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	<title>Radis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Radis&amp;diff=444647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas-2801: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-08-03T07:09:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=beschreibt den Ort in Sachsen-Anhalt. Zur rumänische Ruderin siehe [[Simona Radiș]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Kemberg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/45//N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/31//E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 98 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 19.82&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1195&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2013&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://demografie.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLV/Demografieportal/Dokumente/IGEK_Stadt_Kemberg.pdf |titel=Stadt Kemberg  – Integriertes Gemeindliches Entwicklungskonzept (IKEK) |seiten=16 |format=PDF |abruf=2022-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2010-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 06901&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 034953&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Radis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Kemberg]] im [[Landkreis Wittenberg]] in [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Radis liegt ca. 20 Kilometer südwestlich von [[Lutherstadt Wittenberg]] am Rande des [[Naturpark Dübener Heide|Naturparks Dübener Heide]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittergut Radis Sammlung Duncker.jpg|mini|Gut Radis um 1875/77, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
1378 wurde Radis als &amp;#039;&amp;#039;Rodiß&amp;#039;&amp;#039; erstmals urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
Ein Herrensitz ist bereits 1499 bezeugt; aus ihm entwickelte sich das spätere [[Rittergut]], welches die Geschichte des Ortes im Kern bestimmte. Die letzten Gutsbesitzer-Generationen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Als Manuskript gedruckt |Titel=Stammtafeln der Familie von Bodenhausen mit Belegen. 1865. Tafel VIII |Sammelwerk=Genealogien/Familien-Chronik |Nummer=Stamm Bodenhausen. Linie Brandis, Linie Radis |Verlag=Druck der Dieterichschen Univ.- Buchdruckerei W. Fr. Kästner |Ort=Göttingen |Datum=1865 |Seiten=Tafel IX |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8192021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stellte die Familie [[Bodenhausen (Adelsgeschlecht)|von Bodenhausen]], welche bereits 1105/1135 erstmals urkundlich Erwähnung findet. Die durchgehende Genealogie der Bodenhausen in und auf Radis ist beginnend mit Kraft von Bodenhausen (1568–1626) belegbar. Er hatte mehrere Ehrentitel, war sowohl in Mainz wie auch in Sachsen kurfürstlicher Rat, Oberst &amp;#039;&amp;#039;zu Roß&amp;#039;&amp;#039;, Hauptmann der Ämter Torgau und Liebenwerda. Sein Enkel [[Kammerherrenschlüssel|Kammerherr]] Kraft Burghard von Bodenhausen erwirbt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1900 |Sammelwerk=„Der Gotha“ |Band=Adelige Häuser nach alphabetischer Ordnung |Nummer=Bodenhausen |Auflage=Erster Jahrgang |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1900-01 |Seiten=94–95 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8279661}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zusätzlich den [[Schloss Brandis (Sachsen)|Herrensitz Brandis]]. Der Zweig Radis erhielt am 10. Juni 1874 zu Berlin die preußische Genehmigung zur Führung des Freiherrentitel. Dieser Ehre zuteil wurde Bodo Wilke von Bodenhausen (1837–1908). Er hatte ebenso mehreren Ehrenämter inne, unter anderem herzoglich-anhaltinischer [[Kammerherrenschlüssel|Kammerherr]], Schloßhauptmann zu Dessau und Rechtsritter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Friedrich von Ehrenkrook|Hans Friedrich v. Ehrenkrook]], Otto Reichert, Friedrich Wilhelm Freiherr v. Lyncker u. Ehrenkrook, Wilhelm v. Blaschek, Friedrich Wilhelm Euler |Hrsg=Ausschuss für adelsrechtlichen Fragen der deutschen Adelsverbände in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv |Titel=Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser / A (Uradel/bis 1400 nobilitiert) 1959 |Sammelwerk=GHdA Genealogisches Handbuch des Adels, von 1951 bis 2015 |Band=III |Nummer=21 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg a. d. Lahn |Datum=1959 |ISSN=0435-2408 |Seiten=20–22 |DNB=456719652}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Johanniterorden]]s. Bodo war vermählt mit Anna von Bodenhausen-[[Schloss Burgkemnitz|Burgkemnitz]], Adelshochzeiten mit der mittelbaren Verwandtschaft waren damals durchaus konventionell. Als Grundbesitzer auf Radis folgte der gleichnamige Sohn [[Bodo von Bodenhausen (Landrat)|Bodo Hans von Bodenhausen-Radis]] (1860–1911). Er war [[Familienfideikommiss|Fideikommissherr]], festgelegter Erbe auf Grundlage einer Stiftung, die das Gut unbedingt in Familienhand halten sollte. Auch er war Mitglied der Johanniterritter und zugleich Landrat des Kreises Wittenberg, vermählt mit Eleonore von Seidlitz und Ludwigsdorf (1877–1957). Sie lebte auch noch nach dem Kriegsende in Radis. Das Ehepaar hatte zwei Töchter und einen Sohn, Kraft von Bodenhausen, dem letzten Gutsherrn in Radis. Seine Besitzungen um Radis hatten Anfang der 1920er Jahre einen Umfang von 1272 ha Land, davon waren konkret 1100 ha Wald. Als Pächter agierte zu jener Zeit sein Neffe Fedor von Wuthenau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oskar Köhler, Gustav Wesche, H. Krahmer |Hrsg=Mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer zu Halle a. S. |Titel=Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Band V, Provinz Sachsen. 1922. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter und Güter von ungefähr 20 ha herab mit Angabe der Gutseigenschaft, des Grundsteuerertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen |Sammelwerk=Verzeichnis der für die Landwirtschaft wichtigen Behörden und Körperschaften |Band=V der Reihe von Paul Niekammer |Nummer=Kreis Wittenberg |Auflage=3. |Verlag=Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Leipzig |Datum=1922 |Seiten=234–235 |Online=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/95957/185?tx_dlf%5Bhighlight_word%5D=Radis&amp;amp;cHash=82bb0692d033853c76061051ea3d18de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1952 bis 1994 gehörte Radis zum [[Kreis Gräfenhainichen]] (DDR-[[Bezirk Halle]], ab 1990 Land Sachsen-Anhalt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Radis zusammen mit den Gemeinden [[Dabrun]], [[Eutzsch]], [[Rackith]], [[Rotta]], [[Schleesen (Kemberg)|Schleesen]], [[Selbitz (Kemberg)|Selbitz]], [[Uthausen]] und [[Wartenburg (Kemberg)|Wartenburg]] in die Stadt Kemberg eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2010.html Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010.] StBA.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig wurde die [[Verwaltungsgemeinschaft Kemberg]], zu der Radis gehört hatte, aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pabsthaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pabst ist ein Waldstück ca. zwei Kilometer westlich von Radis. Das in diesem Waldstück gelegene Pabsthaus ist das Geburtshaus von [[Johann Gottfried Galle]]. Er wurde u.&amp;amp;nbsp;a. durch seine Entdeckung des Planeten [[Neptun (Planet)|Neptun]] im Jahr 1846 zu einem der bedeutendsten deutschen [[Astronom]]en.&lt;br /&gt;
Zu Ehren dieses Wissenschaftlers hat der Heimatverein Radis einen Rundwanderweg eingerichtet, der von Radis zu seinem Geburtshaus führt. Entlang dieses Johann-Gottfried-Galle-Wanderweges gibt es einen [[Planetenweg]], an dem Schautafeln über die Planeten des [[Sonnensystem]]s angebracht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft, Infrastruktur und Sport ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Bis 1990 existierte in Radis eine Maschinenfabrik, die ein Teil des Betriebes [[Landmaschinenbau Torgau]] („LAMATOR“) und somit auch des [[Kombinat]]s [[Fortschritt Landmaschinen]] war. Ein Teil der Anlagen wurde abgerissen. Die Maschinenhalle wird heute als Lager der örtlichen Agrargesellschaft genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RadisBf1.JPG|mini|Bahnhof in Radis]]&lt;br /&gt;
Die [[Bundesstraße 100]], die Wittenberg und [[Halle (Saale)]] verbindet, verläuft direkt durch die Gemeinde. Der [[Bahnhof]] Radis liegt an der [[Bahnstrecke Berlin–Halle]]. Die Linien S2 und S8 der [[S-Bahn Mitteldeutschland]] verbinden Radis stündlich mit Wittenberg und Bitterfeld sowie abwechselnd mit Halle und [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der TuS 1947 Radis ist ein Handballverein, der in der Saison 2024/2025 in der Sachsen-Anhalt-Liga spielt. Seine Heimspiele trägt der Verein in Gräfenhainichen in der Sporthalle in der Lindenallee oder in der Sporthalle des Paul-Gerhardt-Gymnasiums aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Traugott Krug]] (1770–1842), [[Philosoph]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Gottfried Galle]] (1812–1910), [[Astronomie|Astronom]], Entdecker des Planeten [[Neptun (Planet)|Neptun]]&lt;br /&gt;
* [[Roland Schubert (Philosoph)|Roland Schubert]] (1936–1996), Philosoph und Hochschullehrer in Magdeburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Radis verbundene Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Balthasar Geyder]] (1681–1767), Pfarrer in Radis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Radis |Blatt=806 |zlb=111}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Kemberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1034446584}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1378]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2010]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas-2801</name></author>
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