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	<title>Rathauspassagen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T01:29:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rathauspassagen&amp;diff=2148357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Justus Lehmann: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-01-15T23:45:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Bau in Berlin; zu den Arkaden in Wien siehe [[Arkadenhäuser]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Einkaufszentrum&lt;br /&gt;
| Name = Rathauspassagen&lt;br /&gt;
| Bild = RathausPassagen Logo.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Basisdaten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Standort = [[Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
| Eröffnung = &lt;br /&gt;
| Gesamtfläche = &lt;br /&gt;
| Verkaufsfläche = &lt;br /&gt;
| Geschäfte = &lt;br /&gt;
| Besucher = &lt;br /&gt;
| Umsatz = &lt;br /&gt;
| Eigentümer = [[Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte|Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH]]&lt;br /&gt;
| Link = http://www.rathauspassagen-berlin.de/&lt;br /&gt;
| Linktext = www.rathauspassagen-berlin.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Verkehrsanbindung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bahnhof = &lt;br /&gt;
| Bahnhöfe = &lt;br /&gt;
| Haltestelle = &lt;br /&gt;
| Haltestellen = &lt;br /&gt;
| S-Bahn = &lt;br /&gt;
| U-Bahn = &lt;br /&gt;
| Straßenbahn = &lt;br /&gt;
| Omnibus = &lt;br /&gt;
| Sonstiger-Nahverkehr = &lt;br /&gt;
| Schnellstraßen = &lt;br /&gt;
| Sonstige-Straßen = &lt;br /&gt;
| Parkplätze = &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Technische Daten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| von = &lt;br /&gt;
| bis = &lt;br /&gt;
| Architekt = &lt;br /&gt;
| Architekten = &lt;br /&gt;
| Baustil = &lt;br /&gt;
| Baustoffe = &lt;br /&gt;
| Konstruktion = &lt;br /&gt;
| Baukosten = &lt;br /&gt;
| Breitengrad         = 52/31/10.78/N&lt;br /&gt;
| Längengrad          = 13/24/37.48/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO          = DE-BE&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-06-23-berlin-by-RalfR-19.jpg|mini|hochkant=1.35|Rathauspassagen, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rathauspassagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein nach Plänen der Architekten [[Heinz Graffunder]], [[Eckart Schmidt]], Wolfgang Radke und anderen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Architekturführer DDR Berlin&amp;#039;&amp;#039;, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen 1967 und 1972 südlich des [[Alexanderplatz]]es errichtetes [[Bauensemble|Gebäudeensemble]] zwischen der [[Rathausstraße (Berlin)|Rathausstraße]], der [[Jüdenstraße (Berlin-Mitte)|Jüdenstraße]] und der [[Grunerstraße (Berlin)|Grunerstraße]] im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Mitte|Mitte]]. Sie waren gleichzeitig Teil der gesamten Neubebauung entlang der [[Spandauer Straße|Spandauer]] und [[Karl-Liebknecht-Straße (Berlin)|Karl-Liebknecht-Straße]]. Die Passagen wurden von 2002 bis 2004 vollständig umgebaut und zur Grunerstraße hin mit einem [[Parkhaus]] abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
Der langgestreckte Gebäudekomplex zieht sich als zusammenhängender Baukörper vom [[Rotes Rathaus|Roten Rathaus]] bis kurz vor der [[Trasse (Verkehrsweg)|Trasse]] der [[Berliner Stadtbahn|Stadtbahn]] auf ursprünglich 185&amp;amp;nbsp;Meter Länge an der Rathausstraße entlang. Die Wohnungen in Nord-Richtung haben ihre Schauseite zur Grünanlage um den [[Berliner Fernsehturm]]. Die gesamte Breite des Komplexes betrug 68&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte und Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathauspassagen, Terrasse 1.jpg|mini|Blick von der Terrasse auf Wohngebäude und den Turm des [[Rotes Rathaus|Roten Rathauses]], 2011]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Stelle der Rathauspassagen befanden sich bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] mehrere Einzelgebäude, darunter an der Ecke zur Jüdenstraße das 1967 abgerissene [[Gouverneurshaus]]. Im Zuge der mit dem Abriss fast der gesamten historischen Bausubstanz verbundenen großräumigen Umgestaltung des [[Historische Mitte (Berlin)|historischen Stadtzentrums]] und der Errichtung des [[Berliner Fernsehturm]]s gab der [[Ost-Berlin]]er [[Magistrat von Berlin|Magistrat]] eine Neuplanung zur Rathausstraße an ein städtebauliches Entwicklungskollektiv in Auftrag. Unter Leitung von Heinz Graffunder erarbeiteten die Architekten Lothar Köhler, [[Peter Schweizer (Architekt)|Peter Schweizer]], Walter Wenzel, [[Dietmar Kuntzsch]] und [[Joachim Näther]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Architekturführer DDR Berlin&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;44.&amp;lt;/ref&amp;gt; die konkreten Bebauungspläne. Die Rathauspassagen galten als [[Sozialismus|sozialistische]] Antwort auf das Bauwerk [[Unité d’Habitation]] und das [[Corbusierhaus]] des Architekten [[Le Corbusier]]. Als Vorbild sind zudem die Entwürfe zur &amp;#039;&amp;#039;Vertikale Stadt&amp;#039;&amp;#039; von [[Ludwig Hilberseimer]] zu nennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/berlin/chronik-mutwilliger-selbstentleibung-die-geschichte-von-modernisierung-und-vernichtung-30675046 &amp;#039;&amp;#039;Chronik mutwilliger Selbstentleibung – Die Geschichte von Modernisierung und Vernichtung&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Juni 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Komplex wurde nach den so entstandenen Plänen vom &amp;#039;&amp;#039;[[VEB Wohnungsbaukombinat|VEB WBK]] Berlin&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Aufbauleitung Sondervorhaben der Hauptstadt Berlin&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von [[Erhardt Gißke]] verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwürfe und künstlerischen Ausführungen für den Sockelbau, die Innenhöfe und die Freiflächen gehen auf Eberhard Horn und Dietmar Kuntzsch zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang an war eine gemischte Nutzung vorgesehen. Während im Erdgeschoss Geschäfte und Lokale untergebracht wurden, in dem als Wandelgang gestalteten Terrassengeschoss in der ersten Etage Arztpraxen und Kindergärten Platz fanden, waren die oberen Etagen den Mietern vorbehalten. Die Ladenzone in den unteren Geschossen zählte seinerzeit zu den exklusivsten Einkaufszentren der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Es bot ausgewählte Geschäfte wie das &amp;#039;&amp;#039;Haus der Mode&amp;#039;&amp;#039;, das Schuhhaus &amp;#039;&amp;#039;Hans Sachs&amp;#039;&amp;#039;, den Schmuckladen &amp;#039;&amp;#039;Ostseeschmuck&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;Pelzsalon&amp;#039;&amp;#039;, den Kosmetiksalon &amp;#039;&amp;#039;Helena&amp;#039;&amp;#039;, den Wintersportausstatter &amp;#039;&amp;#039;Skihütte&amp;#039;&amp;#039;, den Musikinstrumentenladen &amp;#039;&amp;#039;Takt und Ton&amp;#039;&amp;#039;, das Feinkostgeschäft &amp;#039;&amp;#039;[[Delikatladen|Delikat]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Niederlassung der Fluggesellschaft [[Finnair]] und weitere Läden. Viele Geschäfte dienten als zentraler Repräsentationsort für in der DDR produzierte Bekleidung, Schmuck, Schuhe und Kosmetika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Einrichtungen waren das Postamt 2, das Weinrestaurant &amp;#039;&amp;#039;Morava&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;Berliner Kaffeehaus&amp;#039;&amp;#039;, das Café &amp;#039;&amp;#039;Rendezvous&amp;#039;&amp;#039;, das Café &amp;#039;&amp;#039;Espresso&amp;#039;&amp;#039; und das Grillrestaurant &amp;#039;&amp;#039;Zum Gold[[broiler]]&amp;#039;&amp;#039;, später: &amp;#039;&amp;#039;Zur Haxe&amp;#039;&amp;#039;. Für den Außerhaus-Verkauf waren die &amp;#039;&amp;#039;[[Ketwurst]]&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;B300&amp;#039;&amp;#039; angeschlossen. Im Keller befand sich zudem ein [[Bowling]]zentrum mit 18&amp;amp;nbsp;Bahnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graff&amp;quot;&amp;gt;Heinz Graffunder: &amp;#039;&amp;#039;Neue Bebauung der Rathausstraße.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Architektur&amp;#039;&amp;#039;, Heft 6/1973, S.&amp;amp;nbsp;340–353&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Bundesarchiv Bild 183-H0605-0020-001, Berlin, Fernsehturm, Bau.jpg|Rathauspassagen im Bau, 1969&lt;br /&gt;
   Bundesarchiv Bild 183-R0911-0024, Berlin, Rathausstraße, Neubau, Ladenstraße.jpg|Rathauspassagen, 1979&lt;br /&gt;
   Bundesarchiv Bild 183-K1104-0017, Berlin, Rathausstraße, Café.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Café Espresso&amp;#039;&amp;#039;, 1971&lt;br /&gt;
   Bundesarchiv Bild 183-T0809-0018, Berlin, Rathausstraße.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Haus der Mode&amp;#039;&amp;#039; an der Rückseite der Rathauspassagen, 1978&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltungskonzept ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Gestaltung für die Rathauspassagen folgte einer damals neuartigen Konzeption, die nicht nur die Architektur, sondern auch Kunst, Gartengestaltung, Inneneinrichtung und Leuchtwerbung umfasste. Dieser Aufwand hing mit der herausragenden Bedeutung des Komplexes zusammen: Die Rathauspassagen waren nicht nur als Einkaufszentrum geplant, sondern sie waren auch ein Schaufenster für die Leistungen der DDR-Wirtschaft. Deshalb wurde für den Komplex eine besonders anspruchsvolle Gestaltungskonzeption entwickelt. Dabei waren die Planer bestrebt, die unterschiedlichen Gestaltungsmittel zu einer harmonischen Einheit, zu einem &amp;#039;&amp;#039;Gesamtkunstwerk&amp;#039;&amp;#039; zusammenzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Gebäudekomplex besteht aus zwei rückwärtigen Quertrakten und einem zweigeschossigen Flachkörper, montiert in [[Stahlbeton]]-[[Skelettbau]]weise. Aus dem Flachkörper erheben sich auf Stelzen fünf Wohnhaustrakte des Plattenbautyps [[P2 (Plattenbautyp)|P2]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der besonderen städtebaulichen Bedeutung der Rathauspassagen wurde der Plattenbau allerdings modifiziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits sollten die Wohnungen repräsentativer ausfallen, daher wurden sie deutlich größer ausgeführt als gewöhnliche P2-Wohnungen. Dies wurde durch eine größere Gebäudetiefe erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wurden die Platten mit besonderen Materialien verkleidet. Für die beiden Fahrstuhl- und Treppenhausschächte des Haupttraktes entlang der Rathausstraße und alle Giebel wurden rote [[Keramikfliese#Spaltklinker|Spaltklinker]] aus [[Großräschen]] und [[Zahna]] verwendet. Damit entstand eine optische Verbindung zum Roten Rathaus. Zudem korrespondieren die beiden Treppenhaustürme an der Rathausstraße mit den Treppenhaustürmen des gegenüberliegenden Blocks an der Karl-Liebknecht-Straße. Die facettenartig gegliederten Fassaden der Wohntrakte nehmen dagegen die Gestaltung des [[Alexanderhaus (Berlin)|Alexanderhauses]], des [[Berolinahaus]]es und des Fernsehturms auf. Dafür wurden weißer [[Marmor]]splitt in hellem [[Farbenfabrik Wolfen|Wolfener Zement]] und blaue [[Mosaik|Glasmosaiken]] aus [[Reichenbach im Vogtland|Reichenbach]] verbaut.&lt;br /&gt;
Eine weitere Besonderheit war die [[Wendeltreppe]] aus [[Sichtbeton]] im Mittelhof des Komplexes, der ursprünglich einen Zugang zum Terrassengeschoss herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassaden und Giebel der aufgeständerten Wohntrakte sind original erhalten, das darunter liegende Einkaufszentrum ist komplett umgebaut und überformt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innenarchitektur ===&lt;br /&gt;
Auch die Innenarchitektur wurde mit großem Aufwand von unterschiedlichen Architekten gestaltet. Da die Rathauspassagen auch als eine Leistungsschau für die DDR-Industrie dienten, wurde eine möglichst effektvolle Präsentation der Waren angestrebt. Besonders prägnante Beispiele waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schmuckladen &amp;#039;&amp;#039;Ostseeschmuck&amp;#039;&amp;#039;, Architekt: Achim Maler&amp;lt;br /&amp;gt;Dieser Laden war mit Kugeln und Halbkugeln aus transparentem [[Polymethylmethacrylat|Piacryl]] ausgestattet, in denen die Schmuckstücke präsentiert wurden. Eine effektvolle Beleuchtung des Schmucks verstärkte die Wirkung der Ausstellungsstücke. Einen Kontrast zu den Kugeln bildeten weiße Möbel.&lt;br /&gt;
* Schuhsalon &amp;#039;&amp;#039;Hans Sachs&amp;#039;&amp;#039;, Architekt: Peter Schubring&amp;lt;br /&amp;gt;Im Geschäft präsentierten die Dekorateure die Schuhe in Glasvitrinen. Sessel aus rotem Schaumleder komplettierten die exklusive Atmosphäre.&lt;br /&gt;
* Kosmetiksalon &amp;#039;&amp;#039;Helena&amp;#039;&amp;#039;, Architektin: Christiane Mikuschies&amp;lt;br /&amp;gt;In diesem Laden hingen zylinderförmige Vitrinen von der Decke herunter, die damit wie schwerelos wirkten. In diesen Vitrinen wurden die Kosmetikartikel ausgestellt. Auch hier sorgte eine effektvolle Beleuchtung für eine wirkungsvolle Präsentation der Waren.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Skihütte&amp;#039;&amp;#039;, Architekt: Joachim König&amp;lt;br /&amp;gt;Hier wurde ein rustikaler Baudencharakter angestrebt. Daher war der Laden mit Schränken und Wandverkleidungen aus Kiefernholz ausgestattet. Ein Kamin und handgeknüpfte Teppiche trugen ebenfalls zur rustikalen Atmosphäre bei.&lt;br /&gt;
* Musikinstrumenteladen &amp;#039;&amp;#039;Takt und Ton&amp;#039;&amp;#039;, Architekt: Achim Maler&amp;lt;br /&amp;gt;Hier wurden die Instrumente (ebenfalls) in großen Glasvitrinen präsentiert. Ein Raum, der zwecks guter Akustik mit Holzfurnieren verkleidet war, diente zudem der Vorführung von Instrumenten.&lt;br /&gt;
* Modesalon &amp;#039;&amp;#039;Haus der Mode&amp;#039;&amp;#039;, Architekt: Achim Maler&amp;lt;br /&amp;gt;Auch hier wurde versucht, eine möglichst großzügige und exklusive Verkaufsatmosphäre zu schaffen. Gestaltungsmittel waren Holzfurniere, Ledersessel, Blumenkästen und Pendelleuchten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Graffunder: &amp;#039;&amp;#039;Neue Bebauung der Rathausstraße.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Architektur&amp;#039;&amp;#039;, Heft 6/1973, S. 348–353.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunstkonzeption ===&lt;br /&gt;
Für die Rathauspassagen hatte ein Kollektiv von Künstlern und Kunstwissenschaftlern unter Leitung von Gerhard Stelzer eine umfangreiche Kunstkonzeption entwickelt. Das übergreifende Thema lautete: &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Gemeinschaft – Verkörperung des realen [[Humanismus]]&amp;#039;&amp;#039;. Ein Großteil der realisierten Kunstwerke wurde bei der Sanierung 2002–2004 beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1984-0517-017, Berlin, Rathauspassage, Zierbrunnen.jpg|mini|hochkant|Brunnen &amp;#039;&amp;#039;Altberliner Typen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-L0229-0310, Berlin, Rathausstraße, Postamt, Schalterhalle.jpg|mini|Schalterhalle des Postamtes, im Hintergrund das Wandbild &amp;#039;&amp;#039;Arbeit und Freizeit&amp;#039;&amp;#039;, nicht mehr vorhanden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Kunstwerke wurden ausgeführt:&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Pape, Erika Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst und Architektur&amp;#039;&amp;#039;. Katalog. Teil 6, Ergänzung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezeichnung !! Material !! Künstler !! Standort !! Bemerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schrittmacherkollektive || Bronzeplatten auf Beton || [[Gerhard Rommel]] || Ostseite, freistehend || erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Berliner Leben || blau-weißes Glasmosailk || [[Rolf Lindemann]], [[Hans Vent]] || Ostseite, Außenwände || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Altberliner Typen || Brunnen, Bronze || [[Gerhard Thieme]] || Mittelhof || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Wasserbecken || || [[Rudolf Kaiser (Keramiker)|Rudolf Kaiser]], Wolfgang Weber || Westseite || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Berliner Humor || Keramikreliefs || [[Regina Junge]], [[Astrid Dannegger|Astrid Danegger]]|| Westseite, Außenwände || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ornamente und Figuren || Glasmosaik und Keramik || Gertrud Triebs || Außenwände Kinderkrippe || durch Wärmedämmung verdeckt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lebensfreude || vier [[Fayence]]n || [[Christa Sammler]] || Innenraum Gaststätte &amp;#039;&amp;#039;Morava&amp;#039;&amp;#039; || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Trachtenpaare aus fünf Weinanbauländern || Holzplastiken || [[Lothar Sell]] || Innenraum Gaststätte &amp;#039;&amp;#039;Morava&amp;#039;&amp;#039; || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arbeit und Freizeit || Wandbild, [[Email]]le || Adam Kurtz || Schalterhalle Postamt || beseitigt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Motive aus dem historischen Berliner Sportgeschehen || Aluminiumreliefs || [[Baldur Schönfelder]] || Bowlingzentrum || beseitigt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werbung ===&lt;br /&gt;
Für die Rathauspassagen wurde durch die Werbeagentur [[Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft|DEWAG]] Berlin ein einheitliches Werbekonzept entwickelt, das ebenfalls mit hohem gestalterischen Anspruch realisiert wurde. Es bestand aus den Leuchtwerbeanlagen der Geschäfte und Gaststätten in den Sockelgeschossen. Verwendet wurden Leuchtschriften, die einem einheitlichen Gestaltungsprinzip folgten. Weitere Gestaltungsmittel waren leuchtende Würfel, die ebenfalls auf die Geschäfte hinwiesen. Auf diese Weise sollte ein [[Corporate Design|einheitliches Erscheinungsbild]] der Rathauspassagen erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Einzelfällen wurden auch bewegliche Motive verwendet. So wurde am Bowlingzentrum eine Leuchtwerbung angebracht, die bei Dunkelheit bewegliche Kegel darstellte, die Weingaststätte &amp;#039;&amp;#039;Morava&amp;#039;&amp;#039; wurde mit leuchtenden Weintrauben ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werbeelemente an den Giebelseiten der Wohnblöcke und im Firstbereich der Treppenhaustürme hatten dagegen keinen direkten Bezug zu den Rathauspassagen. Die Giebelseiten an der Grunerstraße trugen Werbeanlagen für Frauenzeitschriften aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Verlag für die Frau]]&amp;#039;&amp;#039; und für Produkte von &amp;#039;&amp;#039;VEB Berlin-Kosmetik&amp;#039;&amp;#039;. An den Treppenhaustürmen fand Werbung für &amp;#039;&amp;#039;[[Uhrenwerke Ruhla|Ruhla-Uhren]]&amp;#039;&amp;#039; ihren Platz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierung ==&lt;br /&gt;
Von 2002 bis 2004 (offizielle Eröffnung: 10. Juni 2004)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Rathauspassagen_in_Berlin_wieder_eroeffnet_17153.html &amp;#039;&amp;#039;Rathauspassagen in Berlin wieder eröffnet&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[BauNetz]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfuhren die Rathauspassagen nach Plänen der Architekturbüros &amp;#039;&amp;#039;[[RKW Rhode Kellermann Wawrowsky]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kny &amp;amp; Weber&amp;#039;&amp;#039; eine Grundsanierung. Dabei kam auf der Rückseite zur Grunerstraße hin ein großes Parkhaus als Anbau hinzu, das sich über die ganze Länge des Gebäudes erstreckt, wofür Teile der originalen Bausubstanz weichen mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/heute/rathauspassage/index.shtml Informationen zum Umbau der Passagen.] Stadtentwicklungsbehörde Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[Entkernung]] und Sanierung der Sockelgeschosse hat der Eigentümer, die [[Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte|Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH]], die Rathauspassagen zu einem vollwertigen Einkaufszentrum entwickelt. Die Stirnseite zur Stadtbahn hin erhielt auf 25&amp;amp;nbsp;Meter Breite ebenfalls einen Anbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2014 bis 2015 wurden die Rathauspassagen erneut baulich verändert. Das [[Düsseldorf]]er Architekturbüro &amp;#039;&amp;#039;thelenarchitekten&amp;#039;&amp;#039; plante im ersten Obergeschoss die Verkaufsflächen für den französischen Sportkonzern [[Decathlon (Unternehmen)|Decathlon]]. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde auch die Eingangshalle umgestaltet. Eine neue [[Rolltreppe]] zur Rathausstraße hin, die nun das Erdgeschoss mit dem ersten Obergeschoss verbindet, erforderte die Neuorganisation der Ladenflächen im Erdgeschoss. Es ist eine Einkaufspassage mit verschiedenen kleinen Shops und Ladengeschäften entstanden, die von der Grunerstraße als auch von der Rathausstraße zugänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Oliver Päßler veröffentlichte 2006 mit &amp;#039;&amp;#039;Straße Nummer Eins&amp;#039;&amp;#039; ein filmisches Porträt über die Rathauspassagen. Für den Film interviewte er ehemalige und neue Bewohner des Gebäudekomplexes, die sich zu dem erfolgten Wandel überwiegend positiv äußerten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strassenummereins.de/ &amp;#039;&amp;#039;Straße Nummer Eins&amp;#039;&amp;#039;.] Website des Films&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/archiv/zum-2--mal--das-festival--achtung-berlin--die-kiste--die-keine-kiste-sein-will,10810590,10385696.html Bericht über den Film] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Rathausstr 13 (Mitte) Jonny Deipabba.jpg|mini|Gedenktafel für [[Todesfall Jonny K.|Jonny&amp;amp;nbsp;K.]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vor den Rathauspassagen ereignete sich im Oktober 2012 der [[Todesfall Jonny&amp;amp;nbsp;K.]] Der Tod des jungen Mannes erregte bundesweit große Aufmerksamkeit. An dem mutmaßlichen Tatort ist mit einer Messingplatte ein dauerhaftes Mahnmal entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/750775/ &amp;#039;&amp;#039;Gedenktafel für Jonny K&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Potsdamer Neueste Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der ehemalige Senatsbaudirektor [[Hans Stimmann]] gilt als Gegner der Passagen. Wenige Tage nach den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Anschlägen vom 11. September 2001]] forderte er, dass es am besten sei, „man schmeißt darauf [auf die Rathauspassagen] eine Bombe“. Die Äußerungen führten zu erheblicher Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/ &amp;#039;&amp;#039;Das steinerne Gesicht von Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 9. März 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Stimmann entschuldigte sich später für seine Äußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Architekturführer DDR Berlin&amp;#039;&amp;#039;. VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1976 (2.&amp;amp;nbsp;Aufl.)&lt;br /&gt;
* Ruth Pape, Erika Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst und Architektur&amp;#039;&amp;#039;, Katalog, Teil 6, Ergänzung, Berlin (DDR) 1974&lt;br /&gt;
* Gerhard Stelzer: &amp;#039;&amp;#039;Ein weites Feld gestalterischer Möglichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst&amp;#039;&amp;#039;, Heft 8/1972, S.&amp;amp;nbsp;366–371 und 413&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rathausstraße (Berlin-Mitte)|Rathauspassagen}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Rathauspassagen |Bezirk=Mitte |ID=rathauspassagen |Band= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://siebzigerjahre.laufwerk-b.de/seminarbeitraege-referate/einkaufszentren/%23III2 |text=Bericht über die Rathauspassagen |archive-is=20130206171242}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=12257&amp;amp;page=3 Rathaus-Forum.] deutsches-architektur-forum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1970er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohngebäude in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Moderne in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkaufszentrum in Berlin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Justus Lehmann</name></author>
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