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	<title>Raimondi-Stele - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:35:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raimondi-Stele&amp;diff=2892320&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boor cocoa: /* Weblinks */ Linktext fehlt</title>
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		<updated>2026-02-16T09:34:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Linktext fehlt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raimondi-Stele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein quaderförmiger [[Monolith]] aus der späten [[Chavín de Huántar|Chavín-Kultur]] (Schwarz-Weiß-Phase, ca. 900–550 v. Chr.) der auf der Frontseite ein mythisches [[Mischwesen]] darstellt, wahrscheinlich eine frühe [[peru]]anische Gottheit. Sie steht heute im &amp;#039;&amp;#039;[[Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Lima]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Estela Raimondi.JPG|mini|Raimondistele (Teilansicht)]]&lt;br /&gt;
== Entdeckungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die [[Stele]] ist nach dem aus Mailand stammenden Italiener [[Antonio Raimondi]] (1826–1890) benannt, der den größten Teil seines Lebens als Naturforscher, Chemiedozent und Autor von rund 50 Fachpublikationen in Peru verbrachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Seeler |Titel=Peru und Bolivien – Indianerkulturen, Inka-Ruinen und barocke Kolonialpracht der Andenstaaten |Sammelwerk=DuMont Kunstreiseführer |Auflage=1 |Verlag=DuMont Buchverlag |Ort=Köln |Datum=2001 |ISBN=3-7701-4786-3 |Seiten=117 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beteiligte sich an der Erstellung der ersten zuverlässigen Landkarte des Gebiets, dem im Jahr 1865 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Atlas geográfico del Perú&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und wurde insbesondere für sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;El Perú&amp;#039;&amp;#039; (1874)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; bekannt. Bei seinem Besuch in Chavín de Huántar hatte Raimondi den als Tisch genutzten Stein um das Jahr 1860 in einem Privathaus gesehen (entdeckt hatte ihn 1840 ein Bauer in einem seiner Äcker nahe dem Tempel) und 1873 in einer Publikation die kulturelle Bedeutung dieses Kunstwerks hervorgehoben. Gemäß seiner Empfehlung&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Raimondi, Luis Felipe Villacorta Ostolaza (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;El departamento de Ancachs y sus riquezas minerales, 1873&amp;#039;&amp;#039;, Universidad San Marco, Lima 2006, ISBN 9972-46-319-2, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die Stele im Jahr 1874 in die Hauptstadt Lima geschafft und steht heute im Innenhof des &amp;#039;&amp;#039;Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raimondi Stela (Chavin de Huantar).svg|mini|Graphische Reproduktion der Raimondi-Stele]]&lt;br /&gt;
Die Raimondi-Stele ist ein quaderförmiger Monolith aus poliertem [[Granit]] (198 cm hoch, unten 76 und oben 73 cm breit, 17 cm dick), auf dessen Frontseite ein symmetrisches [[Flachrelief]] eingraviert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figur auf der Stele ist ein sich frontal präsentierendes anthropomorphes Wesen mit Raubtierzähnen und mit Greifvogelklauen an Händen und Füssen. In jeder Hand hält es ein Zepter, das aus Katzen und Schlangen gebündelt zu sein scheint. Auch am Gürtel hängen rechts und links je zwei Schlangen. Dominiert wird das Bild von einem riesigen Kopfputz, der übereinander getürmte Raubtierfratzen und strahlenförmig und gebogen austretende Haare oder Federn sowie Schlangen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungsversuche ==&lt;br /&gt;
Darstellungen ähnlicher Figuren existieren auch in späteren Anden-Kulturen, so in der [[Wari-Kultur]] und in der [[Tiwanaku]]-Kultur, deren [[Ikonografie]] zumeist eine „frontal abgebildete Figur“ ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;front-facing figure&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Guengerich, John W. Janusek: &amp;#039;&amp;#039;The Suñawa Monolith and a Genre of Extended-Arm Sculptures at Tiwanaku, Bolivia.&amp;#039;&amp;#039; Ñawpa Pacha (2020), S.&amp;amp;nbsp;14.&amp;lt;/ref&amp;gt;) zeigt, die von subsidiären im Profil abgebildeten Figuren umgeben ist, wie zum Beispiel am [[Sonnentor von Tiwanaku]]. Auch diese Figur (die in unzähligen Variationen existiert) trägt meist zwei längliche vertikale Objekte in den Händen, oft unter anderem eine [[Speerschleuder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Deutung der komplexen Stele ist schon deshalb nicht leicht, weil ihr genauer Standort und Fundzusammenhang nicht überliefert ist. Darüber hinaus sind in Chavín offensichtlich Darstellungen beliebt, die dem Betrachter ähnlich wie [[Kippfigur]]en unterschiedliche Bilder vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Julio Tello|Julio C. Tello]] sah Chavín als „Mutterkultur“ &amp;#039;&amp;#039;(cultura matriz)&amp;#039;&amp;#039; der peruanischen [[Zivilisation]], die eine Ausstrahlung in den gesamten Andenraum und eventuell Wurzeln im [[Amazonastiefland]] gehabt habe. Er deutete die Stele als Darstellung eines Jaguargotts, eines Vorläufers der [[Panbewegungen|pan]]-[[Anden|andinen]] Schöpfergottheit [[Wiraqucha]], die später im ganzen Inka-Reich verehrt wurde. [[Max Uhle]] meinte, es sei kein Kopfputz, sondern ein [[Hundertfüßer]] dargestellt, der in der [[Nazca-Kultur]] eine starke Gottheit symbolisiert und mehrfach auf bemalten Gefäßen dargestellt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard L. Burger, &amp;#039;&amp;#039;The Life and Writings of Julio C. Tello: America&amp;#039;s First Indigenous Archaeologist&amp;#039;&amp;#039;, University of Iowa Press, Iowa City 2009, ISBN 978-1-58729-783-0, S. 209–218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird meist davon ausgegangen, dass Chavín Teil eines elitären Kults und Wetterorakels war. Es sei kein singuläres Zeremonialzentrum gewesen, sondern habe sich in Interaktion mit anderen ähnlichen Zentren entwickelt &amp;#039;&amp;#039;(cultura síntesis)&amp;#039;&amp;#039;. Federico Kauffmann Doig interpretierte in diesem Umfeld die Stele als Bild der fliegenden Katze &amp;#039;&amp;#039;(felino volador)&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Federico Kauffmann Doig, &amp;#039;&amp;#039;Historia y arte del Perú antiguo&amp;#039;&amp;#039;, Tomo 2, Ediciones PEISA, Lima 2002. ISBN 9972-40-214-2, S. 193&amp;lt;/ref&amp;gt; die auch an anderer Stelle verehrt wurde, so in der [[Paracas-Kultur]] und bei den [[Mythologie der Inka|Inka]] als Gottheit Qun (Kon). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luis Guillermo Lumbreras hat durch seine erfolgreichen Ausgrabungen im Vorhof des „Alten Tempels“ wesentlich zum Verständnis des Chavín-Kultes beigetragen. Er zieht aus den mythischen Darstellungen von [[Kaimane|kaimanartigen]] Wesen auf dem [[Tello-Obelisk]] und auf der gefundenen [[Keramik]] den Schluss, dass in Chavín nicht eine Feliden-Gottheit, sondern wohl primär ein „Drachenwesen“ verehrt wurde, das &amp;#039;&amp;#039;„Herrscher über die Regenfälle und Trockenzeiten“&amp;#039;&amp;#039; war.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Guillermo Lumbreras, &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Riten in Chavín und ihre überregionale Bedeutung&amp;#039;&amp;#039; in: Peter Fux (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chavín – Perus geheimnisvoller Anden-Tempel.&amp;#039;&amp;#039; Scheidegger &amp;amp; Spiess, Zürich 2012, ISBN 978-3-85881-365-7, S. 185–196&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Erklärung kann die Raimondi-Stele allerdings nicht beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Fux (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chavín – Perus geheimnisvoller Anden-Tempel.&amp;#039;&amp;#039; Scheidegger &amp;amp; Spiess, Zürich 2012, ISBN 978-3-85881-365-7.&lt;br /&gt;
* Richard L. Burger, &amp;#039;&amp;#039;The Life and Writings of Julio C. Tello: America&amp;#039;s First Indigenous Archaeologist&amp;#039;&amp;#039;, University of Iowa Press, Iowa City 2009, ISBN 978-1-58729-783-0, S. 209–218.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Peruanisch-Schweizerisches Konservierungs- und Restaurierungsprojekt in Chavín de Huántar: {{Webarchiv|url=http://www.rietberg.ch/de-ch/engagement/kooperationen/peru.aspx|wayback=20121004025642|text=&amp;#039;&amp;#039;Kooperation mit Peru&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Peru)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stele]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präkolumbische Steinskulptur (Zentralanden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Amerika)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boor cocoa</name></author>
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