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	<title>Rasem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rasem&amp;diff=2838939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: wikilink, k</title>
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		<updated>2026-01-12T15:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink, k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum deutschen Fernsehjournalisten siehe [[Bernd Rasem]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rasem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;gosem&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Durchschlagzungeninstrument]] aus einer [[Kalebasse]] als [[Windkapsel]] und sieben Bambuspfeifen, das in der traditionellen [[Indische Musik|indischen Musik]] des nordostindischen Bundesstaates [[Tripura]] gespielt wird. Das unter diesen beiden Namen bei den [[Chin (Volk)|Kukis]] beliebte Blasinstrument gehört mit &amp;#039;&amp;#039;rushem&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;rusem&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;ejuk tapung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;khung&amp;#039;&amp;#039; in [[Assam]] und [[Manipur]] zu einer Gruppe regional verbreiteter Kürbis[[mundorgel]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Die Windkapsel der &amp;#039;&amp;#039;rasem&amp;#039;&amp;#039; besteht aus einem getrockneten [[Flaschenkürbis]], dessen Hals mit einem Bambusrohr als Mundstück verlängert ist. Aus der Mitte der Kapsel ragen sieben etwa 30 bis 50 Zentimeter lange Spielpfeifen einer dünnen [[Bambus]]art heraus, die in zwei Gruppen zu drei und vier Pfeifen angeordnet sind. Beide Pfeifenbündel werden in der Mitte durch eine Pflanzenfaserwicklung zusammengehalten und durch Wachs mit der Kalebasse luftdicht und fest verbunden. Bei leicht nach unten geneigter Spielposition sind die Pfeifen steil nach oben gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei der in [[Laos]] und in der [[Isan]]-Region (Nordostthailand) verbreiteten Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;[[khaen]]&amp;#039;&amp;#039; besitzt jede Pfeife ein Fingerloch nahe am Übergang zur Kapsel. Es kann mit den Fingern abgedeckt werden, während beide Hände die Windkapsel umfassen. Durch das Mundstück eingeblasene Luft strömt zu jeder Pfeife mit demselben Druck, jedoch ertönen nur die Pfeifen, deren Öffnung geschlossen ist. Bei geöffnetem Loch tritt die Luft seitlich aus, was verhindert, dass die in der Windkammer in Bewegung versetzten [[Durchschlagende Zunge|Zungen]] Resonanzschwingungen in der Röhre erzeugen. Die Zunge besteht aus einem idioglotten (aus demselben Material bestehenden) dünnen ovalen Blatt, das durch einen schrägen Einschnitt am Rohrende halb abgetrennt wurde. Das Prinzip der Tonerzeugung unterscheidet sich von [[Einfachrohrblattinstrument]]en wie der äußerlich ähnlichen &amp;#039;&amp;#039;[[pungi]]&amp;#039;&amp;#039;, die als Instrument der Schlangenbeschwörer bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva, 1977, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Mundorgeln dürfte in [[Ostasien]] liegen, auf jeden Fall in einer Region, in der Bambus gedeiht. Das Verbreitungsgebiet von Bambusmundorgeln erstreckt sich von China und Japan über Laos, Thailand und Kambodscha, also entlang des [[Mekong]], im Süden bis zu den [[Dayak]] auf [[Borneo]] und im Westen bis zu den Bundesstaaten im Nordosten Indiens. Bei den höher entwickelten Instrumenten, etwa der laotischen &amp;#039;&amp;#039;khaen&amp;#039;&amp;#039; und der chinesischen &amp;#039;&amp;#039;[[Sheng (Instrument)|sheng]]&amp;#039;&amp;#039; besteht die Windkapsel aus Holz und die Zunge aus Metall. Ältere einfachere Formen wie die chinesische &amp;#039;&amp;#039;[[hulusi]]&amp;#039;&amp;#039; existieren außerhalb Nordostindiens noch im hohen Norden Thailands und in [[Sabah]] auf Borneo (&amp;#039;&amp;#039;[[Sumpotan|sompoton]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.fascinatingmalaysia.com/unik/sompoton.html | wayback=20090516181004 | text=&amp;#039;&amp;#039;Sompoton.&amp;#039;&amp;#039; Fascinating Malaysia}}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Laurence Picken|Laurence E. R. Picken]]: &amp;#039;&amp;#039;Making of the Khaen: The Free-Reed Mouth Organ of North-East Thailand.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Musica Asiatica,&amp;#039;&amp;#039; Band 4) Cambridge University Press, Cambridge 1984, S. 149, ISBN 978-0521278379&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende des 18. Jahrhunderts gelangten asiatische Mundorgeln wie die &amp;#039;&amp;#039;sheng&amp;#039;&amp;#039; nach Europa, wo sie die Entwicklung der [[Handzuginstrument]]e beförderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Indien sind Blasinstrumente mit Bambuswindkapseln als Einfachrohrblattinstrumente in mehreren ländlichen Regionen verbreitet. Hierzu zählen neben der &amp;#039;&amp;#039;pungi&amp;#039;&amp;#039; die in Westindien gespielte, aus zwei Kalebassen zusammengesetzte &amp;#039;&amp;#039;[[tarpu]]&amp;#039;&amp;#039; und die ähnliche &amp;#039;&amp;#039;pawari&amp;#039;&amp;#039;. Die hieraus weiterentwickelten [[Sackpfeife (Musikinstrument)|Sackpfeifen]], deren Windkapsel aus einem flexiblen Ledersack besteht, heißen in Nordindien &amp;#039;&amp;#039;[[mashak]]&amp;#039;&amp;#039;, im Süden &amp;#039;&amp;#039;titti&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sruti upanga&amp;#039;&amp;#039; und sind kaum noch in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu den Kukis gehörenden Volksgruppen Rangkhol und Beite (Biate) in Assam nennen ihre Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;rushem&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford Encyclopaedia,&amp;#039;&amp;#039; S. 1090; ebd. Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Rushem&amp;#039;&amp;#039;, S. 905&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;ejuk tapung&amp;#039;&amp;#039; der Mishing in Assam mit vier bis sieben Spielpfeifen entspricht etwa der &amp;#039;&amp;#039;rasem&amp;#039;&amp;#039;. Weitere regionale Varianten heißen &amp;#039;&amp;#039;tumbo tapung, pumsu tapung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;derki tapung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Ejuk Tāpung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oxford Encyclopaedia&amp;#039;&amp;#039;, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem anderen Blasinstrumententyp, der in Indien nur im Nordosten vorkommt, gehört die assamesische Hornpfeife &amp;#039;&amp;#039;[[pepo]]&amp;#039;&amp;#039; mit Einfachrohrblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;rasem&amp;#039;&amp;#039; bringt fein und weich klingende Töne hervor. Ihr Tonumfang ist begrenzt, da sich die Spielpfeifen nicht überblasen lassen. Häufig werden Akkorde von zwei oder mehreren Tönen gespielt. Die Kukis spielen die Mundorgel häufig zusammen mit der zweifelligen Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;[[dhol]]&amp;#039;&amp;#039;, besonders zur Begleitung von Tänzen wie Jongchalam und Malkanglam bei Festveranstaltungen. Sagolpheikhal ist ein Tanz der siegreich von der Schlacht – der Jagd – heimgekehrten Krieger oder Jäger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der komplexen [[Kosmogonie]] der Kukis erschuf der oberste Gott Pathen den in fünf Sphären geschichteten Himmel, die Erde sowie weitere göttliche und auch teuflische Wesen. Zu den zahlreichen böswilligen Gestalten gehört eine Gruppe von sieben Brüdern, die Nelhao heißen, in den Bergen herumstreichen und dort den Menschen Leid zufügen. Die sieben Pfeifen der &amp;#039;&amp;#039;rasem&amp;#039;&amp;#039; beziehen sich der Sage nach auf diese sieben bösen Geister, weshalb das Instrument nicht draußen in der Natur gespielt werden soll, um nicht deren Unheil anzulocken.&amp;lt;ref&amp;gt;Ngulminthang Lhanghal: {{Webarchiv | url=http://ngulminthang.blogspot.de/2012/02/kuki-mythologies.html | archive-is=20130217041923 | text=&amp;#039;&amp;#039;The Kuki Mythologies.&amp;#039;&amp;#039;}} ngulminthang.blogspot.de, 12. Februar 2012 (bei archive.is)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Nelhao ist ferner gefürchtet, weil er als Sturmwind erscheint und die Ernte auf den Feldern mitsamt den Wohnhäusern zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Musikinstrumente der Kukis sind die Bambusflöte &amp;#039;&amp;#039;theile,&amp;#039;&amp;#039; die lange Naturtrompete &amp;#039;&amp;#039;[[pengkul]]&amp;#039;&amp;#039; aus Bambus, ein großer [[Gong|Buckelgong]] (&amp;#039;&amp;#039;dahpi&amp;#039;&amp;#039;, ähnlich dem &amp;#039;&amp;#039;[[darkhuang]]&amp;#039;&amp;#039; der Mizo), ein kleiner Buckelgong (&amp;#039;&amp;#039;dahcha&amp;#039;&amp;#039;), [[Zimbel]]n und die kleine Trommel &amp;#039;&amp;#039;khongcha&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Khomdon Singh Lisam: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Manipur&amp;#039;&amp;#039;. Kalpaz Publications, Delhi 2011, Band 2, S. 560&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Bambus besteht auch die in Tripura gespielte Zupflaute &amp;#039;&amp;#039;chongpreng&amp;#039;&amp;#039;, ferner gibt es eine tiefbauchige Form der Streichlaute &amp;#039;&amp;#039;[[sarinda]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.indianetzone.com/55/musical_instruments_tripura.htm &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments of Tripura.&amp;#039;&amp;#039;] Indianetzone&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roger Blench: [https://atabuarasa.wordpress.com/wp-content/uploads/2016/02/a-guide-to-the-musical-instruments-of-the-ne-india.pdf  &amp;#039;&amp;#039;A guide to the musical instruments of NE India: classification, distribution, history and vernacular names.&amp;#039;&amp;#039;] Cambridge, Dezember 2011, S. 43&lt;br /&gt;
* Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; National Book Trust, Neu-Delhi 1977, S. 66, 68&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Tripura, Musical Instruments of.&amp;#039;&amp;#039; In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 3 (P–Z) Oxford University Press, Neu-Delhi 2011, S. 1090f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.indianetzone.com/46/kuki_tribe.htm &amp;#039;&amp;#039;Kuki Tribe, North Cachar Hills District&amp;#039;&amp;#039;.] Indianetzone (Abbildung)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=2iT53190eiI &amp;#039;&amp;#039;Gosem.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (&amp;#039;&amp;#039;Rasem,&amp;#039;&amp;#039; kleine Zylindertrommel und Buckelgong)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tripura]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Durchschlagzungeninstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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