<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Raidelbach</id>
	<title>Raidelbach - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Raidelbach"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raidelbach&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T14:06:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raidelbach&amp;diff=800628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Vom 19. Jahrhundert bis heute */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raidelbach&amp;diff=800628&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-04T20:42:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vom 19. Jahrhundert bis heute: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                  = Raidelbach&lt;br /&gt;
| Gemeindeart               = &lt;br /&gt;
| Gemeindename              = Lautertal (Odenwald)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.707863&lt;br /&gt;
| Längengrad             =  8.732090&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 410&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 400&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 430&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 1.98&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 114&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lautertal.de/na-h-tuerlich-erleben/lautertal-stellt-sich-vor/#accordion-1-4 &amp;#039;&amp;#039;Ortsteil Lautern&amp;#039;&amp;#039;.] In: Webauftritt der Gemeinde Lautertal. Abgerufen im März 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1970-12-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Gadernheim]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 64686&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06254&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raidelbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Lautertal (Odenwald)|Lautertal]] im [[Südhessen|südhessischen]] [[Landkreis Bergstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Raidelbach liegt im [[Vorderer Odenwald|Vorderen Odenwald]] im Quellgebiet des gleichnamigen Baches auf einer landwirtschaftlich genutzten Hochfläche (400–430 m), ca. 8,5&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von Bensheim und 2,9&amp;amp;nbsp;km östlich der Gemeindeverwaltung in [[Reichenbach (Lautertal)|Reichenbach]]. Das Gebiet des Ortsteils besteht aus der Gemarkung Raidelbach mit einer Fläche von 1974 [[Hektar]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/063046 |titel=Gemarkung Raidelbach |werk=GEOindex |abruf=2025-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, davon sind 37 Hektar Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Die Gemarkung liegt im Südosten des Gemeindegebiets und deren höchster Punkt liegt bei 495&amp;amp;nbsp;m an der südwestlichen Gemarkungsgrenze. Die Ortslage besteht im Wesentlichen aus einigen verstreut angesiedelten Bauernhöfen und etlichen weiteren Wohnhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Westen Reichenbach, im Nordwesten [[Lautern (Lautertal)|Lautern]], im Norden [[Gadernheim]], im Osten [[Kolmbach]], im Südosten [[Glattbach (Lindenfels)|Glattbach]] und im Süden [[Breitenwiesen]]. Der Ort ist über die [[Kreisstraße]]&amp;amp;nbsp;55 erreichbar, die zwischen Gadernheim und Kolmbach von der [[Bundesstraße 47|B 47]] nach Westen abzweigt und über Raidelbach, [[Knoden]] und [[Seidenbuch]] nach Glattbach zur [[Landesstraße]]&amp;amp;nbsp;3099 führt. Eine weitere Straße führt von Gadernheim über Reidelbach zu K&amp;amp;nbsp;55.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die früheste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung als &amp;#039;&amp;#039;Reilenbach&amp;#039;&amp;#039; als Zubehör der [[Schloss Schönberg (Bensheim)|Burg Schönberg]] stammt aus dem Jahr 1339. Der Ort entstand im Einflussbereich des [[Kloster Lorsch|Reichsklosters Lorsch]]. Als Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] die einstige Reichsabtei 1232 dem [[Bistum Main|Erzbistum Mainz]] und dessen Bischof [[Siegfried III. von Eppstein|Siegfried III.]] zur Reform überstellte, befand sich das Gebiet des späteren [[Amt Schönberg (Odenwald)|Amtes Schönberg]], wozu auch Raidelbach gehörte, bereits im Besitz der [[Kurpfalz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM1&amp;quot; /&amp;gt; Im 14. Jahrhundert gehörte Raidelbach zur [[Oberamt Lindenfels#Thal-Zent|&amp;#039;&amp;#039;Thalzent&amp;#039;&amp;#039;]] des pfälzischen [[Oberamt Lindenfels|Amtes Lindenfels]], das dem Oberamt Heidelberg unterstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf entstand aus einzelnen Häusern bei doppelseitiger Tallage, wo 1439 sieben Bewohner 30&amp;amp;nbsp;[[Gulden|fl.]] [[Schatzung]] an die [[Oberamt Lindenfels|Kellerei Lindenfels]] entrichten mussten. Davon erhielt der [[Schultheiß]] 10&amp;amp;nbsp;fl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt; Was auf sieben [[Hubengut|Hubengüter]] schließen lässt. Einen weiteren Hinweis auf die Größe des Orts datiert aus dem Jahr 1488, als die Kurpfalz von 32 [[Hubengut|Huben]] in den Dörfern [[Gadernheim]], [[Lautern (Lautertal)|Lautern]] und &amp;#039;&amp;#039;Reilenbach&amp;#039;&amp;#039; „[[Bede]]“, „Hubhafer“ und zwei Drittel des großen und kleinen [[Zehnte]]n bezog. Außerdem übte die Kurpfalz damals in diesen Dörfern „[[Mortuarium|Hauptrecht (Abgabe beim Tod an den Leibherrn)]], Herdrecht (Abgabe beim Tod an den Grundherrn), [[Frevel]] (Geldstrafe und Bußgeld) und Unfälle (Recht auf havarierte Ladung)“ aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WMG&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Blutgerichtsbarkeit|Hohe Gerichtsbarkeit]] über den Ort wurde durch die [[Zent Heppenheim]] ausgeübt, deren oberster Richter der 1267 erstmals erwähnte [[Burggraf]] auf der [[Starkenburg (Burg)|Starkenburg]] (über Heppenheim) war. Raidelbach gehörte damals mit Lautern zum pfälzischen Dorfgericht in Gadernheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt; Aus dem Jahr 1601 ist überliefert, dass die drei Dörfer ein Dorfgericht mit einem Schultheißen hatten und das [[Holzgericht|Haingericht]] in [[Reichenbach (Lautertal)|Reichenbach]] abgehalten wurde. Im Jahre 1607 wurde zum ersten Mal im neuen Rathaus in Gadernheim durch den Amtmann des Amtes Schönberg Gericht gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachbarschaft von Raidelbach hatte sich inzwischen die [[Grafschaft Erbach]] etabliert, wie aus einer Urkunde von 1339 hervorgeht. Dort [[Wittum|bewittumte]] der Schenk Konrad von [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Erbach]] seine Ehefrau Kunigunde, geb. von Brugge, mit Einvernehmen seines Lehensherren, dem Pfalzgrafen [[Rudolf II. (Pfalz)|Rudolf II.]], mit einem Viertel der Burg Schönberg, zu der [[Gefälle (Recht)|Gefälle]] in Schönberg, Elmshausen, Wilmshausen, Gronau, Zell und Reilenbach gehörten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Bayrische Fehde|Bayrischen Fehde]] wurden im Jahr 1504 die Burg Schönberg und das ganze Tal der Lauter durch Truppen des Landgrafen [[Wilhelm II. (Hessen)|Wilhelm II.]] verwüstet. Der Landgraf führte als Vollzieher der gegen die Kurpfalz verhängten [[Reichsacht]] ein Feldzug gegen die Kurpfalz und deren Verbündete, zu denen auch die Herren von Erbach zählten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert hielt die [[Reformation]] auch im Odenwald Einzug. Bis 1544 hatten die 1532 zu Reichsgrafen erhobenen Erbacher für ihre Grafschaft das [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherische]] Glaubensbekenntnis eingeführt, und auch die pfälzischen Herrscher sympathisierten offen mit dem lutherischen Glauben, aber erst unter [[Ottheinrich]], Kurfürst von 1556 bis 1559, erfolgte der offizielle Übergang zur lutherischen Lehre. Raidelbach gehörte vor der Reformation kirchlich zum Bensheimer Landkapitel und wurde nach der Reformation Teil des [[Kirchspiel]]s Reichenbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;erbach&amp;quot;&amp;gt;Gustav Simon: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Dynasten und Grafen zu Erbach und ihres Landes&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Brönner, Frankfurt a. M. 1858, S.&amp;amp;nbsp;147ff ([https://books.google.de/books?id=rHsAAAAAcAAJ online bei Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es im Grenzgebiet zwischen der Kurpfalz und der Grafschaft Erbach mehrere Vorfälle durch die unübersichtliche Gebietszugehörigkeit gab, einigten sich am 4. Juni 1561 der Pfälzer Kurfürst [[Friedrich III. (Pfalz)|Friedrich III.]] mit den Brüdern Georg, Eberhard und Valentin, Grafen von Erbach, über einen Gebietstausch. Dadurch kamen die zur Pfälzer [[Oberamt Lindenfels#Thal-Zent|&amp;#039;&amp;#039;Thalzent&amp;#039;&amp;#039;]] gehörigen Dörfer Lautern, [[Gadernheim]] und Raidelbach (&amp;#039;&amp;#039;Reilenbach&amp;#039;&amp;#039;) sowie der Anteil an [[Reichenbach (Lautertal)|Reichenbach]] an die Grafschaft Erbach und die erbachischen Dörfer Mittershausen, Mitlechtern, Scheuerberg, Schannenbach, Knoden, Breitenwiesen sowie Oberlaudenbach an die Pfalz. Dort bildeten sie die [[Oberamt Lindenfels#Neue Zent|&amp;#039;&amp;#039;Neu-Zent&amp;#039;&amp;#039;]] des [[Oberamt Lindenfels|Amts Lindenfels]]. Die erbachischen Dörfer blieben aber weiter pfälzisches Lehen. Die erbachische Verwaltung und Niedere Gerichtsbarkeit erfolgte jetzt durch das [[Amt Schönberg (Odenwald)|Amt Schönberg]], die Hohe Gerichtsbarkeit blieb hingegen bei der [[Zent Heppenheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Verwüstungen in der Bayrischen Fehde konnte sich das Amt Schönberg bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erholen. Besonders in den letzten Friedensjahren war eine rege Bautätigkeit in Schloss Schönberg und den Dörfern zu verzeichnen. Spätestens 1622 hatte aber auch das Amt Schönberg unter dem Krieg zu leiden, als von [[Katholische Liga (1609)|ligistische Truppen]] das Amt mehrfach überfallen und ausplündert wurde. Mitte der 1630er Jahre folgte mit dem Schwedisch-Französischen Krieg das blutigste Kapitel des Dreißigjährigen Krieges. Aus der Region berichteten die Chronisten aus jener Zeit: „Pest und Hunger wüten im Land und dezimieren die Bevölkerung, sodass die Dörfer öfters völlig leer stehen“. Als im Jahre 1648 Friede geschlossen wurde, war die Bevölkerung in der Region auf ein Viertel geschrumpft, etliche Dörfer waren über Jahre menschenleer. Nach kurzer Friedenszeit folgten die französischen [[Reunionspolitik|Reunionskriege]], die für die Region neue Heimsuchungen brachten. Im Herbst 1696 wurde im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] das Schloss Schönberg überfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1717 kam es zur Teilung des Erbacher Grafenhauses und Schloss Schönberg wurde Sitz der jüngeren Linie [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Erbach-Schönberg]] unter Graf [[Georg August (Erbach-Schönberg)|Georg August zu Erbach-Schönberg]]. Dieser erhielt die Ämter Schönberg und König und der Hälfte der [[Herrschaft Breuberg]]. Die Linie Erbach-Schönberg machte die Burg zu ihrem Wohnsitz, wodurch sie ihren heutigen Schlosscharakter erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom 19. Jahrhundert bis heute ===&lt;br /&gt;
Mit der [[Rheinbundakte]] von 1806 wurde die Grafschaft Erbach [[Mediatisierung|mediatisiert]] und zum größten Teil in die [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] eingegliedert; dazu gehörte auch das „Amt Schönberg“, das jedoch vorerst als standesherrschaftliches Amt erhalten blieb. Am 9. Dezember 1803 wurde das Gerichtswesen in Hessen-Darmstadt neu organisiert. Für das [[Provinz Starkenburg|Fürstentum Starkenburg]] wurde das „Hofgericht Darmstadt“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das [[Oberappellationsgericht Darmstadt]]. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] bzw. [[Standesherr (Großherzogtum Hessen)|Standesherren]] vorgenommen. Damit hatten die [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Zente]] und die mit ihnen verbundenen [[Zentgericht]]e endgültig ihre Funktion eingebüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. August 1806 erhob [[Napoleon]] die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zum [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtum]]. Der [[Wiener Kongress]] 1814/15 bestätigte die Zugehörigkeit der ehemaligen Grafschaft Erbach zum „Fürstentum Starkenburg“ des Großherzogtums Hessen. Daraufhin wurden 1816 im Großherzogtum Provinzen gebildet und dabei das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet in [[Starkenburg (Provinz)|„Provinz Starkenburg“]] umbenannt. 1821/22 wurden im Rahmen einer umfassenden Verwaltungsreform die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amtsvogteien]] in den Provinzen Starkenburg und [[Oberhessen (Provinz)|Oberhessen]] aufgelöst und [[Landratsbezirk]]e eingeführt, wobei 1822 das [[Amt Schönberg (Odenwald)|Amt Schönberg]] dem [[Landratsbezirk Lindenfels]] zugeteilt wurde. Im Rahmen dieser Reform wurden auch Landgerichte geschaffen, die unabhängig von der Verwaltung waren. Die Landgerichtsbezirke entsprachen in ihrem Umfang den Landratsbezirken und für den Landratsbezirk Lindenfels war das [[Amtsgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] als Gericht erster Instanz zuständig. Für das Amt Schönberg wurde die Niedere Gerichtsbarkeit im Namen der Standesherren durch den Landrat ausgeübt. Erst 1826 gingen alle Funktionen des ehemaligen standesherrschaftlichen Amts Schönberg an die Landesinstitutionen über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bsb02&amp;quot; /&amp;gt; Diese Reform ordnete auch die Administrative Verwaltung auf Gemeindeebene. So war die [[Bürgermeisterei (Großherzogtum Hessen)|Bürgermeisterei]] in [[Gadernheim]] auch für Raidelbach und Lautern zuständig. Entsprechend der Gemeindeverordnung vom 30. Juni 1821 gab es keine Einsetzungen von [[Schultheiß]]en mehr, sondern einen gewählten Ortsvorstand, der sich aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat zusammensetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-555-01352-1|Seite=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039; berichtet 1829 über Raidelbach:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Raidelbach (L. Bez. Lindenfels) luth. Filialdorf; auch Railbach liegt 1 St. von Lindenfels, gehört dem Grafen von Erbach-Schönberg hat 9 Häuser und 77 Einw., die bis auf 9 Reform. lutherisch sind. Der Ort theilt sich in Ober- und Niederraidelbach. – Im Jahr 1561 kam Raidelbach tauschweise von Churpfalz an Erbach und 1806 unter Hess. Hoheit.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg W. Wagner |Titel=Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg |Band=1 |Verlag=Carl Wilhelm Leske |Ort=Darmstadt |Datum=1829-10 |Seiten=193 |Online={{Google Buch |Linktext=Online bei Google Books |KeinText=1 |BuchID=SJcAAAAAcAAJ |Seite=193}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurden [[Landkreis|Kreise]] geschaffen. Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch die Kreise Bensheim und Lindenfels geben; der Landratsbezirk von Heppenheim sollte in den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim, der [[Kreis Heppenheim]] als zweiter Kreis gebildet wurde, zu dem auch Raidelbach gehörte. Mit der Grossherzoglichen Regierungsverordnung Nr. 37 vom 31. Dezember 1839 wurde mit Wirkung zum 15. Januar 1840 Raidelbach dem [[Kreis Bensheim]] zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=HRBL |hrsg=Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren und der Justiz |titel=Bezirksveränderung hinsichtlich der Kreise Bensheim und Heppenheim, … |nr=37 |jahr=1839 |datum=1839-12-26 |seite=488 |seiten=480 |fundstelle= |kbytes=72200}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1839 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Nibelungenstraße&amp;#039;&amp;#039; von Bensheim ins [[Lauter (Rhein, Gernsheim)|Lautertal]] bis Lindenfels ausgebaut und damit ein wichtiger Betrag zur Verbesserung der Infrastruktur des [[Vorderer Odenwald|vorderen Odenwaldes]] geschaffen. Eine weitere Verbesserung wurde 1846 durch die Eröffnung der [[Bahnstrecke Frankfurt am Main–Heidelberg|Main-Neckar-Bahn]] erreicht, die Bensheim zunächst mit [[Langen (Hessen)|Langen]], Darmstadt und [[Heppenheim]] verband und wenig später vollendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |titel=Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“ 2007 |titelerg=Ein furchtbarer Weg durchs Tal |seiten=38 |format=PDF 8,61&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161005121532/http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |archiv-datum=2016-10-05 |abruf=2014-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039; von 1845 finden sich folgender Eintrag:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Raidelbach (Ober- und Unter-Raidelbach). – Dorf, zur evangel. Pfarrei Reichenbach, resp. katholischen Pfarrei Lindenfels gehörig. – 9 H. 77 evangel. Einw. – Grossherzogthum Hessen. – Provinz Starkenburg. – Kreis Bensheim. – Landger. Zwingenberg. – Hofger. Darmstadt. – Das Dorf Raidelbach, zur Standesherrschaft der Grafen von Erbach-Schönberg gehörig, zerfällt in Oder- und Nieder-Raidelbach und ist im Jahre 1806 der großherzogl. hessischen Souveränität unterworfen worden. Früher, vor dem J. 1561, wo der Ort erst an das Haus Erbach vertauscht worden, gehörte derselbe zu Churpfalz.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Friedrich Kratzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039;, Naumburg 1845, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;381 ([https://catalog.hathitrust.org/Record/009731873 online bei Hathi Trust, digital library])&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Juli 1848 wurden die Kreise und Landratsbezirke des Großherzogtums abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei die bisherigen Kreise Bensheim und Heppenheim zum [[Regierungsbezirk Heppenheim]] vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später, im Laufe der [[Reaktionsära]], kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Raidelbach wurde wieder Teil des [[Kreis Bensheim|Kreises Bensheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren |Titel=Verordnung, die Eintheilung des Großherzogtums in Kreise Betreffend vom 12. Mai 1852 |Sammelwerk=Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852 Nr. 30 |Seiten=224–229 |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510180_00232.html?zoom=0.7000000000000002 Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek digital] |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und [[Kataster]]listen&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|978-3-11-019056-4|Seite=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ergaben für Raidelbach:&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Alexander Ferdinand Walther: &amp;#039;&amp;#039;Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Jonghans, Darmstadt 1854, S.&amp;amp;nbsp;297 ([https://books.google.de/books?id=AZAAAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s online bei Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt; Lutherisches Filialdorf mit 74 Einwohnern. Die Gemarkung bestand aus 809 [[Morgen (Einheit)|Morgen]], davon 443 Morgen Ackerland, 181 Morgen Wiesen und 169 Morgen Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für das Filialdorf Raidelbach mit der Bürgermeisterei in Gadernheim, 10 Häuser, 88 Einwohnern, der Kreis Bensheim, das Landgericht Zwingenberg, die evangelische Pfarrei Reichenbach mit dem Dekanat in Lindenfels und die katholische Pfarrei Lindenfels des Dekanats Heppenheim, angegeben. Das zuständige Steuerkommissariat war Zwingenberg der Destriktseinnehmerei Bensheim und Obereinnehmerei Bensheim. Die Dominalienverwaltung bestand aus dem Rentamt Lindenfels, dem Forstamt Jugenheim mit der Oberförsterei Ernsthofen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Alphabetisches Verzeichniss der Wohnplätze im Grossherzogtum Hessen&amp;#039;&amp;#039;, 1869, S.&amp;amp;nbsp;52 ([https://books.google.de/books?id=YeVSAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de online bei Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hessischen Provinzen Starkenburg, [[Rheinhessen (Provinz)|Rheinhessen]] und Oberhessen wurden 1937 aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg war der Kreis Bensheim besonders betroffen, da er aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen wurde, was auch Raidelbach betraf. Der Kreis Heppenheim übernahm die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen [[Landkreis Bergstraße]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |titel=Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“. |titelerg=Die Entstehung des Kreises Bergstraße |datum=2007 |seiten=109 |format=PDF; 9,0&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161005121532/http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |archiv-datum=2016-10-05 |abruf=2015-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 202&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] angegeben, davon waren 169&amp;amp;nbsp;ha Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] ließ sich zum 31. Dezember 1970 die Gemeinde Raidelbach gemeinsam mit Kolmbach freiwillig nach Gadernheim [[Eingemeindung|eingemeinden]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister  des Innern |titel=Eingliederung der Gemeinden Kolmbach und Raidelbach in die Gemeinde Gadernheim im Landkreis Bergstraße |nr=3 |jahr=1971 |datum=1971-01-05 |seite=22 |seiten=110 |fundstelle=Punkt 116 |kbytes=5480}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Genau ein Jahr später wurde der Verbund dieser drei Orte wieder aufgelöst. Gadernheim und Raidelbach wurden zu Gründungsgemeinden der Gemeinde Lautertal, in der sie am 31. Dezember 1971 aufgingen, während Kolmbach zu [[Lindenfels]] kam. Für den Ortsteil Raidelbach wurde ein [[Ortsbezirk]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lautertal.de/pdf/na-h-tuerlich-informiert/satzungen/hauptsatzung-1.pdf?cid=baj |titel=Hauptsatzung |titelerg=§;&amp;amp;nbsp;5 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Lautertal |format=PDF;&amp;amp;nbsp;29&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2025-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte im Großherzogtum Hessen ===&lt;br /&gt;
Die [[Instanz (Recht)|erstinstanzliche]] [[Gerichtsbarkeit]] lag während der Zugehörigkeit zum Großherzogtum bis 1822 beim [[Standesherr (Deutscher Bund)|standesherrlichen]] [[Amt Schönberg (Odenwald)|Amt Schönberg]]. 1822 kam es zu einer Übereinkunft zwischen dem Großherzogtum und dem Grafen von Erbach-Schönberg. Die Aufgaben der Verwaltung und der Rechtsprechung wurden getrennt. Die Verwaltung kam zum [[Landratsbezirk Lindenfels]], für die  Rechtsprechung wurde das [[Landgericht Schönberg]] eingerichtet. Diese relativ kleine Einheit hatte aber nur kurz Bestand und wurde 1826 dem [[Gerichtsbezirk|Bezirk]] des [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgerichts Fürth]] zugeteilt. Bereits 1839 wechselte die Zuständigkeit für Raidelbach erneut: Gerichtlich kam es zum [[Landgericht Zwingenberg]], verwaltungsseitig zum Kreis Bensheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879 wurden die bisherigen großherzoglichen [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichte]] durch [[Amtsgericht]]e an gleicher Stelle ersetzt, während die neu geschaffenen Landgerichte als Obergerichte fungierten. Erstinstanzlich zuständig war nun das [[Amtsgericht Zwingenberg]] im Bezirk des [[Landgericht Darmstadt|Landgerichts Darmstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein  |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211|kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1902 wurde das [[Amtsgericht Bensheim]] neu errichtet und die Orte Bensheim, Elmshausen, Gadernheim, Gronau, Lautern, Raidelbach, Reichenbach, Schönberg, Wilmshausen und Zell bildeten den neuen Gerichtsbezirk.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzogliches Ministerium der Justiz |titel=Bekanntmachung, die Errichtung eines Amtsgerichts in Bensheim betreffend |nr=19 |jahr=1902 |datum=1902-03-26 |seite=156 |seiten=154 |fundstelle= |kbytes=29100}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Raidelbach angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|894925483|Seiten=43ff|Seite=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1561: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Kurpfalz]], [[Amt Lindenfels]], [[Oberamt Lindenfels#Kurpfälzische Zeit|Thal-Zent]]&lt;br /&gt;
* ab 1561: Heiliges Römisches Reich, [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Grafschaft Erbach]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Durch Tausch.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Amt Schönberg (Odenwald)|Amt Schönberg]]&lt;br /&gt;
* ab 1717: Heiliges Römisches Reich, [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Grafschaft Erbach-Schönberg]] ([[Erbach (Adelsgeschlecht)#Grafschaft Erbach|Anteil an der Grafschaft Erbach]]), Amt Schönberg&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]] ([[Dominiallande|Souveränitätslande]]),&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;[[Mediatisierung]] infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Starkenburg (Provinz)|Fürstentum Starkenburg]], Amt Schönberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Souveränitätslande), [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]], Amt Schönberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Landratsbezirk Lindenfels]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;1822: Trennung zwischen Justiz ([[Amt Schönberg (Odenwald)|Landgericht Schönberg]]) und Verwaltung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1840: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Bensheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge [[Otto von Bismarck#Deutsch-Französischer Krieg und Reichsgründung|Bismarcks Politik]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, [[Landkreis Bergstraße]]&amp;lt;ref name=RB1937 /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen|Land Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1970: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Gemeinde Gadernheim&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Gemeinde Lautertal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Raidelbach 117 Einwohner. Darunter waren 12 (10,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 44 zwischen 18 und 49, 24 zwischen 50 und 64 und 15 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 45 Haushalten. Davon waren 12 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 12 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 3 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 3 [[Wohngemeinschaft]]en. In 3 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 33 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1439: || 7 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Raidelbach|width=450|float=none|maxEinwohner=140&lt;br /&gt;
|77|75|67|74|82|83|80|77|89|95|87|84|89|82|130|124|85|67|60&lt;br /&gt;
|vor1834=(1829,77)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,63)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,117)(2013,110)(2022,114)&lt;br /&gt;
|quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;; Gemeinde Lautertal&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2013&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 68 [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherische]] (= 84,31 %), 9 [[Reformierte Kirchen|evangelisch-reformierte]] (= 11,69 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 65 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 97,01 %), 2 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 2,99 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
;Ortsbeirat&lt;br /&gt;
Für Raidelbach besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Raidelbach) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]], nach Maßgabe der §§ 81 und 82 [[Hessische Gemeindeordnung|HGO]] und des [[Kommunalwahlrecht (Hessen)|Kommunalwahlgesetzes]] in der jeweils gültigen Fassung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;  Alle Kandidaten gehörten der „Unabhängigen Wählergemeinschaft Raidelbach“ an. Der Ortsbeirat wählte Horst Pfeifer zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://lautertal.gremien.info/committee.php?id=OBRa |titel=Ortsbeirat Knoden |werk=Rats-Info-System |hrsg=Gemeinde Lautertal |abruf=2025-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch Raidelbach verlaufen die [[Kreisstraße]]n K 210 und K 55, die in bzw. bei Gadernheim von der als [[Nibelungenstraße]] bekannten [[Bundesstraße 47]] abzweigen und über [[Breitenwiesen]] und [[Knoden]] nach [[Seidenbuch]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[George Frankenstein]] (1825–1911), deutschamerikanischer Landschafts- und Porträtmaler sowie Journalist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.lautertal.de/na-h-tuerlich-erleben/lautertal-stellt-sich-vor/#accordion-1-4 &amp;#039;&amp;#039;Ortsteil Raidelbach.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Lautertal.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=431014060|titel=Raidelbach, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.verschoenerungsverein-reichenbach.de/dorfgeschichte(n)/historisches/lautertal_wird_hessisch.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Lautertal wird hessisch.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151122233958}} In: Webauftritt des Verschönerungsvereins Reichenbach.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Lautertal-Raidelbach |PPN=116325119 |GNDfehlt=2025-03-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|ID=431014060|titel=Raidelbach, Landkreis Bergstraße|datum=2018-05-08}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wilhelm Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Ortsnamenbuch - Starkenburg&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 1937, S.&amp;amp;nbsp;641–642&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WMG&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wilhelm Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Ortsnamenbuch - Starkenburg&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 1937, S.&amp;amp;nbsp;209–210&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wilhelm Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Ortsnamenbuch - Starkenburg&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 1937, S.&amp;amp;nbsp;569&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bsb02&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL &lt;br /&gt;
| typ      = bsb10510154&lt;br /&gt;
| hrsg     = Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren und der Justiz.&lt;br /&gt;
| jahr     = 1826&lt;br /&gt;
| nr-text  = 17&lt;br /&gt;
| datum    = 1826-07-07&lt;br /&gt;
| titel    = Bekanntmachung, die Verwaltung der landräthlichen Geschäfte und der Justiz erster Instanz in dem vormaligen Amte Schönberg betr.&lt;br /&gt;
| seite    = 182&lt;br /&gt;
| seiten   = 178&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=14 |seiten=10 und 64 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-04 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=14 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=ja}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW2013&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lautertal.de/raidelbach.html |titel=Ortsteil Raidelbach |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Lautertal |abruf=2020-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140221084109/http://www.lautertal.de/raidelbach.html}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Lautertal (Odenwald)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bergstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lautertal (Odenwald))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bergstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1339]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>