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	<title>Raszien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:55:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raszien&amp;diff=1230000&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-12-27T10:03:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lage: &lt;/span&gt; fett&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Serbia under Stefan Nemanja and Stefan the First-Crowned.jpg|mini|hochkant=1.3|Ausdehnung Rasziens während der Herrschaft von [[Stefan Nemanja]] (1167–1196)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raszien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{srS|Рашка|Raška}}, {{laS|Rascia, Rassia}}) ist das [[Kernland]] des [[Frühmittelalter|früh-]] und [[hochmittelalter]]lichen [[Serbien]]s um die [[Stari Ras|Burg Ras]] bei [[Novi Pazar]], Sitz des [[Fürstentum Raszien|Fürstentums Raszien]] und Synonym für Serbien, seit osmanischer Zeit auch [[Sandžak]] genannt. Nach Raszien wurden Serben in venezianischen, deutschen und ungarischen Quellen bis zum 18. Jahrhundert [[Raizen]] genannt. Nach der Ausbreitung Serbiens im 13. Jahrhundert ist Raszien zu einer Nebenprovinz des serbischen Reiches geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Raszien lag im Raum zwischen den Flüssen [[Ibar]] und [[Lim (Fluss)|Lim]] im heutigen Südwesten [[Serbien]]s und [[Kosovo]]s. Die Region war territorial etwa mit dem späteren [[Sandschak Novi Pazar|Sandschak von Novi Pazar]] bzw. der heutigen geografischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raška-Region&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; identisch. Sie erstreckt sich vom Osten her über ein Gebiet im Bereich der Flüsse Ibar und Lim, Kosovo, Serbien und über die südwestliche Gebirgsregion an der Grenze zu [[Montenegro]] bis zur [[Herzegowina]]. Von Norden her umfasst sie die meisten Gebiete der heutigen Bezirke [[Okrug Zlatibor|Zlatibor]], [[Okrug Raška|Raška]] und [[Moravica]]. Der südliche Teil befindet sich heute überwiegend im Norden Montenegros und zu einem kleinen Teil in Nordalbanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Eine Theorie besagt, dass der Name der historischen Region von der Stadt [[Stari Ras|Ras]] abgeleitet wird, wonach Raszien ein slawisierter römischer Name ist. Dies ist der südslawischen &amp;#039;&amp;#039;Chronik des Priesters von Dioklitien&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Presbyter Diocleas&amp;#039;&amp;#039;) zu entnehmen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://homepage.mac.com/paulstephenson/trans/lpd1.html | wayback=20010620015339 | text=Chronicle of the priest of Duklja (Ljetopis&amp;#039; Popa Dukljanina)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die ins 12. Jahrhundert datiert wird, aber auch viele legendenhafte Züge enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Theorie geht davon aus, dass dies ein serbischer Name für eine vor der  Völkerwanderung besiedelte Region oder eines Stammesvorstehers war, mit dem sie das neue Gebiet besiedelten und nach ihm benannten. Im ostdeutschen, tschechischen und polnischen Raum taucht der Name in abgewandelter Form ebenso auf. Beispiele sind [[Rudolf Raschka]], [[Jiří Raška]], [[Rašov]] (CZ), [[Rašovice]] (CZ), [[Raška Gratica]] (BG). Die Ursprünge [[Raschka]] bzw. [[Raška]] gehen wohl auf die Namen Rastko, Radslav, Radoslav, Raslav und Rastislav zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es die Theorie, dass der Name der Raszier, ebenso wie der Name der [[Russen]], sich von der Eigenbezeichnung der [[Roxolanen]] ableitet. Hierauf weist auch die Etymologie einiger Ortsnamen hin, wie [[Rakša]]&amp;lt;!--Metathese--&amp;gt; in der Slowakei oder [[Racșa]] in Rumänien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Raszien wanderte später in den Norden in die serbisch besiedelten Gebiete in [[Syrmien]] und im [[Banat]] und blieb dort bis in das 17. Jahrhundert erhalten. Aus dem „raszischen“ formte sich die frühere deutsche und ungarische Bezeichnung für die Serben wie etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Raizen]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ratzen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rác&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Raszien stand zunächst unter [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] Herrschaft. Unweit von &amp;#039;&amp;#039;Arsa&amp;#039;&amp;#039; gründete Kaiser [[Justinian I.]] den befestigten Bischofssitz [[Iustiniana Prima]], das bald das byzantinische Zentrum im nördlichen [[Balkanhalbinsel]] wurde. Das begünstigte möglicherweise, dass &amp;#039;&amp;#039;Arsa&amp;#039;&amp;#039;, serbisch &amp;#039;&amp;#039;Ras&amp;#039;&amp;#039; genannt, sich zu einem der Zentren frühester serbischer Staatlichkeit und Hauptsitz serbischer Fürsten, den [[Gespan|Župani]], entwickelte, obwohl das alte Serbien bis in das 14. Jahrhundert keine ständige [[Hauptstadt]] kannte, ähnlich dem damaligen [[Deutschland]] oder [[Ungarn]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Slawen|Slawische]] Völker siedelten sich im [[6. Jahrhundert]] an. Später geriet das Gebiet unter [[Erstes Bulgarisches Reich|bulgarische]] Herrschaft oder Abhängigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon zur Geschichte Südosteuropas, S. 554&amp;lt;/ref&amp;gt; Als erster Herrscher eines relativ unabhängigen serbischen Fürstentums wird der in der Mitte des 9. Jahrhunderts lebende [[Vlastimir]], der Begründer des Hauses der [[Vlastimirić]], angesehen. Er erkannte die Oberhoheit von Byzanz an. Sein Herrschaftsgebiet soll nach dem byzantinischen Kaiser und Historiker [[Konstantin VII.]] Bosnien und Raszien umfasst haben – obwohl Raszien selbst nicht beim Namen genannt wird, vielmehr schreibt Konstantin VII. von Serbien, in dem Bosnien zumindest geographisch eine Sonderstellung innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 11. Jahrhunderts geriet Raszien in den Einflussbereich des [[Zeta (Südosteuropa)|dioklitischen]] Fürsten [[Stefan Vojislav]]. Dessen Enkel [[Konstantin Bodin]] setzte zur Landesverwaltung den [[Gespan|Župan]] [[Vukan von Raszien|Vukan]] ein, der Raszien wieder zum führenden politischen Gebilde machte. [[Uroš I. von Raszien|Uroš der Ältere]] konnte die politische Bedeutung Rasziens weiter ausbauen. Der Name Raška übertrug sich dann auf ein größeres Gebiet, und ab dem [[12. Jahrhundert]] wurde es allgemein als Bezeichnung für das zentrale Serbien verstanden. So trugen auch die [[Nemanjiden]], die bedeutendste serbische Dynastie des [[Mittelalter]]s, offiziell den Titel der &amp;#039;&amp;#039;Könige Rasziens, der Küstenländer und aller Serben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1167 wurde [[Stefan Nemanja]], der Begründer des Hauses der [[Nemanjiden]], serbischer Großžupan. Er vereinigte um 1183 Raszien mit [[Zeta (Südosteuropa)|Zeta]] und dehnte das Herrschaftsgebiet in Richtung Osten aus.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1217 wurde Raszien zum Kernland des Königreichs der Nemanjiden. Weil Ungarn seit der Zeit Nemanjas Anspruch auf den Königstitel von Serbien hegte, titulierten sich die Nemanjiden in der Regel als Könige von Raszien, der Küstenländer und aller [[Serben]]. Als Raszien wurde der Nemanjidenstaat in Europa in Folge dann bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1219 kam das &amp;#039;&amp;#039;Bistum Ras&amp;#039;&amp;#039;, das bis dahin dem [[Erzbistum Ohrid]] unterstand, zum Erzbistum [[Peć]] und damit unter die Jurisdiktion der [[Autokephalie (Kirche)|autokephalen]] [[Serbisch-Orthodoxe Kirche|serbisch-orthodoxen Kirche]]. 1346 wurde es zum Erzbistum erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Raszien von den [[Osmanisches Reich|Osmanen]] erobert. Unter diesen wurde es bis zum [[Erster Balkankrieg|Ersten Balkankrieg]] und dem Zurückschlagen der Osmanen durch Serbien zum Kerngebiet des [[Sandschak von Novi Pazar|Sandschaks von Novi Pazar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schule von Raška ==&lt;br /&gt;
Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert entwickelte sich in Raszien ein eigener [[Kunststil]], der so genannten [[Serbisch-byzantinischer Stil#Raška-Schule|Schule von Raška]]. Er zeichnete sich durch eine Mischung byzantinischer und westlicher Stilelemente aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Serbiens]]&lt;br /&gt;
* [[Monarchen des alten Serbien#Raszien|Liste der Fürsten von Raszien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Stadtmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;, R. Oldenbourg Verlag, München, 1976, ISBN 3-486-46342-X&lt;br /&gt;
* [[Holm Sundhaussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Serbiens&amp;#039;&amp;#039; (S. 24). Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2007, ISBN 978-3205-77660-4&lt;br /&gt;
* Edgar Hönsch, Karl Nehring, Holm Sundhaussen: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039; (S. 554)., Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2004, ISBN 3-205-77193-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serbien im Mittelalter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kultureule</name></author>
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