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	<title>Raphael Walzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T17:30:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raphael_Walzer&amp;diff=1486751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miediwo: Schriften: Rubrik und Titel eingefügt</title>
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		<updated>2025-09-09T21:04:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Schriften: Rubrik und Titel eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erzabt Raphael Walzer OSB.jpg|miniatur|hochkant|Erzabt Raphael Walzer (Gemälde in der Erzabtei Beuron, ca. 1920, Foto: 2013)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Raphael Walzer.jpg|mini|hochkant|Erzabt Raphael Walzer 1966 in der Abtei Neuburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raphael Walzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]] (* [[27. März]] [[1888]] in [[Ravensburg]] als &amp;#039;&amp;#039;Josef Walzer&amp;#039;&amp;#039;; † [[19. Juli]] [[1966]] in [[Heidelberg]]) war ein deutscher [[Benediktiner]] und vierter [[Erzabt]] der [[Erzabtei Beuron]]. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1937 emigrieren und war danach in Frankreich und Algerien tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ravensburg Herrenstraße Geburtshaus Raphael Walzer Wappen.jpg|miniatur|180px|Abtswappen Raphael Walzers auf einer Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Herrenstraße in Ravensburg]]&lt;br /&gt;
Josef Walzer wurde als Sohn einer Handwerkerfamilie in Ravensburg geboren und trat 1906 in die [[Erzabtei Beuron|Benediktiner-Erzabtei Beuron]] ein, wo er den [[Ordensname]]n &amp;#039;&amp;#039;Raphael&amp;#039;&amp;#039; annahm. Er legte am 27. Dezember 1907 seine Mönchs[[profess]] in Beuron ab und wurde am 1. September 1913 zum [[Priesterweihe|Priester]] geweiht. Bereits 1918 in der Endphase des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], nach Studien in Beuron und Rom, erwählte ihn – noch nicht dreißigjährig – der Beuroner Konvent zum Erzabt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtliche Würdigung&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Würdigung. Buch zu Erzabt Walzer&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Südkurier]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. November 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit auch in Personalunion zum Haupt der zur Beuroner Kongregation zählenden Männer- und Frauenklöster. Sein äbtlicher [[Wahlspruch]] war &amp;#039;&amp;#039;Magis prodesse quam praeesse&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Mehr helfen als herrschen&amp;#039;&amp;#039; ([[Regula Benedicti|RB]] Kap. 64,8). In den 1920er Jahren initiierte er die Gründung bzw. Wiederbesiedlung einer Reihe von Klöstern wie auf dem Michaelsberg bei Bruchsal und 1926 [[Abtei Neuburg|Neuburg]], später [[Kloster Weingarten|Weingarten]], [[Kloster Neresheim|Neresheim]], [[Kloster Kellenried|Kellenried]], [[Abtei Grüssau|Grüssau]] und andere.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Eitel]]: &amp;#039;&amp;#039;Oberschwäbische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Thorbecke-Verlag Ostfildern, 2022, S. 120–124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Initiator der Modernisierung und des Ausbaus des Klosters Beuron, insbesondere des Westflügel mit Theologischer Hochschule und des [[Erzabtei Beuron#Donau-Wasserkraftwerk|Wasserkraftwerks bei St. Maurus]] der Erzabtei Beuron. Ihm gelang die Aufnahme von über 130 Neuzugängen, die [[Profess]] von über 150 Mönchen und die Förderung wissenschaftlicher Einrichtungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtliche Würdigung&amp;quot;/&amp;gt; 1935 lebten fast 300 Benediktiner im Kloster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walzers umfassende Aufbauarbeit in Beuron wurde durch die nationalsozialistischen Machthaber unterbrochen. Er zog zahlreiche Menschen aus Wissenschaft, Kunst und des kirchlichen Lebens an Beuron heran. Er unterhielt engen und freundschaftlichen Kontakt mit Staatspräsident [[Eugen Bolz]] und war geistlicher Berater und Begleiter von [[Edith Stein]], die heute als Heilige der Kirche verehrt wird. Beide wurden Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten. Diese Kontakte wiesen ihn in die geistige Opposition. Walzer machte innerhalb und außerhalb Beurons von seiner Ablehnung gegenüber dem Nationalsozialismus keinen Hehl. Er rief zum Wahlboykott auf und weigerte sich bei öffentlichen Anlässen entgegen den offiziellen Aufforderungen, das Kloster zu beflaggen. Dadurch geriet er in Spannungen mit dem nationalsozialistischen System, aber auch in innerkirchliche Schwierigkeiten. Sowohl von römischer Seite als auch aus dem Orden selber erwuchsen Walzer vermehrt Hindernisse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichtliche Würdigung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 konnte Walzer nach einer Auslandsreise nicht mehr nach Beuron zurückkehren und emigrierte über die Schweiz nach [[Frankreich]]. Da er in Deutschland mittlerweile zur „unerwünschten Person“ erklärt worden war, nahm er die französische Staatsangehörigkeit an und lebte in der [[Abtei Saint-Wandrille]] in der Normandie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WORT&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Stadler]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzabt Walzer, unser Gründungsabt&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wort in die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Abtei Neuburg, Heft 205/2016&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 verzichtete er auf sein Amt als Erzabt von Beuron und flüchtete 1940 vor der [[Gestapo]] nach [[Algerien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WORT&amp;quot; /&amp;gt; Als Militärgeistlicher der französischen Armee in Algerien gründete er während des Zweiten Weltkriegs in [[Meftah|Rivet]] bei [[Algier]] das erste Theologenseminar für deutsche Kriegsgefangene, dessen Leiter er von 1943 bis 1946 war. Da eine Rückkehr nach Beuron weiterhin nicht möglich war (dort war seit 1938 [[Benedikt Baur]] Erzabt), baute er ab 1950 in [[Tlemcen]] in Algerien eine [[Benediktinerabtei]] im islamischen Umfeld auf, der er bis 1964 vorstand. Mit dem [[Algerienkrieg|Algerienaufstand]] verließ er Algerien und kehrte nach Heidelberg in die Abtei Neuburg zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orden-online.de&amp;quot;&amp;gt;[http://www.orden-online.de/wissen/w/walzer-raphael/ orden-online.de, 19. Sept. 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WORT&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb 1966 in der [[Abtei Neuburg]] in Heidelberg, die er in den 1920er Jahren nach einer über dreihundertjährigen Unterbrechung des Klosterlebens wiederbegründet hatte, und wurde in der Beuroner [[Krypta]] beigesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orden-online.de&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jüngerschaft&amp;#039;&amp;#039;. Beuroner Kunstverlag, Beuron 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Weg&amp;#039;&amp;#039;. Kunstverlag, Beuron/Hohenzollern 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beuroner Funkstunden&amp;#039;&amp;#039;. Kunstverlag, Beuron/Hohenzollern o. J.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Endres (Germanistin)|Elisabeth Endres]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzabt Walzer. Versöhnen ohne zu verschweigen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Positives Leben, Baindt/Ravensburg 1988, ISBN 3-925868-39-9.&lt;br /&gt;
* [[Jakobus Kaffanke]] OSB, [[Joachim Köhler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mehr nützen als herrschen. Raphael Walzer OSB, Erzabt von Beuron 1918–1937&amp;#039;&amp;#039; (= Beiträge zu Theologie, Kirche und Gesellschaft im 20. Jahrhundert; Band 17). LIT Verlag, Münster 2008 (2., korrigierte und erweiterte Auflage 2010), ISBN 978-3-8258-1327-7.&lt;br /&gt;
* Katharina Oost: &amp;#039;&amp;#039;Briefe von Raphael Walzer, Edith Stein und Eugenio Pacelli vom April 1933. Neue Dokumente aus einem Vatikanischen Archiv&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag]]&amp;#039;&amp;#039; 79 (2003), S. 236–244.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Walzer, Raphael&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 793&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/w/walzer_r.shtml |autor=[[Harm Klueting]]|artikel=Raphael Walzer|band=35|spalten=1495-1510}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118867431}}&lt;br /&gt;
* {{Benediktinerlexikon|Walzer, Raphael|Raphael Walzer}}&lt;br /&gt;
* {{orden|w|w|walzer-raphael}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000003923|Raphael Walzer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
| AMT = [[Erzabtei Beuron|Erzabt von Beuron]]&lt;br /&gt;
| ZEIT = 1918–1937&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER = [[Ildefons Schober]]&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER = [[Benedikt Baur|Benedikt I. Baur]]&lt;br /&gt;
| AMT2 = [[Beuroner Benediktinerkongregation|Erzabt der Beuroner Kongregation]]&lt;br /&gt;
| ZEIT2 = 1922/1929–1936&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER2 = [[Ildefons Schober]]&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER2 = ([[Raphael Molitor]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118867431|LCCN=n/2011/38093|VIAF=69727153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walzer, Raphael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Beuron)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walzer, Raphael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Walzer, Josef (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Benediktiner, Erzabt von Beuron&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ravensburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juli 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miediwo</name></author>
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