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	<title>Rat des Kreises - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rat_des_Kreises&amp;diff=1353449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: /* Aufgaben und Verantwortlichkeiten */ verfassungen.de ist kein tauglicher Link (u.a. kein taugliches Impressum), daher nicht zu verlinken. Ersetzt durch Link mit tauglichem Impressum</title>
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		<updated>2024-04-18T09:26:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aufgaben und Verantwortlichkeiten: &lt;/span&gt; verfassungen.de ist kein tauglicher Link (u.a. kein taugliches Impressum), daher nicht zu verlinken. Ersetzt durch Link mit tauglichem Impressum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Räte der Kreise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren in den 189 [[Liste der Kreise der DDR|Landkreisen]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] das [[Exekutivorgan]] des jeweiligen [[Kreistag]]es und somit nach gesetzlicher Definition vollziehendes und verfügendes Organ in einem Kreisgebiet. Deren Pendant war in den 26 [[Stadtkreis (DDR)|Stadtkreis]]en der DDR der &amp;#039;&amp;#039;[[Rat der Stadt (DDR)|Rat der Stadt]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. in den 11 Stadtbezirken von [[Ost-Berlin]] der &amp;#039;&amp;#039;Rat des Stadtbezirkes&amp;#039;&amp;#039; als Organe der jeweiligen [[Stadtverordnetenversammlung]] der Stadt bzw. der jeweiligen Stadtbezirksversammlung in Ost-Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im staatlichen Verwaltungsaufbau der DDR bildeten die Räte der Kreise somit nach der [[Ministerrat der DDR|Regierung]] und den [[Rat des Bezirkes|Räten der Bezirke]] die dritte staatliche Verwaltungsebene. Von ihrer Einordnung im Staatsgefüge her gesehen sind sie insofern in etwa den heutigen [[Landratsamt|Landratsämtern]] vergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätze ==&lt;br /&gt;
Als Kollektivorgan entschied ein Rat des Kreises in gesetzlich vorgegebenem Rahmen über die Belange seines Verwaltungsgebietes, des jeweiligen Land- oder Stadtkreises also, soweit diese nicht der ausschließlichen Zuständigkeit seines Legislativorganes (Kreistag bzw. Stadtverordnetenversammlung oder Stadtbezirksversammlung) oblagen. Er bereitete die Entscheidungen des Kreistages vor, indem er in diesen Entscheidungsvorlagen einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem in der DDR geltenden [[Demokratischer Zentralismus|zentralistischen]] Prinzip der &amp;#039;&amp;#039;doppelten Unterstellung&amp;#039;&amp;#039; waren die Räte der Kreise bzw. deren Fachorgane dem Rat des Bezirkes und dessen Fachabteilungen gegenüber weisungsgebunden, wie wiederum die Exekutivorgane der untersten Verwaltungsebene (die [[Rat der Stadt (DDR)|Räte der kreisangehörigen Städte]] und Gemeinden) dem Rat des Kreises und dessen Fachorganen untergeordnet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in allen staatlichen Ebenen waren auch die Kreistage und die Räte der Kreise sehr restriktiv dem Diktat der zuständigen [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Kreisleitung|Kreisleitung]]en der [[SED]] unterworfen, womit sie letztendlich in ihren kommunalpolitischen, personellen und finanzpolitischen Entscheidungsfindungen nicht unabhängig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben und Verantwortlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Die Aufgaben und die Arbeitsweise der Räte der Kreise waren zuletzt im &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über die örtlichen Volksvertretungen&amp;#039;&amp;#039; von 1985&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über die örtlichen Volksvertretungen in der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Juli 1985 im [[Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik|&amp;#039;&amp;#039;Gesetzblatt der DDR&amp;#039;&amp;#039;]], Teil I Nr. 18, 1985, S. 213ff., [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201985%20I.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel&amp;amp;nbsp;II, §§&amp;amp;nbsp;9–12; ihre Verantwortlichkeiten im Kapitel&amp;amp;nbsp;V, §§&amp;amp;nbsp;39–60, geregelt. Sie reichten von den territorialen politischen, sozialen und kulturellen Verwaltungsaufgaben über die Haushalts- und Finanzwirtschaft und wirtschaftslenkende Maßnahmen bis hin zu innenpolitischen Obliegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die Mitglieder des Rates des Kreises wurden durch den Kreistag aus dessen Mitte gewählt. Die Ratsmitglieder (außer dem Vorsitzenden, dessen 1. Stellvertreter und dem Sekretär des Rates) waren zugleich die Leiter der Fachabteilungen des Rates des Kreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitglieder eines Rates des Kreises&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren in der Regel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Vorsitzende des Rates des Kreises&lt;br /&gt;
* der 1. Stellvertreter des Vorsitzenden&lt;br /&gt;
* der Stellvertreter des Vorsitzenden für Inneres&lt;br /&gt;
* der Stellvertreter des Vorsitzenden und Vorsitzender der Kreisplankommission&lt;br /&gt;
* der Stellvertreter des Vorsitzenden für Land-, Forst- und Nahrungsmittelwirtschaft&lt;br /&gt;
* der Stellvertreter des Vorsitzenden für Handel und Versorgung&lt;br /&gt;
* der Sekretär des Rates&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Finanzen und Preise&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Örtliche Versorgungswirtschaft&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Wohnungswirtschaft&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Verkehrswesen&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Energiewirtschaft&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Umweltschutz und Wasserwirtschaft&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Kultur&lt;br /&gt;
* das Mitglied des Rates für Jugendfragen, Körperkultur und Sport&lt;br /&gt;
* der Kreisbaudirektor&lt;br /&gt;
* der Kreisschulrat&lt;br /&gt;
* der Kreisarzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personelle und strukturelle Zuordnungen der Ratsbereiche konnten entsprechend der Kreisgröße auch variieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachgeordnete Einrichtungen des Rates waren u.&amp;amp;nbsp;a. das Büro des Kreisarchitekten, das Kreiskabinett für Kulturarbeit, das Kreiskabinett für Gesundheitserziehung und die Kreishygieneinspektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle der Räte für Inneres im SED-Staat ==&lt;br /&gt;
Der Journalist Christian Booß, Vorsitzender des „[[Bürgerkomitee]]s 15. Januar“, bemängelte 2016, dass Mitarbeiter der lokalen und Kreisbehörden für ihre Mitwirkung im SED-Unrechtssystem praktisch nicht zur Rechenschaft gezogen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview Christian Booß: [https://taz.de/Stasi-Experte-Booss-ueber-Aufarbeitung/!5369992/ &amp;#039;&amp;#039;„Politisch zu punkten ist nicht das Ziel“&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Tageszeitung]], 29. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurden etwa Kirchengruppen und Ausreiseantragsteller [[Schikane]]n ausgesetzt, die von den Räten für Inneres in Kreisen und Kommunen ausgingen. Die dafür verantwortlichen Mitarbeiter hätten die Überprüfungen nach 1990 meist schadlos überstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kreise der DDR]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stadtkreise der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behörde (DDR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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