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	<title>Ragana - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T03:03:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ragana&amp;diff=514785&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RStehn: /* Märchenhexe */</title>
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		<updated>2025-06-22T05:41:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Märchenhexe&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Sagengestalt. Zum Ort in Lettland siehe [[Ragana (Ort)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ragana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[litauische Sprache|litauisch]] und [[Lettische Sprache|lettisch]], „Hexe“) ist eine böswillige weibliche Figur – [[Hexe]] – in der [[Baltische Mythologie|baltischen Mythologie]]. Gewisse Eigenschaften verbindet sie mit der den Menschen eher wohlgesonnenen [[Lauma]]. In manchen Erzählungen vereinen sich ihre Verhaltensweisen in der Figur Laume-Ragana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Märchenhexe ==&lt;br /&gt;
In der Rolle als Märchenhexe unterscheidet sich Ragana nicht von anderen europäischen Märchenhexen, ist aber mehr im mystischen verhaftet und hat nicht die starke Konnotation einer hässlichen, alten Frau, die Tränke braut. In dem lettischen Märchen &amp;#039;&amp;#039;[[Lāčplēsis]] der Bärenreißer&amp;#039;&amp;#039; ist sogar von der „schönen Hexe Spīdala“ die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Klemens Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Lettland&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2000, ISBN 3-406-44782-1, S. 26 ({{Google Buch |BuchID=nzX-bR_UUroC |Seite=26}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat kannibalistische Züge, neigt dazu Kinder zu entführen und ist übermenschlich. Zur Ragana gelangt man, indem man wie im Märchen [[Frau Holle]] durch einen Brunnen fällt oder tief in den Wald geht.&lt;br /&gt;
Auch der Hexentanz auf Hügeln ist gut bekannt. Hexen sind besonders aktiv zu den Kalenderfesten, wie Sonnenwende, Ostern, Weihnachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Zeno-Werk|M%C3%A4rchen/M/Lettland/Victor+von+Andrejanoff%3A+Lettische+M%C3%A4rchen/Was+sich+die+Hexen+in+der+Johannisnacht+erz%C3%A4hlten|Was sich die Hexen in der Johannisnacht erzählten}}. In: Victor von Andrejanoff: &amp;#039;&amp;#039;Lettische Märchen.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1896, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hexenprozesse ==&lt;br /&gt;
In den Akten zu den Hexenprozessen des 16. bis 18. Jahrhunderts werden die angeklagten Personen zumeist nicht &amp;#039;&amp;#039;ragana&amp;#039;&amp;#039; genannt, sondern als Beschwörerin oder Schwarzbuchkundige bzw. Entsprechungen bezeichnet. Die Akten wurden zumeist auf [[Ruthenische Sprache|Kanzleislawisch]], [[Polnische Sprache|Polnisch]] oder [[Latein]]isch verfasst. Anklagegründe waren Schadenzauber gegenüber Vieh, Ernteverlust, Krankheiten, falsche Heilbemühungen, Liebeszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuheidentum ==&lt;br /&gt;
Nahezu jeder Beitrag über die Hexe beginnt mit einem Verweis auf die populäre [[Etymologie]]. Es heißt, dass &amp;#039;&amp;#039;ragana&amp;#039;&amp;#039; von (lit.) &amp;#039;&amp;#039;regėti&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;sehen, wahrnehmen&amp;#039; abgeleitet wurde und diese daher in der heidnischen Religion einst eine [[Seherin]] war. Entsprechend wird Ragana als Selbstbezeichnung von [[Wicca]] Hexenzirkeln verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Algirdas Julien Greimas|A. J. Greimas]] hat darauf aufmerksam gemacht, dass diese Etymologie nicht mit der Folklore in Einklang zu bringen ist. Ein neuer Vorschlag sieht &amp;#039;&amp;#039;Ragana&amp;#039;&amp;#039; als Gespenst oder Vision, insbesondere die Erscheinung einer verstorbenen Person. In der baltischen Folklore wird der [[Traum]] als eine aktive Handlung der geträumten Person dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernd Gliwa: [https://www1.ku.de/SLF/EngluVglSW/gliwa1031.pdf &amp;#039;&amp;#039;Witches in Baltic Fairy Tales.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Onomasiology Online,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 2003, S. 1–14&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baltische Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neopaganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hexe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologischer Menschenfresser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RStehn</name></author>
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