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	<title>Raphael Keppel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T20:13:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-09T04:40:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raphael Keppel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Oktober]] [[1948]]&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Dormann: &amp;#039;&amp;#039;Die Grünen. Repräsentationspartei der Neuen Linken (Diss.).&amp;#039;&amp;#039; Universität Bonn 1992, S.&amp;amp;nbsp;266.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[24. November]] [[2010]] in [[Nausori]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Friedens- und Umwelt[[Aktivismus|aktivist]]. Er wurde durch eine [[Flugzeugentführung]] im Jahr 1979 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Keppel wuchs als drittes von zehn Kindern in [[Halen (Emstek)|Halen]] bei [[Cloppenburg]] auf, verließ die Volksschule nach der sechsten Klasse und wurde zum Elektroschweißer ausgebildet. Nach dem Scheitern einer ersten, mit 18 Jahren geschlossenen Ehe heiratete er 1971 ein zweites Mal und zog mit seiner zweiten Frau nach [[Rotenburg an der Fulda]]. Er begann zu schreiben, fand für seine Manuskripte keinen Verlag, wurde arbeitslos und begab sich in psychotherapeutische Behandlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mauz&amp;quot;&amp;gt;{{cite news |first=Gerhard |last=Mauz |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14329731.html |title=Flugschein Nr. 220 4913 648 993 1 |work=Der Spiegel 18/1980 |date=1980-04-28 |accessdate=2012-05-28 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;stern&amp;quot;&amp;gt;stern 39/79, zitiert nach: Keppel, &amp;#039;&amp;#039;Entführung zur Menschlichkeit&amp;#039;&amp;#039;, Klappentext&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entführung der Lufthansamaschine auf dem Flug LH 850 ===&lt;br /&gt;
Am 12. September 1979 entführte Keppel eine Linienmaschine der [[Lufthansa]] auf dem Flug von Frankfurt am Main nach Köln/Bonn. Um 10.10 Uhr betrat er das Cockpit und bedrohte die Piloten, unter Führung von Flugkapitän Rainer Misar, mit einer [[Spielzeugwaffe]]. Die 120 Passagiere ließ er knapp sechs Stunden nach der Landung in Köln/Bonn aussteigen und behielt die acht Besatzungsmitglieder in seiner Gewalt. Keppel verlangte eine persönliche Unterredung mit Bundeskanzler [[Helmut Schmidt]], führte über Funk mehrere Stunden lang Verhandlungen mit Staatsminister [[Hans-Jürgen Wischnewski]] und gab dann, nach fast zwölf Stunden, gegen 22 Uhr auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39868521.html |title=Das wäre unseriös, verehrter Gast |work=Der Spiegel 38/1979 |date=1979-09-17 |accessdate=2012-05-28 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mauz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haftstrafe, Tätigkeit für die Grünen in Hessen ===&lt;br /&gt;
1980 wurde Keppel vom [[Oberlandesgericht Düsseldorf]] zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt; die Richter erkannten auf [[verminderte Schuldfähigkeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot;&amp;gt;{{cite news |first=Sandra |last=Kaufmann |url=https://www.ksta.de/flugzeugentfuehrung--teil-ii-der-entfuehrer--der-nur-reden-wollte-12988418 |title=Der Entführer, der nur reden wollte |work=Kölner Stadtanzeiger |date=2009-12-11 |accessdate=2017-11-27 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung schloss Keppel sich den [[Bündnis 90/Die Grünen Hessen|Grünen]] in Hessen an. Seine Nominierung als Kandidat der Grünen für die [[Landtagswahl in Hessen 1982|Landtagswahl 1982]] wurde vom Landeswahlleiter abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14337595.html |title=Berufliches: Raphael Keppel |work=Der Spiegel 21/1982 |date=1982-05-24 |accessdate=2012-05-28 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Keppel wurde Assistent der Grünen-Landtagsfraktion und gehörte dort zu den sogenannten [[Fundi]]s. Er lehnte die [[Kabinett Börner III|Regierungsbeteiligung der Grünen in Hessen]] ab, verfasste gemeinsam mit dem Fraktionsassistenten [[Jan Kuhnert]] ein „Manifest der Fundamentalisten“&amp;lt;ref&amp;gt;Dräger, Klaus / Hülsberg, Werner: &amp;#039;&amp;#039;Aus für Grün? Die grüne Orientierungskrise zwischen Anpassung und Systemopposition&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main: ISP-Verlag 1986, S&amp;amp;nbsp;.296&amp;lt;/ref&amp;gt; und trat im Oktober 1985 aus der Partei aus, blieb aber Fraktionsmitarbeiter im Landtag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot; /&amp;gt; Als Keppel im Februar 1986 für einige Tage unauffindbar war, veröffentlichten Kuhnert und andere einen mit „Wir suchen Raphael Keppel“ betitelten Aufruf, und die Wiesbadener Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen „wegen des Verdachts der Verschleppung, erpresserischen Menschenraubs und Geiselnahme“ ein. Der Verdacht sollte sich nicht bestätigen; Keppel meldete sich schließlich brieflich aus [[Paraguay]] und kehrte am 26. Februar 1986 nach Deutschland zurück. Eine Erinnerung daran, wie er nach Paraguay gelangt war, hatte er angeblich nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511371.html |title=Starker Abgang. Wiesbadener Staatsanwälte erforschen eine Psycho-Affäre bei den hessischen Grünen |work=Der Spiegel 10/1986 |date=1986-03-03 |accessdate=2012-05-28 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges, Tätigkeit als Sachbuchautor, Auswanderung nach Fidschi ===&lt;br /&gt;
1984 gab Keppel gemeinsam mit [[Dieter Duhm]], [[Rainer Langhans]] und [[Wolfgang Neuss]] eine Zeitschrift namens &amp;#039;&amp;#039;Liebe. Das Magazin für Sein &amp;amp; Bewußtsein&amp;#039;&amp;#039; heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Bruhn: &amp;#039;&amp;#039;Bhagwans Liebesrevolution&amp;#039;&amp;#039;, in: Ulrike Heider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sadomasochisten, Keusche und Romantiker. Vom Mythos neuer Sinnlichkeit&amp;#039;&amp;#039;, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1986, S.&amp;amp;nbsp;174–189&amp;lt;/ref&amp;gt; 1985 bildete er mit der englischen Sängerin Geraldine Blecker ein Pop-Duo, für das er auch die Texte schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511371.html |title=Oh Cherie |work=Der Spiegel 6/1985 |date=1985-02-04 |accessdate=2012-05-28 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1987 bis 1989 veröffentlichte Keppel mehrere Sachbücher zur Geschichte des deutschen Fußballs. 1989 wanderte er mit seinen beiden Söhnen nach [[Fidschi]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=High Court of Fiji |url=http://www.paclii.org//cgi-bin/disp.pl/fj/cases/FJHC/1998/16.html |title=Keppel v Attorney-General of Fiji (1998) FJHC 16; HBM0099j.1998s |date=1998-02-13 |accessdate=2012-05-28 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 24. November 2010 starb er in Nausori.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken |url=http://www.dsfs.de/index.php?id=71 |title=Mitglieder-News |date=2011-09-19 |accessdate=2012-05-28 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |last=Fiji Times Classifieds: Funerals |url=http://classifieds.fijitimes.com/ad.aspx?aid=227135 |title=Todesanzeige |work=Fiji Times |date=2010-12-02 |accessdate=2012-06-06 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entführung zur Menschlichkeit&amp;#039;&amp;#039;, [[Volksverlag]], Linden 1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die humane Zukunft – und wie sie praktisch verwirklicht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, Volksverlag, Linden 1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an ein verpfuschtes Leben&amp;#039;&amp;#039;, Volksverlag, Linden 1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Folgen der Entführung&amp;#039;&amp;#039;, Volksverlag, Linden 1981&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Fußball-Bundesliga&amp;#039;&amp;#039;, Sport u. Spiel, Hürth 1988&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Fußball-Oberliga 1946–1963: 2 Bde.&amp;#039;&amp;#039;, Sport u. Spiel, Hürth 1991&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Fußball-Länderspiele. Eine Dokumentation 1908–1989&amp;#039;&amp;#039;, Sport u. Spiel, Hürth 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/raphael-keppel-wie-der-luftpirat-zu-den-gruenen-kam-a-1286232.html Flugzeug-Entführer Raphael Keppel, „&amp;#039;&amp;#039;Wie ein Luftpirat bei den Grünen Karriere machte&amp;#039;&amp;#039;“], Rückblick und kommentierte Fotostrecke, [[einestages]], 12. September 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1298810280|VIAF=57176365}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Keppel, Raphael}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die-Grünen-Mitglied (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugzeugentführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Keppel, Raphael&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Friedens- und Umweltaktivist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Oktober 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. November 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nausori]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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