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	<title>Raphael Molitor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:51:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raphael_Molitor&amp;diff=2899426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miediwo: /* Werk */ Aufsatztitel ergänzt</title>
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		<updated>2025-08-24T07:29:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk: &lt;/span&gt; Aufsatztitel ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raphael Molitor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]] (* [[2. Februar]] [[1873]] in [[Sigmaringen]] als &amp;#039;&amp;#039;Fidelis-Engelbert Molitor&amp;#039;&amp;#039;; † [[14. Oktober]] [[1948]] in [[Beuron]]) war ein deutscher [[Benediktiner]] und erster [[Abt]] der [[Abtei Gerleve]] im [[Münsterland]], zudem Kirchenrechtler und Musikwissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fidelis-Engelbert Molitor war der Sohn des [[Domkapellmeister]]s Johann Baptist Molitor (1834–1900) und seiner Frau Maria. Er hatte vier ältere Geschwister, drei Brüder (Gregor, Heinrich und Ambrosius) und die Schwester Rosa. Unter dem Einfluss seines Vaters war er schon früh ein guter [[Organist]] und hatte umfangreiche Kenntnisse in Musiktheorie, was dazu führte, dass er schon mit 17 Jahren zum königlichen Stiftsorganisten am [[Emmauskloster]] in [[Prag]] ernannt wurde, wo schon einer seiner Brüder als Organist wirkte. Statt aber die Stelle anzutreten, bat er 1890 wie zwei seiner Brüder um Aufnahme in die [[Erzabtei Beuron]]. Dort bekam er den Ordensnamen [[Raphael]]. Nach dem [[Noviziat]] und Studium in Beuron setzte er seine Studien in [[Dogmatik]] und [[Kirchenrecht]] an der internationalen Benedikterhochschule [[Päpstliches Athenaeum Sant’Anselmo|Sant’Anselmo]] in Rom fort. Nach der Priesterweihe im Jahr 1897 war er Dozent für Dogmatik, Kirchenrecht und Moraltheologie in Beuron und daneben dort auch zusammen mit einem seiner Brüder für das Orgelspiel zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem von Beuron aus neu gegründeten Kloster Gerleve war 1905 nach dem Tod des bisherigen [[Prior]]s dieses Amt neu zu besetzen. Der Beuroner Erzabt [[Placidus Wolter]] entsandte nun Pater Raphael Molitor dorthin, um das Kloster als Prior zu leiten. Obwohl er vornehmlich Wissenschaftler und Musiker war, erfüllte er die neue Aufgabe so erfolgreich, dass ihn der Erzabt ein Jahr später zum ersten Abt von Gerleve ernannte. Am 16. Dezember 1906 erhielt Molitor im [[St.-Paulus-Dom (Münster)|Dom zu Münster]] die [[Abtsweihe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abt Raphael legte großen Wert auf den [[Gregorianischer Choral|Choralgesang]] und die wissenschaftliche Orientierung des Konvents, wozu auch der Aufbau und die sorgfältige Pflege der [[Klosterbibliothek]] gehörten. Ferner wurde unter seiner Amtszeit der Bau der Abteigebäude fortgesetzt. Das Kloster entwickelte sich gut und war so anziehend, dass ihm 1936 ungefähr 100 Mönche angehörten, die zum größeren Teil aus der rheinisch-westfälischen Umgebung des Klosters kamen. 1941 wurden die Ordensangehörigen im Rahmen des „[[Klostersturm]]s“ von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] aus ihrem Kloster vertrieben und erhielten Aufenthaltsverbot in den Provinzen [[Rheinprovinz|Rheinland]] und [[Provinz Westfalen|Westfalen]]. Die Gebäude wurden für verschiedene Zwecke der Herrschenden genutzt, zuletzt als [[Lazarett]], das die befreiende [[United States Army|US Army]] übernahm. 1946 konnten die Mönche und auch ihr Abt wieder zurückkehren. Während des ersten [[Generalkapitel]]s der [[Beuroner Kongregation]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in Beuron, das er als [[Abtpräses]] (seit 1936) zu leiten hatte, starb Raphael Molitor. Er wurde in Gerleve beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Ab 1901 veröffentlichte Molitor mehrere wissenschaftliche Studien vornehmlich auf dem Gebiet der [[Historische Musikwissenschaft|Musikgeschichte]]. Er wurde von Papst Pius X. zum Konsultor der Päpstlichen Kommission für Kirchenmusik ernannt. Er war an der Herausgabe des [[Graduale Romanum]] (1908) beteiligt wie auch als Kirchenrechtler an der Herausgabe des [[Codex Iuris Canonici|kirchlichen Gesetzbuches]] CIC (1917). Im Jahr 1931 wurde er in [[Universität Münster|Münster]] zum [[Doktor der Theologie]] promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schriften&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Josef Rheinberger und seine Kompositionen für die Orgel: dem Andenken des verewigten Meisters gewidmet&amp;#039;&amp;#039;. 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die nachtridentinische Choralreform zu Rom. Ein Beitrag zur Musikgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Leuckart, Leipzig 1901/1902 (Nachdruck: Olms, Hildesheim 1967).&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Choral-Reform unter Gregor XIII.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Choralreform unter Klemens VIII. und Paul V.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religiosi Iuris Capita Selecta&amp;#039;&amp;#039;, adumbravit Raphael Molitor OSB, Abbas St. Joseph in Guestfalia. Pustet, Regensburg 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus der Rechtsgeschichte benediktinischer Verbände – Untersuchungen und Skizzen.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1929.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Verbände von Kloster zu Kloster&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Verband und Exemtion&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Sakrament der Weihe: Erwägungen nach dem Pontificale Romanum.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 1938.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Vorfragen, Tonsur, Niedere Weihen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Subdiakonat, Diakonat, Presbyterat&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Aufsätze&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pius X. Ein demütiges Gedenkblatt zu seinem 100. Geburtstag 2. Juni 1835&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Benediktinische Monatsschrift|Benediktinische Monatschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, XVII. Jg. (1937), S. 169–181. [konzentriert sich auf die Reform der Liturgie, des Gregorianischen Chrorals und des Kirchenrechts]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Reetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Tod des Abt-Präses Raphael Molitor. Gedächtnisworte bei der Beerdigung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag|Benediktinische Monatsschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 25 (1949), S. 44–47.&lt;br /&gt;
* [[Basilius Steidle]]: &amp;#039;&amp;#039;Abtpräses Raphael Molitor †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Benediktinische Monatschrift&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 24 (1948) 463–465.&lt;br /&gt;
* [[Pius XII.]]: &amp;#039;&amp;#039;Dem geliebten Sohn Raphael Molitor OSB...&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Benediktinische Monatsschrift|Benediktinische Monatschrift]]&amp;#039;&amp;#039; XXIV. Jg. (1948), S. 136. [Papst Pius XII. zum Goldenen Priesterjubiläum von Abt-Präses Raphael Monitor]&lt;br /&gt;
* Gerhard Oesterle: &amp;#039;&amp;#039;Abt Raphael Molitor als Schriftsteller des Ordensrechtes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige]]&amp;#039;&amp;#039; (SMGB), Bd. 73 (1962) 14–40.&lt;br /&gt;
* Basilius Senger: &amp;#039;&amp;#039;Molitor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige&amp;#039;&amp;#039;, Ergänzungsband 29/2 (1987), S. 614ff.&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|727|728|Molitor, Raphael|Martin Uhlenbrock|127210202}}&lt;br /&gt;
* [[Marcel Albert]]: &amp;#039;&amp;#039;Molitor, Raphael.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Maria Magdalena Rückert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Biographien unter Einbeziehung hohenzollerischer Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-018500-4, S. 181–183 ([https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/127210202/biografie online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen / Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|127210202}}&lt;br /&gt;
* {{Benediktinerlexikon|Molitor, Raphael|Raphael Molitor}}&lt;br /&gt;
* [http://www.orden-online.de/wissen/m/molitor-raphael/ Orden online: Molitor, Raphael]&lt;br /&gt;
* [https://www.abtei-gerleve.de/kloster/abt/ Raphael Molitor] auf der Website der Abtei Gerleve&lt;br /&gt;
* [http://www.schwaebische-orgelromantik.de/personen/molitor-raphael/molitor-raphael.htm Schwäbische Orgelromantik: Molitor, Raphael O.S.B]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
|AMT= [[Abtei Gerleve|Abt von Gerleve]]&lt;br /&gt;
|ZEIT= 1906–1948&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER = --&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER = [[Pius Buddenborg|Pius I. Buddenborg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| AMT2 = [[Beuroner Kongregation|Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation]]&lt;br /&gt;
| ZEIT2 = 1936–1948&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER2 = ([[Raphael Walzer]])&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER2 = [[Bernhard Durst]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127210202|LCCN=n/87/135214|VIAF=64528983}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Molitor, Raphael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Billerbeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Molitor, Raphael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Molitor, Fidelis-Engelbert (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geistlicher, Benediktiner und Abt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Beuron]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miediwo</name></author>
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