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	<title>Ratsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ratsche&amp;diff=281916&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-01-04T11:42:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karfreitagsratsche.jpg|mini|Karfreitagsratsche aus [[Rottenburg am Neckar]], 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sechs Karfreitagsratschen.ogg|mini|Der Klang von sechs Kastenratschen (Thundorf in Unterfranken)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schnarre fluegelratsche.JPG|mini|Ratsche oder Schnarre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ratsche in Freilichtmuseum Roscheider Hof.jpg|mini|Mobile Ratsche im schützenden Kasten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Raspel.jpg|mini|Ratsche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Royal Air Force Bomber Command, 1939-1941. CH446.jpg|mini|Einsatz von Ratschen zur Warnung vor Gasangriffen im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ratsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rätsche&amp;#039;&amp;#039; (zu [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;ratzen&amp;#039;&amp;#039; ‚klappern‘,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 25., durchgesehene und erweiterte Aufl. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S.&amp;amp;nbsp;747.&amp;lt;/ref&amp;gt; verwandt mit neuhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;rasseln&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 18. Aufl. bearb. von [[Walther Mitzka]]. Walter de Gruyter, Berlin 1960, S.&amp;amp;nbsp;584&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schnarre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schnurre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rappel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Räppel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Riärtel, Knarre&amp;#039;&amp;#039;, [[Moselfränkische Dialekte|moselfränkisch]] auch &amp;#039;&amp;#039;Klapper&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&amp;amp;lemid=K06559 &amp;#039;&amp;#039;Klapper, Kläpper I. b.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Sp. 626&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein hölzernes [[Lärminstrument|Lärm-]] und [[Effektinstrument]]. Nach der [[Hornbostel-Sachs-Systematik]] ist es ein Schraprad (112.24), das den [[Schrapinstrument]]en, also wie die Schüttelidiophone ([[Rassel]]n) den mittelbar geschlagenen [[Idiophon]]en zugeordnet wird. Hierbei spannen die Zähne eines sich drehenden Rades eine oder mehrere elastische Zungen, die bei der weiteren Drehung entlastet werden, zurückschlagen und so ein prasselndes Geräusch ergeben. Die ebenfalls mittelbar – durch eine Schwingbewegung – angeregte [[Klepper (Instrument)|Klepper]] gehört nicht zu den Schrapinstrumenten, sondern zu den unmittelbar geschlagenen Aufschlagidiophonen (111.2) und ähnelt den [[Klapper]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Die Ratsche wird durch das schwungvolle Drehen eines schmalen Holzrähmchens mit einem Holzfederblatt um eine in der Hand gehaltene Achse, an der ein Zahnrad befestigt ist, in Bewegung gesetzt. Das Federblatt rattert um das feststehende Zahnrad und erzeugt dabei je nach Drehgeschwindigkeit ein lautes, knatterndes Geräusch. Ratschen haben üblicherweise eine bis drei parallele Holzblattfedern übereinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rahmen einer &amp;#039;&amp;#039;Drehratsche&amp;#039;&amp;#039; besteht aus Birkenholz, die gezähnte Walze aus Buchenholz. Durch eine seitliche Kurbel wird die Walze betätigt. Die dünnen Blätter der Ratsche sind aus Fichtenholz und erzeugen beim Drehen von Zahn zu Zahn den Schall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
In verschiedenen mitteleuropäischen Regionen (Süddeutschland, Österreich, Böhmen) wurden Schnarren oder Rätschen spätestens seit dem 18. Jahrhundert in der [[Karneval|Fastnacht]] und bei [[Karfreitag#Andachten und Prozessionen|Karfreitagsprozessionen]] benutzt. In [[Lettland]] verwendete man hierfür &amp;#039;&amp;#039;[[klabeklis]]&amp;#039;&amp;#039; genannte Ratschen und andere Klappern. In katholischen Gegenden zogen und ziehen teilweise noch heute Kinder mit Ratschen durch die Gemeinde, um mittels des [[Ratschen]]s die Kirchenglocken zu ersetzen, die in der Zeit vom [[Gloria]] der Messe vom letzten Abendmahl am [[Gründonnerstag]] bis zur Feier der [[Osternacht]] nicht läuten.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Sp. 1843, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/242886 &amp;#039;&amp;#039;Rätsch II,&amp;#039;&amp;#039; Bed.&amp;amp;nbsp;1.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind in der Schweiz auch als &amp;#039;&amp;#039;Rafelen, Räre, Rätschi, Radelen, Rädelen, Rällen, Ratsche, Karfreitagsklapper&amp;#039;&amp;#039; und weiteren Begriffen bekannt. Die Schnarre (oder Flügelratsche) ist heute auch ein beliebtes Instrument auch bei kulturellen und sportlichen Großveranstaltungen, auf Demonstrationen sowie als [[Spielzeuginstrument]]. Die Ratsche (hebräisch: רעשן – ra&amp;#039;schen) spielt auch eine Rolle beim jüdischen [[Purim]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher zogen Bettelmusikanten mit einer Schnarre durch die Straßen, wovon sich die Bezeichnung [[Schnorrer]] (jiddisch: שנאָרער) ableitete. Curt Sachs zufolge waren Ratschen einst auch bei der [[Müllabfuhr]] von [[Amsterdam]] im Einsatz. Auch die städtischen [[Nachtwächter]] hatten früher eine &amp;#039;&amp;#039;Schnarre&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Schnurre&amp;#039;&amp;#039; als Alarmsignal; im Mittelhochdeutschen bedeutete &amp;#039;&amp;#039;snurre&amp;#039;&amp;#039; „das Schnurren, Summen“. In Spanien und Portugal wurden mit bis zu zwei Meter hohen &amp;#039;&amp;#039;matraca&amp;#039;&amp;#039; die Gläubigen in die Kirche gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ratschen wurden überdies im Weinbau verwendet, um gefräßige Vögel von den traubenbehangenen Weinstöcken zu vertreiben (vgl. [[Klapotetz]] in der Südsteiermark und Slowenien).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Sp. 1846, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/115788 &amp;#039;&amp;#039;Vogelrätscheⁿ&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung war nicht allein auf Europa beschränkt; ähnliche Instrumente waren auch in [[Bengalen]] zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Sachs: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikinstrumente Indiens und Indonesiens. Zugleich eine Einführung in die Instrumentenkunde&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Vereinigung wissenschaftlicher Verleger Walter de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1923 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Handbücher der Staatlichen Museen zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;). Nachdruck: Olms, Hildesheim 1983, ISBN 3-487-07352-8), S.&amp;amp;nbsp;49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind Ratschen hauptsächlich zu Spielzeuginstrumenten herabgesunken. Verschiedene [[Komponist]]en sehen in ihren Werken die Benutzung einer Knarre vor, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Leopold Mozart]] in der ihm zugeschriebenen &amp;#039;&amp;#039;[[Kindersinfonie]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Ludwig van Beethoven]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Wellingtons Sieg]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Carl Orff]] in den &amp;#039;&amp;#039;[[Carmina Burana (Orff)|Carmina Burana]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Richard Strauss]] in seiner sinfonischen Dichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Till Eulenspiegels lustige Streiche]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Das Wort Rätsche bezeichnet regional, beispielsweise in der Deutschschweiz, auch die Hanf- und Flachs[[breche]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Sp. 1844, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/242886 &amp;#039;&amp;#039;Rätsch II,&amp;#039;&amp;#039; Bed.&amp;amp;nbsp;2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[Volksmund]] ist die Ratsche oder Rätsche auch ein [[Sperrklinke|Gesperr]], eine [[Knarre (Werkzeug)|Knarre]] oder ein [[Drehmomentschlüssel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Alemannische Dialekte|alemannischen]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, Sp. 1845, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/242886 &amp;#039;&amp;#039;Rätsch II,&amp;#039;&amp;#039; Bed.&amp;amp;nbsp;5.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Bairische Dialekte|bairischen]] Sprachraum wird damit überdies eine schwatzhafte Person vorwiegend weiblichen Geschlechts („Die ist eine Ratschn!“ oder auch „Die ist ein rechte [[Ratschkathl]]!“) bezeichnet, wobei das Ratschn am ehesten dem [[Klatsch]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ratschen in Aktion ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
1307kleineKlapper.webm| Ratsche&lt;br /&gt;
Kleie Klapper.webm|Ratsche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Bachmann-Geiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Volksmusikinstrumente der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Atlantis, Zürich u.&amp;amp;nbsp;a. 1981 (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der europäischen Volksmusikinstrumente&amp;#039;&amp;#039; Serie 1, 4), ISBN 3-7611-0606-8.&lt;br /&gt;
* James Blades, James Holland: &amp;#039;&amp;#039;Ratchet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 2001&lt;br /&gt;
* [[Sibyl Marcuse]]: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments: A Comprehensive Dictionary. A complete, autoritative encyclopedia of instruments throughout the world&amp;#039;&amp;#039;. Country Life Limited, London 1966, S. 119, s.&amp;amp;nbsp;v. „Cog rattle“&lt;br /&gt;
* [[Curt Sachs]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musikinstrumentenkunde.&amp;#039;&amp;#039; (1930) Georg Olms, Hildesheim 1967, S. 60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ratchets (instrument)|Ratschen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ratsche}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zillich.com/brauchtum/laerm-1.htm &amp;#039;&amp;#039;Lärmbräuche in den Alpenländern.&amp;#039;&amp;#039;] www.zillich.com&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=DYLU3L1Ncv0 &amp;#039;&amp;#039;Der Ratschenbauer.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (Reportage von landwirt.com vom 15. März 2012: Herstellung, verschiedene Formen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4467641-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schrapidiophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistliche Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielzeuginstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Passionsbrauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karwoche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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