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	<title>Ratingsee-Siedlung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T13:48:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ratingsee-Siedlung&amp;diff=1846125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miraki: Schöningh statt Schönigh</title>
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		<updated>2023-09-26T08:53:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Schöningh statt Schönigh&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Duisburg, Siedlung Ratingsee, 2014-08 CN-09.jpg|mini|Straße &amp;#039;&amp;#039;Roggenkamp&amp;#039;&amp;#039; in der Ratingsee-Siedlung in Meiderich (August 2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Duisburg, Siedlung Ratingsee, 2014-08 CN-08.jpg|mini|Rückseiten einiger Häuser mit kleinen Gärten gegenüber dem Spielplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ratingsee-Siedlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Duisburg]]-[[Meiderich]] wurde von 1927 bis 1928 auf der Fläche eines zugeschütteten Sees nahe dem inzwischen stillgelegten Rangierbahnhof Ruhrort und dem [[Rhein-Herne-Kanal]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dickelsbach-Siedlung]] (1926) in [[Wanheimerort]] und der [[Diergardt-Siedlung]] (1927) am Parallelhafen in [[Neuenkamp (Duisburg)|Neuenkamp]] war es die dritte Typenhaussiedlung im Stil des [[Neues Bauen|Neuen Bauens]], die durch das Stadtbauamt der Stadt Duisburg mit seinen Mitarbeitern [[Karl Pregizer]], Hermann Bräuhäuser und Heinrich Bähr entwickelt und von der GEBAG (Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft AG) gebaut worden war. Grund für das städtische Engagement war der Rückzug des Bergbaus und anderer großer Unternehmen aus dem Wohnungsbau und die Wohnungsnot nach Erstem Weltkrieg, Inflation und Ruhrbesetzung. Zielgruppe des sogenannten Duisburger „Typenplanes“ waren Minderbemittelte und kinderreiche Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach damals revolutionären Gesichtspunkten ausgestalteten 215 Einfamilien-Reihenhäuser hatten drei Schlafzimmer, eine Wohnküche als eingeschossiger Anbau nach hinten, ein Bad, eine Toilette, im Erdgeschoss eine Loggia mit Treppe zum Garten und im ersten Stock am Elternschlafzimmer einen Balkon oberhalb der Wohnküche. Die Wohneinheiten hatten auf 4,30&amp;amp;nbsp;m × 10,20&amp;amp;nbsp;m Grundfläche in den zwei Stockwerken eine Wohnfläche von 52 Quadratmetern. Im Gegensatz zu den vorangehenden Siedlungen waren in Ratingsee die Erdgeschosse erhöht, sodass gut belichtete Keller entstanden, in deren rückwärtigem Teil es eine Badenische mit Wanne gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baumaterial wurde [[Backstein]] als sichtbares Ziegelmauerwerk genutzt. Die streng kubischen, flachgedeckten Wohneinheiten verzichten auf jeglichen Schmuck und zeigen die funktionelle Gliederung außen an der Fassade an. Sie wurden in lang gestreckten, nach neun bis zehn Wohneinheiten gebrochenen Doppelreihen mit innenliegenden, circa 50&amp;amp;nbsp;m² großen Gärten angeordnet. Die zwei längeren und zwei kürzeren Doppelreihen fächern sich vom Heukamp in Nord-Süd-Ausrichtung auf. Im Zentrum der Siedlung ist von Beginn an ein großer Kinderspielplatz, am Nordende war ein weiterer geplant. Am Heukamp und in der Zoppenbrückstraße waren acht eingeschossige Ladeneinheiten zur Versorgung der Bevölkerung errichtet worden, davon sind Teile in Garagen umgebaut und andere werden inzwischen als Gemeinschaftsräume genutzt. In der Südostecke der Siedlung war eine Gartenwirtschaft geplant gewesen, dieser Teil ist bis heute unbebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurden einige Häuser durch Bombentreffer zerstört, die dortigen Baulücken durch Mehrfamilienhäuser geschlossen. Die gesamte Siedlung mit den 184 erhalten gebliebenen Häusern, der Anordnung von Häuserzeilen, Brandschutzmauern, Hecken und Baumpflanzungen, Wirtschafts- und Fußwegen sowie dem zentralen Spielplatz und der Platzanlage Heukamp wurde 1998 als „signifikantes Beispiel für eine funktionalistische Siedlung der 20er Jahre“ und „hervorragendes Dokument für das kommunalpolitische Engagement der progressiven Duisburger Stadtverwaltung“ unter Denkmalschutz gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bauauskunft.duisburg.de/online/Gek_online?type=download&amp;amp;id=D1876822.pdf Denkmaleintrag der Stadt Duisburg zur Siedlung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 2008 feierten die Bewohner mit einem Stadtteilfest das 80-jährige Bestehen ihrer Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas|Ruhr.2010]] nahm die Ratingsee-Siedlung am Projekt [[Route der Wohnkultur]] teil. Heute wird die Siedlung auf einer Informations-[[Stele]] der Route der Wohnkultur präsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Route der Wohnkultur: [http://www.routederwohnkultur.de/2010/751 „Route der Wohnkultur“ nach dem Jahr 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KZ-Außenlager Ratingsee ==&lt;br /&gt;
In Meiderich-Ratingsee wurde im Oktober 1942 von der [[SS-Baubrigade#SS-Baubrigade I|SS-Baubrigade I]] unmittelbar neben der Wohnsiedlung an der &amp;#039;&amp;#039;Westender Straße&amp;#039;&amp;#039; / Ecke &amp;#039;&amp;#039;Kornstraße&amp;#039;&amp;#039; ein [[Konzentrationslager|KZ]]-Außenlager eingerichtet, in dem 400 Häftlinge aus dem [[KZ Sachsenhausen]] in 10 [[Baracke]]n untergebracht waren; das Lager wurde später dem [[KZ Buchenwald]] unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Ratingsee&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv | url=http://www.geschichtsorte-nrw.de/duisburg/gedenken/kz-ratingsee/ | wayback=20141129015717 | text=Online}} bei www.geschichtsorte-nrw.de der [[DGB-Bezirk Nordrhein-Westfalen|DGB-Jugend NRW]]; Memento bei archive.is; abgerufen am 2. Januar 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres Nebenlager der SS-Baubrigade I mit 600 Häftlingen bestand in [[Düsseldorf]]-[[Stoffeln (Düsseldorf)#KZ-Außenlager Stoffeln|Stoffeln]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karola Fings: &amp;#039;&amp;#039;SS-Baubrigaden und SS-Eisenbahnbaubrigaden im Rheinland und in Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. In: Jan Erik Schulte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager im Rheinland und in Westfalen 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. S. 165–178, bes. S. 168 ([http://books.google.de/books?id=F26hGF3OU-0C&amp;amp;lpg=PA172&amp;amp;ots=hTE_unDL2P&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA168 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefangenen mussten in Duisburg Schäden von Bombenangriffen beseitigen. Bei der Arbeit in den Trümmern waren die Gefangenen ständig der Gefahr noch unentdeckter Bomben- und Granatenblindgänger ausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karola Fings: &amp;#039;&amp;#039;Die SS-Baubrigade I in Düsseldorf und Duisburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Krieg, Gesellschaft und KZ: Himmlers SS-Baubrigaden&amp;#039;&amp;#039;. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2005, S. 58f ([http://books.google.de/books?id=iVmtVwIYuYsC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA58 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. April 1943 wurde das KZ-Außenlager Ratingsee bei einem Bombenangriff auf Duisburg vollständig zerstört, dabei kamen 50 Häftlinge ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an das Schicksal der Häftlinge wurde 1984 am Vorplatz der [[Stadion Meiderich|Sportanlage Meiderich]] des [[MSV Duisburg]] eine Gedenkplatte in den Boden eingelassen. 1998 wurde an der Mauer der Kirche St. Michael auf der Von-der-Mark-Straße in Meiderich eine neue Gedenktafel enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.route-industriekultur.ruhr/standorte-der-route/themenrouten/03-duisburg-industriekultur-am-rhein/ Beschreibung aller Standorte auf dieser Themenroute] als Teil der [[Route der Industriekultur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur – Themenroute 3: Duisburg: Industriekultur am Rhein&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur – Themenroute 31: Route Industriekultur und Bauhaus&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.462216|EW=6.795173|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Duisburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Route der Industriekultur (Duisburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meiderich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miraki</name></author>
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