<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ralf_Zeitler</id>
	<title>Ralf Zeitler - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ralf_Zeitler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ralf_Zeitler&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T03:41:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ralf_Zeitler&amp;diff=2262960&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ralf_Zeitler&amp;diff=2262960&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-18T20:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ralf Zeitler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Oktober]] [[1903]] in [[Sankt Petersburg]]; † [[10. November]] [[1953]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutsch-Balten|deutschbaltischer]] [[Diplom-Volkswirt|Volkswirt]] und [[NS-Ranggefüge|SA-Führer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Zeitler, Sohn eines Apothekers,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee691&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 2007, S. 691.&amp;lt;/ref&amp;gt; absolvierte das Gymnasium in [[Tartu|Dorpat]] und begann nach dem Abitur ein Studium der [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Wirtschaftswissenschaften]] an der [[Handelshochschule Berlin]] und den Universitäten [[Universität zu Köln|Köln]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Universität Rostock|Rostock]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200021464 Immatrikulation von Ralf Zeitler.] In: [[Rostocker Matrikelportal]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Studium beendete Zeitler 1931 in Rostock mit [[Promotion (Doktor)|Promotion]]. Der Titel seiner [[Dissertation]] lautete &amp;#039;&amp;#039;Die Rayonierung der UdSSR&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Ralf Zeitler Südwestlirchhof.jpg|mini|Grab auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf]]&lt;br /&gt;
Anschließend war Zeitler als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim &amp;#039;&amp;#039;Reichsverband kommunaler und öffentlicher Arbeitgeberverbände Deutschlands&amp;#039;&amp;#039; tätig und wurde dort Geschäftsführer des märkischen Verbandsteils. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurde Zeitler im Juni 1933 zum stellvertretenden Geschäftsführer des [[Deutscher Gemeindetag|Deutschen Gemeindetages]] (DGT) in [[Berlin]] unter [[Kurt Jeserich]] berufen. Ab 1935 war Zeitler Vizepräsident des Deutschen Gemeindetages. Am 20. April 1937 übernahm Zeitler auf Weisung Jeserichs den Posten des Geschäftsführenden Generaldirektors der &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftlichen Vereinigung der Deutschen Gaswerke AG&amp;#039;&amp;#039;. In der Folge gab er seine Funktionen beim Deutschen Gemeindetag auf, bis auf die Abteilungsleitung der dortigen Pressestelle sowie des Statistischen Referats. Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Zeitler zur [[Wehrmacht]] eingezogen. Ab Januar 1941 war er wieder in leitender Funktion beim Deutschen Gemeindetag tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruner37f&amp;quot;&amp;gt;Wolf Gruner: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkung lokaler und zentraler Politik im NS-Staat (1933–1942)&amp;#039;&amp;#039;. München 2002, S. 37 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Führung des Deutschen Gemeindetages koordinierte Maßnahmen der [[Holocaust|nationalsozialistischen Judenverfolgung]]; so übermittelte Zeitler dem Münchner Oberbürgermeister und Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages [[Karl Fiehler]] am 28. Oktober 1941 in einem vertraulichen Fernschreiben Informationen aus dem [[Reichsministerium des Inneren]] über die „Abschiebung der Juden aus dem Reichsgebiet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf Gruner: &amp;#039;&amp;#039;Die NS-Judenverfolgung und die Kommunen – Zur wechselseitigen Dynamisierung von zentraler und lokaler Politik 1933–1941&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 2000, 48. Jahrgang, Heft 1, S. 75 f.; {{ISSN|0042-5702}}; [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2000_1.pdf ifz-muenchen.de] (PDF; 9,5&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war Zeitler ab 1941 Leiter der Abteilung Rußland (I-4) des [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete|Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ralf Zeitler |Sammelwerk=Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien |Datum=2018-03-15 |Online=https://ns-reichsministerien.de/2018/03/15/ralf-zeitler/ |Abruf=2018-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; da er aufgrund seiner Herkunft der russischen Sprache mächtig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruner37f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Zeitler in Hamburg Geschäftsführer bei einer Krankenhausgesellschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee691&amp;quot; /&amp;gt; Der verheiratete Zeitler war Vater zweier Söhne und einer Tochter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruner37f&amp;quot; /&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Politische Betätigung ==&lt;br /&gt;
Zeitler war von 1923 bis 1924 Angehöriger der [[Schwarze Reichswehr|Schwarzen Reichswehr]] und dabei in den [[Fememord]] an dem Bäckergesellen Erich Pannier verwickelt – er gab zu, mit einem Kameraden bei der Umbettung der Leiche Sicherungsposten gestanden zu haben, wurde aber im späteren Prozess aus Mangel an Beweisen freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Reichswehr und Fememorde. Eine Milieustudie zum Rechtsradikalismus in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2004, S. 135f., 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gehörte er dem [[Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten]] und dem [[Bismarckjugend|Bismarckbund]] an. Im Dezember 1931 wurde Zeitler Mitglied der [[Sturmabteilung]] (SA) und stieg in dieser NS-Organisation 1942 bis zum [[SA-Oberführer]] auf. Der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] trat er im Februar 1932 bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.103.921).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruner37f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gehörte Zeitler dem Ausschuss für Wohlfahrts- und Fürsorgerecht der [[Akademie für Deutsches Recht]] an,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee691&amp;quot; /&amp;gt; war Präsident des &amp;#039;&amp;#039;Volksdeutschen Clubs&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– Fachgebiet [[Spastik]]&amp;amp;nbsp;– und übernahm unter [[Hermann Althaus]] den stellvertretenden Vorsitz beim &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge|Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin. Zeitler gab die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zeitung für Wohlfahrtspflege&amp;#039;&amp;#039; heraus und war Mitherausgeber weiterer Fachzeitschriften für den Sozialen Bereich. Er selbst publizierte vor allem zu kommunalpolitischen Themen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruner37f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Landgemeinden.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für die Bürgermeister, Amts- und Gemeindevorsteher und anderen Beamten der ländlichen Verwaltung.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Gemeindeverl, Berlin 1934.&lt;br /&gt;
* mit Ernst Staenicke und Hans Schiedt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das neue deutsche Arbeitsrecht seit der Machtübernahme durch die nationalsozialistische Regierung.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Textausg. mit Erl. u. Rechtsprechung.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart, Berlin (1934)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rayonierung der UdSSR.&amp;#039;&amp;#039;, o.&amp;amp;nbsp;O. 1935; zugl. Diss. Univ. Rostock 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Landgemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Anstaltsfürsorge in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Kommunalwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039;3, Nr. 1 1936, S. 82–102.&lt;br /&gt;
* mit Walter Bitter und Bernhard von Derschau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gemeindeverordnung vom 30. Januar 1935.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Dt. Gemeindeverl, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Kommunalstatistik.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1938.&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsmeldeordnung (Verordnung über das Meldewesen) vom 6. Januar 1938.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Mit den einschlägigen gesetzl. Bestimmungen u. Erlassen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Gemeindeverlag, Berlin 1938.&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Kommunalrecht.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Eine Zusammenstellung sämtlicher Gesetze, Verordnungen und Erlasse.&amp;#039;&amp;#039; Heymann, Berlin 1939.&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp und Hans Berthold: &amp;#039;&amp;#039;Steuern, Finanzen, Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Unter Mitarbeit von Hans Berthold.&amp;#039;&amp;#039; Heymann, Berlin 1940.&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp und Fritz Preusse: &amp;#039;&amp;#039;Wohlfahrtspflege, Gesundheitswesen, Krankenhauswesen.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Unter Mitarbeit von Fritz Preusse.&amp;#039;&amp;#039; Heymann, Berlin 1940.&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp und Ernst Voss: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsverwaltungsrecht.&amp;#039;&amp;#039; Heymann, Berlin 1940. Wurde in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Liste der auszusondernden Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Dritter Nachtrag. Ministerium für Volksbildung der Deutschen Demokratischen Republik. VEB Deutscher Zentralverlag, Berlin 1953; [http://www.polunbi.de/bibliothek/1953-nslit-y.html polunbi.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp: &amp;#039;&amp;#039;Personenstandswesen.&amp;#039;&amp;#039; Heymann, Berlin 1941.&lt;br /&gt;
* mit Hans Schlempp: &amp;#039;&amp;#039;Kommunale Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Heymann, Berlin 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolf Gruner]]: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkung lokaler und zentraler Politik im NS-Staat (1933–1942)&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-56613-X; [https://link.bsb-muenchen.de/BV014129561 bsb-muenchen.de]&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-596-16048-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ns-reichsministerien.de/2018/03/15/ralf-zeitler/ Kurzbiografie.] ns-reichsministerien.de, Projekt „Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1015221912|VIAF=182552345}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zeitler, Ralf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der sozialen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie für Deutsches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwarze Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angeklagter (Fememord)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zeitler, Ralf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Volkswirt und SA-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Oktober 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. November 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
	</entry>
</feed>