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	<title>Raubkopie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T15:53:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raubkopie&amp;diff=540106&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2026-17066-62 (Diskussion) auf die letzte Version von Nina zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-03-18T08:31:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-17066-62&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-17066-62&quot;&gt;~2026-17066-62&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-17066-62&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-17066-62 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Nina&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Nina (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Nina&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raubkopie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzkopie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;illegale Kopie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine [[Urheberrechtsverletzung|urheberrechtswidrig]] [[Vertrieb|vertriebene]] [[Reproduktion|Kopie]] bezeichnet. Der Begriff wurde zunächst für Kopien von [[Schallplatte]] auf [[Kompaktkassette]] verwendet und erlangte mit dem Aufkommen von [[Computer]]n größere Verbreitung, insbesondere für auf [[Datenspeicher|digitalen Datenträgern]] hergestellte [[digitale Medien]] wie [[Software]], [[Musik]], [[Bild (Fotografie)|Bilder]], [[Film]]e oder [[E-Book]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DECH}}&lt;br /&gt;
=== Rechtslage in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte|Urheberrechtsgesetz]] werden die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Raubkopie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schwarzkopie&amp;#039;&amp;#039; nicht verwendet; stattdessen wird beschrieben, welche Rechte und Pflichten Urheber bei der Verwertung und Nutzer bei der Nutzung geschützter Werke haben. „Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch“ von Werken, sogenannte [[Privatkopie]]n, sind nach §&amp;amp;nbsp;53 des Urheberrechtsgesetzes (Novelle vom 10. September 2003) unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Dabei darf jedoch keine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Quelle verwendet werden ({{§|53|urhg|juris}} Abs. 1 UrhG),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerald Himmelein, Joerg Heidrich |url=http://heise.de/-290330 |titel=Die Grenzen des Erlaubten |titelerg=Ratgeber: Privatkopien, Tauschbörsen, Abmahnungen |werk=[[c’t]] 5/2006 |hrsg=[[Verlag Heinz Heise|Heise Zeitschriften Verlag]] |datum=&amp;lt;!-- Heftdatum --&amp;gt;2006-02-20 |seiten=110–119 |abruf=2013-05-06 |kommentar=Online-Leseprobe; [https://shop.heise.de/katalog/die-grenzen-des-erlaubten Kostenpflichtiger Download des Zeitschriftenartikels]; u.&amp;amp;nbsp;a. zu Privatkopien nach UrhG}}&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass zum Beispiel Privatkopien aus [[Tauschbörse]]n nicht zulässig sind. Soweit der Berechtigte wegen eines effektiven Kopierschutzes keine Privatkopie fertigen kann, hat der Rechtsinhaber die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um von der entsprechenden Bestimmung Gebrauch machen zu können ({{§|95b|urhg|juris}} Abs. 1 Nr. 6 UrhG). Einem BGH-Urteil von 1978 zufolge liegt bei Audiomedien die Grenze bei sieben Privatkopien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PrivatkopienCeBIT2005-03-10&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerald Himmelein, Joerg Heidrich |url=http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/drm/privatkopien06_10.pdf |titel=Privatkopien: Recht und Unrecht |titelerg=Ein Stück Gegenpropaganda |werk=Folien zum Vortrag auf der [[CeBIT]] 2006 |hrsg=Gerald Himmelein, [[c’t]] |datum=2006-03-10 |seiten=3 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060831134002/http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/drm/privatkopien06_10.pdf |archiv-datum=2006-08-31 |abruf=2013-05-06 |kommentar=ca. 180&amp;amp;nbsp;kB; auf einer {{Webarchiv |url=http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/retch/etc/VortragaufCeBIT2006.html |text=Übersichtsseite |wayback=20060620150904}} finden sich weiterführende Informationen, etwa die Folien vom {{Webarchiv |url=http://www.heise.de/ct/Redaktion/ghi/drm/privatkopien06_12.pdf |text=Vortrag vom 12. März 2006 |wayback=20060831134014}} (PDF; 179&amp;amp;nbsp;kB) oder die Referenz zur Titelgeschichte in [[c’t]] 5/2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die anzahlsmäßig achte Kopie ist demnach bereits eine illegale Kopie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verstoß gegen das Urheberrecht stellt ein [[Vergehen]] im Sinne des [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuches]] dar und ist daher strafbar. Werden illegale Kopien von einer Person rein für deren privaten Gebrauch angefertigt, ist ein Urheberrechtsverstoß jedoch oft straffrei, weil die Tat nur auf Antrag verfolgt wird ({{§|109|urhg|juris}} UrhG). Wirtschaftlich bedeutsamer als die Strafe sind jedoch die Rechtsfolgen wie Anspruch auf [[Unterlassungsanspruch|Unterlassung]] und Schadensersatz ({{§|97|urhg|juris}} UrhG). Nimmt der Rechtsinhaber dabei eine anwaltliche Dienstleistung in Anspruch, kann er für die entsprechende [[Abmahnung]] zusätzlich Kostenersatz fordern. Ist der Abgemahnte eine Privatperson, beschränkt sich diese Forderung jedoch beim ersten Mal auf 167,67 Euro (Gebühr für 1000 Euro Gegenstandswert, {{§|97a|urhg|juris}} Abs. 3 UrhG). In Österreich existiert diese Deckelung nicht (Stand: 2013).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidbauer-Urheberrechtsverbrecher&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Franz Schmidbauer |url=http://www.internet4jurists.at/news/aktuell97.htm |titel=Konsument oder Urheberrechtsverbrecher? |werk=Internet &amp;amp; Recht |hrsg= |datum=2009-02-18 |format= |offline= |abruf=2013-05-09 |kommentar=der Artikel wurde für das Konsumentenpolitische Jahrbuch 2007–2008 des [[Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz]] verfasst}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtslage in der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Die [[Bundesrat (Schweiz)|Regierung]] plant, [[Hosting|Hosting-Provider]] in die [[Pflicht (Recht)|Pflicht]] zu nehmen. Wer [[privat]] Filme oder Musik ohne [[Erlaubnis]] des [[Rechteinhaber]]s herunterlädt, soll dagegen weiterhin nicht belangt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/sommaruga-verschaerft-kampf-gegen-internetpiraten/story/12404724 &amp;#039;&amp;#039;Illegale Downloads sollen weiterhin straffrei sein&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Tages-Anzeiger]] vom 22. November 2017, abgerufen am 22. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
Die wirtschaftlichen Auswirkungen illegaler Kopien sind allgemein umstritten. Branchenberichten stehen verschiedene Studien mit zum Teil sehr gegensätzlichen Aussagen und Schlussfolgerungen gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Industrieverband [[Business Software Alliance]] (BSA) veröffentlicht einmal im Jahr die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Piracy Study&amp;#039;&amp;#039;, die die Verbreitung von illegalen Softwarekopien bestimmen soll und in den Medien oftmals zitiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;BSA: &amp;#039;&amp;#039;[http://globalstudy.bsa.org/ Global Piracy Study.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Film- und Musikindustrie (Contentindustrie) publiziert regelmäßig Berichte zu den durch [[Filesharing]] entstandenen Verlusten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur die Höhe der errechneten Schäden, auch die Berechnungsgrundlagen werden von diversen Kritikern allgemein angezweifelt und für überzogen gehalten. Aus einem Bericht der US-Regierung ging 2010 hervor, dass die behaupteten Verluste durch Filesharing stark übertrieben seien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit.de/2010-04&amp;quot;&amp;gt;zeit.de [http://www.zeit.de/digital/internet/2010-04/us-regierung-verluste-filesharing Verluste durch Filesharing stark übertrieben], 15. April 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Der US-amerikanische Rechnungshof verneinte zwar nicht erhebliche Auswirkungen negativer Natur, wies jedoch zugleich darauf hin, dass sich Schäden durch Piraterie nur schwer bemessen ließen. Das [[Government Accountability Office]] (GAO) zweifelte daher einige Erhebungen der [[Recording Industry Association of America]] (RIAA) an und empfahl den zuständigen Regierungsstellen, diese Zahlen nicht zu übernehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Rechnungshof-Schaden-durch-Piraterie-laesst-sich-schwer-bemessen-979720.html US-Rechnungshof: Schaden durch Piraterie lässt sich schwer bemessen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Errechnung eines Verlusts durch fehlende Verkäufe einem Ratespiel gleicht, wird auch beim Berechnungsverfahren der &amp;#039;&amp;#039;Piracy Study&amp;#039;&amp;#039; bemängelt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Krömer/Sen, S.&amp;amp;nbsp;226&amp;amp;nbsp;ff., [http://www.no-copy.org/statistiken-zum-verlieben.html no-copy.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird der „durchschnittliche Softwarebedarf“ eines PCs festgelegt und auf alle PCs hochgerechnet. Die Differenz zwischen der verkauften Software und dem angenommenen Bedarf eines PCs müssten, so die Studie der BSA, Schwarzkopien sein. Kritiker führen an, dass hier freie und ältere Software nicht berücksichtigt werde. Wenn also ein Nutzer nicht jedes Jahr seinen gesamten Software-Bestand aktualisiert oder aber kostenlose Software verwendet, gehe dies in die Statistik als Nutzung illegaler Kopien ein (zum Vergleich: Im Jahr 2010 liefen rund 60 % aller weltweiten Webserver mit freier Software&amp;lt;ref&amp;gt;http://news.netcraft.com/archives/2010/06/16/june-2010-web-server-survey.html Marktanteile Server-Software, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;). Zudem werde bei der Schadensberechnung angenommen, dass jeder Nutzer, der eine Schwarzkopie erstellt, auch bereit gewesen wäre, das Geld für ein Original auszugeben, was (insbesondere bei teurer Software) unrealistisch erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Home taping is killing music.jpg|mini|Werbung gegen privates Kopieren von Musik auf [[Compact Cassette|Musikkassetten]] auf der [[Schallplattencover#Innenhüllen|Innenhülle]] einer 1983 in Großbritannien hergestellten [[Schallplatte]] im Zuge der Aktion [[Home Taping Is Killing Music]]]]&lt;br /&gt;
Kritisiert wird weiter, dass der „Softwarebedarf“ von wenigen Ländern auf 80 Länder hochgerechnet wird. Dabei könne nicht davon ausgegangen werden, dass der „Softwarebedarf“ in jedem Land in gleicher Höhe zu erwarten sei. 2004 wurde ein Schaden von 32,7&amp;amp;nbsp;Milliarden US-Dollar angenommen. 2007 soll der Schaden auf 48&amp;amp;nbsp;Milliarden US-Dollar angewachsen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Software-Verband-Software-Piraterie-weltweit-auf-Vormarsch-207383.html Software-Verband: &amp;quot;Software-Piraterie&amp;quot; weltweit auf Vormarsch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Kritik an der Hochrechnung der Schäden durch Raubkopien richtet sich gegen die Verwendung der gleichen Zählmethode wie bei materiellen Gütern. Dabei wird der Verkaufspreis mit der geschätzten Anzahl der illegalen Kopien multipliziert. Folglich wird als Schaden der entzogene Urheberrechtsgewinn gewertet, der sich als Produkt aus unverändertem Verkaufspreis (ohne Berücksichtigung erwartbarer [[Skaleneffekt]]e) und angenommener verkaufter Stückzahl (bei postuliertem Wegfall von Schwarzkopien) ergibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit.de/2010-04&amp;quot; /&amp;gt; Dabei ist jedoch fraglich, ob für das Original stets bezahlt worden wäre, wenn die Möglichkeit zur Kopie nicht bestanden hätte (Sammleraspekt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Studien ergaben, dass zumindest der [[Volkswirtschaft]] durch entsprechende Downloads ein doppelt so hoher wirtschaftlicher Mehrwert erwächst, wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem Musikbereich jährlich verlorengeht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ivir.nl/publicaties/vaneijk/Ups_And_Downs_authorised_translation.pdf |text=ivir.nl |wayback=20110815095214}} (PDF; 1,00&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;sueddeutsche.de [http://www.sueddeutsche.de/digital/illegale-downloads-profitieren-vom-klau-1.480446 Profitieren vom Klau]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Untersuchung der deutschen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kam zu dem Ergebnis, dass Nutzer des inzwischen geschlossenen illegalen Filmportals [[Kino.to]] mehr Geld für Kino und DVDs ausgaben als der Durchschnittsnutzer.&amp;lt;ref&amp;gt;zeit.de [http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/gfk-studie-downloads Studie über Kino.to-Nutzer bleibt unter Verschluss]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls kam eine 2011 erstellte US-Studie zu dem Schluss, dass „Filesharer mehr Musik kaufen als Nicht-Filesharer“.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Filesharer-kaufen-mehr-Musik-als-Nicht-Filesharer-1730464.html Studie: Filesharer kaufen mehr Musik als Nicht-Filesharer], 16. Oktober 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Sogar eigene Studien der Contentindustrie zeigten zum Teil vergleichbare Effekte, so dass auch bei illegalen Angeboten eine Promotionwirkung anzunehmen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/tp/news/Piraten-sind-die-besten-Kunden-auch-im-Musikgeschaeft-2001445.html Piraten sind die besten Kunden – auch im Musikgeschäft]&amp;lt;/ref&amp;gt; Branchenvertreter führten die Ergebnisse jedoch darauf zurück, dass diese Personenkreise generell ein größeres Interesse an Medienerzeugnissen hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/tp/news/Nutzer-von-kino-to-gehen-ueberdurchschnittlich-oft-ins-Kino-2027467.html Nutzer von kino.to gehen überdurchschnittlich oft ins Kino]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Untersuchung über den Effekt von zeitnahen Veröffentlichungen von Kinofilmen bei [[BitTorrent]] kam zu dem Schluss, dass diese in den USA keine Auswirkung auf das {{lang|en|“[[Box Office]]”}} (Umsatz beim Kartenverkauf) hat. Lediglich in Ländern, wo der Kinofilm erst Monate später in die Kinos kam, konnte ein Umsatzrückgang von 7 % nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Danaher, Brett and Waldfogel, Joel, Reel Piracy: &amp;#039;&amp;#039;The Effect of Online Film Piracy on International Box Office Sales&amp;#039;&amp;#039; 16. Januar 2012. [[doi:10.2139/ssrn.1986299]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer EU-Studie aus dem Jahre 2013 habe Online-Piraterie „keine negativen Auswirkungen auf den digitalen Absatz von Musik“. Signifikante Folgen für den Verkauf von physischen Tonträgern wurden dabei allerdings nicht berücksichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Studie-Online-Piraterie-schadet-dem-digitalen-Musikabsatz-nicht-1825271.html EU-Studie: Online-Piraterie schadet dem digitalen Musikabsatz nicht], 18. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; 2014 kam eine unabhängige&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Piraterie-nutzt-Hollywood/In-eigener-Sache/posting-8523608/show/ Der Mitautor „In eigener Sache...“]&amp;lt;/ref&amp;gt; Studie&amp;lt;ref&amp;gt;[http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2176246 Piracy and Movie Revenues: Evidence from Megaupload: A Tale of the Long Tail?]&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem Ergebnis, dass Piraterie Hollywood nutzt bzw. &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;die Kopiererei Hollywoods Umsätze sogar steigert&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/newsticker/meldung/Piraterie-nutzt-Hollywood-2156158.html Piraterie nutzt Hollywood - Filesharing verursache riesige Einnahmeverluste, klagt die Filmindustrie gern. In Wahrheit steigert die Kopiererei Hollywoods Umsätze sogar.], 28. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;heise.de [https://www.heise.de/tr/artikel/Wie-Piraterie-Hollywood-hilft-2242381.html Wie Piraterie Hollywood hilft - Filesharing verursache riesige Einnahmeverluste, klagt die Filmindustrie gern. In Wahrheit steigert die Kopiererei Hollywoods Umsätze sogar. Die Branche sollte neue Technologie endlich als Chance begreifen.], 11. August 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland veröffentlicht der [[Bundesverband Musikindustrie]] (BVMI) in Kooperation mit der [[Gesellschaft für Konsumforschung]] (GfK) seit 2011 alljährlich die &amp;#039;&amp;#039;Studie zur Digitalen Content-Nutzung&amp;#039;&amp;#039; (DCN-Studie) zum Kauf-, Download- und Kopierverhalten der Bevölkerung. Zwischen 2001 und 2010 fanden jedes Jahr vergleichbare Erhebungen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Brennerstudie&amp;#039;&amp;#039; statt. In einer zehn Jahre umspannenden Zusammenfassung (2001–2011) wurde die Anzahl der illegalen Musikkopien mit etwa 7 Milliarden Musiktiteln angegeben (bei einem Spitzenwert von circa 900 Millionen Titeln im Jahre 2010). Der zugleich rückläufige Absatz von physischen Tonträgern habe in diesem Zeitraum zudem zu einer annähernden Halbierung der Umsätze geführt, womit auch die Zahl der Beschäftigten in der Branche um etwa ein Drittel gesunken sei. Allein der digitale Vertrieb wird als Wachstumsmarkt bezeichnet, der die Verluste im vergleichsweise immer noch wesentlich umsatzstärkeren Tonträgerbereich bislang jedoch nicht kompensiere.&amp;lt;ref&amp;gt;BVMI [http://www.musikindustrie.de/studien Studie zur Digitalen Content-Nutzung, Eine Bilanz aus 10 Jahren Brennerstudie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Metastudie vom [[Medienboard Berlin-Brandenburg]] zu den Auswirkungen digitaler Piraterie auf die regionale Medienwirtschaft errechnete im Juni 2012 jährliche Umsatzschäden in zweistelliger Millionenhöhe. Der ansässigen Musikwirtschaft gingen demnach etwa 26 Millionen Euro verloren, der Filmwirtschaft rund 22 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;Medienboard {{Webarchiv |url=http://www.medienboard.de/WebObjects/Medienboard.woa/wa/CMSshow/2841628 |text=Metastudie zu Auswirkungen digitaler Piraterie auf die regionale Medienwirtschaft |wayback=20130716221435}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutschlandweit führe dies laut der Studie zu einem Schaden von insgesamt mehr als 680 Millionen Euro, wobei 524 Millionen Euro auf die Musikwirtschaft und 156 Millionen Euro auf die Filmwirtschaft entfielen.&amp;lt;ref&amp;gt;onlinewelten.com[http://www.onlinewelten.com/games/raubkopien/news/studie-beziffert-oekonomischen-schaden-raubkopien-680-millionen-euro-im-jahr-114297 Studie beziffert ökonomischen Schaden durch Raubkopien auf über 680 Millionen Euro im Jahr]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wissenschaftler der [[Universität Hamburg]] und der [[Bauhaus-Universität Weimar]] hatten im Jahr 2007 die Verluste der Filmwirtschaft auf circa 193 Millionen Euro beziffert.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel.de [http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/studie-raubkopien-kosten-filmwirtschaft-193-millionen-euro-a-510526.html Raubkopien kosten Filmwirtschaft 193 Millionen Euro]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mit wissenschaftlichen Methoden ([[Hypothese (Statistik)|Hypothesenmodell]], [[Z-Transformation]]) arbeitende Analyse, welche die statistischen Zahlen des Bundesverbandes Musikindustrie für den Zeitraum von 2003 bis 2009 miteinander verglich und auswertete, kam zu dem Ergebnis, dass es „in den Daten der Musikindustrie keinen statistisch relevanten Zusammenhang zwischen illegalen Downloads und CD-Verkäufen“ gäbe.&amp;lt;ref&amp;gt;reaktanz.de [http://reaktanz.de/blog/?e=110 SIGINT 2010: musikindustrie widerlegt sich selbst]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;students.uni-marburg.de {{Webarchiv |url=http://www.students.uni-marburg.de/~Musicc/media/talk/sigint2010-05-23_folien.pdf |text=»die gescheiterte revolution« - chancen, risiken &amp;amp; nebenwirkungen freier musikkultur |wayback=20140513234257}}, PDF, Seiten 3–6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik am Begriff „Raubkopie“ ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Der Begriff „Raubkopie“ wird oft als ungenau und übertrieben bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdr-schiebwoche-2005-32&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Jörg Schieb]] |url=http://www.wdr.de/themen/computer/schiebwoche/2005/index_32.jhtml |titel=Raubkopie – ein irreführender Begriff |werk=Schieb der Woche: Angeklickt |hrsg=[[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] |datum=2005-08-08 |format= |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070511031108/http://www.wdr.de/themen/computer/schiebwoche/2005/index_32.jhtml |archiv-datum=2007-05-11 |abruf=2013-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidbauer-Urheberrechtsverbrecher&amp;quot; /&amp;gt; Das Wort beinhalte den Vorwurf eines [[Raub]]es, also ein [[Verbrechen]] im Sinne des [[Strafgesetzbuch|StGB]], was von der Kampagne [[Raubkopierer sind Verbrecher]] auch so transportiert wurde: die Werbespots, die sich an die Verbraucher richteten und vor allem auch in Kinos liefen, suggerierten, dass man als „Raubkopierer“ mit einer Strafe von bis zu 5&amp;amp;nbsp;Jahren Haft rechnen müsse. Dies wurde jedoch als irreführend kritisiert,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Kuri |url=http://heise.de/-89641 |titel=Werbeverband hält Kampagne gegen Raubkopierer für äußerst fragwürdig |werk=[[heise online]] |hrsg=[[Verlag Heinz Heise|Heise Zeitschriften Verlag]] |datum=2003-12-03 |abruf=2013-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; da sich diese gesetzlich im deutschen Urheberrecht verankerte Höchststrafe ({{§|108a|UrhG|juris}} [[Urheberrechtsgesetz (Deutschland)|UrhG]]) an gewerbliche Schwarzkopierer richtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PrivatkopienCeBIT2005-03-10&amp;quot; /&amp;gt; Abseits davon verwendete selbst der Verband &amp;#039;&amp;#039;Zukunft Medien Marketing&amp;#039;&amp;#039;, von dem diese Werbespots initiiert wurden, die Bezeichnung „illegale Kopien“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdr-schiebwoche-2005-32&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rhetorisch betrachtet handelt es sich bei den Worten „Rauben“ im Sinne von [[Diebstahl]] unter Gewaltanwendung und „Kopieren“ um Gegensätze und sich somit ausschließende Begriffe, was das Wort „Raubkopie“ zum Widerspruch in sich selbst macht – also zu einem [[Oxymoron]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kai Biermann: [http://neusprech.org/raubkopie/ Raubkopie], neusprech.org, 13. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wird das Wort „Schwarzkopie“ als weniger wertende Bezeichnung für die illegale Kopie angesehen als das Wort „Raubkopie“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Krömer, Evrim Sen |url=http://www.no-copy.org/NO-COPY_Die-Welt-der-Digitalen-Raubkopie.pdf |titel=No Copy&amp;amp;nbsp;– Die Welt der digitalen Raubkopie |titelerg=2. Auflage als E-Book |werk= |hrsg=Tropen Verlag |datum=2007 |seiten=10 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090408015524/http://www.no-copy.org/NO-COPY_Die-Welt-der-Digitalen-Raubkopie.pdf |archiv-datum=2009-04-08 |archiv-bot=2022-12-31 14:32:59 InternetArchiveBot |abruf=2013-05-09 |kommentar=1,1 MiB |zitat=Analog zu den Vergehen des Schwarzfahrens und der Schwarzarbeit, die auch nicht „Raubfahren“ oder „Raubarbeit“ genannt werden, erscheint der Begriff „Schwarzkopie“ weniger wertend als Bezeichnung für illegale Kopien.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Argumentiert wird, dass es analog dazu Begriffe wie „[[Beförderungserschleichung|Schwarzfahren]]“ und „[[Schwarzarbeit]]“ gibt, die wie die illegale Kopie ebenfalls ein [[Vergehen]] (und kein Verbrechen) beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Raubkopierer sind Verbrecher]]&lt;br /&gt;
* [[Warez]] – Illegale Kopien im Softwarebereich&lt;br /&gt;
* [[Raubdruck]] – unberechtigt/urheberrechtswidrig hergestellte Nachdrucke von Büchern&lt;br /&gt;
* [[Open Letter to Hobbyists]] – Bill Gates’ offener Brief an Hobbyentwickler&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen]] (GVU) – ein von Branchenverbänden und Medienunternehmen getragener Verein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Artur Wandtke, Winfried Bullinger: &amp;#039;&amp;#039;Praxiskommentar zum Urheberrecht&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. C. H. Beck, 2006, ISBN 978-3-406-53423-2.&lt;br /&gt;
* Marcus von Welser, Alexander González: &amp;#039;&amp;#039;Marken- und Produktpiraterie, Strategien und Lösungsansätze zu ihrer Bekämpfung&amp;#039;&amp;#039;. Wiley-VCH, 2007, ISBN 3-527-50239-4.&lt;br /&gt;
* Jan Hachenberger: &amp;#039;&amp;#039;Intellektuelles Eigentum im Zeitalter von Digitalisierung und Internet. Eine ökonomische Analyse von Missbrauchskalkülen und Schutzstrategien&amp;#039;&amp;#039;. DUV Verlag, 2003, ISBN 3-8244-7765-3.&lt;br /&gt;
* Hans Joachim Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Piraten, Fälscher und Kopierer, Strategien und Instrumente zum Schutz geistigen Eigentums in der Volksrepublik China&amp;#039;&amp;#039;. 2006, Gabler Verlag, 2003, ISBN 978-3-8349-0159-0.&lt;br /&gt;
* Jan Krömer, [[Evrim Sen]]: &amp;#039;&amp;#039;No Copy – Die Welt der digitalen Raubkopie&amp;#039;&amp;#039;. Tropen Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-932170-82-2 ([http://www.no-copy.org/NO-COPY_Die-Welt-der-Digitalen-Raubkopie.pdf Digitalisat] (PDF-Datei; 1,05&amp;amp;nbsp;MB)).&lt;br /&gt;
* [[Dirk von Gehlen]]: &amp;#039;&amp;#039;Mashup – Lob der Kopie&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, 2011, ISBN 978-3-518-12621-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.irights.info/ Portal zum Urheberrecht in der digitalen Welt]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20031011131851/http://www.dingo.saar.de/Internet_Debakel/Artikel_internet-debakel.html Das Internet-Debakel – eine andere Sichtweise] (Webarchiv)&lt;br /&gt;
* [http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/2010/08/18/musikwirtschaft-australien-wie-bose-ist-das-musik-filesharing-down-under/#more-1282 Musikwirtschaft Australien – Wie böse ist das Musik-Filesharing Down Under?]&lt;br /&gt;
* [http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/2009/05/25/wie-bose-ist-das-file-sharing-teil-18/ Wie böse ist das File-Sharing? – Teil 18]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=s|GND=4385911-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urheberrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktpiraterie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[no:piratkopi]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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