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	<title>Rathaus Brilon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:22:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rathaus_Brilon&amp;diff=1113388&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-06-03T07:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brilon-Rathaus und Propsteikirchturm-2004-06-20.jpg|mini|Rathaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Innenansicht Rathaus.jpg|mini|Innenansicht Erdgeschoss]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brilon-Rathaus-Südostansicht-2012-10-19.jpg|mini|Rathaus Rück- und Seitenansicht]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Briloner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; am Marktplatz von [[Brilon]] ist ein Gebäude, dessen Errichtung auf das Jahr 1250 zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich wurde 1217 mit dem Bau begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Brökel: &amp;#039;&amp;#039;Briloner Heimatbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I, S.&amp;amp;nbsp;28&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gehört zu den ältesten [[Rathaus|Rathäusern]] Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.brilon-tourismus.de/de/20-stadt-und-dorf/30-sehenswertes/20-rathaus.php Brilon Tourismus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude diente in der Zeit der [[Hanse]] als [[Gilde (Berufsverband)|Gildehaus]]. Einheimische Handwerker und Krämer sowie auch fremde [[Kaufmann|Kaufleute]] boten hier ihre Waren an. Am 7.&amp;amp;nbsp;Februar 1574 beschloss der Rat, unter dem Rathaus einen Bierkeller einzurichten, in dem jeder, der sich als Brauer einschrieb, ein Fass Bier aufstellen durfte. Durchreisende und Fremde sollten die Möglichkeit haben, Bier und Brot zu bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Bruns: Inventar des Stadtarchivs Brilon, Bestand&amp;amp;nbsp;A. Hrsg. Landesamt für Archivpflege, 1970, S.&amp;amp;nbsp;158&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Größe des Gebäudes (etwa 52&amp;amp;nbsp;Meter lang) unterstreicht die Bedeutung der Stadt als Handelsplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Brökel: &amp;#039;&amp;#039;Briloner Heimatbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I, S.&amp;amp;nbsp;28, 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den gotischen Bögen am Eingang war der Tagungsort des kurfürstlichen [[Gogericht]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau,&amp;#039;&amp;#039; Landeswettbewerb 1977/78, Wettbewerbsleistung der Stadt Brilon, Hrsg. Stadt Brilon von Jürgen Buschmeyer, S.&amp;amp;nbsp;12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Umbau um das Jahr 1750 durch [[Johannes Matthias Kitz]] wurde die Fassade in barocken Formen umgestaltet. Die gotischen Spitzbögen blieben erhalten. Seitdem erfuhr das Gebäude eine Vielzahl von Nutzungen: Schule, Krankenhaus, Gefängnis, Polizeistation und Verwaltungsgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.franzschrewe.de/stadtbrilon.html |wayback=20071007175640 |text=Franz Schrewe}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im oberen Stockwerk lagen im vorderen Teil, dem Marktplatz zugewandt, der große und der kleine Curiasaal. In dem kleinen Raum fanden üblicherweise die Beratungen des Magistrats statt, im großen Saal tagte am Martinstag der Kürrat, um den neuen Magistrat zu wählen. Der Saal diente auch der Repräsentation beim Empfang von Würdenträgern. Es ist urkundlich belegt, dass im 18. Jahrhundert Bildnisse der Kurfürsten hier hingen. Vermutlich liegt der heutige Bürgersaal in etwa an der Stelle des ehemaligen großen Curiasaales.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Brökel: &amp;#039;&amp;#039;Briloner Heimatbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I, Hrsg. Briloner Heimatbund, 1991, S.&amp;amp;nbsp;30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im hinteren Teil des oberen Stockwerkes hatte das kurfürstliche Gericht in Brilon in zwei Räumen seinen Sitz. Ein Zimmer war für den amtierenden Richter bestimmt, ein anderes wohl für den Gerichtsschreiber und die Registratur. Von diesem Gericht wurden schwerwiegende Kriminalfälle abgeurteilt. Die Vollstreckung der Urteile war Aufgabe der Stadt. Für Vollstreckungen von Todesstrafen war ein eigener Henker vorhanden. Der [[Galgen]] befand sich auf einer Anhöhe westlich der Stadt. Die letzten Todesurteile wurden um 1750 vollstreckt: eine Frau und zwei junge Männer wurden wegen Diebstahls hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Rathaus am [[Petrusbrunnen (Brilon)|Petrusbrunnen]] befand sich der [[Pranger]], in alten Aufzeichnungen wird er als Gerichtsstock bezeichnet. Es wird 1806 erwähnt, dass er einen neuen Anstrich bekommen hatte. Entehrende Bloßstellungen sind mehrfach in städtischen Akten überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Brökel: &amp;#039;&amp;#039;Briloner Heimatbuch,&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;I, Hrsg. Briloner Heimatbund, 1991, S.&amp;amp;nbsp;30, 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren befand sich im Rathaus das [[Heimatmuseum]] mit Bezug auf Heimat- und Stadtgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reclams Kunstführer,&amp;#039;&amp;#039; Deutschland III, Baudenkmäler. 1975, ISBN 3-15-008401-6, S.&amp;amp;nbsp;109&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Rathaus war im Juni 2013 [[Denkmal des Monats in Westfalen-Lippe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung der Frontseite ==&lt;br /&gt;
=== Petrusfigur ===&lt;br /&gt;
Im Bildstock aus dem Jahre 1688 über der breiten [[Freitreppe]] und im [[Giebel]] werden die mittelalterlichen [[Stadtsiegel]] dargestellt. Das Standbild zeigt [[Simon Petrus|Sankt Petrus]], den [[Schutzpatron]] der Stadt. Die Inschrift im Sockel lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„eXsVrgIt theMIDos reaparata VetVstIor aVLa aVXILIo perstet, Petre, saCrata tVo“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzt lautet es &amp;#039;&amp;#039;„Es erhebt sich die erneuerte recht alte Gerichtshalle. Mit Deiner Hilfe möge sie feststehen, Petrus, da Sie Dir geweiht ist.“&amp;#039;&amp;#039; Die hervorgehobenen Buchstaben ergeben dabei als [[Chronogramm]] die Jahreszahl 1755.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildstock vor dem Rathaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Brilon Am Markt 1 Bildstock an der Rathausfassade 2.JPG|mini|hochkant|Bildstock auf der Rathaustreppe]]&lt;br /&gt;
Der Bildstock wurde erstmals am 17. November 1688 urkundlich erwähnt. Es wird bestätigt, dass der Steinhauer Sebastian Walck 9&amp;amp;nbsp;Taler und 12 Groschen wegen des &amp;#039;&amp;#039;veraccordirten Heiligen Hauses&amp;#039;&amp;#039; bekommen hat. Die Jahreszahl ist eingemeißelt. Ebenfalls ist ein Bibelspruch eingemeißelt, der sich über drei Seiten hinzieht: &amp;#039;&amp;#039;In nomine jesu flectatur omne genu Coelestium Terrestrium Infernorum&amp;#039;&amp;#039; (Im Namen Jesu beuge sich jedes Knie der Himmlischen Irdischen und Unterirdischen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt hat der Bildstock eine Höhe von 3,35&amp;amp;nbsp;m und eine Breite von 1,20&amp;amp;nbsp;m. Er steht vor der Mittelachse der Fassade über der Freitreppe. Gefertigt wurde er aus Grünsandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb des mit Kugeln bekrönten Giebels ist ein durch einen Strahlenkranz hervorgehobenes [[Christusmonogramm|Christogramm]] eingefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nische ist mit Ziergittern verschließbar. Über 250 Jahre stand in ihr eine 1,25&amp;amp;nbsp;m hohe hölzerne [[Marienbildnis|Madonna]], die nach ihrer Restaurierung durch das Landesdenkmalamt in Münster in der Rathaushalle aufgestellt wurde, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen. Im unteren Teil ist ein alter Wappenstein des ehemaligen [[Stadtbefestigung (Brilon)|oberen Tores]] angebracht, der das alte Stadtwappen Brilons zeigt. Das Wappen wurde nach 1742 nachträglich zugefügt. In früherer Zeit war das Wappen farbig [[Fassung (Bemalung)|gefasst]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Brökel: &amp;#039;&amp;#039;Vergangene Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-86133-341-4, S.&amp;amp;nbsp;13–15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glasfenster ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauern bei der Ernte und Aussaat.jpg|mini|Glasfenster im Bürgersaal, „Bauern bei der Ernte und Aussaat“ von Franz Kornemann, um 1955]]&lt;br /&gt;
Die Bleiglasfenster im Bürgersaal zeigen Szenen aus dem Leben der alten Hansestadt. Sie wurden um 1955 von dem Briloner Künstler [[Franz Kornemann]] entworfen, Ausführung durch Enrico Zappini (siehe Inschrift). Dargestellt sind Arbeiter (Bergbau, Forstwirtschaft, Holzkohle), Bauern, [[Till Eulenspiegel]], der der Legende nach im 15. Jahrhundert durch Brilon reiste, ein Kaufmann, ein Schnadebruder mit Standarte und Stadtdirektor Heinrich Schieferecke als Schnadebruder mit Rezess (Urkunde über den Grenzverlauf) und Schnade-Esel Huberta.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dr. Annette Jansen-Winkeln |url=https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b10563/b10563.shtml |titel=Brilon, Rathaus |werk=Forschungsstelle Glasmalerei Des 20. Jahrhunderts E.V. |hrsg=Forschungsstelle Glasmalerei Des 20. Jahrhunderts E.V. |sprache=de |abruf=2024-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;quot;Petrus und Engelbert&amp;quot;, Glasfenster von Franz Kornemann (1958).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Petrus und Engelbert&amp;quot;, Glasfenster von Franz Kornemann (1958) im Trauzimmer, Rathaus Brilon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Ein weiteres Fenster im Trauzimmer wurde ebenfalls von Franz Kornemann entworfen (1958) und zeigt den heiligen Petrus – Schutzpatron der Stadt – sowie Engelbert, den Stadtgründer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Turm ==&lt;br /&gt;
Im Turm hängt die 1578 gegossene Stundenglocke. Auf der Glocke befindet sich folgende Inschrift: &amp;#039;&amp;#039;Sit nomen Domini benedictum. Rochus Nelman ne fecit anno Dom. 1578&amp;#039;&amp;#039; (Rochus Nelman schuf mich im Jahre des Herrn 1578). Vom selben Glockengießer stammt auch die fünf Jahre später gegossene Bürgerglocke im Rathaus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;St. Patrokli 954–1976.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. St.-Patrokli-Propsteigemeinde Soest, Dietrich Coelde Verlag, Werl 1976, S.&amp;amp;nbsp;44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
* Die [[Geweih|Hirschgeweihe]] an der Fassade symbolisieren das einstige Recht der &amp;#039;&amp;#039;„hohen Jagd“&amp;#039;&amp;#039; der Stadt Brilon.&lt;br /&gt;
* Das [[Carillon|Glockenspiel]] zeigt Szenen des [[Schnadegang]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Ansichten&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brilon-Rathaus-Südwestansicht-2012-10-19.jpg|Rück- und Seitenansicht in Richtung Volksbank&lt;br /&gt;
Brilon-Rathaus-Petrusfigur-2012-10-19.jpg|Frontansicht, Petrusfigur in einer Nische&lt;br /&gt;
Modell Brilon Rathaus.jpg|Modell der Innenstadt im Foyer&lt;br /&gt;
Brilon, Blick über den Markt auf das Rathaus und die Propsteikirche.JPG|Blick über den Markt auf das Rathaus und die Propsteikirche, im Vordergrund der Petrusbrunnen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/dlbw/service/denkmal-des-monats/archiv-2013/juni-2013 LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen: &amp;#039;&amp;#039;Denkmal des Monats&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.brilon-tourismus.de/567829-brilon-tourismus-de/stadt-land-fluss/sehenswertes/rathaus/rathaus.php Beschreibung auf den Seiten der Gemeinde]&lt;br /&gt;
* [https://www.mhkbd.nrw/rathaus-brilon &amp;quot;Bewerbung&amp;quot; zum Wettbewerb Schönstes Rathaus] auf [[Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen|mhkb.de]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/23/42.6/N |EW=8/34/3.8/E |type=landmark |region=DE-NW|dim=50}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1033441996|VIAF=299254932}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rathaus in Nordrhein-Westfalen|Brilon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Brilon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinisches Chronogramm|Brilon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal des Monats in Westfalen-Lippe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Brilon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasmalerei (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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