<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Raumverteidigung</id>
	<title>Raumverteidigung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Raumverteidigung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raumverteidigung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T19:28:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raumverteidigung&amp;diff=782530&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ephraim33: kat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raumverteidigung&amp;diff=782530&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-15T09:33:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raumverteidigung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein von dem [[österreich]]ischen General [[Emil Spannocchi]] (1916–1992) Ende der 1960er Jahre entwickeltes militärisches Konzept, welches im Gegensatz zur vorwärtigen &amp;#039;&amp;#039;Grenzverteidigung&amp;#039;&amp;#039; im Rahmen der so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Umfassende Landesverteidigung|umfassenden Landesverteidigung]]&amp;#039;&amp;#039; eine Verteidigung des Territoriums durch den Kampf in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlüsselzonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Raumsicherungszonen&amp;#039;&amp;#039; in der Tiefe, auch durch verdeckt in den Flanken operierende Kräfte durch das [[Bundesheer|österreichische Bundesheer]] vorsah.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Stupka und Thomas Lampersberger:  &amp;#039;&amp;#039;[https://www.truppendienst.com/themen/beitraege/artikel/operation-im-alpenvorland-teil-3/ Operation im Alpenvorland&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;3].&amp;#039;&amp;#039; Artikel vom 8.&amp;amp;nbsp;November 2016, abgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;November 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlüsselzonen ==&lt;br /&gt;
Für den Begriff der Schlüsselzonen, der für das Konzept der &amp;#039;&amp;#039;Raumverteidigung&amp;#039;&amp;#039; essentiell wichtig ist, gibt das Magazin des österreichischen Bundesheeres die folgende Definition:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Als Schlüsselzonen wurden jene Geländeteile definiert, die ein Aggressor für die Erreichung seines militärischen Zieles unbedingt in Besitz nehmen musste.|Autor=Andreas Stupka und Thomas Lampersberger|Quelle=Truppendienst&amp;amp;nbsp;– Magazin des österreichischen Bundesheeres: Operation im Alpenvorland&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;3&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Stupka und Thomas Lampersberger:  &amp;#039;&amp;#039;[https://www.truppendienst.com/themen/beitraege/artikel/operation-im-alpenvorland-teil-3/ Operation im Alpenvorland&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;3].&amp;#039;&amp;#039; Artikel vom 8.&amp;amp;nbsp;November 2016, abgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;November 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Das Konzept der Raumverteidigung (nach dem Armeekommandanten als „Spannocchi-Doktrin“ bekannt) bestand darin, einen möglichen Aggressor nicht in einer großen [[Schlacht|Verteidigungsschlacht]] zu besiegen, sondern stattdessen durch eine Kombination aus starker Verteidigung in Schlüsselzonen einerseits und [[Guerilla|Kleinkrieg]] wie zum Beispiel stetiger Überfälle auf [[Nachschub]]linien und andere Ziele im gegnerischen Hinterland andererseits zu behindern und abzunutzen. Durch die auf diese Art erzielte Verzögerung und des zu hohen „Durchmarschpreises“ sollten potenzielle Gegner von vornherein davon abgehalten werden, einen Durchmarsch durch das Territorium Österreichs zu versuchen, der nur bei Überraschung der [[NATO]] oder des [[Warschauer Pakt]]es durch Schnelligkeit Sinn gehabt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kampf in den Schlüsselzonen sollte durch Verteidigung von Schlüsselräumen und Sperrzonen erfolgen, die mit tausenden „Festen Anlagen“ ([[Bunker (Bauwerk)|Bunker]]), vorbereiteten [[Schweizer Reduit|Sperren]], Feldsperren, Flusssperren, [[Sprengfalle|Sprenganlagen]], Landwehrlagern etc. und starken Einheiten geschützt waren – z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Brucker Pforte]]. Die Schlüsselzonen und Sperranlagen befanden sich großteils im Donauraum und im alpinen, d.&amp;amp;nbsp;h. leichter zu verteidigenden Bereich und waren vor allem in der östlichen Landeshälfte gegen den Warschauer Pakt, in [[Tirol (Bundesland)|Tirol]] vor allem gegen die NATO aus [[Deutschland]] und [[Italien]] gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundesregierung (Österreich)|Bundesregierung]] hätte sich in die [[Einsatzzentrale Basisraum]] zurückziehen sollen. Außerhalb der Schlüsselzonen gab es die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Raumsicherungszonen&amp;#039;&amp;#039;, in denen durch eine guerillaartige Kleinkriegstaktik durch [[Jäger (Militär)|Jagdkampfbataillone]] ein Angreifer (der nach damaliger Planung NATO bzw. Warschauer Pakt oder [[Jugoslawien]] war) einen möglichst hohen Eintrittspreis ins [[Österreichische Neutralität|neutrale Österreich]] zahlen sollte und auch danach mit Aktionen gegen seine Nachschublinien und rückwärtigen Einheiten bekämpft worden wäre (siehe auch zum Beispiel [[Krieg in Afghanistan|Kriegsführung in Afghanistan]]). Eine starke Verteidigung außerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Schlüsselzonen&amp;#039;&amp;#039; direkt ab der Staatsgrenze war für den &amp;#039;&amp;#039;Operationsfall Jugoslawien&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bundesheer.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=1139&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raumverteidung lehnt sich damit an die [[Motti-Taktik]] der Finnen im [[Winterkrieg]] an sowie den [[Jagdkampf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschreckungswirkung ==&lt;br /&gt;
Das Raumverteidigungskonzept wurde, wie aus inzwischen veröffentlichten Dokumenten der ehemaligen potentiellen Gegner hervorgeht, im Ausland durchaus ernst genommen. So plante zum Beispiel die [[Ungarische Streitkräfte|Ungarische Volksarmee]] für eine nur leicht geschützte Raumsicherungszone 50 bis 70 Geschütze und Granatwerfer, 10 bis 15 Panzer und 15 bis 20 Geschütze (im Direktbeschuss) pro Kilometer ein. Bei einem derartigen Kräfteeinsatz würde das Tempo des Vormarsches innerhalb der Raumsicherungszone 2,5 bis 3 Kilometer pro Stunde betragen. Für einen Vormarsch in den Schlüsselzonen sahen sich die Ungarn damals nicht gerüstet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vortrag General i.&amp;amp;nbsp;R. Georg Bautzmann, veranstaltet am 11. Juni 1997 vom Militärwissenschaftlichen Büro des BMLV, Zusammenfassung in „Information zur Sicherheitspolitik Nr. 20“, Juli 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einmarsch der NATO aus Italien hätte dank der in den Tälern vorbereiteten Sperren und Sprengpläne effizient behindert werden können. Kritischen Einwänden hinsichtlich eines möglichen Einsatzes von [[Kernwaffe]]n durch den Gegner konnte entgegengehalten werden, dass durch die verschiedenen Kampfverfahren der Raumverteidigung der enge Kontakt zum Gegner hergestellt werden soll, was einen Einsatz nuklearer Kampfmittel unmöglich macht. Außerdem konnte angenommen werden, dass es nicht im taktischen Interesse des Gegners gelegen sein kann, das Gelände, das er für den Durchmarsch und letztlich auch für seinen eigenen Nachschub nutzen musste, nachhaltig zu kontaminieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
In großen [[Militärmanöver|Raumverteidigungsübungen]] wurden verschiedene Szenarien geübt – dabei wurden auch mehrmals [[Spionage|Spione]] verhaftet; 1979 auch einer aus der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/geradezu-geschwaetzig-a-6f843991-0002-0001-0000-000042891113|titel=Geradezu geschwätzig|hrsg=Der Spiegel|zugriff=2023-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in [[Landwehr (Militär)|Landwehr]]-Stammregimentern organisierte Heer hatte einen sehr hohen, aber gut ausgebildeten [[Miliz (Volksheer)|Milizanteil]] (Planung 300.000 Mann). Milizsoldaten des Vorarlberger Jagdkampfbataillons (JaKB) 911 hatten wie in der benachbarten Schweiz sogar das Sturmgewehr mit Munition zu Hause. Eine Ausdehnung dieser Regelung auf andere Einheiten in Westösterreich war geplant, wurde jedoch durch das absehbare Ende des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] nicht mehr umgesetzt. Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes war auch das Raumverteidigungskonzept überholt. Ab 1992 erfolgte daher die Umgliederung der Landwehrstammregimenter in Jäger- und [[Stabsregiment]]er und eine deutliche Reduktion der personellen Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe dazu auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jagdkampf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Horst Pleiner|Hrsg=Österreichisches Bundesministerium für Landesverteidigung|Titel=Die Entwicklung der militärstrategischen Konzeptionen des österreichischen Bundesheeres von 1955 bis 2005|Sammelwerk=Österreichische Militärische Zeitschrift, Ausgabe 3/2005|Online=http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=302|Abruf=2010-03-14}}&lt;br /&gt;
* Gerd Millmann: [http://www.zeit.de/2008/33/Spurensuche &amp;#039;&amp;#039;Das blieb vom Kalten Krieg.&amp;#039;&amp;#039;] Die Zeit,k 7. August 2008.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Andreas Stupka und Thomas Lampersberger|Hrsg=Österreichisches Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport|Titel=Operation im Alpenvorland Teil 3|Sammelwerk=Truppendienst, Ausgabe 3/2016|Online=https://www.truppendienst.com/themen/beitraege/artikel/operation-im-alpenvorland-teil-3/|Abruf=2018-09-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreich im Kalten Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Planung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ephraim33</name></author>
	</entry>
</feed>