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	<title>Raphaelswerk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raphaelswerk&amp;diff=1054389&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schreiben: /* Literatur */ Wikilink</title>
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		<updated>2025-12-29T17:36:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Raphaelswerk-Logo.png|mini|Logo Raphaelswerk]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raphaelswerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[eingetragener Verein]] mit Sitz in [[Hamburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://raphaelswerk.de/impressum/ raphaelswerk.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Bereich der [[Auswandererberatung]] und berät [[Auswanderung|Auswanderer]], [[Expatriate|Auslandstätige]], [[Flüchtling]]e, [[Binationale Ehe|binationale Paare]] und [[Remigration|Rückkehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namensgeber des Vereins ist der [[Erzengel Raphael]], der als Schutzengel der Reisenden gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 137-011046, Hamburg, St. Raphaelverein.jpg|mini|Auskunftsbüro des Raphaelsvereins in Hamburg, 1925]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1871 wurde der „Verein zum Schutze Katholischer Auswanderer“ vom Limburger Kaufmann [[Peter Paul Cahensly]] (1838–1923) mit dem Ziel gegründet, [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Auswanderern auf dem Weg in ihre neue Heimat Sicherheit und Begleitung zu bieten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.raphaelswerk.de/wirueberuns/unseregeschichte/unseregeschichte |text=www.raphaelswerk.de: Geschichte, Daten |wayback=20220226060657}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1865, auf der Katholikenversammlung in [[Trier]], hatte sich Cahensly für die „Rettung von Tausenden und Millionen gefährdeter [[Auswanderung|Auswanderer]]“ starkgemacht. Auf dem [[Katholikentag]] in [[Mainz]] 1871 kam es zur Gründung des St.-Raphaels-Vereins, der 1878 seine päpstliche Anerkennung durch [[Papst]] [[Leo XIII.]] erhielt. Erster Präsident wurde Fürst [[Karl zu Isenburg-Birstein]] (1838–1899).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Initiative war es, die Bedingungen für Auswanderer zu verbessern, ihnen eine unparteiische Beratung zu bieten und sie vor dem Einfluss skrupelloser Agenten zu schützen. Dabei war die Unterstützung zumeist sehr konkret. Es ging um die Besorgung von Fahrkarten und Arbeitsmöglichkeiten sowie um die kirchliche Einbindung im Zielland, teilweise wurden die Auswanderer von Mitarbeitern des Raphaelswerkes auf Schiffen ins ausländische Zielgebiet begleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.raphaelswerk.de/wirueberuns/unseregeschichte/unseregeschichte |text=www.raphaelswerk.de: Geschichte, Daten |wayback=20220226060657}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tätigkeit erstreckte sich zudem auf die katholischen Seeleute und Matrosen, in Deutschland auch auf italienische [[Gastarbeiter]] und auf die Unterstützung der Bestrebungen der [[Mädchenschutzverein]]e und des deutschen Nationalkomitees zur Bekämpfung des [[Mädchenhandel]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Raphaelsverein |Band=16 |Seite=601 |zenoID=20007319223}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg befürwortete [[Lorenz Werthmann]], Geschäftsführer des Raphaelsvereins, den [[Kolonialismus]], da er in ihm eine Möglichkeit zur [[Heidenmission]] sah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wegmann&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heiko Wegmann |url=https://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/werthmann.htm |titel=Dr. Lorenz Werthmann und seine kolonialen Schattenseiten |werk=freiburg-postkolonial.de |datum=2008-10 |abruf=2017-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges war der St.-Raphaels-Verein bemüht, [[Deutsches Exil in der Zeit des Nationalsozialismus|Verfolgten des NS-Regimes]] die Flucht von Deutschland nach [[Südamerika]] – hauptsächlich nach [[Brasilien]] – zu ermöglichen. Die [[Deutsche Bischofskonferenz]] unterstützte den Verein finanziell, der [[Heiliger Stuhl|Vatikan]] erreichte auf diplomatischem Wege in den südamerikanischen [[Botschaft (Diplomatie)|Botschaften]] die Vergabe von [[Visum|Visa]] an Flüchtlinge. Bei den Verfolgten handelte es sich vor allem um Katholiken jüdischer Abstammung („katholische Nicht-Arier“), die von den [[Nürnberger Rassengesetze]]n betroffen waren. Im Jahr 1941 wurde der St.-Raphaels-Verein durch die [[Geheime Staatspolizei]] verboten. Er wurde aber 1946 wiederbelebt und hat seitdem weitere Millionen Deutsche und Ausländer bei der Auswanderung beraten. Im Diözesanarchiv Hamburg befinden sich die Akten des Generalsekretariats.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.today/2014.06.15-075241/http://www.katholische-archive.de/Di%C3%B6zesanarchive/Hamburg/HamburgBest%C3%A4nde%C3%BCbersicht/tabid/125/Default.aspx archive.today]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftrag und Ziel ==&lt;br /&gt;
Der Verein berät im Auftrag der [[Deutsche Bischofskonferenz|Deutschen Bischofskonferenz]] bundesweit Auswanderer und Auslandstätige unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem rechtlichen Status und ihrer Religionszugehörigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den rechtlichen Rahmen der Beratung bildet das [[Auswandererschutzgesetz]] vom 26. März 1975 in der Novellierung von 2013. Mit diesem Gesetz übernimmt der Staat eine Schutzfunktion für seine Bürger. Auswanderer sollen nicht aus kommerziellem Eigeninteresse beraten werden, sondern Zugang zu möglichst objektiven und umfassenden Informationen erhalten. Die Beratung soll davor bewahren, den Schritt ins Ausland unüberlegt zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beratung im Raphaelswerk hat das Ziel, die konkreten Fragen der Ratsuchenden zu beantworten, sie umfassend zu informieren und auf möglichst viele Aspekte ihres Vorhabens aufmerksam zu machen. Die Ratsuchenden werden unterstützt, ihren Plan realistisch einzuschätzen, damit sie für sich eine tragfähige Entscheidung treffen. Die Begleitung im Entscheidungsprozess geschieht auf der Basis des christlichen Menschenbildes, das den Menschen nicht auf Aspekte wie Karriere und Verdienst reduziert, sondern ihn in seinem sozialen Kontext sieht und die religiöse Dimension einbezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsgebiete ==&lt;br /&gt;
Der Verein berät:&lt;br /&gt;
* Auswanderer: Deutsche, die dauerhaft ihren Wohnsitz in ein anderes Land verlegen möchten.&lt;br /&gt;
* Auslandstätige: Menschen, die vorübergehend [[Arbeitsmigration|im Ausland arbeiten]] wollen.&lt;br /&gt;
* Weiterwanderer: Ausländer, vor allem Flüchtlinge, die nach neuen Perspektiven in einem Drittland suchen.&lt;br /&gt;
* Rückkehrer: Ausländer, vor allem Flüchtlinge, die in ihr Herkunftsland zurückkehren möchten oder müssen, und Deutsche mit dem Wunsch, nach Deutschland zurückzukehren.&lt;br /&gt;
* [[Interkulturelle Ehe|Binationale Partnerschaften und Familien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Der Verein ist einem doppelten kirchlichen Auftrag verpflichtet, der einerseits direkt von der Deutschen Bischofskonferenz erteilt ist, andererseits aus dem Status als anerkannter zentraler Fachverband im Deutschen [[Deutscher Caritasverband|Caritasverband]] erwächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist als gemeinnützig anerkannte [[Verein]] organisiert und unterhält ein Generalsekretariat in [[Hamburg]]. Vorsitzender des Vereins ist Berthold Bonekamp, Dompropst im Erzbistum Hamburg. Generalsekretärin und damit Bundesgeschäftsführerin ist Birgit Klaissle-Walk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesweit existiert ein Netz von Beratungsstellen in Trägerschaft von Caritasverbänden. Die Berater verfügen sämtlich über die Genehmigung zur Auswanderungsberatung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalsekretäre ==&lt;br /&gt;
=== St.-Raphaels-Verein (ab 1899 St. Raphaels-Verein e. V.) ===&lt;br /&gt;
* 1899–1919: [[Peter Paul Cahensly]]&lt;br /&gt;
* 1920–1930: [[Georg Timpe]] [[Pallottiner|SAC]]&lt;br /&gt;
* 1930–1940: [[Max Größer]] SAC&lt;br /&gt;
* Juni 1940 – Juni 1941 [[Alexander Menningen]] SAC&lt;br /&gt;
* Februar – Oktober 1946 Peter Hahn SAC&lt;br /&gt;
* 1946–1975: [[Friedrich Fröhling]] SAC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raphaelswerk e. V. (ab 1977) ===&lt;br /&gt;
* 1976–1990: Victor Mohr&lt;br /&gt;
* 1990–1996: Christopher Layden&lt;br /&gt;
* 2000–2012 Gabriele Mertens&lt;br /&gt;
* seit 2012: Birgit Klaissle-Walk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hermanns]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltweiter Dienst am Menschen unterwegs. Auswandererberatung und Auswandererfürsorge durch das Raphaels-Werk 1871–2011.&amp;#039;&amp;#039; Pallotti Verlag, Friedberg 2011, ISBN 978-3-87614-079-7.&lt;br /&gt;
* [[Peter Paul Cahensly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Auswanderer und der St Raphael-Verein.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter zeitgemäße Broschüren.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge. Band VIII. Heft 11). Frankfurt am Main 1887.&lt;br /&gt;
* Markus Holzweber: &amp;#039;&amp;#039;Der österreichische „St. Raphael-Verein“ zum Schutze der Auswanderer. Katholisches Engagement für Emigranten der Habsburgermonarchie in der „Alten“ und „Neuen“ Welt (1880–1918).&amp;#039;&amp;#039; Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-8381-0556-7.&lt;br /&gt;
* Markus Holzweber: &amp;#039;&amp;#039;Migration und der österreichische St. Raphaels-Verein.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Rebitsch, Elena Taddei, Michael Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Reisen: Mobilität in der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7065-5111-3, S. 112–125.&lt;br /&gt;
* Jana Leichsenring: &amp;#039;&amp;#039;[http://igdj-hh.de/files/IGDJ/pdf/hamburger-beitraege/heim-meyer-nicosia_wer-bleibt.pdf Die Auswanderungsunterstützung für katholische »Nichtarier« und die Grenzen der Hilfe. Der St. Raphaelsverein in den Jahren 1938 bis 1941.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Susanne Heim]], [[Beate Meyer]], [[Francis R. Nicosia]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Wer bleibt, opfert seine Jahre, vielleicht sein Leben.“ Deutsche Juden 1938–1941.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0752-0, S. 96–114.&lt;br /&gt;
* Festschrift 80 Jahre St.-Raphaels-Verein 1871–1951, Generalsekretariat des St.-Raphaels-Vereins, Hamburg, 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.raphaelswerk.de/ Offizielle Website des Raphaelswerks]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/045939|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1036603296|VIAF=304818533}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohlfahrtsorganisation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Beratung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachverband des Deutschen Caritasverbandes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigration (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
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