039; oder [[Finanzwirtschaft|Finanzsektor]]) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufteilung der Gesamtwirtschaft in realen und monetären Sektor („[[Klassische Dichotomie]]“) stammt aus der [[Neoklassische Theorie|Neoklassischen Wirtschaftstheorie]]. Dagegen lehnen sowohl die [[Keynesianismus|keynesianische]] als auch die [[Marxistische Wirtschaftstheorie|marxistische]] Wirtschaftstheorie diese [[Dichotomie]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interaktion von Real- und Finanzwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Volkswirtschaftslehre [[Aggregation (Wirtschaft)|aggregiert]] alle [[Wirtschaftssubjekt]]e, deren Hauptaufgabe mit güterwirtschaftlichen Tätigkeiten in Verbindung steht. Dazu gehören alle [[Nichtbank]]en und nicht finanziellen Unternehmen, ihre [[Investition]]en in [[Realkapital]], die Güter- und [[Arbeitsmarkt|Arbeitsmärkte]], der [[Handel]] sowie der Konsum. Typische [[Wirtschaftssektor]]en sind [[Landwirtschaft]], [[Industrie]] und [[Dienstleistungsunternehmen]] mit nicht finanzieller Tätigkeit. Beim Zusammenspiel von Real- und Finanzwirtschaft spielt der [[Zeitintervall|Zeithorizont]] eine wichtige Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Spremann/Pascal Gantenbein: [https://books.google.de/books?id=zuDwL1lcNMwC&amp;amp;pg=PA74&amp;amp;dq=realwirtschaft+finanzwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=realwirtschaft%20finanzwirtschaft&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Finanzmärkte: Grundlagen, Instrumente, Zusammenhänge&amp;#039;&amp;#039;], 2013, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Finanzwirtschaft eine höhere [[Reagibilitätsgrad|Reaktionsgeschwindigkeit]] und höhere [[Volatilität]]en von [[Börsenkurs|Kursen]] oder [[Rendite]]n als die [[Preis (Wirtschaft)|Preise]]/[[Arbeitsentgelt|Löhne]] an den Güter- und Arbeitsmärkten aufweist, können die [[Finanzmarkt|Finanzmärkte]] neue [[Information]]en schneller verarbeiten als die Realwirtschaft. Dafür prägte [[Joseph Schumpeter]] die [[Metapher]] von einem Hund, der beim Spaziergang seinem Herrn einmal vorausläuft und einmal hinter ihm zurückbleibt. Der schnelle Hund steht für die Finanzwirtschaft, der behäbige Herr für die Realwirtschaft. Am Ende des Spazierwegs sind beide wieder zusammen. Schumpeter: „Die (Staats-)Finanzen sind einer der besten Angriffspunkte der Untersuchung des sozialen Getriebes …  insofern als alles, was geschieht, sich in der Finanzwirtschaft ausdrückt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Schumpeter: &amp;#039;&amp;#039;Die Krise des Steuerstaats&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Rudolf Hickel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Finanzkrise des Steuerstaats : Beiträge zur politischen Ökonomie der Staatsfinanzen&amp;#039;&amp;#039;, 1976, S. 329 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen von Finanzkrisen auf die Realwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Realwirtschaft und Finanzwirtschaft können als [[Komplementor|Komplementoren]] betrachtet werden, weil letztere eine [[Infrastruktur]] bereitstellt, die die [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] der Realwirtschaft erleichtert. Allerdings stammt etwa 95 % der Wertschöpfung aus der Realwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Gischer/Bernhard Herz/[[Lukas Menkhoff]]: [https://books.google.de/books?id=cxIeBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA2&amp;amp;dq=Realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Realwirtschaft&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Geld, Kredit und Banken: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;], 2012, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die komplementäre [[Interdependenz]] zwischen Finanz- und Realwirtschaft wird häufig zur Erklärung von [[Finanzkrise]]n herangezogen. Die [[Finanzkrise ab 2007]] ist hauptsächlich durch fehlendes oder fehlerhaftes [[Risikomanagement]] innerhalb der Finanzwirtschaft entstanden. Diese Krise wirkte sich durch ein [[Übertragungseffekt|Spillover]] auf die Realwirtschaft aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Günther: [https://books.google.de/books?id=qEImBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA146&amp;amp;dq=Finanzwirtschaft+Realwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Finanzwirtschaft%20Realwirtschaft&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Complementor Relationship Management&amp;#039;&amp;#039;], 2014, S. 146 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird in der Volkswirtschaftslehre auf die Ungleichgewichte von Real- und Finanzwirtschaft hingewiesen. War noch um 1980 die weltweite Realwirtschaft der Finanzwirtschaft quantitativ mit 2:1 überlegen, so ist sie heute mit 1:3,5 deutlich unterlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Blätter für deutsche und internationale Politik&amp;#039;&amp;#039;, Ausgaben 1–4, Pahl-Rugenstein-Verlag, 2009, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese erhebliche Disproportionalität drückt [[Risiko]]potenziale aus und zeigt, dass [[Geldkapital]] im Überfluss vorhanden ist. Während zwischen 1872 und 1950 die [[Risikoprämie]]n in Realwirtschaft und Finanzwirtschaft annähernd übereinstimmten (4,17 % bzw. 4,40 %), drifteten sie zwischen 1951 und 2000 deutlich auseinander (2,55 % bzw. 7,43 %).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eugene Fama]]/[[Kenneth French]]: &amp;#039;&amp;#039;Business Conditions and Expected Returns on Stocks and Bonds&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Financial Economics vol. 25, 1989, S. 23 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies deutet auf zunehmende Marktrisiken in der Finanzwirtschaft hin. Das [[Marktrisiko]] besteht bei diesem Ungleichgewicht vor allem in einem &amp;#039;&amp;#039;Overshooting&amp;#039;&amp;#039; (Überschießen) mit der Folge [[Spekulation (Wirtschaft)|spekulativ]] verstärkter [[Spekulationsblase]]n, die so lange andauern, bis sich in der langsameren Realwirtschaft das neue [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewicht]] eingestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4236488-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orangenhirn</name></author>
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