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	<title>Realteilung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Realteilung&amp;diff=55916&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Patagonischer Berglöwe: /* Geschichte */ Wikipedia-Eintrag verlinkt. Gruß</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Wikipedia-Eintrag verlinkt. Gruß&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff der Realteilung im Erbrecht, für den Versorgungsausgleich siehe [[Realteilung (Familienrecht)]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Realteilung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (historisch) oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Realerbteilungsrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, dass der Besitz einer Familie, insbesondere der Landbesitz (früher als &amp;#039;&amp;#039;Realitäten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. engl. &amp;#039;&amp;#039;real estate&amp;#039;&amp;#039; = Grundstück, Grundbesitz&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet), unter den Erbberechtigten gleich aufgeteilt wird. Diese Aufteilung findet bei jedem Erbgang statt, sodass die [[Parzelle]]n stetig kleiner werden. Im Gegensatz dazu steht das [[Anerbenrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Drentus Dordolla Friuli Italy 160124 a.jpg|mini|Folge der Realteilung in Dordolla in [[Friaul]], Norditalien: ein winziges Haus → drei Hausnummern → drei Besitzer]]&lt;br /&gt;
In [[Adel|adligen]] Familien war das Prinzip der Realteilung (im Gegensatz zum [[Fideikommiss]]) seit dem Mittelalter verbreitet und führte unter anderem auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches zur [[Territorialisierung]] (kritisch: [[Kleinstaaterei]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adlige wie bäuerliche Realteilung wurde in Deutschland etwa südlich einer Linie Aachen, Bonn, Marburg, Erfurt praktiziert, also in der Pfalz, in [[Kurfürstentum Hessen|Kurhessen]], [[Großherzogtum Hessen-Darmstadt]], [[Herzogtum Nassau|Nassau]], Franken, Baden und in großen Teilen Württembergs, Thüringens und der preußischen [[Rheinprovinz]]. In anderen Gebieten Deutschlands konnte entweder der älteste Sohn ([[Majorat]]) den elterlichen Besitz übernehmen oder nur der jüngste Sohn erbte den Hof ([[Minorat]]). Es gab auch Sonderformen: So wurde etwa in Hessen der Besitz nur ungeteilt weitergegeben, wenn er eine bestimmte Größe hatte, etwa über 5&amp;amp;nbsp;Hektar. Zum Teil sind kuriose Auswüchse der gleichmäßigen Erbteilung überliefert, etwa die physische Teilung und damit Zerstörung einer Bibel oder eines [[Springerle]]-[[Model_(Form)|Models]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fields - panoramio (42).jpg|mini|Schmale Felder]]&lt;br /&gt;
In der [[Landwirtschaft]] führte die fortgesetzte Realteilung zu einer Zersplitterung des Ackerlandes in eine Vielzahl kleiner Äcker, oft in Form schmaler Streifen. Diese waren sehr ineffizient zu bearbeiten; zudem ging ein relativ hoher Anteil der nutzbaren Fläche für Grenzstreifen und Zufahrtswege verloren. Die Futterbasis für das Vieh wurde oft zu schmal, so dass verstärkt Kartoffeln angebaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Nipperdey]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Geschichte 1800–1918|Deutsche Geschichte 1800–1866]]: Bürgerwelt und starker Staat.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. München 1983, S. 171 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Neckarkreis verfügten 1933 84 % der Betriebe über eine Anbaufläche von weniger als 5 Hektar, 45 % gar weniger als 2 Hektar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heinz Lüdemann |url=https://www.heimatmuseum-holzgerlingen.de/museum-wAssets/docs/Landwirtschaft-in-fr-uuml-heren-Zeiten.pdf |titel=Landwirtschaft in früheren Zeiten – Beiträge aus dem Heimatmuseum der Stadt Holzgerlingen |datum=2013 |abruf=2024-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus [[Ökologie|ökologischer]] Sicht führte dies zwar zur Entwicklung artenreicher Wiesen- und Hecken[[biotop]]e, wirtschaftlich gesehen war dieser Zustand jedoch zunehmend unhaltbar. Daher wurden in der Geschichte immer wieder [[Flurbereinigung]]en durchgeführt. Dabei wird der Grundbesitz an Ackerland (teilweise auch Waldbesitz) in einem bestimmten Gebiet mit dem Ziel umverteilt, anstelle zahlreicher kleiner nur noch wenige zusammenhängende Grundstücke von insgesamt zumindest gleichem Wert zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert kam es in vielen Regionen zu einer durch Realteilung bedingten [[Pauperismus|Verelendung]] der Kleinbauern, was eine Rolle bei den sozialen Unruhen des [[Vormärz]] spielte. Die Lage besserte sich erst, als seit den 1850er und -60er Jahren die Abwanderung in die Industrie einsetzte. In einigen Regionen wie [[Tirol]] waren die Kleinbauern auch saisonal als Wanderarbeiter tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höfeordnung ==&lt;br /&gt;
Die Ursache für die verschiedenen Lösungen waren die [[Höfeordnung]]en in der Landwirtschaft, die unterschiedliche Regelungen zum Inhalt haben. Sie können aber durch vertragliche Regelungen außer Kraft gesetzt werden, indem andere Verträge unter Lebenden im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge getroffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Folgen der Realteilung am Beispiel Altwürttembergs ==&lt;br /&gt;
Die Realteilung in [[Altwürttemberg]] hatte eine Vielzahl gesellschaftlicher Folgen. Die Realteilung förderte eine gewisse Gleichheit, weil Frauen und Männer gleichmäßig erbberechtigt waren und weil ein einzelnes Kind armer Eltern mehr erben konnte als ein Vermögender aus einer kinderreichen Familie. In anderen Teilen Württembergs, so in [[Hohenlohe]], im Hochschwarzwald oder in [[Oberschwaben]] bestand demgegenüber das [[Anerbenrecht]]. In anderen Regionen mit Realteilung erbten nur männliche Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Realteilung führte häufig zu einer [[Gemengelage]], so dass die Äcker bald zu klein waren, um eine Familie zu ernähren; deshalb gab es in Württemberg schon früh Nebenerwerbs[[landwirt]]e, die nebenbei ein Handwerk, eine Heimindustrie mit ein oder zwei Web- oder Wirkstühlen oder Hausierhandel betrieben oder sich zeitweise als Tagelöhner verdingen mussten. Gleichzeitig sicherte das ererbte Gut einen Mindestunterhalt; denn man erbte nicht nur ein Stück Acker, sondern auch einen Anteil am elterlichen Haus. Allerdings waren das oft nur einzelne Zimmer, in denen sich ganze Familien zusammendrängten. Gesinde und Landarbeiterschaft spielten im Vergleich zu den mithelfenden Familienangehörigen eine untergeordnete Rolle; oft wurden die eigenen Kinder an die Besitzer größerer Höfe verdingt. Allenfalls zur Getreideernte wurden Wanderarbeiter benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Württemberg [[Industrialisierung|industrialisiert]] wurde, konnten die Fabrikanten auf eine breite Schicht von erfahrenen Kleinhandwerkern zurückgreifen, die gern in die Fabrik eintraten, weil hier die Verdienstmöglichkeiten besser waren. Allerdings mussten die Fabrikanten noch lange dagegen kämpfen, dass ihre Arbeiter in der entsprechenden Jahreszeit ihre Feldarbeit bevorzugt erledigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits fühlten sich die württembergischen [[Arbeiter]] lange nicht als Angehörige des [[Proletariat]]s, sondern sie waren eben auch Landbesitzer. Deshalb war die [[Arbeiterbewegung]] hier traditionell eher gemäßigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gegenden mit Realteilung blieb die [[Allmende]] oft länger erhalten als in den Regionen mit Anerbenrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ausgedinge]]&lt;br /&gt;
* [[Gewann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1980/hjb1980.39.htm |autor=Anton Seibel |titel=Die Ursachen der landwirtschaftlichen und weinbaulichen Realteilung |zugriff=2018-01-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Patagonischer Berglöwe</name></author>
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