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	<title>Reaktivpanzerung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T11:14:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reaktivpanzerung&amp;diff=98743&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Voevoda: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2024-08-06T18:45:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PT-91 Twardy NTW 5 93 8.jpg|mini|Reaktivpanzerung an einem polnischen [[PT-91|PT-91 Twardy]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reaktivpanzerung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form der [[Panzerung]], bei der versucht wird, [[Panzer]]fahrzeuge vor Beschuss mittels einer Gegenexplosion zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ersten Experimente mit Reaktivpanzerung wurden 1949 in der [[Sowjetunion]] von Bogdan Woizechowski durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter O. K. Krehl: &amp;#039;&amp;#039;History of Shock Waves, Explosions and Impact: A Chronological and Biographical Reference&amp;#039;&amp;#039;, [[Springer Science &amp;amp; Business Media]], 2008, ISBN 978-3-540-30421-0, S. 717 [https://books.google.de/books?id=PmuqCHDC3pwC&amp;amp;pg=PA717]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte der 1960er entwickelte das sowjetische Lehr- und Forschungsinstitut für Stahl [[NII Stali]] die ersten Prototypen. Doch zu der Zeit gab es noch keinen geeigneten Sprengstoff.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Soviet/Russian Armor and Artillery Design Practices: 1945–1995&amp;#039;&amp;#039;, [[Marine Corps Intelligence Activity]], 1995, S. I-83 [https://books.google.de/books?id=XeM72t6oOZIC&amp;amp;pg=SA1-PA83]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Versuchen setzte eine aktivierte Reaktivplatte eine [[Kettenreaktion]] in Gang, bei der auch andere Reaktivplatten explodierten. Das zu schützende Fahrzeug wurde dadurch zerstört. Wegen dieser technischen Schwierigkeiten&amp;lt;ref name=Zanotti&amp;gt;Matteo Zanotti: [https://finabel.org/wp-content/uploads/2022/10/InfoFlash-PDF-1-2.pdf Explosive Reactive Armour (ERA) Evolution and Impact on Tank Warfare], [[Finabel]], 12. Oktober 2022, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; und mangels Interesse des Militärs wurde die Entwicklung eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Steven J. Zaloga]]: &amp;#039;&amp;#039;T-80 Standard Tank: The Soviet Army’s Last Armored Champion&amp;#039;&amp;#039;, [[Osprey Publishing]], 2011, ISBN 978-1-84603-865-5, S. 18 [https://books.google.de/books?id=9FG1CwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA18]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sechstagekrieg]] zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn untersuchte 1967/68 der deutsche Physiker [[Manfred Held]] abgeschossene Kampfpanzer. Dabei fiel ihm auf, dass bei einem Treffer, der die Panzerung durchschlug und vorhandene Munition zur Explosion brachte, auf der gegenüberliegenden Seite der Austrittsdurchschlag fehlte. Held erkannte das Potential einer kontrollierten „Gegenexplosion“, die dem Durchschlag der Panzerung entgegenwirkt und meldete im Jahre 1970 die explosive Reaktivpanzerung zum Patent an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=2008156| Code=C1| Titel=Schutzeinrichtung gegen Geschosse| A-Datum=1970-02-21| V-Datum=1979-12-06| Anmelder=Messerschmitt-Boelkow-Blohm GmbH| Erfinder=Manfred Held}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bundesheer.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=961|titel=Bundesheer – TRUPPENDIENST – Ausgabe 1/2010 – Volltreffer überleben!|autor=BMLVS – Abteilung Kommunikation – Referat 3|werk=www.bundesheer.at|zugriff=2016-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Kooperation mit den [[Israelische Verteidigungsstreitkräfte|Israelischen Verteidigungsstreitkräften]] (IDF) entwickelte er die Blazer-Reaktivpanzerung. Diese kam im [[Libanonkrieg 1982]] erstmals zum Einsatz und wurde als sehr effektiv beurteilt. Die Sowjetunion nahm die zuvor eingestellte Forschung wieder auf und konnte bereits 1983 ein eigenes System entwickeln.&amp;lt;ref name=Zanotti /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Image Explosive Reactive Armor.png|mini|452x452px|Prinzip bei Beschuss durch ein Hohlladungsgeschoss]]&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = left&lt;br /&gt;
| Richtung    = vertical&lt;br /&gt;
| Kopfzeile   = Reaktivpanzerung „DYNA“ für den [[T-72]]&lt;br /&gt;
| Breite      = 200&lt;br /&gt;
| center      = 1&lt;br /&gt;
| Bild1       = IDET2007 reactive armor DYNA.jpg&lt;br /&gt;
| Bild2       = IDET2007 reactive armor detail2.jpg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Reaktivpanzerung wird in Form von Kacheln auf die passive Stahl- oder [[Verbundpanzerung]] aufgelegt. Sie besteht aus einer Schicht [[Sprengstoff]], die wiederum mit einer Metallplatte abgedeckt ist. Trifft ein [[Projektil]] auf die Reaktivpanzerung, explodiert die Sprengstoffschicht und schleudert dem Projektil die Metallplatte entgegen. Die Wirkung der [[Granate]] wird dadurch wenigstens teilweise kompensiert – die restliche Wirkung wird durch die passive [[Panzerung]] aufgefangen. Wichtig für eine gute Schutzwirkung ist die Abgrenzung der Kacheln zueinander, so dass bei Beschuss nur die direkt betroffenen Kacheln explodieren. Bis die entsprechenden Kacheln ersetzt sind, ist das betroffene Areal lediglich durch die passive Panzerung geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere [[Hohlladung]]en lassen sich mit Reaktivpanzerungen gut abwehren, um den &amp;#039;&amp;#039;Kumulationsstrahl&amp;#039;&amp;#039; zu verwirbeln; allerdings wurden sogenannte [[Tandemhohlladung]]en entwickelt, um auch Reaktivpanzerungen durchdringen zu können. Gegen [[Wuchtgeschoss]]e (Hartkerngeschosse) ist die klassische Reaktivpanzerung weitgehend wirkungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die während der 1980er Jahre entwickelte &amp;#039;&amp;#039;[[Kontakt-5]]&amp;#039;&amp;#039;-Reaktivpanzerung soll gleichwohl gegen Hohlladungs-Granaten und Wuchtgeschosse (sog. KE-Penetratoren, KE = [[kinetische Energie]]) wirksam sein. Gemäß Hersteller kann Kontakt-5 die Penetrationsenergie eines [[APFSDS]]-Penetrators um bis zu 38 % senken.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--hat der autor offenbar weder gelesen noch verstanden. Spekulation daher entfernt--&lt;br /&gt;
Die neueren Entwicklungen zielen dementsprechend auf eine größere Wirkung gegen Tandemhohlladungen zum einen und Hartkerngeschosse zum anderen. Die Entwicklung führt momentan zu dickeren Metallplatten auf der Sprengstoffschicht, die durch ihre große Masse das angreifende Projektil besser abwehren können. Unter anderem wird auch an der &amp;#039;&amp;#039;Momentum Transfer Armour&amp;#039;&amp;#039; ([[Stoßverlagerungs-Panzerung]]) gearbeitet. Hierbei wird statt des Sprengstoffs ein [[elektromagnetisches Feld]] genutzt.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:M60A1-Patton-Blazer-latrun-2.jpg|mini|Israelischer Kampfpanzer vom Typ [[M60 (Kampfpanzer)|M60]]]]&lt;br /&gt;
Die Reaktivpanzerung wird besonders in den [[Postsowjetische Staaten|postsowjetischen Staaten]] und in [[Israel]] angewandt, da die passiven Panzerungen russischer Kampfpanzer im Vergleich zu westlichen Modellen zwar leichter sind, aber dementsprechend auch weniger Schutz bieten. Nachteil der Reaktivpanzerung ist die Wirkung auf eigene [[Soldat]]en in der Nähe des Panzers, die durch die Reaktivpanzerung gegebenenfalls stärker gefährdet sind als durch den Beschuss. Um die Gefahr der Sprengstoff-Kacheln für eigene Soldaten zu verringern, werden sie von einigen Armeen in Friedenszeiten, bei Manövern und bei Konflikten mit niedrigem Gefährdungspotential abmontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Rolf Hilmes]] |Titel=Meilensteine der Panzerentwicklung: Panzerkonzepte und Baugruppentechnologie |Hrsg=Motorbuch |Auflage=1. |Ort=Stuttgart |Datum=2020 |ISBN=978-3613042773 |Seiten=218 ff.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas Enke: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik.&amp;#039;&amp;#039; Walhalla Fachverlag, 4., aktualisierte Auflage, Regensburg, 2023, ISBN 978-3-8029-6198-4, S. 77 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Manfred Held|Titel={{lang|en|Brassey’s Essential Guide to Explosive Reactive Armour and Shaped Charges}}|Verlag=Brassey|Datum=1999|ISBN=1-85753-225-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reactive armour|Reaktivpanzerung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Panzerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache (Waffentechnik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Voevoda</name></author>
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