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	<title>Rauno - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T15:38:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rauno&amp;diff=1768203&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: nur fett</title>
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		<updated>2026-02-18T16:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;nur fett&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das ehemalige Dorf; für den finnischen Personennamen siehe [[Rauno (Name)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegweiser reppist1.JPG|mini|hochkant|Wegweiser am Aussichtspunkt Reppist]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-a 0050073 Senftenberg-Sedlitz. Topographische Karte vom Preußischen Staate, Blatt 233 Alt.jpg|mini|Rauno auf einer Preußischen Karte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeinschaftsgrab rauno.JPG|mini|hochkant|Gemeinschaftsgrab der Gemeinde Rauno]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriegerdenkmal rauno.JPG|mini|hochkant|Kriegerdenkmal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rauno&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|dsb|Rowna}}, war ein Dorf nördlich von [[Senftenberg]] im ehemaligen [[Kreis Senftenberg]]. In den Jahren 1983/1984 wurde Rauno durch den [[Tagebau Meuro]] [[Devastierung|abgebaggert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Rauno lag in der [[Niederlausitz]]. Südlich liegt die Stadt [[Senftenberg]], der Übergang zwischen beiden Orten war fließend. Im Westen liegen die Orte [[Hörlitz]], [[Klettwitz]] und [[Meuro (Schipkau)|Meuro]], die teilweise durch den Tagebau Meuro abgebaggert wurden. Nordwestlich grenzte der heute vollständig [[Devastierung|devastierte]] Ort [[Sauo]]. Im Norden folgten die Orte [[Kleinräschen]] und [[Großräschen]] sowie im Nordosten [[Bückgen]], das später als Großräschen-Süd ebenfalls abgebaggert wurde. Der ebenfalls abgebaggerte Orte [[Reppist]] befand sich östlich von Rauno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fluren Raunos lagen auf einer Höhe von 140 Meter, damit war der Ort nach [[Kostebrau]] der zweithöchste Ort im ehemaligen [[Landkreis Calau]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dieter Sawall&amp;#039;&amp;#039;. Land und Leute vor dem Ilse-See. Die Landschaft der Raunoer Hochfläche. Naturschutzbund Deutschland Regionalverbund Senftenberg e. V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem 12. Jahrhundert soll auf der Raunoer Hochebene Weinbau betrieben worden sein. Die älteste bekannte Erwähnung Raunos stammt aus dem Jahr 1416. Im Jahr 1474 wurde es als &amp;#039;&amp;#039;Ruwne&amp;#039;&amp;#039;, 1506 als &amp;#039;&amp;#039;Rawen&amp;#039;&amp;#039; und 1555 als &amp;#039;&amp;#039;Raune&amp;#039;&amp;#039; genannt. Der Name entwickelt sich zu &amp;#039;&amp;#039;Rauno&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1600 und &amp;#039;&amp;#039;Rowna&amp;#039;&amp;#039; 1843. Der Ortsname ist sorbischen Ursprungs und soll sich von &amp;#039;&amp;#039;rowny&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;rona&amp;#039;&amp;#039; ableiten. &amp;#039;&amp;#039;Rowny&amp;#039;&amp;#039; bedeutet &amp;#039;&amp;#039;eben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;glatt&amp;#039;&amp;#039; und könnte sich auf die Hochebene beziehen, auf der Rauno lag. &amp;#039;&amp;#039;Rona&amp;#039;&amp;#039; bedeutet &amp;#039;&amp;#039;gerade&amp;#039;&amp;#039;, da der Ort in einer Richtung angelegt war. Alle Gehöfte des [[Zeilendorf]]es lagen nördlich der ost-westlich verlaufenden Dorfstraße. Davon leitete sich die regionale Redewendung: „In Rauno werden die Schweine alle auf einer Seite geschlachtet.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. Glienke. &amp;#039;&amp;#039;Heimaterinnerungen. Unser altes Dorfsiegel.&amp;#039;&amp;#039; Großräschen&amp;lt;/ref&amp;gt; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit Beginn des 15. Jahrhunderts gehörte Rauno zur [[Amt Senftenberg|Herrschaft Senftenberg]], die ab 1448 zum [[Kurfürstentum Sachsen]] gehörte. Im Jahr 1550 zählte Rauno 17 Bauernwirtschaften. Um den Ort gab es zehn Weinberge. Die Bewohner erhielten 1573 das Recht, in dem Wald hinter der Senftenberger Pfarre Weinpfähle für die Weinberge zu schlagen. Das Raunoer Siegel aus dem Jahr 1738 zeigt ein Fass sowie links und rechts sprießende Blumen. Darüber befindet sich die Umschrift &amp;#039;&amp;#039;RAUNE&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts war Rauno nach Senftenberg gepfarrt. Im Ergebnis des [[Wiener Kongress]] kam Rauno an das [[Königreich Preußen]]. Um das Jahr 1860 wurden drei Ziegeleien im Dorf errichtet. Im Jahr 1866 legte man rechts der Straße den &amp;#039;&amp;#039;Schacht Heinrich&amp;#039;&amp;#039; an, in dem mit einer [[Haspel]] [[Braunkohle]] gefördert wurde. Diese Braunkohle betrieb die Senftenberger Dampfmühle. Der Schacht wurde vom Unternehmen Henkel übernommen, das die Grube vergrößerte. Es entstanden weitere Kohlegruben, die durch die [[Ilse Bergbau AG]] betrieben wurden. Im Jahr 1910 wurden von den 256 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche nur 149 Hektar landwirtschaftlich genutzt. 107 Hektar waren bereits zu Grubenfeld geworden. Ab den 1870er-Jahren bis 1900 kam es zu einem Bevölkerungssprung durch zugezogene Industriearbeiter. Das Dorf veränderte seinen Charakter zu einer Industrie- und Bergarbeitergemeinde. Im Jahr 1880 beschrieb [[Arnošt Muka]] die ethnische Situation so, dass 17,1 Prozent der Einwohner (125) Sorben waren, die fast alle noch Sorbisch sprechen konnten. In den Jahren 1926 und 1927 kam es zu einem Teilortsabbruch durch die umgehenden Tagebaue. 1060 Einwohner wurden in [[Werkswohnung]]en der Ilse-Bergbau AG in [[Bückgen]] und [[Sedlitz (Senftenberg)|Sedlitz]] umgesiedelt. Zu Rauno gehörte die Siedlung &amp;#039;&amp;#039;[[Bertha (Siedlung)|Bertha]]&amp;#039;&amp;#039;, die um die gleichnamige Brikettfabrik entstand. Nach 1945 wurde die Brikettfabrik in &amp;quot;Rosa-Luxemburg&amp;quot; umbenannt. Rauno kam 1953 vom [[Landkreis Calau]] an den neugegründeten [[Kreis Senftenberg]]. Am 2. Januar 1974 wurde Rauno nach Senftenberg eingemeindet. Zwischen 1970 und 1982 wurden 401 Einwohner des Ortes umgesiedelt. Ab 1983 begann das Abbaggern des Ortes durch den Tagebau Meuro an der sogenannten Höhe 304.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raunoer Friedhof wurde gemeinsam mit den Friedhöfen der ebenfalls devastierten Orte [[Sorno (Senftenberg)|Sorno]] und [[Rosendorf (Senftenberg)|Rosendorf]] auf den Senftenberger Waldfriedhof verlegt. Am heutigen Aussichtspunkt Reppist erinnert ein Wegweiser an die abgebaggerten Orte wie Rauno.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kriegerdenkmal, das 1889 für einen Gefallenen Raunoer des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Kriegs]] aufgestellt wurde, wurde wegen des Teilortsabbruchs 1927 durch den Krieger- und Veteranenverein umgesetzt. Heute steht dieses Denkmal vor dem [[Schloss Senftenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Einwohnerentwicklung in Rauno von 1846 bis 1971&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.statistik.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/Beitrag19.8_Landkreis66_HistorischesGemeindeverzeichnis2005.pdf Statistik Brandenburg] (PDF) für die Daten ab 1875&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
!Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1846 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|200&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1890 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|1279&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1925 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|1694&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1939 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|651&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1946 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|656&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1950 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|529&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1964 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|508&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1971 &amp;#039;&amp;#039;||align=&amp;quot;center&amp;quot;|450&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
In Rauno gab es eine Sandrennbahn. Im Ort befanden sich ein [[Feuerwachturm]] sowie eine TBC-Heilanstalt, die sich auf der sogenannten Höhe 304 befand. Diese trug angeblich ihren Namen, weil aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] heimgekehrte Soldaten, die an der Höhe 304 bei [[Verdun]] gekämpft hatten, der Erhebung diesen Namen gaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Ort verlief als Verlängerung der heutigen Senftenberger Bahnhofstraße, die &amp;#039;&amp;#039;Kreischaussee&amp;#039;&amp;#039;, die nach Großräschen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier]]&lt;br /&gt;
* [[Archiv verschwundener Orte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Frank Förster (Historiker)|Frank Förster]]: &amp;#039;&amp;#039;Verschwundene Dörfer. Die Ortsabbrüche des Lausitzer Braunkohlenreviers bis 1993&amp;#039;&amp;#039;. (=Schriften des Sorbischen Instituts. 8), 3. bearbeitete und erweiterte Auflage, Bautzen 2014, S. 234–236, ISBN 3-7420-1623-7&lt;br /&gt;
* Werner Forkert: &amp;#039;&amp;#039;Senftenberger Rückblicke. Interessantes aus der Senftenberger Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Herausgeber Buchhandlung „Glück Auf“, 2006.&lt;br /&gt;
* Erika Jantzen: &amp;#039;&amp;#039;Die Reihe Bilder aus der DDR. Schwarzes Gold aus Senftenberg&amp;#039;&amp;#039;. Sutton, Erfurt 2002, ISBN 3-89702-495-0.&lt;br /&gt;
* [[Max Barthel]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland – Lichtbilder und Schattenrisse einer Reise&amp;#039;&amp;#039;. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1926 (S. 131 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=DMS|NS=51/32/22.977161/N|EW=13/59/56.887779/E|type=landmark|name=Rauno – ungefaehre Lage|region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung in der Lausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Senftenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1416]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgebaggerter Ort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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