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	<title>Rano Raraku - Versionsgeschichte</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Positionskarte&lt;br /&gt;
|Chile Osterinsel&lt;br /&gt;
|lat=-27.12389&lt;br /&gt;
|long=-109.28611&lt;br /&gt;
|region=CL-VS&lt;br /&gt;
|name=Rano Raraku&lt;br /&gt;
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|width=&lt;br /&gt;
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|caption=Lage von Rano Raraku&lt;br /&gt;
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|marksize=10&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:La Cantera de los moais.jpg|mini|Der Rano Raraku]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moai a kráterové jezero na Rano Raraku - panoramio.jpg|mini|Der Kratersee des Rano Raraku]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rano Raraku2.JPG|mini| Statuen am äußeren Hang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rano Raraku&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein erloschener Vulkan, genauer ein [[Schlackenkegel]], mit einer Höhe von bis zu 126 Metern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://de-de.topographic-map.com/map-kjwc57/Osterinsel/?center=-27.1211%2C-109.29817&amp;amp;zoom=14&amp;amp;popup=-27.12224%2C-109.28929|titel= Topografische Karte Osterinsel, Provinz Osterinsel, Región de Valparaíso, Chile |abruf=2023-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Südosten der [[Osterinsel]]. Besonders bekannt ist er als Produktionsstätte der gigantischen Steinfiguren ([[Moai]]) der Osterinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vulkan erhebt sich 14,7&amp;amp;nbsp;km östlich von [[Hanga Roa]] übergangslos aus der grasbewachsenen Ebene. Der Südosthang des [[Kegel (Geometrie)|kegelförmigen]] Berges ist stellenweise erodiert. Die steile Abbruchkante ist durch [[Küstenerosion]] in geologisch erst kurz zurückliegender Zeit entstanden, als der Berg noch unmittelbar an der Küste lag und vom Meer angenagt wurde. Ein späterer Lavastrom des [[Maunga Terevaka]] veränderte die Küstenlinie, sodass der Rano Raraku jetzt ca. einen Kilometer vom Ozean entfernt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mann&amp;quot;&amp;gt;Daniel Mann et al.: &amp;#039;&amp;#039;Drought, vegetation change, and human history on Rapa Nui (Isla de Pascua, Easter Island)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quaternary Research]]&amp;#039;&amp;#039; 69, 2008, Seite 16–28&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestein ==&lt;br /&gt;
Der Rano Raraku ist ein [[Flankenvulkan|parasitärer Vulkan]] des Maunga Terevaka, der höchsten Erhebung der Osterinsel. Sein Gestein ist ein gelblich-brauner [[Tuff]], der sich aus Fragmenten mit einer durchschnittlichen Korngröße von 2 bis 3&amp;amp;nbsp;mm zusammensetzt. Die meisten sind aus [[Palagonit]], einige jedoch auch aus schwarzem Glas. Das Gestein enthält [[Phänokristall|Mikrophänokristalle]] die hauptsächlich aus basischem [[Andesin]], aber in geringerer Menge auch aus [[Labradorit]] bestehen. Der Tuff lässt sich leicht bearbeiten, härtet jedoch allmählich aus, wenn er der Luft ausgesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawrence John Chubb: &amp;#039;&amp;#039;Geology of Galapagos, Cocos, and Easter Island.&amp;#039;&amp;#039; Bernice P. Bishop Museum Bulletin 110, Honolulu 1933, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. E. Baker, F. Buckley, J. G. Holland: &amp;#039;&amp;#039;Petrology and geochemistry of Easter Island&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Contributions to Mineralogy and Petrology,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 44 vom Juni 1974, S. 85–100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kratersee ==&lt;br /&gt;
In dem ovalen [[Vulkankrater|Krater]] befindet sich ein Süßwassersee, der, einschließlich eines Sumpfgebiets an seinen Rändern, ca. 11&amp;amp;nbsp;ha bedeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sherwood&amp;quot; details=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;Sarah C. Sherwood, Jo Anne Van Tilburg (et al.): &amp;#039;&amp;#039;New excavations in Easter Island&amp;#039;s statue quarry: Soil fertility, site formation and chronology&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Archaeological Science&amp;#039;&amp;#039;, Band 111, November 2019, Seite 1–22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seespiegel liegt 83&amp;amp;nbsp;m ü.&amp;amp;nbsp;M. und ist eines der wenigen offenen Gewässer der Osterinsel. Die Süd- und Ostufer sind dicht mit [[Totora-Schilf]] bewachsen. Auf der Oberfläche treiben ein bis zwei Meter dicke Schilfmatten, die, wie man aus dem Vergleich von Satellitenaufnahmen erkennen kann, vom Wind über den ganzen See getrieben werden, sodass sich dessen Oberfläche ständig verändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 legte man ein Röhrensystem an, um den See zur Wasserversorgung einer Schaffarm zu nutzen. Diese Maßnahme senkte den Wasserspiegel des [[Kratersee]]s dauerhaft um etwa einen Meter auf 6 – 7&amp;amp;nbsp;m Tiefe ab. In den 1970er Jahren hat der Rückbau der Entnahmestelle den Kratersee wieder in ein geschlossenes System überführt.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. Flenley: &amp;#039;&amp;#039;The Palaeoecology of Easter Island, and its Ecological Disaster in Easter Island Studies&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Contributions to the History of Rapanui in Memory of William T. Mulloy&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 1993, S. 27–45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seespiegel unterlag im Laufe der Jahrtausende mehrfach natürlichen Schwankungen, bis hin zum mehrmaligen, völligen Austrocknen in den letzten viertausend Jahren. Im September 2017 zum Beispiel betrug die maximale Tiefe nur ungefähr 1&amp;amp;nbsp;m, im Januar 2018 war der See kurzzeitig fast vollständig verschwunden. Analysen der Wasserqualität zeigen, dass das Wasser einen relativ hohen Anteil von [[Magnesium]] und [[Kalzium]] aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0254793|titel= E. Argiriadis, M. Bortolini (et al.): Rapa Nui (Easter Island) Rano Raraku crater lake basin: Geochemical characterization and implications for the Ahu-Moai Period. Oktober 2021 |abruf=2023-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steinbruch und Statuenherstellung ==&lt;br /&gt;
Siehe → Hauptartikel [[Moai]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rano Raraku diente über mehrere Jahrhunderte als bevorzugter Steinbruch für die Fertigung der weltbekannten Moai-Figuren auf der Osterinsel. Über 90 Prozent stammen von dort. An den Hängen des Berges –&amp;amp;nbsp;insbesondere am Südhang&amp;amp;nbsp;– sind immer noch die Steinbrüche zu sehen, aus denen fast alle Steinfiguren der Osterinsel kommen. Heute stehen 396 mehr oder weniger fertiggestellte Statuen in halber Höhe rund um den Kraterrand.&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Vargas Casanova (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Easter Island and East Polynesian Prehistory&amp;#039;&amp;#039;. Istituto de Estudios Isla de Pascua, Santiago de Chile 1999, ISBN 956-19-0287-7, S. 194&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind bis zur Schulter bzw. der Brustpartie ins Erdreich eingegraben. Auch an den inneren Hängen der [[Caldera]] stehen 21 Moai. Die [[Radiokarbondatierung]] von Holzkohleresten in Feuerstellen, die mit den Steinmetzarbeiten in Verbindung zu bringen sind, belegen, dass im Steinbruch über mehrere hundert Jahre, vom späten 15. Jahrhundert bis zum späten 18. Jahrhundert, gearbeitet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot; Sherwood &amp;quot; details=&amp;quot;18&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unvollendeten Statuen im Steinbruch sind bemerkenswert wegen ihrer Anzahl, wegen der Unzugänglichkeit einiger hoch oben an der äußeren Kraterwand und wegen der Größe der größten: Sie ist 21,6 m hoch und damit fast doppelt so hoch wie jeder jemals fertiggestellte Moai. Ihr Gewicht beträgt schätzungsweise 270 Tonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Rapanui nutzten in der klassischen Zeit der Osterinselkultur das Innere des Kraters, insbesondere den Südhang, auch als landwirtschaftliche Anbaufläche. Pollenanalysen haben gezeigt, dass dort [[Süßkartoffel]]n, [[Taro]], [[Bananen]] und [[Flaschenkürbis]]se angebaut wurden. Das Mikroklima war günstig, die Erde war fruchtbar und der Kratersee stand für die Bewässerung zur Verfügung.&amp;lt;ref name=&amp;quot; Sherwood &amp;quot; details=&amp;quot;3&amp;quot; /&amp;gt; Pollenanalysen belegen, dass auch eine geringe Anzahl von Bäumen bzw. Sträuchern der Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Toromiro|Sophora toromiro]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Triumfetta]] semitriloba&amp;#039;&amp;#039; sowie die Osterinselpalme (&amp;#039;&amp;#039;Paschalococos disperta&amp;#039;&amp;#039;) vorkamen.&amp;lt;ref name=&amp;quot; Sherwood &amp;quot; details=&amp;quot;11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind die Anbauflächen verschwunden. Auch eine Wasserentnahme aus dem See ist nicht mehr erforderlich, da die Insel über eine zentrale Wasserversorgung aus Tiefbrunnen verfügt. Für Touristen zählt der Rano Raraku zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Osterinsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2022 entstand nach einer längeren Trockenperiode ein Großfeuer am Rano Raraku, das einige der am Berghang stehenden Moai beschädigte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.rnd.de/panorama/osterinsel-moai-steinkoepfe-durch-feuer-zerstoert-ZRNG4MJNGTNZA2OECRBQVX5IS4.html Mystische Statuen: Berühmte Steinköpfe auf Osterinsel durch Feuer zerstört.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[RND Redaktionsnetzwerk Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; 7. Oktober 2022, abgerufen am 9. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Feuer brachte aber auch einen 1,60&amp;amp;nbsp;m großen Moai zutage, der im Schilf des Kratersees verborgen und zuvor nicht bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eisp.org/ &amp;#039;&amp;#039;Mystische Statuen: Berühmte Steinköpfe auf Osterinsel durch Feuer zerstört.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;eisp.org&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 1. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=-27.12389 |EW=-109.28611 |type=mountain |region=CL-VS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Rano Raraku (volcano)|Rano Raraku}}&lt;br /&gt;
{{GVP|356011|Osterinsel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlacken- und Aschenkegel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kratersee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osterinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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