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	<title>Realofferte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T07:11:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Realofferte&amp;diff=1081727&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: Beispiel des Fortlebens der Lehre vom sozialtypischen Verhaltens in der BGH-Rechtsprechung</title>
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		<updated>2017-06-19T16:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Beispiel des Fortlebens der Lehre vom sozialtypischen Verhaltens in der BGH-Rechtsprechung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Realofferte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man im deutschen [[bürgerliches Recht|bürgerlichen Recht]] eine besondere Form eines [[Angebot (Willenserklärung)|Angebotes]], das gleichzeitig auf den Abschluss des [[Kaufvertrag]]es ({{§|433|BGB|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]) und auf die dingliche [[Übereignung]] ({{§|929|BGB|juris}} BGB) gerichtet ist. Die angebotene Leistung wird dabei meist ohne weiteres tatsächlich bereitgestellt, ohne dass es insoweit einer ausdrücklichen Erklärung bedarf. Die Übereignung steht dabei unter der [[Bedingung (Recht)|aufschiebenden Bedingung]] ({{§|158|BGB|juris}} Abs. 1 BGB) der Annahme des Kaufangebotes. Als Schulbeispiel für Realofferten mögen Zapfsäulen an Tankstellen dienen. Sozialtypischerweise geht der Verkäufer des Benzins davon aus, dass seine Realofferte (Benzinabgabe) vom Autofahrer als Selbstbediener [[Annahme (Recht)|angenommen]] wird. Der [[Bundesgerichtshof|BGH]] spricht in diesen Fällen von der &amp;#039;&amp;#039;normierenden Kraft der Verkehrssitte&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Entscheidungen des Bundesgerichtshofes in Zivilsachen|BGHZ]] 202, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; die dem Verhalten der Annahme der Leistung den Gehalt einer echten [[Willenserklärung]] zumisst.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Medicus (Rechtswissenschaftler)|Dieter Medicus]]/[[Jens Petersen (Jurist, 1969)|Jens Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Recht nach Anspruchsgrundlagen&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, Rn. 192&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Realofferte wird regelmäßig ein konkludenter Verzicht auf den Zugang der Annahme im Sinne des {{§|151|BGB|juris}} Satz 1 2. Alt. BGB angenommen. Wichtig wird die Realofferte im Rahmen des {{§|241a|BGB|juris}} BGB bei der Zusendung [[Unbestellte Lieferung (Deutschland)|unbestellter Waren]] durch einen [[Unternehmer]] an einen [[Verbraucher]], da in dieser Konstellation [[Eigentum]] und [[Besitz]] an der unbestellten Ware dauerhaft auseinanderfallen. Das Unternehmen hat weder einen [[Rechtsanspruch]] auf Rückgabe der Sache noch auf Kaufpreiszahlung, der Empfänger der Ware wird aber auch nicht Eigentümer der Sache, kann jedoch nach Belieben mit der Ware verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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