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	<title>Ralph Maria Siegel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:02:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ralph_Maria_Siegel&amp;diff=222872&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Zitat)</title>
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		<updated>2026-04-17T18:25:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Zitat)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ralph Maria Siegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Juni]] [[1911]] in [[München]]; † [[2. August]] [[1972]] ebenda, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Maria Siegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;thinsp;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 569.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Komponist]], [[Liedtexter]], [[Musikverleger]], [[Schriftsteller]] und Sänger ([[Tenor]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ralph Maria Siegel war ein Sohn des Juristen und Komponisten [[Rudolf Siegel (Musiker)|Rudolf Siegel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004, S. 6.582.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte Musik in [[Köln]], [[Florenz]], [[Rom]] und [[Berlin]]. Zu seinen Lehrern gehörte unter anderem [[Ernst Toch]], daneben erhielt er Gesangsunterricht. Über seinen Vater war er Urenkel des Ägyptologen [[Karl Richard Lepsius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann seine künstlerische Laufbahn als Operettentenor und sang in Berlin am [[Metropol-Theater (Berlin-Mitte)|Metropoltheater]] und im [[Admiralspalast]]. In den 1930er Jahren war er außerdem Aufsichtsratsmitglied der [[GEMA]] und einer der Verantwortlichen für das Verbot der freien Verbreitung von [[Notenblatt|Notenblättern]] beziehungsweise für die Limitierung auf 250 Freiexemplare. Mit seinem Schlagerprogramm hatte er nicht unwesentlichen Anteil an der Verbreitung der [[Musik im Nationalsozialismus]]. Leichte Musik mit unterhaltsamen Texten sollten das Publikum durch die Kriegsjahre begleiten, indem der emotionale Zusammenhalt der Bevölkerung auf subtile Weise durch die scheinbar heile Welt künstlerischer Leichtigkeit beschworen wurde. Neben den von ihm verfassten, gewollt banalen Schlagertexten diskreditierte Siegel gelegentlich auch ganz bewusst andere zeitgenössische Musikstile als „[[Entartete Kunst]]“. So reimte er beispielsweise in seinem musikalischen ABC unter dem rassistischen Stichwort des sogenannten „[[Negermusik|Niggerjazz]]“ folgendes Kurz-Pamphlet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Dieser ist zurecht verpönt&amp;lt;br /&amp;gt;Darum schleunigst abgewöhnt&lt;br /&gt;
 |Autor=Ralph Maria Siegel&lt;br /&gt;
 |Quelle=Ein musikalisches ABC&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach {{Literatur |Autor=Werner Pieper |Hrsg=Werner Pieper |Titel=Im entarteten 3. Reich rollt die kulturfaschistische Kulturwalze |Sammelwerk=1000 Jahre Musik &amp;amp; Zensur in den diversen Deutschlands |Verlag=Grüne Kraft |Ort=Löhrbach |Datum= |ISBN=3-922708-09-9 |Seiten=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1941 arbeitete er am [[Theater am Gärtnerplatz]] in München. Von 1946 bis 1949 war er künstlerischer Leiter und Oberspielleiter am [[Kurhaus Göggingen|Kurhaus-Theater]] in [[Augsburg-Göggingen|Göggingen bei Augsburg]], außerdem betätigte er sich als Regisseur am Corso-Theater in Berlin und am [[Deutsches Theater München|Deutschen Theater]] in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegel war einer der erfolgreichsten Schlager-Texter und -Komponisten der dreißiger bis fünfziger Jahre. Wiederholt schrieb Siegel den Text, während [[Gerhard Winkler (Komponist)|Gerhard Winkler]] die Musik komponierte. Aus seiner Feder stammen Lieder wie zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Capri-Fischer]]&amp;#039;&amp;#039; (1943)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es leuchten die Sterne&amp;#039;&amp;#039; (1938)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin&amp;#039;&amp;#039; (1951)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moulin Rouge&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[C’est si bon]]&amp;#039;&amp;#039; (deutscher Text)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Chianti-Lied&amp;#039;&amp;#039; (1939)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;O mia bella Napoli&amp;#039;&amp;#039; (1938)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Unter der roten Laterne von St. Pauli]]&amp;#039;&amp;#039; mit Text von [[Günther Schwenn]] und [[Peter Schaeffers]] (1941)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hitparade.ch/song/Sven-Olof-Sandberg/Unter-der-roten-Laterne-von-St.-Pauli-370941 Sven-Olof Sandberg - Unter der roten Laterne von St. Pauli] hitparade.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schön war die Zeit&amp;#039;&amp;#039; (1937, mit dem Orchester [[Eugen Wolff (Musiker)|Eugen Wolff]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sing ein Lied, wenn du mal traurig bist&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gitarren spielt auf!&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Chitarra d’amor&amp;#039;&amp;#039; (1934, deutscher und italienischer Text; Musik: [[Ludwig Schmidseder]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Im Harem sitzen heulend die Eunuchen]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Skandal im Harem&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[La Golondrina|Das Lied der Taube]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Originalnotenblatt: Das Lied der Taube (La Golondrina) Musik: Ralph Maria Siegel, Text: Rolf Marbot und Ralph Maria Siegel, unter Verwendung des mexikanischen Volksliedes, München 1949 (Ralph Maria Siegel – Musik Edition)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Musik: R. M. Siegel, Text: Rolf Marbot und R. M. Siegel; dieses Lied aus dem Jahr 1949 – eine an das mexikanische Volkslied „La Golondrina“ angelehnte Komposition – erlangte später mit dem neuen Text „Du sollst nicht weinen“ (interpretiert vom damaligen Kinderstar [[Heintje]]) in Deutschland eine ungeheure Popularität.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schau mich bitte nicht so an&amp;#039;&amp;#039; (Original: &amp;#039;&amp;#039;[[La vie en rose (Lied)|La vie en rose]]&amp;#039;&amp;#039;, 1945, Musik: [[Louiguy]])&lt;br /&gt;
* [[Telefon, Telefon]] (deutscher Beitrag zum [[Eurovision Song Contest 1957]], gesungen von [[Margot Hielscher]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Darum träum’ ich nur von dir&amp;#039;&amp;#039; (1958, Original &amp;#039;&amp;#039;[[All I Have to Do Is Dream]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Liebe ist ein seltsames Spiel&amp;#039;&amp;#039; (1960, Original &amp;#039;&amp;#039;[[Everybody’s Somebody’s Fool]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 gründete er in München die Ralph-Maria-Siegel-Musik-Verlage, die er bis zu seinem Tod leitete. Die Texte mehrerer fremdsprachiger Filme übertrug er ins Deutsche, für einige deutsche Produktionen komponierte er die [[Filmmusik]]. Der vielseitig begabte Siegel schuf auch zahlreiche Bühnenwerke, darunter in Zusammenarbeit mit Hellmut Seifert &amp;#039;&amp;#039;Alles für Eva&amp;#039;&amp;#039; (1933); &amp;#039;&amp;#039;Liebeszauber&amp;#039;&amp;#039; (1936), &amp;#039;&amp;#039;Frechheit siegt&amp;#039;&amp;#039; (1942) oder &amp;#039;&amp;#039;Charley’s Tante&amp;#039;&amp;#039; (Musical, Uraufführung 1959).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegel war mit dem Leipziger Operettenstar [[Ingeborg Döderlein|Ingeborg „Sternchen“ Döderlein]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Döderlein, Ingeborg&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Kellenter: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 434&amp;lt;/ref&amp;gt; (1911–1999&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmlo.lmu.de/d1032 Döderlein, Ingeborg] In: &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Musiker-Lexikon Online&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 2. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;) verheiratet, aus deren Ehe der später auch erfolgreiche Sohn [[Ralph Siegel]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Grabstätte befindet sich auf dem [[Nordfriedhof (München)|Münchner Nordfriedhof]].&amp;lt;ref&amp;gt;knerger.de: [https://knerger.de/html/siegelrmmusiker_84.html Das Grab von Ralph Maria Siegel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmmusik ==&lt;br /&gt;
* 1936: Hilde und die vier PS&lt;br /&gt;
* 1956: [[Die Fischerin vom Bodensee]]&lt;br /&gt;
* 1957: [[Tante Wanda aus Uganda]]&lt;br /&gt;
* 1962: [[Ihr schönster Tag]]&lt;br /&gt;
* 1965: Herr Kayser und die Nachtigall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|341|342|Siegel, Ralph Maria|Volker Kühn|126832161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126832161|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0796997}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126832161|LCCN=n2007090948|VIAF=6962149198230474940008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Siegel, Ralph Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ralph Maria Siegel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liedtexter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Schlager)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tenor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellender Künstler (Augsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellender Künstler (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ralph Siegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Siegel, Ralph Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Siegel, Rudolf Maria (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist, Liedtexter, Musikverleger, Schriftsteller und Sänger (Tenor)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Juni 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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