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	<title>Ramismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:53:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ramismus&amp;diff=102253&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2025-09-07T10:08:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die kritischen Lehren des [[Petrus Ramus]] zur [[Aristoteles|aristotelisch]]-[[Scholastik|scholastischen]] [[Logik]], [[Dialektik]] und [[Philosophie]]. Ein bekannter Vertreter des Ramismus ist beispielsweise [[Johannes Althusius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ramismus ist nach seinem französischen Begründer [[Petrus Ramus]] (Pierre de La Ramée, 1515–1572) benannt. Zeitgenössisch wurden Vertreter dieser Wissensphilosophie als „Ramisten“ bezeichnet. Während der Begriff heutzutage wertneutral verwendet wird, wurde diese Bezeichnung unter Zeitgenossen als [[Pejorativum|Herabwürdigung]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ramus’ philosophisches Hauptwerk basiert auf seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Dialecticae institutiones&amp;#039;&amp;#039; („Grundlagen der Dialektik“, 1543). Seine philosophische Thesen wurden vor allem in reformierten Gebieten Europas stärker rezipiert – was auch an Ramus’ Konversion zum [[Calvinismus]] um 1562 lag. Römisch-katholische Ramisten waren dagegen vergleichsweise selten. Petrus Ramus wurde in Paris zum Opfer der [[Bartholomäusnacht]], was auch Anteil an der weiteren Verbreitung seiner Logiktheorien hatte. Der Ramismus gestaltete sich im Verlauf zu einer der einflussreichsten Philosophiebewegungen im späten 16. und 17. Jahrhundert: Theodor Zwingers [[Theatrum Vitae Humanae]], eines der umfangreichsten vorenzyklopädischen Werke, basiert auf ramistischen Prinzipien. [[Johann Thomas Freigius]] prägte den Begriff Psychologie ebenfalls unter Zuhilfenahme ramistischer Dialektik, um Wissen zu systematisieren. Wissenschaftsgeschichtlich ist der Ramismus ein wichtiger Vorbereiter zum Methodenbegriff von [[René Descartes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=M. Feingold u. a. |Titel=The Influence of Petrus Ramus. Studies in Sixteenth and Seventeenth Century Philosophy and Sciences |Ort=Basel |Datum=2001 |ISBN=3-7965-1560-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ramismus wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nach und nach vom [[Cartesianismus]] abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Marianne Sommer, Staffan Müller-Wille, Carsten Reinhardt |Titel=Handbuch Wissenschaftsgeschichte |Verlag=Metzler |Datum=2017 |ISBN=978-3-476-02465-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ramistische Logik und Dialektik ==&lt;br /&gt;
Ausgehend von [[Platon]], [[Cicero]] und [[Quintilian]] kritisiert der &amp;#039;&amp;#039;Ramismus&amp;#039;&amp;#039; die [[Aristoteles|aristotelische]] Logik und ersetzt sie durch eine an die [[Rhetorik]] angelehnte &amp;#039;&amp;#039;natürliche Logik&amp;#039;&amp;#039; des gesunden Menschenverstandes (vgl. Petrus Ramus&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Aristotelicae animadversiones&amp;#039;&amp;#039;, 1543).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Aufgabe der Logik in der Gewinnung von Erkenntnis betrachtet Ramus das Finden kürzester Wege (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[lex parsimoniae]]&amp;#039;&amp;#039;, Ockham, 13. Jh.). Wichtiges Mittel hierbei ist nicht die unfruchtbare bloße [[Syllogistik]], sondern Beobachtung und Experiment. Deshalb müssen die Logiker die Natur erforschen. Die Logik nannte Ramus „die Kunst zu schlussfolgern“ und unterteilte sie dafür in zwei Bereiche:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;de inventione&amp;#039;&amp;#039;: die Lehre vom Begriff und von der Definition und&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;de iudicio&amp;#039;&amp;#039;: die Lehre vom Urteil, vom Schließen und von der Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend kennt die ramistische [[Dialektik]] ebenfalls zwei Bereiche:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;inventio argumentorum&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;dispositio argumentorum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlüsse und Urteile (&amp;#039;&amp;#039;iudicia&amp;#039;&amp;#039;) werden eingeteilt in:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;axiomaticum&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;dianoeticum&amp;#039;&amp;#039; (als [[Syllogismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlüsse und Beweise können auf &amp;#039;&amp;#039;artificiale&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;inartificiale&amp;#039;&amp;#039; Quellen zurückgreifen. Er maß der Erforschung von Beweisregeln eine große Bedeutung zu. Daher widmete er in seiner Logik der Ausarbeitung solcher Beweisverfahren große Aufmerksamkeit, die die Spezifik des in seiner Theorie widergespiegelten Inhaltes berücksichtigen. Die von ihm geäußerte Idee über die wichtige Rolle der Mathematik, die Klarheit in der Erkenntnis bringt, hatte großen Einfluss auf [[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kritisch: [[Jacopo Zabarella]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenposition: [[Aristotelismus]] mit Vertretern wie [[Johannes Casus]], [[Jacobus Cheyneus]], [[Daniel Cramer (Theologe)|Daniel Cramer]], [[Theophil Golius]], [[Antonius Ruvius]] und [[Johannes Magirus (Theologe, 1537)|Johannes Magirus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Organon (Aristoteles)|Organon]]&lt;br /&gt;
* [[Kategorie (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
* [[Baum des Wissens]]&lt;br /&gt;
* [[Arbor porphyriana]]&lt;br /&gt;
* [[Philippismus]]&lt;br /&gt;
* [[Calvinismus]]&lt;br /&gt;
* [[Reformation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arnd Friedrich: &amp;#039;&amp;#039;Die Gelehrtenschulen in Marburg, Kassel und Korbach zwischen Melanchthonianismus und Ramismus in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 47). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 1983, ISBN 3-88443-135-8.&lt;br /&gt;
* Riccardo Pozzo: &amp;#039;&amp;#039;Ramismus, Semiramismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band VIII. Darmstadt 1992, {{DNB|930368665}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie der Renaissance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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