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	<title>Raphe perinei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T20:46:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raphe_perinei&amp;diff=389895&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-07-09T19:55:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raphe perinei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  (von [[griechische Sprache|griechisch]] ῥαφή &amp;#039;&amp;#039;rhaphḗ&amp;#039;&amp;#039; „Naht“, hier &amp;#039;&amp;#039;Verwachsungsnaht&amp;#039;&amp;#039;; und lateinisch &amp;#039;&amp;#039;perineum&amp;#039;&amp;#039;, „[[Perineum|Damm]]“), deutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dammnaht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine von vorne bis hinten (&amp;#039;&amp;#039;[[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Lage- und Richtungsbezeichnungen am Rumpf|anteroposterior]]&amp;#039;&amp;#039;) verlaufende Verbindung der [[Embryogenese|embryonal]] angelegten Genitalfalten, genauer des vorübergehend ausgebildeten &amp;#039;&amp;#039;[[Sinus urogenitalis]]&amp;#039;&amp;#039;, in der [[Medianebene]]. Die Raphe bildet sich also während der Entwicklung der [[Geschlechtsorgan|Genitalien]] bereits beim [[Embryo]] als Verschmelzungslinie der beiden Urogenitalfalten beziehungsweise Skrotalwülste und ist später jedoch unterschiedlich ausgeprägt sichtbar: von einer deutlich sichtbaren Erhebung bis nahezu unscheinbar und nur als leichte Verfärbung der Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Embryogenese und Ausbildung der Raphe perinei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geschlechtsorgane - Entwicklung 1.png|mini|280px|Durch die Wirkung von [[Sexualhormon|Geschlechtshormonen]] entwickeln die Organanlagen unterschiedliche Proportionen. Die Urogenitalrinne schließt sich zu unterschiedlichen Anteilen. Wo sie verwächst, entsteht eine Raphe.&amp;lt;ref&amp;gt;Laurence Baskin, Mei Cao et al.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0301468119300830 Androgen and estrogen receptor expression in the developing human penis and clitoris]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Differentiation.&amp;#039;&amp;#039; Band 111, Januar-Februar 2020, S. 41–59.&amp;lt;/ref&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung zur Bildung der Raphe in beiden Geschlechtern startet mit der Entwicklung der äußeren Genitalien. Sowohl beim weiblichen als auch beim männlichen Embryo beginnt sie mit einer sexuell unausgeprägten &amp;#039;&amp;#039;(indifferenten)&amp;#039;&amp;#039; Phase. Später ab der 12. Schwangerschaftswoche (SSW) endet die eindeutige Ausgestaltung &amp;#039;&amp;#039;([[Differenzierung (Biologie)|Differenzierung]])&amp;#039;&amp;#039; für die beiden Geschlechter. In der indifferenten Phase werden zunächst folgende [[Anatomie|anatomische]] Strukturen angelegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Genital- oder Urethralfalten: sie sind beidseits der Kloakenmembran ([[Kloake (Biologie)|Kloake]])&lt;br /&gt;
* [[Genitalhöcker]]: sie liegen bauchwärts (&amp;#039;&amp;#039;ventral&amp;#039;&amp;#039;) von der Kloakenmembran&lt;br /&gt;
* Genitalwülste oder Labioskrotalwülste: sie entfalten sich seitlich (&amp;#039;&amp;#039;lateral&amp;#039;&amp;#039;) der Genitalfalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Genitalfalten wird die [[Urogenitalmembran]] ausgebildet, die das &amp;#039;&amp;#039;[[Ostium urogenitale]]&amp;#039;&amp;#039; zunächst verschließt. Nachdem das &amp;#039;&amp;#039;[[Septum urorectale]]&amp;#039;&amp;#039; mit der Kloakenmembran verwachsen ist, reißt die Membran ein und gibt das [[Ostium]] frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine starke Zellzunahme (Wucherung) des [[Mesenchym]]s kopf-bauchseitig (&amp;#039;&amp;#039;kranioventral&amp;#039;&amp;#039;) der Kloakenmembran entsteht der Genitalhöcker (&amp;#039;&amp;#039;Tuberculum genitale&amp;#039;&amp;#039;), der die ursprüngliche und beiden Geschlechtern gemeinsame Anlage von [[Klitoris]] und [[Penis]] darstellt. Der Genitalhöcker verlängert sich zu einem &amp;#039;&amp;#039;[[Protophallus]]&amp;#039;&amp;#039;, der zunächst bei beiden Geschlechtern gleich lang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den männlichen Embryonen verlängert sich unter [[Androgene]]influss der &amp;#039;&amp;#039;Protophallus&amp;#039;&amp;#039; zum [[Penis der Säugetiere|Penis]] (&amp;#039;&amp;#039;Phallus&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Urogenitalrinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Sulcus urogenitalis&amp;#039;&amp;#039;) schließt sich anschließend zur &amp;#039;&amp;#039;Pars spongiosa&amp;#039;&amp;#039; der [[Harnröhre]]. Dabei bildet sie auch den Harnröhrenschwellkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den weiblichen Embryonen bleibt der &amp;#039;&amp;#039;Protophallus&amp;#039;&amp;#039; kurz und entwickelt sich zur Klitoris. An der Unterseite des sich wandelnden &amp;#039;&amp;#039;Protophallus&amp;#039;&amp;#039; entsteht die Urogenitalrinne, die von den beiden Urogenitalfalten (&amp;#039;&amp;#039;Plicae urogenitales&amp;#039;&amp;#039;) begrenzt wird. Diese getrennt bleibenden Urogenitalfalten bilden schließlich die [[Schamlippe#Die kleinen (inneren) Schamlippen|inneren, kleinen Schamlippen]] (&amp;#039;&amp;#039;Labia minora&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitlich des Genitalhöckers entstehen also die erwähnten Geschlechtswülste und damit die Anlage der [[Schamlippe#Die großen (äußeren) Schamlippen|äußeren, großen Schamlippen]] (&amp;#039;&amp;#039;Labia majora&amp;#039;&amp;#039;) und des [[Hodensack]]s (Skrotum). Die Genitalfalten verschmelzen anschließend im hinteren Abschnitt zum &amp;#039;&amp;#039;Frenulum labiorum pudendi&amp;#039;&amp;#039;. Aus ihnen gehen beim weiblichen Embryo später die kleinen Schamlippen (&amp;#039;&amp;#039;Labia minora&amp;#039;&amp;#039;) hervor. Die Gewebe der Genitalwülste vereinigen sich von vorne und hinten (&amp;#039;&amp;#039;anterioposterior&amp;#039;&amp;#039;), wo sie die &amp;#039;&amp;#039;[[Commissura labiorum anterior]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Commissura labiorum posterior]]&amp;#039;&amp;#039; und damit auch den späteren Schamhügel (&amp;#039;&amp;#039;[[Mons pubis]]&amp;#039;&amp;#039;) bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raphe perinei beim Mann ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raphe on Male Geniitalia with Labels.jpg|mini|hochkant|Penis eines Mannes von unten. Die Raphe (Naht)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raphe penis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die bei männlichen Individuen verbleibende Verwachsungslinie an der Unterseite des [[Penis]], beginnend beim [[Vorhautbändchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Frenulum&amp;#039;&amp;#039;). Sie setzt sich über die Unterseite des Penis fort zum Skrotum, wo sie als Hodensacknaht (&amp;#039;&amp;#039;Raphe scroti&amp;#039;&amp;#039;) dann bis zum Damm ([[Perineum]]) beziehungsweise [[Anus|After]] reicht. Nach vorn, in &amp;#039;&amp;#039;anteriorer&amp;#039;&amp;#039; Richtung, setzt sie sich auf das Vorhautbändchen und auf die [[Penisvorhaut|Vorhaut]] als Vorhautnaht (&amp;#039;&amp;#039;Raphe praeputii&amp;#039;&amp;#039;) fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raphe perinei bei der Frau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raphe perinealis in 21-year-old female.jpg|mini|hochkant=0.7|Sehr ausgeprägte Raphe perinei]]&lt;br /&gt;
Bei den weiblichen Individuen wird die Raphe perinei am unteren Ende der [[Vulva]], der Fourchette (&amp;#039;&amp;#039;Commissura labiorum posterior&amp;#039;&amp;#039;), bis hin zum [[Anus]] mehr oder weniger stark ausgeprägt sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raphe perinei und die Geburtshilfe ===&lt;br /&gt;
Wird bei der Geburtshilfe ein Einschnitt des Dammes ([[Episiotomie]]) erforderlich, so werden dabei im Wesentlichen drei Schnittformen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mittellinige (&amp;#039;&amp;#039;mediane&amp;#039;&amp;#039;) Episiotomie&lt;br /&gt;
* mittel bis seitliche (&amp;#039;&amp;#039;mediolaterale&amp;#039;&amp;#039;) Episiotomie&lt;br /&gt;
* seitliche (&amp;#039;&amp;#039;laterale&amp;#039;&amp;#039;) Episiotomie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der medianen Episiotomie erfolgt die Spaltung des Dammes (&amp;#039;&amp;#039;[[Perineum]]s&amp;#039;&amp;#039;) in der bindegewebigen Raphe perinei von der hinteren [[Kommissur]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Vulva#Äußere Erscheinungsform und Anatomie der Vulva|Commissura labiorum posterior]]&amp;#039;&amp;#039;) ausgehend im Verlauf der Mittellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Raphe perinei beim Tier ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Manati2009 994- Platanera Dorada.JPG|Perinealregion, also Dammnaht, Raphe perinei bei einem weiblichen Pferd ([[Stute]])&lt;br /&gt;
Datei:Penis asiatischer Elefant.JPG|Raphe penis an der Unterseite des Penis eines asiatischen Elefanten ([[Elephas maximus]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Walther Graumann u.&amp;amp;nbsp;a.| Titel=CompactLehrbuch Anatomie in vier Bänden| Band=Band 3 | Verlag=Schattauer | Ort=Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a.| Jahr=2004 | Seiten=223 | ISBN=3-7945-2063-7 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Keith L. Moore, Arthur F. Dalley, A. M. R. Agur | Titel=Clinically Oriented Anatomy | Auflage= 7. | Verlag=Wolters Kluwer / Lippincott Williams &amp;amp; Wilkins | Ort=Philadelphia | Jahr=2014 | Seiten=420 | ISBN=978-1-4511-1945-9}}&lt;br /&gt;
* Alfred Sigel, R. H. Ringert: &amp;#039;&amp;#039;Kinderurologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., vollständig überarbeitete Auflage, Springer, Berlin / Heidelberg u.&amp;amp;nbsp;a. 2001 ISBN 3-540-64764-3, Kapitel 1: &amp;#039;&amp;#039;Embryologie des Urogenitaltraktes.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783540647645-c1.pdf Volltext]).&lt;br /&gt;
* Raimund Stein, Rolf Beetz, Joachim Wilhelm Thüroff: &amp;#039;&amp;#039;Kinderurologie in Klinik und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Thieme, Stuttgart / New York 2012, ISBN 978-3-13-674803-9, S. 440 ff. → Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;37, Sinus urogenitalis und Anomalien des weiblichen Genitales.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Penis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliches Geschlechtsorgan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
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