<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ramie</id>
	<title>Ramie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ramie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ramie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T06:36:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ramie&amp;diff=257859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ramie&amp;diff=257859&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-25T12:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Ramie&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Boehmeria nivea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Charles Gaudichaud-Beaupré|Gaudich.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Boehmeria&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Boehmerieae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Brennnesselgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Urticaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Boehmeria nivea 1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Ramie (&amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; existiert in den zwei Varietäten: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;weiße Ramie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chinagras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chinesische Nessel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Boehmeria utilis tenacicissima&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;grüne Ramie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Veit: &amp;#039;&amp;#039;Fasern: Geschichte, Erzeugung, Eigenschaften, Markt.&amp;#039;&amp;#039; Springer Vieweg, Berlin, 2023, ISBN 978-3-662-64468-3, S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Brennnesselgewächse]] (Urticaceae). Ramie ist im tropischen [[Ostasien]] beheimatet und wird traditionell in Asien, teils aber auch in Südamerika und vereinzelt in Europa als [[Faserpflanze]] angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Ramie ist eine nur schwach verzweigte, [[ausdauernde Pflanze|ausdauernde]], [[krautige Pflanze]] und kann ein Alter von bis zu 20&amp;amp;nbsp;Jahren erreichen. Aus dem Wurzelstock aus [[Rhizom]]en und [[Wurzel (Pflanze)|Speicherwurzeln]] wachsen 50–150&amp;amp;nbsp;cm (in Kultur bis zu 3&amp;amp;nbsp;m) hohe und bis 20&amp;amp;nbsp;mm dicke, hohle Stängel. Die oberen Stängel, die Zweige und die 2,5–11&amp;amp;nbsp;cm langen [[Blatt (Pflanze)#Blattstiel|Blattstiele]] sind dicht behaart mit steifen, festen und abstehenden Haaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständigen, einfachen und gestielten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind 5–18&amp;amp;nbsp;cm lang und 3,5–16&amp;amp;nbsp;cm breit, eiförmig bis rundlich, zugespitzt bis geschwänzt und mit feiner oder gröber gezähntem bis gesägtem Rand. Sie sind auf der Unterseite mehr oder weniger weißlich behaart, gelegentlich hellgrün mit weißer, borstige Behaarung auf den [[Blattader]]n, die Oberseite ist leicht rau und nur schwach behaart. Der Blattgrund ist keilförmig bis gestutzt oder leicht herzförmig. Die [[Nervatur]] ist dreizählig. Die 7–11&amp;amp;nbsp;mm langen, intrapetiolaren [[Nebenblatt|Nebenblätter]] sind eilanzettlich und entweder verwachsen und zweispaltig oder unverwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Boehmeria nivea.jpg|mini|Blühende Ramie]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boehmeria nivea (20795391020).jpg|mini|Ramie (&amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boehmeria nivea leaves.jpg|mini|Blätter mit Blattunterseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Boehmeria nivea. 31-03-2024 (d.j.b.) 02.jpg|mini|Rote, auftauchende Blattknospe.]]&lt;br /&gt;
Die Pflanzen sind einhäusig [[Monözie|monözisch]], die Blütezeit ist von Mai bis August. Die mehr oder weniger verzweigten [[Rispe|rispigen]] oder [[Traube|traubigen]] und [[Ähre|ährigen]] [[Blütenstand|Blütenstände]] sind kürzer als die Blattstiele und entspringen den Blattachseln ausgewachsener oder bereits abgefallener Blätter. An ihnen stehen die sehr kleinen, eingeschlechtlichen Blüten mit einfacher [[Blütenhülle]] in kleinen Knäueln, an meist separaten Blütenständen. Im oberen Teil der Zweige sitzen dabei die weiblichen [[Blüte (Pflanze)|Blüten]], im unteren Teil die männlichen, letztere können allerdings auch fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinen männlichen Glomeruli (Blütenknäuel) sind wenigblütig, die weiblichen sind viel reichblütiger. Die kurz gestielten männlichen Blüten mit drei- bis fünfteiligem und bis zur Hälfte geteiltem [[Perianth]] sind 1,5&amp;amp;nbsp;mm lang sowie behaart. Es sind 3–5 vorstehende [[Staubblatt|Staubblätter]] und ein winziger Pistillode vorhanden. Die winzigen, sitzenden, behaarten weiblichen Blüten sind röhrig mit 2–4 Zähnchen und 0,6–0,8&amp;amp;nbsp;mm lang, die vorstehende, fadenförmige, haarige, federige [[Narbe (Botanik)|Narbe]], des einkammerigen [[Stempel (Botanik)|Stempels]], ist rund 1&amp;amp;nbsp;mm lang. Das fruchtende Perianth ist etwa eiförmig und am Ansatz kurz stängelartig abgeschnürt und rund 1&amp;amp;nbsp;mm lang, die Spitze ist gezähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzen werden durch den [[Anemophilie|Wind bestäubt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von September bis November reif werdenden winzigen Früchte sind etwa eiförmige, bis zu 0,6&amp;amp;nbsp;mm lange, behaarte bis kahle [[Achäne]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 28 oder 42 oder 56.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Pflanze ist eine in Ost- und Südostasien ([[China]], [[Bhutan]], [[Kambodscha]], [[Indien]], [[Indonesien]], [[Japan]], [[Korea]], [[Laos]], [[Nepal]], [[Thailand]], [[Vietnam]]) weitverbreitete Wildpflanze. Sie findet sich an Straßenrändern, Waldrändern, zwischen Gesträuch und auf feuchten Standorten an Wasserläufen in Höhenlagen von 200–{{Höhe|1700}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Art gilt als sehr variabel und ist systematisch noch nicht ausreichend abgegrenzt. Derzeit werden zwei [[Varietät (Biologie)|Varietäten]] unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;nivea&amp;#039;&amp;#039;: mit unterseits weißfilzigen Blättern, ausschließlich in Kultur oder als Kulturflüchtling&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;tenacissima&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Gaudich.) Miq.}}: ohne filzige Blattunterseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radevormwald Dahlerau - Wülfingmuseum 29 ies.jpg|mini|Muster von Ramiefaser, -garn und -gewebe im [[Wülfing-Museum]]]]&lt;br /&gt;
Textilien aus Ramiefasern sind erstmals in ägyptischen [[Mumie]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;binden aus der Zeit zwischen 5000 und 3300 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bezeugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bast&amp;quot;&amp;gt;R. Koslowski, M. Rawluk, J. Barriga-Bedoya: &amp;#039;&amp;#039;Ramie.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Franck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bast and other plant fibres.&amp;#039;&amp;#039; Woodhead, Cambridge / Boca Raton 2005, ISBN 1-85573-684-5 / ISBN 0-8493-2597-8, S.&amp;amp;nbsp;207–227.&amp;lt;/ref&amp;gt; In China wird sie seit etwa 3000 Jahren als [[Faserpflanze]] kultiviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bouché1884&amp;quot;&amp;gt;Carl David Bouché Bouché, Hermann Grothe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der technischen Benutzung der Nesselfasern.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel 7 In: [[Carl David Bouché]], Hermann Grothe: &amp;#039;&amp;#039;Ramie, Rheea, Chinagras und Nesselfaser. Ihre Erzeugung und Bearbeitung als Material für die Textilindustrie&amp;#039;&amp;#039;. Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit gehört die Ramie zu den ältesten Faserpflanzen der Welt. Im frühen 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gelangte die Pflanze erstmals nach Europa, Nord- und Südamerika.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160517081052/http://www.handspinngilde.org/ramie/ &amp;#039;&amp;#039;Ramie&amp;#039;&amp;#039;] auf handspinngilde.org, abgerufen am 15. Mai 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurden weltweit über 170.000 Tonnen Fasern aus der Ramie erzeugt, rund doppelt so viel wie aus Hanf. Damit ist sie die siebtwichtigste Naturfaser weltweit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bast&amp;quot; /&amp;gt; Hauptproduktionsländer sind mit gut 75 % der Weltproduktion China (hier [[Gansu]], [[Henan]], [[Hubei]], [[Hunan]], [[Shaanxi]] und [[Sichuan]]) sowie die Philippinen, Indien und Brasilien. Diese Länder sind zugleich die Hauptverbraucher, auf dem Weltmarkt tritt die Faser daher nur bedingt in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Carus u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Studie zur Markt- und Konkurrenzsituation bei Naturfasern und Naturfaser-Werkstoffen (Deutschland und EU).&amp;#039;&amp;#039; Gülzower Fachgespräche 26, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.), Gülzow 2008, S.&amp;amp;nbsp;126. [http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/literatur/pdf_315gf_band_26_komplet_100.pdf Download] (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wichtigsten Importländer sind Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot;&amp;gt;[http://www.naturalfibres2009.org/en/fibres/ramie.html &amp;#039;&amp;#039;Natural Fibres: Ramie.&amp;#039;&amp;#039;] Auf der Internetseite des „International Year of Natural Fibres 2009“ der FAO.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südkorea dient die Ramie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://artsandculture.google.com/story/jeogori-and-stories-about-materials/_QVh008cNieELw |titel=Jeogori, and Stories About Materials |sprache=de |abruf=2022-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oft in Kombination mit der Seide zur Herstellung des [[Koreanische Tracht|Hanbog]] (한복) und des [[Baji Jeogoli]] (바지 저고리). Der &amp;#039;&amp;#039;Hanbog&amp;#039;&amp;#039; ist ein koreanisches traditionelles Rockkleid, welches eine auf der [[Mongolen]]zeit basierende Gestalt hat. Und der &amp;#039;&amp;#039;Baji Jeogoli&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Baji Jeogori&amp;#039;&amp;#039; ist ein koreanisches Gewand, welches auf der Höhe zwischen Bauchbereich und Brustbereich eine Kordel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.parkkyungsook.com/index.php?r=page/03_gallery&amp;amp;ca_name=%EC%B9%98%EB%A7%88%EB%B0%94%EC%A7%80%EC%A0%80%EA%B3%A0%EB%A6%AC |titel=한복갤러리 &amp;gt; 치마바지 저고리 |abruf=2022-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für das Zuschnüren hat und auf Brusthöhe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://animalcrossing.fandom.com/wiki/Baji_jeogori |titel=Baji jeogori |sprache=en |abruf=2022-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein breites Schleifenband&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pinterest.com/pin/446208275572866269/ |titel=저고리 편(1) 깃과 동정 by 흑요석 우나영 on Grafolio {{!}} 전통 의상, 한국 전통 의상, K 패션 |sprache=de |abruf=2022-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Einstellung des Kragenbereichs hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung als Faserpflanze ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Ramiefaser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ramiefasern werden aus dem [[Bast (Pflanze)|Bastteil]] des Stängels gewonnen, sie machen bis zu 15 % der Pflanze aus und sind 40–350&amp;amp;nbsp;mm lang und 40–50&amp;amp;nbsp;[[Meter#Mikrometer|Mikrometer]] stark. Sie werden nass versponnen und zeichnen sich durch eine mit 393–1050&amp;amp;nbsp;[[Pascal (Einheit)|MPa]] sehr hohe Zugfähigkeit aus. Dichte und Absorptionsfähigkeit der groben Faser (25–30&amp;amp;nbsp;Mikrometer) ähneln der von [[Flachsfaser|Leinen]]. Haupteinsatzgebiet ist der Gebrauch als Textilfaser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reine Faser ergibt Ramie leichte Gewebe, die Leinen ähneln. Wegen seiner geringen Widerstandsfähigkeit und Elastizität wird Ramiefaser jedoch meist als Beimischung zu anderen Textilfasern verwendet. Dabei erhöht es den Glanz und die Stärke von Baumwollfasern und verringert das Schrumpfen der Wollfaser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Einsatz in diesem Bereich der Wollmischungen ist jedoch eher als exotisch anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Ramiefaser als äußerst hochwertig gilt, kann sie aufgrund ihrer relativ aufwändigen Verarbeitung, die nach wie vor nicht vollständig automatisierbar ist, auf dem Textilmarkt bisher nicht preislich mit anderen Naturfasern wie [[Baumwolle]], [[Wolle]] oder [[Flachsfaser|Leinen]] konkurrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bast&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Japanische Ramie-Stoffe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Verwendungen ===&lt;br /&gt;
Ramiefasern werden auch in der [[Seilerei]] und der [[Papier]]produktion verwendet. Insbesondere kurzfaserige Faserreste werden in der Produktion von hochwertigem Spezialpapier verarbeitet (Banknoten, Zigarettenpapier).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bast&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blätter und die jungen Enden der Sprossachse werden als Futter für Rinder, Schweine und Geflügel eingesetzt. Bei der Fütterung ist allerdings der hohe Mineralgehalt der Pflanzen zu berücksichtigen, dem durch [[Kupfersulfat]]gaben als [[Zuschlagstoff]] gegengesteuert werden muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bast&amp;quot; /&amp;gt; Junge Blätter dienen als Futter für [[Seidenraupe]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Asien wird die Pflanze darüber hinaus auch medizinisch verwendet, sie soll beispielsweise gegen Fieber und bei Infektionen der [[Harnröhre]] helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzeln sind zwar essbar, doch stark gewöhnungsbedürftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anbau ===&lt;br /&gt;
Die Ramie schätzt gut drainierte, entwässerte, sehr nährstoffreiche und luftige, lockere Böden. Gegen Krankheiten und Schädlinge ist sie weitgehend resistent, aufgrund ihrer Wüchsigkeit verdrängt sie Unkräuter. Als ursprünglich subtropische bzw. tropische Pflanze ist sie allerdings frostempfindlich. Ein Anbau in gemäßigten Zonen ist daher problematisch, da die Rhizome im Winter zu erfrieren drohen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anbauversuche in Süddeutschland ergaben zwei, in Mittelitalien drei mögliche Ernten im Jahr. Unter tropischen Bedingungen können bis zu sechs Ernten pro Jahr erzielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro Hektar werden zwischen acht und 20 Tonnen Grünmasse geerntet, der Faserertrag kann ca.&amp;amp;nbsp;1,5&amp;amp;nbsp;Tonnen betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=10931 Jiarui Chen, Qi Lin, Ib Friis, C. Melanie Wilmot-Dear, Alex K. Monro: &amp;#039;&amp;#039;Urticaceae.&amp;#039;&amp;#039;] in der &amp;#039;&amp;#039;Flora of China.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, S. 166.&lt;br /&gt;
* K. U.Heyland, H. Hanus, E. R. Keller: &amp;#039;&amp;#039;Ölfrüchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Pflanzenbaues.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Ulmer, 2006, ISBN 3-8001-3203-6, S. 308 f.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=W. B. Granger |Titel=The history, culture, processing and marketing of ramie in Florida |Datum=1948 |Online=[http://palmm.digital.flvc.org/islandora/object/uf%3A44863 online] |Abruf=2019-02-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Boehmeria nivea|Ramie (&amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [http://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Boehmeria+nivea &amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;] bei Useful Tropical Plants.&lt;br /&gt;
* [https://prota.prota4u.org/protav8.asp?h=M4&amp;amp;t=Boehmeria,nivea&amp;amp;p=Boehmeria+nivea#Synonyms &amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;] bei PROTA.&lt;br /&gt;
* [http://www.plantsystematics.org/cgi-bin/dol/dol_terminal.pl?taxon_name=Boehmeria_nivea&amp;amp;rank=binomial &amp;#039;&amp;#039;Boehmeria nivea&amp;#039;&amp;#039;] auf plantsystematics.org.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
Die Informationen dieses Artikels entstammen den unter Nachweise angegebenen Quellen, darüber hinaus werden folgende Quellen zitiert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;{{Tropicos|ID=33400386|WissName=Boehmeria nivea|ProjektID=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennnesselgewächse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>