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	<title>Raubzeug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T04:31:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raubzeug&amp;diff=1312554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brettchenweber: minimale Korrekturen</title>
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		<updated>2025-02-09T23:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;minimale Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raubzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden Tiere bezeichnet, die Wild- und Nutztiere bejagten oder schädigten, die selbst aber nicht zum [[Wild|Jagdwild]] gezählt wurden, beispielsweise Rabenkrähe, Ratte und Fuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heute wenig gebräuchliche Begriff entstammt der [[Jägersprache]] und wurde zu unterschiedlichen Zeiten, an verschiedenen Orten unterschiedlich verwendet. Die Abgrenzung zwischen Raubzeug und Raubwild war uneindeutig, so wurde z.&amp;amp;nbsp;B. der Fuchs mal als das eine, mal als das andere eingeordnet. Bis 1976 war der Begriff Inhalt des [[Bundesjagdgesetz]]es, wurde dann zu Gunsten treffenderer Formulierungen verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jagdrecht ==&lt;br /&gt;
Bis zur Streichung des Begriffes Raubzeug 1976 aus dem [[Bundesjagdgesetz]] war der Schutz des Wildes vor Raubzeug „Inhalt des [[Jagdschutz (Jagd)|Jagdschutz]]es“. Da der Begriff jedoch zunehmend weder dem Jagdrecht noch den Ideen des [[Naturschutz]]es oder des [[Tierschutz]]es entsprach, ist er in den heutigen [[Jagdgesetz]]en nicht mehr aufgeführt. Raubzeug ist nicht mit der Bezeichnung [[Wild#Einteilung|Raubwild]] zu verwechseln. Dazu zählen [[Dachs]], [[Rotfuchs|Fuchs]] und [[Eurasischer Luchs|Luchs]] nach dem Bundesjagdgesetz §2(1). Im Unterschied zum Wild gab es für Raubzeug keine [[Schonzeit]]. Nach wie vor ist der Schutz des Wildes vor wildernden Hunden und Katzen Bestandteil des Jagdschutzes ({{§|23|bjagdg|juris}} BJagdG). Auch wildernde Katzen und Hunde fielen in die Kategorie Raubzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführungsmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Da die Bejagung des Raubzeugs unter den Begriff des [[Jagdschutz (Jagd)|Jagdschutzes]] fiel, wurde ihre Durchführung an [[Jagdaufseher]] oder [[Berufsjäger]] delegiert. Da das Ziel die Ausrottung und Vertilgung war, wurde auf weidgerechte Bejagung kein Wert gelegt. Üblich waren der Fang mit Drahtschlingen, Schlag- und [[Tellereisen]] und Selbstschüsse ([[Legbüchse|Legebüchsen]]). Zum Erlegen von Ottern diente die Ottergabel, Dachse wurden mit der Dachszange aus dem Bau gezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Dieberger (2001): Bejagung und Bekämpfung der Marderartigen in Vergangenheit und Gegenwart. Wissenschaftliche Mitteilungen aus dem Niederösterreichischen Landesmuseum 14: 13–29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 18. Jahrhundert wurden vielerorts, zum Beispiel in Brandenburg, Raubzeug sowie auch der Wolf, Fuchs, Fischotter, Luchs, Biber und die Raubvögel, aber auch Krähen, prämiengestützt bekämpft: Für einen jeweils festgelegten Körperteil (Schwanz, Ohr, Nase, Klauen) zahlte die Obrigkeit einen bestimmten Betrag: Ein Wolf brachte, je nach Alter, bis zu vier Taler Schießprämie, eine Krähe einen Groschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Herrmann: Ein Beitrag zur Kenntnis von Schädlingsbekämpfungen und ihren Konzepten im 18. und frühen 19. Jahrhundert an Beispielen aus Brandenburg-Preußen. In: Bernd Herrmann (Herausgeber): „ ... mein Acker ist die Zeit“. Aufsätze zur Umweltgeschichte. Universitätsverlag Göttingen, 2011. ISBN 978-3-941875-99-9. Seite 151–206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen den Fuchs wurden zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit [[Strychnin]] versetzte Giftköder ausgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Merck, Chemische Fabrik, Darmstadt (Herausgeber): Strychnin als Mittel zur Vergiftung von Tieren, besonders von Raubzeug. E. Merck’s wissenschaftliche Abhandlungen 13. Druck E.Roether, Darmstadt. 15 Seiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tierarten ==&lt;br /&gt;
Raubzeug umfasste alle Tierarten, die dem [[Jägersprache|Friedwild]] gefährlich werden konnten, zum Beispiel Ratten ([[Wanderratte]]), Greif- und Rabenvögel ([[Rabenkrähe]]n, [[Elster]]n oder [[Eichelhäher]]), aber auch eingeschleppte Arten wie [[Waschbär]] oder [[Marderhund]]. Die Abgrenzung zwischen Raubwild und Raubzeug war historisch nicht konsistent, viele der erwähnten Arten sind später in den meisten Bundesländern in das [[Jagdrecht]] aufgenommen worden. Wildernde Hunde und Katzen wurden insofern auch als Raubzeug bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Haseder / Stinglwagner, S.&amp;amp;nbsp;617.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabenkrähen, Elstern oder Eichelhäher wurden auch als [[Gelichter]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Krähenbühl: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.jagdverein-oberaargau.ch/index_htm_files/Gelichterjagd_FJPO_JULI_2012-5.pdf |wayback=20160913231237 |text=Sommerjagd der Berner Patentjäger ... Woher stammt eigentlich der Begriff «Gelichterjagd»? |archiv-bot=2024-04-23 09:27:37 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, Jägerverein Oberaargau, abgerufen am 6. September 2016 (pdf).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen Jagdlexikon von 1998 steht, dass sich, obwohl der Begriff nicht mehr gebräuchlich sei, &amp;#039;&amp;#039;an der Sache nichts geändert&amp;#039;&amp;#039; habe&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutsches-jagd-lexikon.de/index.php?title=Raubzeug Raubzeug] im Deutschen Jagd Lexikon&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Schutz des Wildes weiterhin ein vernünftiger Grund nach {{§|17|tierschg|juris}} [[Tierschutzgesetz (Deutschland)|Tierschutzgesetz]] ist, bestimmte Tiere zum Schutz des Wildes zu regulieren. Der Abschuss von wildernden [[Haushund|Hunden]] wird inzwischen nach dem {{§|17|tierschg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 TierSchutzG ausgeschlossen, solange dem Hund das Wildern nicht nachgewiesen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regiolinegeo/rheinlandpfalzsaarland/article112838673/Prozess-um-erschossenen-Wolf-Jaeger-muss-3500-Euro-Strafe-zahlen.html Prozess um erschossenen Wolf] auf welt.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Katzen gelten in den Landesgesetzen unterschiedliche Mindestentfernungen zu bewohnten Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Es ist umstritten, ob sich der Abschuss von Raubzeug und Raubwild auf den Bestand der Tierarten auswirkt, die damit geschützt werden sollen. Beispielsweise können durch die Bejagung von [[Rabenkrähe]]n deren Bestandszahlen sogar steigen, da nach dem Abschuss eines Brutvogels oftmals nichtbrütende Exemplare in dessen altes Revier einwandern. Umgekehrt steigt durch den Abschuss von Nichtbrütern der Bruterfolg der brütenden Revierinhaber.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef H. Reichholf]]: &amp;#039;&amp;#039;Rabenschwarze Intelligenz. Was wir von Krähen lernen können.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 2011, ISBN 978-3-492-25915-6, S.&amp;amp;nbsp;97&amp;amp;#x202F;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1990 bis 1996 wurde in einem 700 [[Hektar]] (7 Quadratkilometer) großen Jagdrevier im nördlichen Saarland ein Großversuch unter der wissenschaftlichen Leitung des Biologen [[Paul Müller (Biologe)|Paul Müller]] durchgeführt, bei dem ein möglichst gründlicher Abschuss von jeglichem [[Raubwild]] und Raubzeug angestrebt wurde. Geklärt werden sollte damit, inwieweit sich diese intensive Bejagung auf die Bestände von [[Niederwild]] und [[Singvögel]]n einerseits sowie auf die Bestände der bejagten Arten andererseits auswirkt. Insgesamt wurden auf der angegebenen Fläche im Verlauf von sieben Jahren unter anderem 2242 [[Rabenvögel]] sowie 922 Stück Raubwild, darunter 579 Füchse, geschossen. Die Auswertung ergab, dass bei den meisten Tierarten keine [[Statistische Signifikanz|signifikante]] Änderung der Bestandszahlen zu verzeichnen war. Allerdings nahm die Zahl der Füchse sogar deutlich zu. Bei den Rabenkrähen lagen die Abschusszahlen in den letzten beiden Jahren um 40 % über denen der beiden ersten. Ein Einfluss auf die Bestandszahlen von Singvögeln und Niederwild konnte nicht festgestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef H. Reichholf: &amp;#039;&amp;#039;Rabenschwarze Intelligenz. Was wir von Krähen lernen können&amp;#039;&amp;#039;, Piper, München 2011, ISBN 978-3-492-25915-6, S.&amp;amp;nbsp;107&amp;amp;#x202F;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ilse Haseder]], [[Gerhard Stinglwagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Großes Jagdlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-1579-5.&lt;br /&gt;
* [[Paul Müller (Biologe)|Paul Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Unter Räubern&amp;#039;&amp;#039; – zur Wirkung von Beutegreifern in Kulturlandschaften. Neumann-Neudamm Verlag, Melsungen 2010. ISBN 978-3-7888-1320-8.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Nüßlein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das praktische Handbuch der Jagdkunde.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage. BLV, München 1996, ISBN 3-405-14789-1.&lt;br /&gt;
* [[Josef H. Reichholf]]: &amp;#039;&amp;#039;Rabenschwarze Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;. Was wir von Krähen lernen können. Piper, München 2011, ISBN 978-3-492-25915-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jägerlatein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jägersprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brettchenweber</name></author>
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