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	<title>Raymond P. Ahlquist - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raymond_P._Ahlquist&amp;diff=2296333&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: Auszeichnungsfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-16T10:09:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Auszeichnungsfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raymond Perry Ahlquist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juli]] [[1914]] in [[Missoula]], [[Montana]]; † [[15. April]] [[1983]] in [[Augusta (Georgia)|Augusta]], [[Georgia]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Pharmazeut]] und [[Pharmakologie|Pharmakologe]]. Mit seiner 1948 veröffentlichten Untergliederung der [[Adrenozeptor]]en in α- und β-Adrenozeptoren hat er wesentlich zur Erklärung der Wirkung bekannter und zur Entwicklung neuer [[Arzneistoff]]e beigetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J.H.R. Sutherland, G.O. Carrier und L.M. Greenbaum |Titel=Dr. Raymond P. Ahlquist |Sammelwerk=The Pharmacologist |Band=25 |Nummer=1 |Datum=1983 |Seiten=73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Little |Titel=Raymond P. Ahlquist (1914–1983) |Sammelwerk=Clinical Cardiology |Band=11 |Nummer=8 |Datum=1988 |Seiten=583–584 |DOI=10.1002/clc.4960110815}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Beide Eltern Ahlquists stammten aus [[Schweden]]. Sein Vater war Rechnungsprüfer bei der Eisenbahngesellschaft [[Northern Pacific Railway]]. 1940 erwarb der Sohn an der [[University of Washington]] in [[Seattle]] einen [[Ph.D.]]-Doktorgrad in Pharmakologie. In Seattle lernte er auch seine Frau Dorotha Duff Ahlquist kennen. Es folgten vier Jahre an der [[South Dakota State University]] in [[Brookings (South Dakota)|Brookings]]. Dann trat er in das [[Medical College of Georgia]] in Augusta ein. Dort hatte er von 1948 bis 1963 den Lehrstuhl für Pharmakologie inne, war von 1963 bis 1970 &amp;#039;&amp;#039;Associate Dean for Basic Sciences&amp;#039;&amp;#039;, also im [[Dekan (Hochschule)|Dekanat]] zuständig für Grundlagenforschung, kehrte dann bis 1977 auf den Lehrstuhl zurück und lehrte schließlich bis zu seinem Tod auf einer [[Ehrenprofessur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Die Adrenozeptor-Untergliederung ===&lt;br /&gt;
In South Dakota suchte man Ersatz für das von einer chinesischen Pflanze stammende und deshalb knappe [[Ephedrin]]. Es ist – ähnlich dem [[Adrenalin]] und [[Noradrenalin]] – ein [[Sympathomimetikum]], also ein Stoff, der die Wirkungen des [[Sympathikus|sympathischen Nervensystems]] nachahmt. So kam Ahlquist zu seinem Thema. Die Wirkungsweise der Sympathomimetika verwirrte damals die Pharmakologen und [[Physiologie|Physiologen]]. Es gab hemmende und erregende Wirkungen, solche, die man durch [[Antagonist (Pharmakologie)|Antagonisten]] wie die [[Mutterkornalkaloide]] blockieren konnte, und andere, bei denen das nicht gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine berühmt gewordene Arbeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ahlquist&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raymond P. Ahlquist |Titel=A Study of the Adrenotropic Receptors |Sammelwerk=American Journal of Physiology |Band=153 |Nummer=3 |Datum=1948 |Seiten=586–600 |DOI=10.1152/ajplegacy.1948.153.3.586 |PMID=18882199}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wählte Ahlquist, mittlerweile in Georgia, sechs Sympathomimetika aus, darunter Adrenalin, Noradrenalin, α-Methylnoradrenalin und [[Isoprenalin]], und untersuchte ihre Wirkung auf mehrere Organe, darunter die Blutgefäße und das Herz. Er fand, dass die sechs Stoffe an den verschiedenen Organen zwei und nur zwei Wirksamkeitsreihenfolgen besaßen. Zum Beispiel wirkten sie in der Reihenfolge „Adrenalin &amp;gt; Noradrenalin &amp;gt; α-Methylnoradrenalin &amp;gt; Isoprenalin“ kontrahierend auf Blutgefäße, förderten aber in der Reihenfolge „Isoprenalin &amp;gt; Adrenalin &amp;gt; α-Methylnoradrenalin &amp;gt; Noradrenalin“ die Herztätigkeit. Ahlquist folgerte, es gebe zwei verschiedene Rezeptoren für Sympathomimetika. Die Rezeptoren mit der erstgenannten Wirksamkeitsreihenfolge (also zum Beispiel für Blutgefäßkontraktion, aber auch für Erweiterung der Pupille), nannte er α-Adrenozeptoren (&amp;#039;&amp;#039;alpha&amp;#039;&amp;#039; adrenotropic receptor), die Rezeptoren mit der zweiten Wirksamkeitsreihenfolge (also zum Beispiel für Förderung der Herztätigkeit, aber auch für Erweiterung der [[Bronchialsystem|Bronchien]]), nannte er β-Adrenozeptoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso einschränkend wie zukunftsweisend schrieb er (aus dem Englischen): „Zur Zeit läßt sich über die Natur der Adrenozeptoren und des Unterschiedes zwischen den α- und β-Typen wenig sagen; doch sollte das Untergliederungskonzept nützlich sein bei der Erforschung der diversen Wirkungen des Adrenalins und anderer Sympathomimetika und der Wirkungen des Sympathikus.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ahlquist&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Publikation erfuhr frühe Verkennung und späten Erfolg. Das Manuskript wurde vom eigentlich „zuständigen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics]]&amp;#039;&amp;#039; abgelehnt und danach vom &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Physiology]]&amp;#039;&amp;#039; zur Veröffentlichung angenommen. Was Ahlquists Frage nach der Natur der Adrenozeptoren angeht, so weiß man heute, dass sie Glykoproteine sind und dass der Mensch neun Adrenozeptorgene und damit neun verschiedene Adrenozeptoren besitzt, α&amp;lt;sub&amp;gt;1A&amp;lt;/sub&amp;gt;, α&amp;lt;sub&amp;gt;1B&amp;lt;/sub&amp;gt;, α&amp;lt;sub&amp;gt;1D&amp;lt;/sub&amp;gt;, α&amp;lt;sub&amp;gt;2A&amp;lt;/sub&amp;gt;, α&amp;lt;sub&amp;gt;2B&amp;lt;/sub&amp;gt;, α&amp;lt;sub&amp;gt;2C&amp;lt;/sub&amp;gt;, β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;, β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und β&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;. Dazu hat Ahlquist die Grundlage gelegt. In der Arzneitherapie hat er zum Beispiel die Grundlage für die Entwicklung der [[Betablocker]] zur Behandlung von Herzkrankheiten und [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdruck]] gelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Starke |Titel=Die Geschichte der α‐Adrenozeptor‐Agonisten |Sammelwerk=Pharmazie in unserer Zeit |Band=40 |Nummer=6 |Datum=2011 |Seiten=456–461 |DOI=10.1002/pauz.201100439 |PMID=22028128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Arbeiten ===&lt;br /&gt;
Auch Ahlquists sonstiges wissenschaftliches Werk gilt überwiegend der Pharmakologie des Sympathikus. So hat er über das [[Tolazolin]] geforscht, einen Stoff mit ganz anderer chemischer Struktur als das Adrenalin und Noradrenalin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raymond P. Ahlquist, Russell A. Huggins und R.A. Woodbury |Titel=The pharmacology of benzyl-imidazoline (Priscol). |Sammelwerk=[[Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics]] |Band=89 |Datum=1947 |Seiten=271–288}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als 1958 mit Dichlorisoprenalin der erste, klinisch noch unbrauchbare Betablocker entdeckt worden war, hat er mit seiner Hilfe erkannt, dass die [[Peristaltik|Darmperistaltik]] sowohl über α- als auch über β-Adrenozeptoren gehemmt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raymond P. Ahlquist und Bernard Levy |Titel=Adrenergic receptive mechanism of canine ileum. |Sammelwerk=Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics |Band=127 |Datum=1959 |Seiten=146–149 |PMID=13792127}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem wohl letzten Aufsatz hat er 1980 auf die 1948er Publikation zurückgeblickt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raymond P. Ahlquist |Titel=Historical perspective: classification of adrenoreceptors |Sammelwerk=Journal of Autonomic Pharmacology |Band=1 |Nummer=1 |Datum=1980 |Seiten=101–106 |DOI=10.1111/j.1474-8673.1980.tb00445.x |PMID=6122687}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deren exzeptioneller Charakter erhellt auch aus einer [[Bibliometrie|bibliometrichen]] [[Zitationsanalyse]]. Sie ist Ahlquists häufigst zitierte Arbeit; bis heute (2011) ist sie 2766-mal zitiert worden, die zweithäufigstzitierte – über die Adrenozeptoren des Darms – nur 266-mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anerkennung ==&lt;br /&gt;
Ahlquist wurde mit dem &amp;#039;&amp;#039;Oscar B. Hunter Memorial Award in Therapeutics&amp;#039;&amp;#039;, dem &amp;#039;&amp;#039;Ciba-Preis für Hochdruckforschung&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Albert Lasker Award for Clinical Medical Research]]&amp;#039;&amp;#039; geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Richard J. Bing: {{Webarchiv | url=http://www.southalabama.edu/ishr/hn&amp;amp;v/hnv8_1.pdf | wayback=20160307011135 | text=&amp;#039;&amp;#039;The Fate of Pioneers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heart News and Views The News Bulletin of the International Society for Heart Research.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Number 1, 2000}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1361875445|LCCN=n85091482|VIAF=55577934}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ahlquist, Raymond P}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ahlquist, Raymond P.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ahlquist, Raymond Perry (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Pharmazeut und Pharmakologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juli 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Missoula]], [[Montana]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Augusta (Georgia)|Augusta]], [[Georgia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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