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	<title>Ramiefaser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T08:21:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ramiefaser&amp;diff=1816839&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-01-11T09:15:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Faser&lt;br /&gt;
| Fasertyp = [[Naturfaser]]&lt;br /&gt;
| Farbe = weiß&lt;br /&gt;
| Faserlänge = 40–250&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Veit: Fasern: Geschichte, Erzeugung, Eigenschaften, Markt. Springer Vieweg, Berlin, 2023, ISBN 978-3-662-64468-3, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Faserdurchmesser = 16–125&amp;amp;nbsp;µm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Franck&amp;quot;&amp;gt;R. R. Franck: &amp;#039;&amp;#039;Overview.&amp;#039;&amp;#039; In: R. R. Franck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bast and other plant fibres.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge / Boca Raton, 2005, ISBN 1855736845 / ISBN 0849325978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte = 1,50 g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gries&amp;quot;&amp;gt;Thomas Gries, Dieter Veit, Burkhardt Wulfhorst: &amp;#039;&amp;#039;Textile Fertigungsverfahren – Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Carl Hanser Verlag, München 2014, ISBN 978-3-446-44057-9, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Zugfestigkeit = 500 MPa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brouwer&amp;quot;&amp;gt;W.D. Brouwer: [https://www.fao.org/Docrep/004/Y1873E/y1873e0a.htm &amp;#039;&amp;#039;Natural fibre composites in structural components: Alternative applications for sisal?&amp;#039;&amp;#039;]. UNO Food and Agriculture Organization.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Spezifische Zugfestigkeit = 40–70 cN/tex (trocken)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gries&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Elastizitätsmodul = 44 GPa (trocken)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brouwer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bruchdehnung = 2 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brouwer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Feuchtigkeitsaufnahme = 12–17 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;Franck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Radevormwald_Dahlerau_-_Wülfingmuseum_29_ies.jpg|mini|Ramiefasern im Wülfing-Museum in Radevormwald-Dahlerau]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramiefaser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Kurzzeichen:RA) oder &amp;#039;&amp;#039;Chinaleinen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grasleinen&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Chinesische Nessel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Chinagras&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Schenek: &amp;#039;&amp;#039;Naturfaser-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-87150-638-9, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird aus dem Bastteil des Stängels der Pflanze [[Ramie]] (&amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;) gewonnen. Diese [[Naturfaser]] gehört somit zur Gruppe der [[Bastfaser]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Kim L. Pickering (Hrsg.): „Properties and performance of natural-fibre composites“, Woodhead Publishing Limited, Cambridge, 2008, ISBN 978-1-84569-267-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die Fasern machen bis zu 15 % der Pflanze aus und sind 40 bis 350 Millimeter lang und 40 bis 50 [[Meter#Mikrometer|Mikrometer]] stark. Faserbündel können eine Länge von bis zu zwei Metern erreichen. Ramiefasern gehören damit zu den längsten und festesten pflanzlichen Fasern überhaupt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzmann&amp;quot;&amp;gt;G. Holzmann, M. Wangelin: &amp;#039;&amp;#039;Natürliche und pflanzliche Baustoffe: Rohstoff – Bauphysik – Konstruktion&amp;#039;&amp;#039;. Vieweg+Teubner, Wiesbaden, 2009, ISBN 978-3-8351-0153-1, S.&amp;amp;nbsp;197–198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ramiefaser hat einen [[Kristallisationsgrad|Kristallinitätsgrad]] von 44 bis 47 %.&amp;lt;ref&amp;gt;H.-P. Fink und S. Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Celluloseverarbeitung – umweltfreundliche Technologien auf dem Vormarsch.&amp;#039;&amp;#039; Praxis der Naturwissenschaften – Chemie in der Schule 54, 2005, Nr. 7, S. 18–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Cellulose liegt in Naturfasern teilweise in geordneter, „kristalliner“, Struktur vor und teilweise in „ungeordneter“ Struktur. Das Verhältnis zwischen kristalliner und nichtkristalliner Cellulose, der Kristallinitätsgrad, hat großen Einfluss auf die Eigenschaften der Faser, z.&amp;amp;nbsp;B. führt ein höherer Kristallinitätsgrad zu einer geringeren Feuchtigkeitsaufnahme der Fasern.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kalia, B. S. Kaith, I. Kaur: &amp;#039;&amp;#039;Pretreatment of natural fibers and their application as reinforcing material in polymer composites: A review&amp;#039;&amp;#039;. Polymer Engineering and Science 49(7), S.&amp;amp;nbsp;1253–1272, {{ISSN|1548-2634}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faser ist besonders weiß, vergleichbar mit gebleichter Baumwolle, und hat einen seidenartigen Glanz, der den von Leinen übertrifft. Mit Baumwolle und Leinen hat die Ramiefaser jedoch auch die geringe Elastizität und Knitteranfälligkeit gemein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Als reine Faser ergibt Ramie leichte, seidige Gewebe, die [[Flachsfaser|Leinen]] ähneln. Haupteinsatzgebiet ist der Gebrauch als Textilfaser. Wegen seiner geringen Widerstandsfähigkeit und Elastizität wird Ramiefaser jedoch meist als Beimischung zu anderen Textilfasern verwendet. Dabei erhöht es den Glanz und die Stärke von Baumwollfasern und verringert das Schrumpfen der Wollfaser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot;&amp;gt;[http://www.naturalfibres2009.org/en/fibres/ramie.html &amp;#039;&amp;#039;Natural Fibres: Ramie.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;International Year of Natural Fibres 2009&amp;#039;&amp;#039; der FAO.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Einsatz in diesem Bereich der Wollmischungen ist jedoch eher als exotisch anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben textilen Verwendungen gibt es auch Ansätze, die Ramiefaser in [[Verbundwerkstoff]]en einzusetzen. An der [[Cornell University]] wurde ein [[Biobasierter Kunststoff|bio-basierter Kunststoff]] entwickelt der aus Ramiefasern und [[Sojaprotein]] besteht. Aufgrund seiner mechanischen Eigenschaften wie z.&amp;amp;nbsp;B. seiner guten Wärme- und Schallisolation könnte dieser Verbundwerkstoff in Innenräumen von Autos und Zügen, in Computern und in Verpackungen und anderen Konsumgütern eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;A. N. Netravali: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Green&amp;quot; Composites from Cellulose Fabrics &amp;amp; Soy Protein Resin.&amp;#039;&amp;#039; National Textile Center Research Briefs, Juni 2002, [http://www.human.cornell.edu/che/fsad/research/loader.cfm?csModule=security/getfile&amp;amp;pageid=3724 pdf].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbereitung und Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
Für die Aufbereitung von Ramie werden zunächst die Rindenteile, in denen sich die Fasern befinden, von den Holzbestandteilen getrennt (Entrinden oder Dekortieren). Die entrindeten Baststreifen werden getrocknet und werden teilweise als „Chinagras“ vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Denninger, E. Giese: &amp;#039;&amp;#039;Mode- und Textillexikon, Band 1, A–K&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main, 2006, ISBN 3-87150-848-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Franck&amp;quot; /&amp;gt; Diese enthalten noch einen recht hohen Anteil von 30 bis 35 % an [[Pektin|pektinartigem]], gummiähnlichem Belag und [[Parenchym]]gewebe. Dieses ist größtenteils wasserunlöslich und muss entfernt werden, bevor die Faser zu feinem Garn versponnen werden kann. Dieser gummiähnliche Belag besteht hauptsächlich aus [[Xylane]]n und [[Arabane]]n, die zu den [[Hemicellulose]]n gehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Franck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Entfernen dieses Belages, die [[Degummierung]], kann daher nicht über eine bakterielle [[Röste]] erfolgen, sondern erfordert ein Auskochen in einer [[Alkalische Lösung|Lauge]]. Die so gewonnenen Fasern bestehen aus fast reiner [[Cellulose]], sind gleichmäßig, glänzend, glatt, stark [[Hygroskopie|hygroskop]] und sehr nassfest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzmann&amp;quot; /&amp;gt; Um zu einer weißen Faser zu gelangen, muss die degummierte Faser nochmals gebleicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ramiefasern werden nass versponnen und zeichnen sich durch eine mit 393 bis 1050 [[Pascal (Einheit)|MPa]] sehr hohe Zugfähigkeit aus. Dichte und Absorptionsfähigkeit der groben Faser (25 bis 30 Mikrometer) ähneln der von [[Flachsfaser|Leinen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Obwohl die Ramiefaser als äußerst hochwertig gilt, kann sie aufgrund ihrer relativ aufwändigen Verarbeitung, die nach wie vor nicht vollständig automatisierbar ist, auf dem Textilmarkt bisher nicht preislich mit anderen Naturfasern wie [[Baumwolle]], [[Wolle]] oder [[Flachsfaser|Leinen]] konkurrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bast&amp;quot;&amp;gt;R. Koslowski, M. Rawluk, J. Barriga-Bedoya: &amp;#039;&amp;#039;Ramie.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Franck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bast and other plant fibres&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge / Boca Raton, 2005, ISBN 1-85573-684-5, S. 207–227 / ISBN 0-8493-2597-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erlangte die Ramiefaser im Zuge der sich in Europa entwickelnden [[Fasernessel]]industrie gewisse Bedeutung, wurde dann aber schnell von der Baumwolle und [[Synthetische Faser|synthetischen Fasern]] verdrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holzmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Qualität der Ramie-Stoffe hat dazu geführt, dass die Fertigungsverfahren zweimal als [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit|Immaterielles Kulturerbe der Menschheit]] anerkannt wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Japanische Ramie-Stoffe|„Japanischen Ramie-Stoffe“]] sind seit 2009 enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/00266 |titel=Ojiya-chijimi, Echigo-jofu: techniques of making ramie fabric in Uonuma region, Niigata Prefecture |datum=2009 |abruf=2023-12-26 |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Produktion auf der Hauptinsel [[Honshū]] nimmt ein ganzes Jahr in Anspruch, da nach der Aussaat im Frühjahr, der Ernte im Herbst und der Aufbereitung im Winter die spätwinterliche Kombination von Sonne und Schnee zum Bleichen der Fasern genutzt wird, bevor sie gewebt werden. 2011 folgte das „Weben von &amp;#039;&amp;#039;Mosi&amp;#039;&amp;#039; (feine Ramiefasern) in der Hansan-Region“ von Südkorea.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/00453 |titel=Weaving of Mosi (fine ramie) in the Hansan region |datum=2011 |abruf=2024-01-20 |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beiden Stoffen ist eine luftige Struktur gemein, die die Stoffe für leichte Sommerkleidung prädestiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ramie (fiber)|Ramiefaser}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenfaser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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