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	<title>Raoul Bumballa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T10:54:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raoul_Bumballa&amp;diff=2409931&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Rudolf G. Ardelt und Anton Staudinger; Kleinkram</title>
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		<updated>2024-05-01T18:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Rudolf G. Ardelt und Anton Staudinger; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raoul Bumballa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1895]] in [[Troppau]], [[Österreichisch-Schlesien]]; † [[25. Juli]] [[1947]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[Journalist]] und [[Politiker]] ([[ÖVP]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bumballa (der Name wird auf der ersten Silbe betont) führte seit 1921 einen Doktortitel, hatte das Doktorat aber nie erworben.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Rathkolb (siehe Literatur), S. 296; Hinweis in: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 2009. Schwerpunkt: Bewaffneter Widerstand – Widerstand im Militär&amp;#039;&amp;#039;, Redaktion: Christine Schindler, LIT Verlag Berlin / Münster / Wien / Zürich / London 2009, ISBN 978-3-643-50010-6, S. 102, Anm. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Wiener Adressbuch schien er 1921/22 als &amp;#039;&amp;#039;Firmengesellschafter&amp;#039;&amp;#039; mit der Adresse Titlgasse 16 in einem Villenviertel im Bezirksteil [[Lainz]] des [[Hietzing|13. Bezirks]] auf&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.digital.wienbibliothek.at/periodical/pageview/168992 &amp;#039;&amp;#039;Lehmann&amp;#039;s Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger für Wien&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 1921/22, Band 2, S. 161].&amp;lt;/ref&amp;gt;; in den Ausgaben 1926, 1931 und 1938 ist er nicht zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Herrschaft]] wurde Bumballa 1938 verhaftet und war viereinhalb Jahre im [[KZ Dachau]] und im [[KZ Buchenwald]] inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2011/07_08/files/Staatssekretaere.pdf Werner Sabitzer: &amp;#039;&amp;#039;Staatssekretäre im Innenministerium&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Sicherheit&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 7–8, Wien 2011, S. 33 f.; PDF-Datei auf der Website des Bundesministeriums für Inneres].&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Entlassung engagierte er sich in der österreichischen Widerstandsbewegung [[O5]]. Er wird in der zeitgeschichtlichen Literatur teilweise als Sprecher der Österreichischen Widerstandsbewegung O5 bezeichnet. Andererseits wurde ihm attestiert, er habe sich Ende 1944 / Anfang 1945 in den Vordergrund gespielt und eine Sprecherfunktion beansprucht, sei aber dazu von der O5 formal nicht legitimiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Hilger]], Mike Schmeitzner, Clemens Vollnhals (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sowjetisierung oder Neutralität? Optionen sowjetischer Besatzungspolitik in Deutschland und Österreich 1945–1955&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 978-3-525-36906-7, S. 380, Anm. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch war Bumballa unstreitig Vorsitzender des so genannten „Siebenerausschusses“ der Widerstandsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese umfasste Menschen aller politischen Schattierungen, politische Profis aus der Zeit der [[Erste Republik (Österreich)|Ersten Republik]] waren jedoch kaum vertreten. So hatte O5 im Gegensatz zu [[Karl Renner]], der bei seinen Plänen für [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Nachkriegsösterreich]] von der [[Bundesverfassung (Österreich)|Bundesverfassung 1920]] ausging, keine konkreten Überlegungen für die Zeit nach der Niederlage des NS-Regimes vorbereitet und ging wohl davon aus, der Staat müsse von der Basis an neu gegründet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter der bis 1934 aktiven Parteien reaktivierten hingegen sofort ihre Organisationen und traten in politischen Wettbewerb, der sie von der Widerstandsbewegung entfremdete. Nur die [[KPÖ|Kommunisten]] legten auf formal überparteiliche Dachorganisationen Wert, um in diesen den Ton anzugeben; als sie &amp;#039;&amp;#039;die Wertlosigkeit der Widerstandsbewegung für ihre Absichten erkannt hatten, waren sie&amp;#039;&amp;#039; (wie sich [[Adolf Schärf]] 1948 erinnerte) &amp;#039;&amp;#039;es, die mit Hilfe der Russen für ihre gründliche Erledigung sorgten. Es war ihnen anscheinend auf einmal gar nicht mehr angenehm, daß neben ihnen doch noch andere da waren, die sich mit Recht Verdienste um die Befreiung Österreichs zuschreiben konnten; späterhin galt ihre besondere Abneigung dem gewesenen Leiter der Widerstandsbewegung Dr. Bumballa.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Schärf]]: &amp;#039;&amp;#039;April 1945 in Wien&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1948, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ende, das die Widerstandsbewegung gefunden habe, ist nach Schärf &amp;#039;&amp;#039;unverdient banal gewesen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Schärf]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Demokratie und Volksdemokratie. Österreichs Einigung und Wiederaufrichtung im Jahre 1945&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1950, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Vorschlag der [[ÖVP]] wurde Bumballa am 27. April 1945 von [[Karl Renner]] in die mit Zustimmung der [[Sowjetunion]] gebildete erste Nachkriegsregierung, die [[Provisorische Staatsregierung Renner 1945|Provisorische Staatsregierung]], aufgenommen. Die Minister wurden damals als Staatssekretäre bezeichnet, die heutigen Staatssekretäre als Unterstaatssekretäre. Bumballa wurde einer von drei Unterstaatssekretären im vom Kommunisten [[Franz Honner]] geleiteten [[Bundesministerium für Inneres|Staatsamt für Inneres]]. Seine schwierige Aufgabe bestand darin, mit seinem Kollegen [[Oskar Helmer]] von der [[SPÖ]] darauf zu achten, dass Honner das Innenressort nicht zu einer die kommunistische Herrschaft vorbereitenden Machtbasis ausgestalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. September 1945 fand die Wahl des Präsidiums der [[ÖVP]] statt. [[Leopold Kunschak]] wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt, [[Leopold Figl]] zum Bundesparteiobmann. Raoul Bumballa wurde zum zweiten von drei Obmannstellvertretern gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Kocensky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation zur österreichischen Zeitgeschichte. 1945–1955&amp;#039;&amp;#039;, Jugend und Volk, Wien 1970, ISBN 3-7141-6513-4, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kam Figl aus dem Bauernbund und kamen seine beiden anderen Stellvertreter aus dem [[ÖAAB|Arbeiter- und Angestelltenbund]] bzw. aus dem [[Österreichischer Wirtschaftsbund|Wirtschaftsbund]], so wurde Bumballa als Vertreter der Widerstandsbewegung bezeichnet, obwohl diese nicht mehr bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Schärf 1950 in seiner Konkurrenzbeobachtung betonte, war die ÖVP seiner Meinung nach 1945 anfangs &amp;#039;&amp;#039;in manchem eine stark linksorientierte bürgerliche Partei […]; die Tatsache, dass sie für die Bewirtschaftung lebenswichtiger Bedarfsgegenstände und für die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien eintrat, während die Kommunisten dagegen waren, ließ das Spottwort gerechtfertigt erscheinen, daß die Kommunisten am rechten Flügel der Volkspartei stünden. […] Mit der Ausdehnung der Partei auf die westlichen Bundesländer hat sich ihr Charakter verändert – sie entwickelte sich nach rechts. […] Dr. Bumballa […] legte am 14. November 1945 seine Funktion kurz vor den Wahlen zurück, wie er behauptete, deshalb, weil er mit der Klerikalisierung und mit dem neuen Rechtskurs der Partei nicht einverstanden sein könne.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adolf Schärf]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Demokratie und Volksdemokratie&amp;#039;&amp;#039;, S. 84 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&amp;amp;datum=19451117&amp;amp;seite=1&amp;amp;zoom=33 &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, sozialdemokratische Zeitung, Graz, 17. Oktober 1945, S. 1, &amp;#039;&amp;#039;Krise in der ÖVP&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Oliver Rathkolb]] trat Bumballa am 2. November 1945 aus der ÖVP aus, blieb aber auf Drängen Renners weiterhin in der bis 20. Dezember 1945 amtierenden Provisorischen Staatsregierung tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Rathkolb (siehe Literatur), S. 307; Hinweis in: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 2009&amp;#039;&amp;#039;, wie zuvor, S. 112, Anm. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der von Renner als erstem [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsidenten]] der [[Zweite Republik (Österreich)|Zweiten Republik]] am 20. Dezember 1945 berufenen [[Bundesregierung Figl I]] hatte Bumballa keine Funktion mehr inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grave of Raoul Bumballa.jpg|mini|hochkant|Ehrengrab für Bumballa am Hietzinger Friedhof]]&lt;br /&gt;
Bumballa verstarb (nach [[Felix Czeike|Czeike]]) im Bezirksteil [[Unter St. Veit|Unter-St.-Veit]] des [[Hietzing|13. Bezirks]] in Wien in einer Villa in der Larochegasse 33 und wurde am 28. Juli 1947 auf dem [[Hietzinger Friedhof]] in einem [[Liste gewidmeter Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmeten Grab]] (Gruppe 16, Grab Nr. 53) beigesetzt; das Grab besteht bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zentralorgan der [[SPÖ]], &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeiter-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, schrieb in einem Nachruf, Bumballa habe &amp;#039;&amp;#039;der Nationalsozialismus aus der Beschaulichkeit eines Bürgerlebens in eine Art politischen Abenteurertums&amp;#039;&amp;#039; hineingerissen. Nach dem Auslaufen seines Regierungsmandats sei sein Name &amp;#039;&amp;#039;wieder durch die Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039; gegangen, &amp;#039;&amp;#039;als er wegen der Übertretung eines Wirtschaftsgesetzes verhaftet, bald darauf aber wieder freigelassen wurde&amp;#039;&amp;#039;. Raoul Bumballa sei einem [[Herzinfarkt]] erlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.arbeiter-zeitung.at/cgi-bin/archiv/flash.pl?seite=19470726_A02 &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Wien, Nr. 172, 26. Juli 1947, S. 2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Christian Skrein]], geboren 1945, wurde [[Bildreporter]] und [[Werbefilm|Werbefilmer]]. Er wurde insbesondere als Sammler von Fotografien bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Oliver Rathkolb]]: &amp;#039;&amp;#039;Raoul Bumballa, ein politischer Nonkonformist 1945. Fallstudie zur Funktion der O5 im Widerstand und in der Parteienrestauration&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Rudolf G. Ardelt]], Wolfgang J. A. Huber, [[Anton Staudinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterdrückung und Emanzipation. Festschrift für [[Erika Weinzierl]]. Zum 60. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, Geyer-Edition, Wien / Salzburg 1985, ISBN 3-8509-0119-X, S. 295–317.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kabinett Renner IV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124544428|VIAF=57548867}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bumballa, Raoul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bumballa, Raoul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Journalist und Politiker (ÖVP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Troppau]], [[Österreichisch-Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juli 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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