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	<title>Rathaus Delmenhorst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T15:26:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rathaus_Delmenhorst&amp;diff=2289035&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerwahreStinkstiefel: /* Architekturwettbewerb */ Linkfix</title>
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		<updated>2026-01-09T18:11:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Architekturwettbewerb: &lt;/span&gt; Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Delmenhorst Rathaus.jpg|mini|Rathaus Delmenhorst]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rathaus Delmenhorst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Rathausplatz 1, ist ein 1908 von dem Bremer [[Architekt]]en [[Heinz Stoffregen]] entworfener [[Gebäudekomplex]] in [[Delmenhorst]]. Das Ensemble besteht aus dem [[Wasserturm]], der ehemaligen [[Feuerwehrhaus|Feuerwache]], dem eigentlichen Rathausgebäude und [[Markthalle Delmenhorst|der Markthalle]], die bis 1955 durch einen [[Arkade]]ngang mit dem Rathaus verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ensemble ist ein [[Liste der Baudenkmale in Delmenhorst|Baudenkmal in Delmenhorst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erstes Rathaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1691 kaufte die Stadt ein gräfliches [[Gewächshaus]], das zunächst als [[Spritzenhaus]] verwendet und 1699 zum Rathaus umfunktioniert wurde. Hierzu hieß es in einer Aufzeichnung: &amp;#039;&amp;#039;„Weilen das Rahthaus in Delmenhorst gantz baufällig, und dessen Reparation der Bürgerschaft ein grohses kosten würde, dahs, an statt dessen das zu den Feuer-Materialien aus der Stadt Mitteln abgekaufftes und dazu aptirtes Haus zum Stadt- und Rahtshaus, doch dahs zu Verwahrung der Feuer-Materialien ein ander bequemer Ort wieder angeschafft werde, hinfuro gebrauchet werden soll und möge.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundig&amp;quot;&amp;gt;Edgar Grundig: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Delmenhorst.&amp;#039;&amp;#039; Band II.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude wurde 1712 umgebaut, 1775 baute man eine Gerichtsstube an. Bis 1802 verfiel das Rathaus, 1813 bestand nur noch ein einziges verfallenes Zimmer. 1821 wurden die Reste des Gebäudes abgerissen und das Grundstück an den Ratsherrn Fitger und den [[Postverwalter]] Lückens verkauft. Beide errichteten 1822 je ein eigenes Haus auf dem Grundstück, auf dem sich heute das [[Kaufhaus]] [[C&amp;amp;A]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;#039;&amp;#039;Schließerei&amp;#039;&amp;#039; wird Rathaus ===&lt;br /&gt;
1821 übernahm Delmenhorst von der [[Großherzogtum Oldenburg|großherzoglich oldenburgischen]] Staatsregierung die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Schließerei&amp;#039;&amp;#039; auf dem Markt. Durch den Bau eines neuen [[Gefängnis]]ses war das Gebäude überflüssig geworden. Durch Umbau entstand im Herbst 1821 das Rathaus, das als „schmuckloses, aber freundlich aussehendes Bauwerk dicht an der Delme, von der [[Lange Straße (Delmenhorst)|Langen Straße]] ein Stück abgesetzt, 36 Fuß lang, von 2 Stockwerken, weiß angestrichen, mit schwarzen Kanten unten, grüner Flügeltür und Blitzableiter“ beschrieben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde dieses Rathaus dann lange Zeit gar nicht benötigt, denn die Kommune wurde  dem [[Amt Delmenhorst]] unterstellt. Von 1854 bis 1867 erfolgte die Vermietung des Gebäudes an die [[Zollverwaltung]], erst 1884 errichtete man ein Büro für den [[Bürgermeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Standorte ===&lt;br /&gt;
Durch das Wachstum der Stadt wurde auch die Stadtverwaltung umfangreicher; der Kauf weiterer Gebäude war notwendig: 1895 wurde Haus Wieting erworben, 1896/1897 ausgebaut und als &amp;#039;&amp;#039;Rathaus II&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet, anschließend wurde die alte &amp;#039;&amp;#039;Schließerei&amp;#039;&amp;#039; abgerissen. 1901 erwarb man das Haus Dr. Harbou am Markt und baute es zum &amp;#039;&amp;#039;Rathaus I&amp;#039;&amp;#039; um.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis um 1900 war die Stadtverwaltung in Um- oder Ausbauten älterer Gebäude untergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaldewei&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Kaldewei, Birgit Lohstroh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufbruch in die Moderne. Die Delmenhorster Rathausanlage des Bremer Architekten Heinz Stoffregen 1908/1925.&amp;#039;&amp;#039; Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-393-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rathausneubau ===&lt;br /&gt;
==== Architekturwettbewerb ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinz Stoffregen Rathaus Delmenhorst Entwurf 1908.jpg|mini|Heinz Stoffregen Entwurf 1908]]&lt;br /&gt;
1901 wurde [[Erich Koch-Weser|Erich Koch]] zum Delmenhorster Bürgermeister gewählt, zwei Jahre später wurde [[Gustav Gericke]], der Direktor der &amp;#039;&amp;#039;Delmenhorster Linoleum-Fabrik AG&amp;#039;&amp;#039; („Anker-Marke“), [[Ratsherr]] im [[Ehrenamt]]. Gericke galt als Förderer moderner Kunst, der linksliberale Koch war offen für neue Ideen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aschenbeck&amp;quot;&amp;gt;Nils Aschenbeck: &amp;#039;&amp;#039;Heinz Stoffregen 1879–1929. Architektur zwischen Tradition und Avantgarde.&amp;#039;&amp;#039; Vieweg, Braunschweig / Wiesbaden 1990, ISBN 3-528-08746-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Architekturwettbewerb]] für den Neubau eines Rathauses und die Neugestaltung des Marktplatzes in Delmenhorst, der mit 3.500 [[Mark (1871)|Mark]] Preisgeld dotiert und dessen Einsendeschluss auf den 15. Dezember 1908 festgelegt worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Bauzeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 42. Jahrgang 1908, Nr. 64 (vom 8. August 1908), S. 440. (Notiz zur Wettbewerbs-Auslobung)&amp;lt;/ref&amp;gt; gehörten beide zum [[Preisgericht]], das auch sonst prominent besetzt war. Zu ihm gehörten der Direktor des Bremer Gewerbemuseums, [[Emil Högg]], [[Baubeamter#Baurat|Landesbaurat]] [[außer Dienst|a.&amp;amp;nbsp;D.]] [[Carl Rehorst]] (Beigeordneter in [[Köln]]), der großherzoglich oldenburgische Baurat [[Adolf Rauchheld]], Stadtbaumeister und Ratsherr Kühn, und [[Stadtrat]] Mühlenbrock.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaldewei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadt gingen 51 Einsendungen zu, von denen 15 in die engere Wahl kamen. Schließlich wurden die beiden besten Entwürfe des Bremer Architekten Heinz Stoffregen und seines Berliner Mitbewerbers [[Gerrit Emmingmann]] mit gleichrangigen Preisen (zu je 1.500 Mark) ausgezeichnet, bei Stoffregen wurde der Entwurf des Gebäudes und bei Emmingmann die &amp;#039;&amp;#039;„vorzügliche Gestaltung des Marktplatzes“&amp;#039;&amp;#039; besonders hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bericht der zur Prüfung der Frage der Unzulänglichkeiten der Rathäuser gewählten Kommission.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Delmenhorster Kreisblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Januar 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Magistrat der Stadt beauftragte im Januar 1909 Stoffregen mit der Planung für die Ausführung seines Rathausentwurfs unter Einbeziehung von Emmingmanns Platzkonzeption.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aschenbeck&amp;quot; /&amp;gt; Die Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Architektonische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; sah in Stoffregens Planung &amp;#039;&amp;#039;„eine durchaus selbständige, kraftvolle Schöpfung.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rundschau&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Architektonische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 25. Jahrgang 1909, Heft 7, Tafel 49 (Perspektiv-Zeichnung des Rathauses mit Wasserturm) (und Erläuterungen dazu in der nicht paginierten „1. Beilage“ zu Heft 7)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoffregen hatte 1905 ein Wohnhaus für den [[Betriebsarzt|Fabrikarzt]] der [[Norddeutsche Wollkämmerei &amp;amp; Kammgarnspinnerei|Nordwolle]] Hermann Coburg (1861–1934), gebaut (heute Besitz der Stadt), welches heute die [[Städtische Galerie Delmenhorst]] beherbergt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaldewei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Wettbewerbs umfasste der zu bebauende Platz den heutigen Hans-Böckler-Platz, den Rathausplatz, den Bismarckplatz und den Platz am Rathausbrunnen. Für das Rathaus hatte Stoffregen ursprünglich einen modernen Bau entworfen, der den [[Wasserturm]] in sich integrierte. Der erhalten gebliebene [[Aufriss]] zeigt eine fast burgähnliche Anlage, die kaum gliedernd oder ordnend auf die umliegenden Plätze wirken kann. Emmingmann hatte dagegen die gliedernde Wirkung des Rathausbaus in den Vordergrund gestellt, die Gebäude auf seinem Entwurf entsprechen in ihrer Aufteilung und Anordnung der heutigen Anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wasserturm und Feuerwache ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserturm Delmenhorst.jpg|mini|hochkant|Wasserturm und ehemalige Feuerwache in Delmenhorst]]&lt;br /&gt;
Gegen Stoffregens Entwurf regte sich auch Widerstand. Ein Mitglied des Stadtrats sagte: „Diese Geschmacksverirrung, die von der Ankermarke importiert ist, wird nicht lange standhalten. Rauhputz an den Gebäuden ist Unfug.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundig&amp;quot; /&amp;gt; In der folgenden Diskussion im Stadtrat gelang es Koch und Gericke jedoch, sich gegen die Kritiker durchzusetzen. Doch auch bei den Bürgern der Stadt war der Bau nicht unumstritten. In einem Leserbrief an das &amp;#039;&amp;#039;[[Delmenhorster Kreisblatt]]&amp;#039;&amp;#039; hieß es: „Sollen wir uns den schönsten Platz, den wir in Delmenhorst besitzen, durch einen Wasserturm, dessen Form und Gestaltung nach Ansicht vieler alles andere als schön ist, ferner durch ein damit verbundenes Spritzenhaus verunstalten lassen?“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau des 42 Meter hohen Wasserturms begann im Frühjahr 1909, er hatte sich durch einen [[Streik]] der Bauarbeiter um zwei Monate verzögert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Alt-Delmenhorst. Bilder, Erzählungen, Anekdoten.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Siegfried Rieck, Delmenhorst 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Turmbau wurde zeitgleich mit der Verlegung der Leitungen der städtischen Wasserversorgung und dem Bau des Wasserwerks an der Graft begonnen und innerhalb eines knappen Jahres fertiggestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt&amp;quot; /&amp;gt; Der Bau wurde am 29. April 1910 feierlich eingeweiht; er entwickelte sich schnell zum städtischen [[Wahrzeichen]]. Der 29 Meter hohe Tank in seinem Innern besteht aus genietetem Stahl und hat ein Fassungsvermögen von 500 m³. Die Kosten für den Bau des Wasserturms betrugen 82.000 Mark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 folgte der Bau der Feuerwache, deren bauliche Ausführung sich wie beim Wasserturm stilistisch genau an Stoffregens Entwurf hielt. 1914 zog die [[Freiwillige Feuerwehr]] Delmenhorst von ihrem Spritzenhaus am Markt, das seit 1906 als Unterkunft diente, in den neuen Anbau am Wasserturm um. Zunächst wurde hier nur ein Teil der Fahrzeuge untergebracht. Das neue Gebäude bot der Feuerwehr ungewohnten Komfort: Es gab elektrisches Licht und eine [[Zentralheizung]]. Damit war die Gefahr des Zufrierens von Spritzen gebannt. Auch der Einbau einer modernen Schlauchwaschanlage setzte der Handwäsche in der Delme ein Ende. Das alte Spritzenhaus am Markt verlor seine Funktion und wurde abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rathaus ====&lt;br /&gt;
Erst vier Jahre nach dem ursprünglichen Wettbewerb wurden dann 1912 mit dem Bau des Rathauses begonnen. Inzwischen hatte sich der Zeitgeschmack gewandelt, [[Ornamente]] waren wieder gefragt. Dies schlug sich auch in Stoffregens Arbeit nieder; der Rathausentwurf wurde im [[Detail]] korrigiert. Auf den Entwürfen ersetzt teils ans [[Mittelalter]], teils ans [[Barock]] erinnernde [[Ornamentik]] den nackten Putz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aschenbeck&amp;quot; /&amp;gt; Die Eingangstür wird von einem [[Fries|Tierfries]] eingefasst, den der Bremer [[Bildhauer]] Ernst von Wachold schuf. Stoffregen entwarf außerdem das [[Innenarchitektur|Interieur]] und die Ausstattung des Rathauses: Lederstühle und -sessel, Sofas, Garderobenständer, eine Uhr, diverse Lampen, Fahrradständer, einen Briefkasten, Schrifttafeln, Bilder, Tapeten, Vorhänge, Papierkörbe und Heizkörperverkleidungen. Einige dieser Gegenstände sind erhalten geblieben und befinden sich im Besitz der Stadt Delmenhorst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aschenbeck&amp;quot; /&amp;gt; Tisch und Stühle im großen Sitzungssaal werden immer noch genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rathaus wurde 1914 fertiggestellt, ab Juni zogen die Behörden ein, am 10. September 1914 tagte der Gesamtstadtrat erstmals im repräsentativen Ratssaal des Neuen Rathauses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grundig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Markthalle und Kriegerehrung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Markthalle 08 2015.jpg|mini|Markthalle Delmenhorst (2015)]]&lt;br /&gt;
Bedingt durch den Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurden die Arbeiten an dem Gebäudekomplex unterbrochen und erst 1919 wieder aufgenommen. Das runde Gebäude der [[Markthalle Delmenhorst|Markthalle]] wurde von Stoffregen exakt in die Verlängerung der südöstlichen Achse der Langen Straße gesetzt und verband den neu gestalteten Rathausplatz mit der historischen Stadt. Damit war eine Forderung aus der Wettbewerbsausschreibung erfüllt, die lautete: „Die Hauptverkehrsachse der Stadtgemeinde ist die nördlich an dem Marktplatze vorbeiführende Lange Straße. Sie ist auch die Hauptverkehrszubringerin des Marktplatzes. Auf die Notwendigkeit gehöriger Zuwegungen von der Langen Straße zum Marktplatze ist Rücksicht zu nehmen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaldewei&amp;quot; /&amp;gt; Die Markthalle wurde anschließend durch einen Arkadengang, den man mit Figuren von Ernst von Wachold verzierte, mit dem Rathaus verbunden und 1920 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit 1919 hatte man sich in der Stadt um eine Kriegerehrung für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs bemüht; verschiedene Pläne waren entwickelt und wieder verworfen worden. Schließlich fand die Rathausanlage ihren Abschluss durch die Errichtung der Kriegerehrung, die Stoffregen 1925 durchführte. Er selbst schrieb in einem Artikel für die &amp;#039;&amp;#039;Bremer Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; 1927 dazu: &amp;#039;&amp;#039;„Nach dem Krieg wurde die fehlende Markthalle eingefügt und der zwischen Rathaus und Markthalle hinter einer schon erstellten Arkade noch einer baulichen Lösung harrende Platz mit dem Hintergrund eines schönen alten Baumbestandes durch die Einfügung des Kriegerehrenhofes zur Vollendung gebracht.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stoffregen&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bremer Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; vom 14. Mai 1927.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoffregen errichtete einen Platz innerhalb der Gebäudeanlage und der anderen Plätze, einen intimen Hof, der ein stilles Zentrum der Innenstadt bilden sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aschenbeck&amp;quot; /&amp;gt; Das Ehrenmal wurde am 25. Oktober 1925 eingeweiht, und Stoffregen war mit der Anlage sehr zufrieden: (…) &amp;#039;&amp;#039;„eine Ehrung, welche auch wieder durch Ausnutzung und Ausbau eines innerhalb der errichteten neuen städtischen Gebäude liegenden kleineren Platzgebildes eine der reizvollsten und würdigsten in Nordwestdeutschland geworden ist und bleiben wird.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stoffregen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veränderungen und Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Mit seiner Einschätzung lag Stoffregen jedoch falsch: Der Arkadengang wurde 1955 abgerissen, das Ehrenmal verlor seinen abgeschlossenen Charakter.  Die Untere Denkmalbehörde in Delmenhorst formulierte 2008, dass ein Wiederaufbau der Stoffregen-Arkaden eine „Reparatur der Rathausanlage“ darstellen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhältnisse in der Feuerwache am Wasserturm verschlechterten sich. 1947 erwarb die Stadt eine Holzbaracke am Eingang zur Graft, um dort Fahrzeuge unterzubringen. 1952 wurden zudem Abstellräume an der Langen Straße angemietet. Die räumliche Trennung  wirkte sich negativ aus. Diese Missstände wurden durch die 1974 bezogene Feuerwache an der Rudolf-Königer-Straße beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tore der alten Feuerwache wurden entfernt, die Öffnungen vermauert und mit Fenstern versehen, die Innenräume umgebaut. Heute beherbergt die ehemalige Feuerwache das [[Stadtarchiv]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liste der Baudenkmale in Delmenhorst#Delmenhorst-Mitte]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Markthalle erlebte ab den 1970er Jahren eine wechselvolle Geschichte, siehe {{Hauptartikel|Markthalle Delmenhorst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wasserturm war bis 2010 noch als Druckgeber in Betrieb, der jedoch mit der Stilllegung des Graft-Wasserwerks nicht mehr benötigt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWZ&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nordwestzeitung.&amp;#039;&amp;#039; 18. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Turm kann zu bestimmten Zeiten (meist an Wochenenden und Feiertagen) bestiegen werden; über seine künftige Nutzung ist noch nicht entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 entstand neben dem Rathaus für die Polizei das [[Stadthaus I (Delmenhorst)|Stadthaus I]]; hier und in einem Anbau von 1996 ist seit um 1967 die Bauverwaltung untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es lässt sich über die Pläne nichts anderes sagen als Ausdrücke höchsten Lobes. Eine so reizende Anlage habe ich noch nicht kennen gelernt. Es ist die ganze Sache so entzückend gemacht, dass es etwas besseres nicht geben kann.|[[Hermann Muthesius]], Reformarchitekt (Berlin), 1925&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaldewei&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Verbindung zwischen Rathaus und Markthalle bildeten die 1919 nach dem Plan von Stoffregen gebauten Arkaden. Sie wurden 1955 abgebrochen. Man wollte erreichen, dass die Vorderseite des Rathauses in ihrer ganzen Breite besser in Erscheinung tritt. Es hieß: ›Die Arkaden sind ein optisches Hindernis, das das Portal des Rathauses verschandelt und den linken Rathausflügel völlig bedeutungslos macht.‹|[[Jürgen Mehrtens]], von 1952–1969 [[Stadtdirektor]] von Delmenhorst, 2001&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaldewei&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise, Verweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53/2/51.97/N|EW=8/37/41.44/E|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4768796-4|VIAF=242757290}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rathaus in Niedersachsen|Delmenhorst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Reformarchitektur in Niedersachsen|Delmenhorst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Delmenhorst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Delmenhorst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinz Stoffregen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Delmenhorst)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerwahreStinkstiefel</name></author>
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