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	<title>Rafzerfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T07:53:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rafzerfeld&amp;diff=27674&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-31114-08: Kommafehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-04T10:25:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kommafehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen: ss sic!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Gemeinde Rafz.png|mini|Die fünf Gemeinden des Rafzerfeldes]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rafzerfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine 50 Quadratkilometer grosse, rechtsrheinische Ebene im Norden des [[Schweiz]]er [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auf dem vom [[Rheingletscher|Bodensee-Thurgletscher]] [[Sander|aufgeschotterten]] Rafzerfeld sind zahlreiche [[Bodendenkmal|archäologische Fundstellen]] bekannt. Neben [[Mammut pacificus|Mammut]]zähnen in den Kiesgruben kamen einige [[Abschlag (Archäologie)|Silex]]komplexe und [[Bronzezeit|bronze-]] und [[Eisenzeit|eisenzeitliche]] Grabfunde sowie Einzelfunde – [[Steinbeil (Steinzeit)|Steinbeile]], Münzen, [[Keramik]] – zutage. Ihre archäologische Aufarbeitung brachte neue Erkenntnisse zur Siedlungsgeschichte dieser Landschaft, welche die ältesten [[Fundort|Fundstellen]] des Kantons Zürich birgt, die bis 10&amp;#039;000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zurückreichen. Älteste Siedlungsspuren weisen ins [[Mesolithikum]] und mittlere [[Neolithikum]] (5.&amp;amp;nbsp;Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Fundstellen im benachbarten und deutschen Gebiet liefern interessante Befunde, etwa die [[Oppida]] von [[Schanze und Oppidum auf Schwaben (Jestetten-Altenburg)|Altenburg und Rheinau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste archäologische Luftbildflüge brachten 1991 [[Bewuchsmerkmal|Bewuchs-]] und Bodenmerkmale ins Visier; [[Prospektion (Archäologie)|Feldbegehungen]] analysierten fotografische Strukturen und gaben Hinweise auf historische [[Siedlung]]s-, Werk- und Lagerplätze, alte Wege, Grenzen und landwirtschaftliche Tätigkeiten. Schon früh waren Lokalforscher an der Arbeit: Abraham Zimmermann (1897–1976), Rafzer Lehrer und Gründer des Ortsmuseums, Autor der Rafzer Chronik 1970 und Ehrenbürger. Er entdeckte über 20 prähistorische Fundstellen im Rafzerfeld und sammelte Tausende [[Silices]]: älteste nacheiszeitliche Belege einer [[Besiedlungsgeschichte Europas in der Jungsteinzeit|Besiedlung]] des Kantons Zürich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick Nagy, Dorothea Spörri |Titel=Archäologische Forschungen im Rafzerfeld |Hrsg=Baudirektion des Kantons Zürich, Kantonsarchäologie |Sammelwerk=Berichte der Kantonsarchäologie Zürich |Nummer=14 |Verlag=Fotorotar AG |Ort=Zürich und Egg ZH |Datum=1998 |ISBN=3-905647-88-5 |Seiten=285-297}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] wurden am 4. November 1525 im Rafzerfeld mit rund 500 Rittern und bis zu 1300 Fussknechten unter dem Ritter und Hauptmann [[Christoph Fuchs von Fuchsberg]] etwa 200 Klettgauer Bauern getötet. Christoph Fuchs von Fuchsberg war am 2. November 1525 in Fützen angekommen und zog weiter nach Schleitheim mit dem Auftrag, den Klettgauer Bauernhaufen zu vernichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maurer, Hans-Martin |Titel=Bauernkrieg 1524/25 |Hrsg=Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg |Band=Historischer Atlas von Baden-Württemberg: Erläuterungen 6,11 |Ort=Stuttgart |Datum=1980 |Seiten=8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die rund 800 Bauern des Klettgauer Haufens unter der Führung von Klaus Wagner aus Grießen sammelten sich am Morgen des 4. November 1525 zum Kampf gegen Fuchs von Fuchsberg im Rafzerfeld. Hans Schweizer, der Landvogt von Eglisau, hatte deshalb die Brücken von Eglisau mit 500 Zürcher Soldaten gesperrt und gesichert. Zusammen mit den Zürcher Ratsherren Rudolf Thumysen, Hans Felix Manz und Konrad Escher beobachtete er im Auftrag der Zürcher Regierung die Schlacht im Rafzerfeld. Nachdem in den ersten Stunden des Gefechts rund 200 Bauern gefallen waren, ergriffen die übrigen die Flucht. Die Rafzerfelder Kirchenfahne wurde dabei zur Beute des Christoph Fuchs von Fuchsberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schweizer |Titel=Wil. Die Geschichte eines Bauerndorfes auf dem Rafzerfeld |Verlag=Wil ZH, Politische Gemeinde |Ort=Wil (ZH) |Datum=1993 |Seiten=70-73}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 100 aufständische Bauern verschanzten sich im Laufe des Nachmittags des 4. November 1525 im Friedhof von Grießen. Graf Rudolf V. von Sulz liess die Zürcher Beobachter nach Grießen kommen, mit dem Ziel, die Bauern im ummauerten Friedhof zur kampflosen Aufgabe zu überreden. Der Grund dafür war, dass sich viele Bauern aus dem Rafzerfeld unter den Überlebenden befanden. Die Verhandlungen blieben ergebnislos. Die gefangenen Bauern aus dem Rafzerfeld mussten schließlich wie die Klettgauer Bauern eine Strafe von 6 Gulden an den Grafen von Sulz bezahlen. Christoph Fuchs von Fuchsberg verlangte insbesondere von den Bauern in Wil (ZH) die Zahlung der Buße, da 37 Bauern von dort an der Schlacht beteiligt waren. Die Bauern weigerten sich aber, die Buße zu zahlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rafzerfeld und Rafz gelangten 1651 mit den hohen Gerichten an Zürich, da die [[Grafen von Sulz]] sich gezwungen sahen, ihre Schulden bei den Zürchern durch Abtretung eines Teils ihrer Landeshoheit im [[Klettgau]] abzutragen. Es ist dies ein seltener Fall des Verkaufs von Reichsboden an die Schweiz. 1656 wurde auch der obere [[Landgrafschaft Klettgau#Der Verkauf|Klettgau]] an die Stadt [[Schaffhausen]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Topografie ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet umfasst von West nach Ost die Gemeinden [[Wasterkingen]], [[Hüntwangen]], [[Wil ZH|Wil]], [[Rafz]] und [[Eglisau]] und liegt nördlich des [[Rhein]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Rafzerfeld stellt geologisch den [[Sander]] eines grossen [[Gletscher|Alpengletschers]] dar, weshalb die abgelagerten [[Kies]]schichten mehrere dutzend Meter mächtig sind. Mehrere Kieswerke bauen diesen Rohstoff ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rafzerfeld01.jpg|mini|Kiesgrube im Rafzerfeld, im Hintergrund Wil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rafzerfeld gibt es eine Anzahl von Naturschutzprojekten, die die ursprüngliche [[Artenvielfalt]] wiederherstellen möchten. Bei diesen Projekten arbeiten Landwirte, Kiesgrubenbesitzer und Naturschutzvereine zusammen. Der 1996 gegründete Verein &amp;#039;&amp;#039;Natur vom Puur&amp;#039;&amp;#039; (Natur vom Bauern) initiiert Vernetzungsprojekte, mit denen die Verbreitung und Ansiedlung anspruchsvoller Pflanzen und Tiere mittels ökologischer Ausgleichsflächen, Buntbrachen und speziellem [[Saatgut]] gefördert werden sollen.&lt;br /&gt;
Im Jahre 2003 hat das Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich das Vernetzungsprojekt Rafzerfeld genehmigt. Durch die Kiesgewinnung sind neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstanden. Die [[Rekultivierung]] der Kiesgruben ermöglicht, spezielle [[Biotop]]e mit Mager- und Trockenwiesen oder Kiesflächen einzurichten. Im Rafzerfeld können neben einer vielfältigen Pflanzenwelt die [[Feldlerche]], der [[Flussregenpfeifer]], [[Uferschwalbe]]n, die [[Goldammer]] und der [[Feldhase]] beobachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Hofer: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschafts- und Siedlungsgeographie des Rafzerfeldes und seiner angrenzenden Gebiete&amp;#039;&amp;#039;, in: Mitteilungen der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft Zürich, Band 40, 1939–1940, S. 1–136 + Tafeln ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=ghl-002:1939:40::28 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitungen ==&lt;br /&gt;
Die Schaffhauser Gratiszeitung [[Schaffhauser Bock]] publiziert seit September 2017 eine Lokalausgabe für das Rafzerfeld. Hierfür tauscht sie jeweils auf den ersten vier Seiten Inhalte der Normalausgabe mit solchen aus, die spezifisch das Rafzerfeld sowie den &amp;#039;&amp;#039;unteren Schaffhauser Kantonsteil&amp;#039;&amp;#039; betreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.naturvompuur.ch/site/ Natur vom Puur im Rafzerfeld] Landschaftsqualitäts-Projekt 2015–2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Schweizer, Peter (1993). Wil. Die Geschichte eines Bauerndorfes auf dem Rafzerfeld, S. 70 ff.&amp;quot; responsive=&amp;quot;&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=47.59559|EW=8.52394|type=landmark|region=CH-ZH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region im Kanton Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klettgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk Bülach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-31114-08</name></author>
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