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	<title>Ranen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ranen&amp;diff=60247&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DownUnder36: /* Sprache */ Link eingefügt</title>
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		<updated>2024-07-05T14:46:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sprache: &lt;/span&gt; Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Burgwall Arkona.jpg|mini|Ausgrabungsarbeiten in der Tempelburg am Kap Arkona]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ranen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rujanen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ruani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rugini&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) waren ein [[Westslawen|westslawisches]] Volk auf der Insel [[Rügen]] und dem umliegenden Festland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Laut [[Jürgen Udolph]] handelt es sich  um einen Schreibfehler des mittelalterlichen Kopisten A1, bei der die Nennung in der einzigen ursprüngliche Quelle [[Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum]] des [[Adam von Bremen]]s, die nur in Abschriften erhalten ist, von Runi, das aus „Rugani“, „Rujani“ verkürzt worden war, in Rani verfälscht worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt; Rügen. Namenkundliches. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 25, Berlin - New York 2003, S. 417–421.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jerzy Nalepa, Arkona and Rügen. A Linguistic contribution to our knowledge of Nordic and West Slav Contacts in the early Middle Ages, in: Mediaeval Scandinavia 10,1977,96-121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ranen.gif|miniatur|hochkant=2.0|Christianisierung der Ranen]]&lt;br /&gt;
Die [[Fürst]]en der Ranen herrschten von der [[Wallburg]] [[Charenza]], die früher mit dem [[Slawischer Burgwall|Burgwall]] bei [[Garz/Rügen|Garz]], nach den Ergebnissen neuerer interdisziplinärer Studien aber mit dem Burgwall bei [[Trent (Rügen)|Venz]] gleichgesetzt wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Kratzke, Reimann, Ruchhöft: &amp;#039;&amp;#039;Garz und Rugendahl auf Rügen im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]] – Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Bd. 90, Verlag Ludwig, Kiel 2005, ISBN 3-937719-02-4, S. 25–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sven Wichert: &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen zu Karentia auf Rügen im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Studien – Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Bd. 91, Verlag Ludwig, Kiel 2006, ISBN 3-937719-35-0, S. 31–38.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem [[Rugard]] beim heutigen [[Bergen auf Rügen|Bergen]] aus. Daneben existierte eine mächtige Priesterkaste mit großem Grundbesitz und überregionalem Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Polytheismus|polytheistische]] Religion der Ranen kannte eine Reihe mehrköpfiger Götter, die als überlebensgroße Holzstatuen in verschiedenen [[Tempel]]n verehrt wurden. Den religiösen Mittelpunkt bildete die heute [[Jaromarsburg]] genannte Tempelanlage am [[Kap Arkona]], in der der vierköpfige Hauptgott [[Svantevit]] verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Zerstörung [[Rethra (Heiligtum)|Rethras]] im Jahre 1068/69 übernahm Arkona dessen Bedeutung als religiöses Zentrum der heidnischen Ostseeslawen. Auf Svantevit könnte auch der Name [[Wittow]] zurückgehen, da wohl die gesamte Halbinsel zum Tempel gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere wichtige Götter waren ihr Schutzpatron [[Rugievit]] sowie [[Porenut]] und [[Porevit]], deren Tempel sich in Charenza befanden, und [[Czorneboh (Gottheit)|Tjarnaglofi]], der in einem heute [[Herthaburg]] genannten Tempel auf [[Jasmund]] verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Slawische Mythologie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Basis der Ranen waren [[Viehzucht]], [[Ackerbau]] und Fischfang. Im 12. Jahrhundert waren die Ranen gefürchtete, nach Wikingerart operierende Seeräuber. Ihr wichtigster Seehandelsplatz war [[Ralswiek]] am südlichsten Punkt des [[Großer Jasmunder Bodden|Großen Jasmunder Boddens]]. Sie unterhielten weitverzweigte [[Handel]]sbeziehungen mit [[Skandinavien]] und dem [[Baltikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ranisch (Dialekt)|Sprache der Ranen]] war ein [[polabische Sprache|polabisch]]er Dialekt im [[Lechische Sprachen|lechisch]]en Zweig des [[westslawische Sprachen|Westslawisch]]en. Im Zuge des [[Deutsche Ostsiedlung|Landesausbaus]] und der damit einhergehenden (nieder-)deutschen Besiedlung wurde das [[Ostniederdeutsch]]e im 13. Jahrhundert Amts- und bald auch unter den Ranen Alltagssprache. Die letzte ranisch sprechende Frau soll 1404 auf Jasmund gestorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fürstentum Rügen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herausbildung des Stammes der Ranen erfolgte, nachdem ein Teil der ab dem [[7. Jahrhundert]] im Zuge der [[Völkerwanderung]] in die ehemals [[Ostgermanen|ostgermanischen]] Gebiete zugewanderten [[Slawen]] sich Siedlungskammern auf und um Rügen erschloss, welche vor der Völkerwanderung von den [[Rugier]]n bewohnt waren. Teile der Insel und des umgebenden Festlandes waren jedoch kontinuierlich besiedelt, sodass die rugische Restbevölkerung wahrscheinlich [[Assimilation (Soziologie)|assimiliert]] und ihr Name in der slawisierten Form auf die R(uj)anen überging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnung finden die Ranen nach neuerer Auffassung erstmals bei [[Widukind von Corvey]], als sie 955 als Gefolgsleute des sächsischen Markgrafen [[Gero]] an der [[Schlacht an der Raxa]] teilnahmen. Anfang des 12. Jahrhunderts versuchten die [[Dänen]] mehrmals, die ranische Vormachtstellung in der südlichen Ostsee zu brechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ranen verloren ihre Unabhängigkeit, als die [[Christentum|christlichen]] [[Dänen]] unter König [[Waldemar I. (Dänemark)|Waldemar I.]] und dem [[Roskilde]]r Bischof [[Absalon von Lund|Absalon]] am 15. und 16. Juni 1168 die Tempelburg auf dem [[Kap Arkona]] eroberten. Nach der dänischen Einnahme dieses Hauptheiligtums kapitulierten die Ranen und übergaben [[Charenza]] kampflos. Daraufhin wandten sich die rügenschen Fürsten dem Christentum zu und sicherten so ihre Vormachtstellung in die neue Zeit hinein. Fürst [[Jaromar I.]] wurde zum [[Lehnsmann]] des dänischen Königs und die Insel wurde Bestandteil des dänischen [[Bistum Roskilde (katholisch)|Bistums Roskilde]], während das Festland dem [[Bistum Schwerin]] unterstellt wurde. Die Ranen kämpften nun auf Seite der Dänen gegen die [[Pomoranen]], bis 1186 war ganz [[Pommern]] dänisch geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Christentums wurden die Klöster [[Kloster Eldena (Vorpommern)|Hilda]], [[Kloster Bergen auf Rügen|Bergen]] und [[Kloster Neuenkamp|Neuenkamp]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit der [[Deutsche Ostsiedlung|mittelalterlichen deutschen Ostkolonisation]] wurden die Ranen [[Christianisierung|christianisiert]] und aus den westelbischen Gebieten wanderten Niedersachsen, Westfalen, Holsteiner, Friesen, Holländer und Flamen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch starb die [[polabische Sprache]] der auch Rügenslawen genannten Ranen am Anfang des 15. Jahrhunderts endgültig aus. Die meisten heutigen Ortsnamen auf Rügen sind aber&amp;amp;nbsp;– wie auch viele Familiennamen&amp;amp;nbsp;– slawischen Ursprungs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Wizlaw III.]] von Rügen starb im Jahre 1325 der letzte slawische Fürst Rügens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{LexMA|7|439|439|Ranen|Lech Leciejewicz|}}&lt;br /&gt;
* Peter Ziemann: &amp;#039;&amp;#039;Ranen, Rügen und Meer. Die Geschichte eines versunkenen, slawischen Volksstammes&amp;#039;&amp;#039;. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2015, ISBN 978-3-939680-25-3.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Heinrich Laube]] |Titel=Eine Fahrt nach Pommern und der Insel Rügen |TitelErg=(6. Auf Rügen, zweite Kapitelhälfte) |Datum=1837 |Online=[https://www.projekt-gutenberg.org/laube/pommern/pomm06.html Digitalisat]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heike Reimann, [[Fred Ruchhöft]] und Cornelia Willich |Titel=Rügen im Mittelalter. Eine interdisziplinäre Studie zur mittelalterlichen Besiedlung auf Rügen |TitelErg=Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropas |Band=36 |Verlag=Franz Steiner Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-515-09441-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.wizlaw.de/ www.wizlaw.de] Die Website zum slawischen Fürstentum Rügen im Mittelalter befasst sich mit der Geschichte Rügens während der Slawenzeit (bis zum Jahre 1325) und mit dem Minnesänger Wizlaw III. von Rügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pommersche Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawischsprachige Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DownUnder36</name></author>
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