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	<title>Rauschbrand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T18:02:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rauschbrand&amp;diff=535016&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Rechtliches */ update</title>
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		<updated>2026-04-20T11:23:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rechtliches: &lt;/span&gt; update&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tcherbon tchås fritches.jpg|mini|Frühe Anzeichen: Schwellung am Schenkel, ein Bein angehoben und Schwanz in der Höhe (Pfeile)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tcherbon tchås operaedje.jpg|mini|Kalb nach dem Entfernen des nekrotischen Gewebes]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rauschbrand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Gangraena emphysematosa}} oder &amp;#039;&amp;#039;Sarcophysema haemorrhagica&amp;#039;&amp;#039;) ist eine nicht-ansteckende, akut und hoch fieberhaft, manchmal [[Enzootie|enzootisch]] verlaufende [[Tierseuche]]. Erreger der Krankheit ist das [[Anaerobie|anaerobe]] sporenbildene Bakterium &amp;#039;&amp;#039;[[Clostridium chauvoei]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Sporen dieses Bakteriums sind sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und können deshalb lange im Erdboden überleben. Typische, den Landwirten meist bekannte Rauschbrandgebiete, liegen in [[Niedersachsen]] und in manchen Tälern [[Oberbayern]]s. Auch in der Schweiz gibt es typische Rauschbrandgebiete,&amp;lt;ref name=&amp;quot;blv&amp;quot; /&amp;gt;  in Österreich existieren Weiden und Almen die als rauschbrandgefährdet gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ktn.lko.at/rauschbrand-zur-schutzimpfung-anmelden+2400+2716627 |titel=Rauschbrand – Zur Schutzimpfung anmelden |hrsg=Landwirtschaftskammer Kärnten |sprache=de |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen sind gefährdet, die Todesrate bei infizierten Tieren ist sehr hoch, sie sterben meist innerhalb eines Tages. Das Fleisch der verendeten Tiere kann nicht verwertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die natürliche Infektionsquelle für die Ansteckung der Tiere bilden Futter oder Wasser, die mit Sporen des Rauschbranderregers kontaminiert sind, oder Wundinfektionen. Deshalb tritt eine Häufung der Fälle in den Sommermonaten mit Weidegang auf. Die [[Inkubationszeit]] beträgt 1 bis 5 Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gefährdung für Menschen liegt nicht vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blv&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erreger ===&lt;br /&gt;
In der [[Tiermedizin]] wurde lange nicht zwischen Rauschbrand und [[Milzbrand]] unterschieden. 1876 publizierten [[Johann Feser]] und [[Otto von Bollinger]], dass der Rauschbrand durch einen anderen Erreger verursacht wird als der Milzbrand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Studien über den sogenannten Rauschbrand des Rindes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für praktische Veterinairwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Januar 1876, IV. Jg., No. 1, S. 13–26, No. 3, März 1876, S. 103–122.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1887 konnte der Mikrobiologe [[Saturnin Arloing]] diesen Erreger identifizieren und benannte ihn nach seinem Lehrer [[Auguste Chauveau]] als &amp;#039;&amp;#039;Bacterium chauvoei&amp;#039;&amp;#039;. In der Folge entwickelte er auch den ersten [[Impfung|Impfstoff]] gegen die Krankheit. 1928 erfolgte die Umbenennung nach &amp;#039;&amp;#039;Clostridium chauvoei&amp;#039;&amp;#039; durch Scott.&lt;br /&gt;
=== Impfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kanton Bern wurden im Jahr 1895 bereits 18&amp;#039;107 Rinder geimpft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weissenrieder&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=F.X Weissenrieder |Titel=25 Jahre Schutzimpfung gegen Rauschbrand im Kanton Bern und deren Erfolg: 1895 bis 1920 |Datum=1921-12-01 |DOI=10.5169/SEALS-590694}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese frühen Impfstoffe führten in seltenen Fällen zu Impfrauschbrand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weissenrieder&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Denkschrift des Reichstags von 1908 wird bereits von mehreren vorgeschlagenen Impfmethoden gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00002853/images/index.html?id=00002853&amp;amp;groesser=&amp;amp;fip=eayayztsewqeayaxssdasyztsqrseayaxs&amp;amp;no=&amp;amp;seite=418 |titel=Digitale Bibliothek - Münchener Digitalisierungszentrum |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese und Klinik ==&lt;br /&gt;
Die Sporen werden über Mikroläsionen des Darmepithels aus dem Futter aufgenommen. So gelangen diese [[lymphogen]] und [[hämatogen]] in die Skelettmuskulatur, wo sie auskeimen. Die Bakterien scheiden Toxine und Enzyme, die das Gewebe zerstören, aus und produzieren zudem Gas. Es entstehen sogenannte Gasödeme, die ein typisches „Knistern“ beim [[Palpation|Palpieren]] zeigen. Diese sind anfänglich heiß und schmerzhaft, werden aber schnell kühl und schmerzunempfindlich. Durch die weitere Toxinausschüttung tritt dann rasch der Tod ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Klinischer Verdacht besteht bei typischem Palpationsbefund. Der Erreger lässt sich aus Abklatschproben der veränderten Muskulatur über [[Immunfluoreszenz]]tests nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnosen ==&lt;br /&gt;
[[Milzbrand]], [[Clostridium septicum|Pararauschbrand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Im Anfangsstadium hilft eventuell noch [[Penicilline|Penicillin]] und das chirurgische Schaffen aerober Bedingungen. Insgesamt ist die Prognose sehr schlecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The National Archives UK - CO 1069-157-35.jpg|mini|Impfung gegen Rauschbrand in Afrika]]&lt;br /&gt;
In gefährdeten Gebieten ist 1 bis 2 Monate vor dem Weideaustreib eine aktive Schutzimpfung mit einer [[Clostridien-Vakzine]] möglich. Die Wirksamkeit der Impfung wird unterschiedlich bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rinderskript.net/skripten/b11-7.html |titel=Clostridienbedingte Muskelentzündung (Rauschbrand, Pararauschbrand u.&amp;amp;nbsp;a.) |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Francisco A. Uzal |Titel=Evidence-Based Medicine Concerning Efficacy of Vaccination Against Clostridium chauvoei Infection in Cattle |Sammelwerk=Veterinary Clinics of North America: Food Animal Practice |Reihe=Evidence-Based Veterinary Medicine for the Bovine Veterinarian |Band=28 |Nummer=1 |Datum=2012-03-01 |Seiten=71–77 |DOI=10.1016/j.cvfa.2011.12.006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich ist die Gewährung von finanzieller Unterstützungen nach Verenden eines Rindes durch Rauschbrand durch das Ackerbauministerium nicht gewährt, wenn von geförderten Schutzimpfungen nicht Gebrauch gemacht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jusline.at/gesetz/tsg/paragraf/60 |titel=§ 60 TSG (Tierseuchengesetz), Unterstützungen bei Viehverlusten durch Milzbrand und Rauschbrand |hrsg=JUSLINE Österreich |sprache=de |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
In Deutschland die Erkrankung in der Anlage 2 der [[Tierseuchenmeldeverordnung]] (TierSeuchMeldV) vom 10. März 2026 gelistet und es besteht für Erkrankungen von Rindern, Schafen und Ziegen eine allgemeine [[Meldepflichtige Tierseuche (Deutschland)|Meldepflicht]] nach § 4.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-im-internet.de/tierseuchmeldv/BJNR03D0B0026.html Verordnung über die Meldung von Seuchen bei Tieren (Tierseuchenmeldeverordnung – TierSeuchMeldV)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich gilt bei Verdacht eine Anzeigepflicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/anzeigepflichtig/anzeigepflichtig.html |titel=Anzeigepflicht bei Tierkrankheiten und -seuchen |werk=verbrauchergesundheit.gv.at |hrsg=KVG |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220621131609/https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/anzeigepflichtig/anzeigepflichtig.html |archiv-datum=2022-06-21 |archiv-bot=2024-04-23 10:56:07 InternetArchiveBot |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz ist Rauschbrand eine zu überwachende und somit meldepflichtige Tierseuche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuchen/alle-tierseuchen/rauschbrand.html |titel=Rauschbrand |hrsg=Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV |sprache=de |abruf=2022-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Blackleg (disease)|Rauschbrand}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/vorarlberg/beitl/rauschbrand.htm Sage zum Rauschbrand.] sagen.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bakterielle Infektionskrankheit bei Wiederkäuern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anzeigepflichtige Tierseuche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buiatrik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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