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	<title>Radiowerbung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Radiowerbung&amp;diff=66904&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: zu viel Abstand am Absatzende entfernt</title>
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		<updated>2026-05-01T03:54:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: zu viel Abstand am Absatzende entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Radiowerbung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hörfunkwerbung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[medienrecht]]lich: &amp;#039;&amp;#039;Rundfunkwerbung&amp;#039;&amp;#039;) versteht man [[Werbung|werbliche Inhalte]], die von [[Hörfunk]]sendern im Rahmen ihrer redaktionellen [[Rundfunkprogramm|Programme]] ausgestrahlt oder online verbreitet werden. Gemessen an der Zahl der [[Hörer]] macht Radiowerbung den weit überwiegenden Anteil am Gesamtmarkt für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Audiowerbung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus. Zu diesem gehört als weitere Komponente die Werbung in nicht-linearen oder digitalen Audioangeboten, etwa in Podcasts, Musik-Streamingdiensten oder anderen On-Demand-Audioformaten. In Deutschland und vielen anderen Ländern unterliegt die Radiowerbung gesetzlichen Regelungen, insbesondere hinsichtlich Kennzeichnung, Inhalt und Platzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über [[Radio]] verbreitete Spots gehören zu den ältesten elektronischen Werbeformen. Trotz der Bedeutung [[Audiovisuelle Medien|audiovisueller]] Werbung und der zunehmenden Relevanz [[Digitale Medien|digitaler Medien]], stellt sie weiterhin einen festen Bestandteil des [[Massenmedien|Medien]]- und [[Marketing-Mix]]es werbetreibender Unternehmen dar, die sie sowohl für lokale und regionale als auch für landesweite und internationale [[Werbekampagne|Kampagnen]] einsetzen. Rein auditive [[Werbespot]]s, bestehend aus [[Sprache]], [[Musik]], Geräuschen und [[Jingle]]s, erreichen Hörer überall im Alltag, etwa während der Arbeit, im Auto oder im Haushalt. Sie zeichnen sich durch eine hohe [[Medienreichweite|Reichweite]] sowie vergleichsweise niedrige Produktionskosten und kurze Produktionszeiten aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konzeption von Radiowerbung erfolgt im Auftrag werbetreibender Unternehmen oder Institutionen in der Regel durch [[Werbeagentur]]en, die wiederum [[Tonstudio]]s mit der Produktion betrauen. Letztere sind für die Musikrecherche oder -komposition, das [[Sounddesign]], die finale [[Mischpult|Tonmischung]] und meist auch für das [[Casting (Auswahlverfahren)|Casting]] der Sprecher verantwortlich. Die Verbreitung der Werbespots durch die Radiostationen wird diesen nach Sekunden vergütet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lampenradio van het merk Philips - INDUS V09878.jpg|mini|Bereits die ersten Radios wurden zur Ausstrahlung von Werbespots genutzt]]&lt;br /&gt;
Die [[Geschichte des Hörfunks]] reicht zurück bis ins Ende des 19. Jahrhunderts, als mit der Entwicklung der [[Telefonie]], der drahtlosen [[Telegraphie]] und der [[Funktechnik]] die Grundlagen für die Erfindung des [[Radio]]s gelegt wurden. Dem Kanadier [[Reginald Fessenden]] gelang im Jahr 1900 erstmals die drahtlose Übertragung von Sprache, und an Weihnachten 1906 strahlte er von Brant Rock in [[Massachusetts]] aus die erste Hörfunksendung der Geschichte aus. Sie war für Kunden des drahtlosen Telegraphie-Dienstes der National Electric Signaling Company (NASCO) zu empfangen. Die kommerzielle Nutzung der neuen Übertragungstechnik begann nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], als das Radio sich zum [[Massenmedien|Massenmedium]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste bezahlte Radiowerbung gilt ein Spot, der am 28. August 1922 um 15.15 Uhr von WEAF, einem [[New York City|New York]] Sender der Telefongesellschaft [[AT&amp;amp;T]], ausgestrahlt wurde. Mit ihm warb eine Baugesellschaft für den Kauf von Appartementwohnungen in einer ihrer Immobilien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/stream/broadcastingtele51unse_0#page/n341/mode/1up &amp;quot;And Now a Word From Our Sponsor&amp;quot;], &amp;#039;&amp;#039;Broadcasting-Telecasting&amp;#039;&amp;#039; v. 15. Oktober 1956, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 14. August 1933 präsentierte der Seifen- und Waschmittelhersteller [[Procter &amp;amp; Gamble]] mit &amp;#039;&amp;#039;Ma Perkins&amp;#039;&amp;#039; erstmals eine für die [[Zielgruppe]] der Hausfrauen gedachte Werbeserie. Von ihr leitet sich der Begriff „[[Soap Opera]]“ her.&amp;lt;ref&amp;gt;Regis McKenna: &amp;#039;&amp;#039;Access-Marketing.&amp;#039;&amp;#039; 2002, [http://books.google.de/books?id=0JvNPbCD2_EC&amp;amp;pg=PA31&amp;amp;dq=deutschland+radiowerbung+1932&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2GHxUPPRBsritQar1YDAAQ&amp;amp;ved=0CDkQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=deutschland%20radiowerbung%201932&amp;amp;f=false S. 31]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste deutsche [[Rundfunk]]sendung wurde am 29. Oktober 1923 ausgestrahlt. Im Mai 1924 genehmigte die [[Reichspost]] den Regionalgesellschaften sogenannte „Radio-Inserate“.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Dussel: [http://books.google.de/books?id=-N8pcsoMT9MC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q=werbung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rundfunkgeschichte.&amp;#039;&amp;#039;] 2007, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese „Inserate aus der Luft“ durften aber nur „in mäßigem Umfange und allervorsichtigster Form“ gesendet werden. Unter allen Umständen müsse „vermieden werden, dass die kulturelle Bedeutung des Rundfunks durch die Ausübung von Reklame beeinträchtigt wird.“ Die „Deutsche Reichs-Postreklame GmbH“ war in die Abwicklung der Rundfunkwerbung eingeschaltet. Am 1. Juli 1924 strahlte die [[Schlesische Funkstunde|schlesische „Funkstunde Breslau“]] die erste Werbung aus; 1925 machte der Werbeanteil des Senders bereits 20 % seines Programms aus. Damals gab es rund 100.000 Rundfunkteilnehmer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mainpost-2009&amp;quot;&amp;gt;[https://www.mainpost.de/ueberregional/kulturwelt/kultur/seit-85-jahren-gibt-es-rundfunkwerbung-inserate-aus-der-luft-in-die-wohnstuben-art-5180362 &amp;#039;&amp;#039;Seit 85 Jahren gibt es Rundfunkwerbung&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Main-Post]], 25. Juni 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Finanzierung des Rundfunks blieb die Radiowerbung aber noch lange unbedeutend. So erbrachte sie 1930 gerade 0,3 % der Gesamteinnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1930er Jahre wurde die [[Werbetexter]]in [[Elly Heuss-Knapp]], Ehefrau des späteren Bundespräsidenten [[Theodor Heuss]], zur Pionierin der deutschen Funkwerbung. 1930 schuf sie für [[Nivea]] einen Werbespot mit dem [[Slogan]] „Im Sommer hocken wir nimmer im Haus, da lockt uns die Sonne hinaus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mainpost-2009&amp;quot; /&amp;gt; Von 1933 bis 1939 war sie für die [[Beiersdorf AG]] tätig und erfand den Musik-[[Jingle]] für die Radiowerbung: Ab Mai 1933 wurde für [[GABA-Gruppe|Wybert-Hustenpastillen]] mit einem akustischen [[Markenzeichen]] geworben, das den Produktnamen in eine gesungene Melodie umsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Burger: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Heuss als Journalist.&amp;#039;&amp;#039; 1999, [http://books.google.de/books?id=PfD6SxWsDhYC&amp;amp;pg=PA292&amp;amp;lpg=PA292&amp;amp;dq=1933+Wybert-Hustenpastillen&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Sw4JpRqZ4f&amp;amp;sig=9lt7vr1BNcR3ZYWMUtXO3kxePpo&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EZvxUK20HsbntQa9soCYDw&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CFcQ6AEwBQ#v=onepage&amp;amp;q=1933%20Wybert-Hustenpastillen&amp;amp;f=false S. 292]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Idee ließ sich Heuss-Knapp patentieren und setzte sie auch für andere Unternehmen und Markenprodukte ein; insbesondere für Nivea, [[Erdal]], [[Kaffee Hag]], [[Blaupunkt]] und [[Persil]].&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Iken: [https://www.spiegel.de/geschichte/werbung-a-948721.html &amp;#039;&amp;#039;Die Filme der First Lady.&amp;#039;&amp;#039;] [[einestages]], Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 9. Juni 1932 gab es Radiowerbung für die [[Agfa Box]], 1935 für [[Hansaplast]] (Dauer: 1:16 Minuten). Das [[NS-Regime]] stand der Radiowerbung ablehnend gegenüber und ließ sie 1936 durch [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaminister]] [[Joseph Goebbels|Goebbels]] verbieten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Berghoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Moderne Unternehmensgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2004, [http://books.google.de/books?id=bc_nlp7DcsoC&amp;amp;pg=PA336&amp;amp;dq=radiowerbung+1936+verboten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=5hTzUNmgMpHLsgacpIAI&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CDgQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=radiowerbung%201936%20verboten&amp;amp;f=false S. 326]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tonbandsammlung des HWA.jpg|mini|250px|Tonbandsammlung des Historisches Werbefunkarchiv in der Universitätsbibliothek Regensburg]]&lt;br /&gt;
Die ersten deutschen Hörfunkwerbespots nach dem Krieg, damals „tönende Anzeige“ genannt, strahlte im Herbst 1949 der [[Bayerischer Rundfunk|Bayerische Rundfunk]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Gerd Conrad: &amp;#039;&amp;#039;Markenwerbung von Dr. Oetker.&amp;#039;&amp;#039; 2011, [http://books.google.de/books?id=N2IVlRQm6NYC&amp;amp;pg=PA171&amp;amp;dq=deutschland+h%C3%B6rfunkwerbung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=IWjxUIfuK8zBswams4DYBg&amp;amp;ved=0CD8Q6AEwAjgK#v=onepage&amp;amp;q=deutschland%20h%C3%B6rfunkwerbung&amp;amp;f=false S. 171]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk |Titel=70 Jahre Radiowerbung im BR: Zwischen Reklame und Kulturhilfe |Datum=2021-08-11 |Online=https://www.br.de/unternehmen/inhalt/organisation/geschichte-des-br/70-jahre-rundfunkwerbung-100.html |Abruf=2023-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten außer dem [[NWDR]] führten in den Jahren 1948 bis 1950 Hörfunkwerbung ein. Am 10. Mai 1954 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft Rundfunkwerbung (ARW)&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die die Werbeinteressen der ARD-Hörfunkanstalten wahrnahm. Der Werbeanteil im öffentlich-rechtlichen Hörfunk blieb jedoch gering. Intensive Werbeblöcke kannten die meisten Hörer nur durch [[Radio Luxemburg]], das ab April 1958 ein deutsches Programm mit kommerziellen Einblendungen sendete. Der [[NDR]] und der [[WDR]] hatten mit Rücksicht auf die „erzieherischen und volksbildnerischen Aufgaben des Rundfunks“ bis dahin jede Art von Werbesendung in ihren Programmen unterbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=32216298 |Titel=Näher ans Ruhrgebiet |Jahr=1958 |Nr=9 |Seiten=52 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der NDR begann erst im Januar 1981 mit Radiowerbung und der WDR – als letzter ARD-Sender – im November 1987. Die bundesweiten Programme des ebenfalls öffentlich-rechtlichen [[Deutschlandradio]] sind bis heute werbefrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Universität Regensburg]] unterhält ein [[Historisches Werbefunkarchiv]] mit rund 50.000 überwiegend deutschsprachigen Radiospots für die unterschiedlichsten Marken und Produkte aus den Jahren von 1948 bis 1987. Das Archiv, weltweit eines der größten seiner Art, hat seine Bestände digitalisiert und macht sie über eine Internet-Datenbank zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezifische Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Rezeption und Methoden ===&lt;br /&gt;
Das wesentliche Merkmal der Radiowerbung – wie des Hörfunks überhaupt – ist die Beiläufigkeit, mit der sie rezipiert werden kann, parallel zu anderen Aktivitäten wie etwa Autofahren, Hausarbeit oder Berufstätigkeit. Dies ist ein Vorteil gegenüber anderen Werbeträgern, da die Hörer sich dem Radio, anders als dem Fernsehgerät, dem Smartphone oder einer Zeitschrift, nicht bewusst zuwenden müssen. Die Beiläufigkeit kann aber auch die Aufmerksamkeit reduzieren, was bei der Gestaltung von Funkspots berücksichtigt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kommen in der Radiowerbung alle auch sonst in der Hörfunk-Dramaturgie verwendeten Elemente und Methoden zum Einsatz: [[Sprache]] als [[Dialog]] oder [[Monolog]], [[Menschliche Stimme|Stimmen]] ([[Stimmklang]], [[Sprachmelodie]]), [[Musik]] (insbesondere [[Gesang]]/[[Sprechgesang]], [[Lied]], [[Jingle]], [[Musikbett]]), [[Geräusch]]e, [[Liveübertragung|Live]]-[[Moderator|Moderation]], atmosphärische Einblendungen, Stille und Sonderelemente wie das „akustische“ oder „Sound-[[Logo]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem bilden spezifische dramaturgische Muster die Grundlage für Spots im [[Werbeträger]] Hörfunk. Eingesetzt werden beispielsweise verbale oder tonale/musikalische Gestaltungsverfahren, häufige Wiederholungen von [[Marke (Recht)|Marken-]] oder Produktnamen [[Moderator (Beruf)|Presenter]] (oder Host-Read Ads), [[Slice of Life|Slices of Life]], also frei gewählte Szenendarstellungen aus dem Alltagsleben, prominente [[Testimonial]]s, reale oder fiktionale Hörstücke, [[Interview]]s oder Jingles. Im aktuellen Programm werden die Spots in der Regel innerhalb eines &amp;#039;&amp;#039;Stop Sets&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. eines festen Werbeblocks ausgestrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formen von Radio-Spots ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tom-at-Desk.jpg|mini|Der Regieraum eines Tonstudios mit Mischpult und Monitorlautsprechern]]&lt;br /&gt;
Radiowerbung wird wie alle auditiven Rundfunkinhalte in Tonstudios produziert. Es lassen sich mehrere Grundformen von Spots unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;klassische Werbespot&amp;#039;&amp;#039;, die Normalform der Werbung im Radio, dauert etwa 20 bis 30 Sekunden und steht im Werbeblock für sich allein.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Kurz-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mini-Spot&amp;#039;&amp;#039; dauert nur etwa fünf bis zehn Sekunden.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Single-Spot&amp;#039;&amp;#039; wird isoliert, also außerhalb des Werbeblocks, ins laufenden Programm eingeblendet.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Live-Reader&amp;#039;&amp;#039; wird [[Liveübertragung|live]] von einem Mitglied der Redaktion verlesen.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Tandem-Spot&amp;#039;&amp;#039; besteht aus zwei zusammengehörenden Elementen innerhalb eines Werbeblocks, die aber durch mindestens einen anderen Spot für ein fremdes Produkt voneinander getrennt sind. Das Tandem besteht entweder aus einem kurzen „Teaser“ mit anschließendem Haupt-Spot oder aus einem Haupt-Spot mit folgendem „Reminder“.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Doppel-Spot&amp;#039;&amp;#039; besteht ebenfalls aus zwei Spots an verschiedenen Positionen des Werbeblocks, die aber – anders beim Tandem-Spot – identisch sind.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Cover-Spot&amp;#039;&amp;#039; ist ein Doppel, dessen beiden Teile jeweils unmittelbar am Beginn und am Ende des Werbeblocks gesendet werden, also an den Nahtstellen zum redaktionellen Programm.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Allonge-Spot&amp;#039;&amp;#039;, ein weiterer Zweiteiler, besteht aus einem immer gleichbleibenden Basisspot und einem unmittelbar daran anschließenden Anhang mit wechselnden aktuellen Inhalten, der so genannten Allonge. Beide Teile bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Content-Spot&amp;#039;&amp;#039; besteht gleichfalls aus zwei Teilen eines Werbeblocks, der &amp;#039;&amp;#039;Intro-&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Outro-Werbung&amp;#039;&amp;#039;, die aber nicht durch einen Spot für ein anderes Produkt unterbrochen werden, sondern durch einen festgelegten redaktionellen Teil, den Content.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markt ==&lt;br /&gt;
=== Weltweit ===&lt;br /&gt;
Der weltweite Markt für Radiowerbung hatte 2024 ein Volumen von 17,24 Mrd. [[US-Dollar]]. Für die Jahre bis 2034 erwarten Marktforscher ein Wachstum von durchschnittlich 2,3 % pro Jahr auf dann 20,68 Mrd. US$. Als Wachstumstreiber gelten der Ausbau regionalsprachiger Programme, die Integration sozialer Medien und digitaler Plattformen und die steigende Zahlen von Autofahrern als Hörer. Regional ist Nordamerika der größte Markt, gefolgt von Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zionmarketresearch.com/de/report/traditional-radio-advertising-market |titel=Perspektive der traditionellen Radiowerbebranche |werk=zionmarketresearch.com |datum=2025-07  |abruf=2026-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einzelnen Ländern betrachtet hat Radiowerbung in [[Luxemburg]] mit 16,2 % den höchsten Marktanteil, was auf die Bedeutung von [[Radio Luxemburg]] zurückzuführen ist. An zweiter Stelle stehen die USA mit 11,7 %, was mit der Vielzahl privater Radiosender und der ausgesprochenen Autokultur zu erklären ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland beliefen sich 2022 die Nettoerlöse der linearen Radiowerbung auf 715,58 Mio. und die der Instream-Audiowerbung auf 96,6 Mio. [[Euro]]. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Anstieg von 8,89 Mio. Euro oder +1,3 % bei der klassischen und 12,6 Mio. Euro oder +15,0 % bei der digitalen Audiowerbung. Am gesamten deutschen Werbemarkt hielten die Audioformate 2022 einen Anteil von 3,2 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://vau.net/wp-content/uploads/2023/05/VAUNET_Publikation-Audiovisuelle-Werbung-in-Deutschland-2022-2023_final.pdf |autor=Frank Giersberg, Johannes Leibiger |titel=Audio- &amp;amp; Audiovisuelle Werbung in Deutschland 2022-23, S. 11-12|werk=vau.net |datum=2023-05-19  |abruf=2026-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der visuellen Möglichkeiten des Fernsehens aber auch der erheblich höheren Produktionskosten für TV-Spots ist der Markt für Fernsehwerbung deutlich größer als der Radiowerbemarkt. Im Marketing-Mix werbetreibender Unternehmen behauptet der Hörfunk jedoch seit Jahrzehnten einen stabilen Platz. Gründe dafür sind seine Eigenschaft als klassisches „Nebenbei-Medium“, das etwa beim Autofahren genutzt wird, die Möglichkeit, Spots sowohl regionale als auch überregional und bundesweit zu schalten und die vergleichsweise niedrigen Kosten für die Produktion von Audio-Spots. Dazu kommt eine hohe Reichweite: Rund 60 Millionen Menschen in Deutschland hören hin und wieder Radio, davon mehr als die Hälfte (ca. 33 Millionen) täglich. Die durchschnittliche Hördauer betrug 2021 mehr als drei Stunden pro Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ohn.haendlerbund.de/themen/marketing/137691-radiowerbung-marketing-mix-online-haendler |autor=Christoph Pech |titel=Warum Radiowerbung in den Marketing-Mix gehört |werk=haendlerbund.de |datum=2023-02-20  |abruf=2026-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akteure ====&lt;br /&gt;
Auf dem Markt für Radiowerbung sind die beauftragenden Unternehmen und Institutionen, die produzierenden Werbeagenturen und Tonstudios, die Werbung ausstrahlenden [[Liste deutscher Hörfunksender|deutschen Hörfunksender]] sowie Vermarktungsunternehmen aktiv. In Deutschland gibt es öffentlich-rechtliche und private Hörfunk-Anbieter. Der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk strahlt keine Werbung aus, ebenso wenig die Sender der ehemaligen alliierten Streitkräfte ([[American Forces Network|AFN]], [[BFBS Radio Germany]]). Dies gilt bzw. galt auch für die Auslandsdienste [[Voice of America]], [[Radio Free Europe]] und [[Stimme Russlands]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Öffentlich-rechtliche Sender =====&lt;br /&gt;
[[Datei:ARD Karte.svg|mini|Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD]]&lt;br /&gt;
Die in der [[ARD]] zusammengeschlossenen [[Öffentlich-rechtlicher Rundfunk|öffentlich-rechtlichen Hörfunksender]] in Deutschland finanzieren sich sowohl durch Gebühren, als auch durch Radiowerbung. Dies trifft auch auf den gleichfalls ARD gehörigen Auslandssender [[Deutsche Welle]] zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neun [[Landesrundfunkanstalt]]en  sind&lt;br /&gt;
* der [[Bayerischer Rundfunk|Bayerische Rundfunk]],&lt;br /&gt;
* der [[Hessischer Rundfunk|Hessische Rundfunk]],&lt;br /&gt;
* der [[Mitteldeutscher Rundfunk|Mitteldeutsche Rundfunk]],&lt;br /&gt;
* der [[Norddeutscher Rundfunk|Norddeutsche Rundfunk]],&lt;br /&gt;
* [[Radio Bremen]],&lt;br /&gt;
* der [[Rundfunk Berlin-Brandenburg]],&lt;br /&gt;
* der [[Saarländischer Rundfunk|Saarländische Rundfunk]],&lt;br /&gt;
* der [[Südwestfunk]] und&lt;br /&gt;
* der [[Westdeutscher Rundfunk Köln|Westdeutsche Rundfunk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle unterhalten mehrere, zum Teil auch werbefreie Hörfunkprogramme. Ihre  Werbegesellschaften betreuen werbetreibende Kunden in ihren jeweiligen Regionen, während ihre gemeinsame Tochtergesellschaft ARD Media GmbH sich auf TV- und Radiowerbung konzentriert, die deutschlandweit verbreitet wird. Im Geschäftsbereich Radio vermarktet ARD Media darüber hinaus einzelne private Radioprogramme und Podcast-Angebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Private Radiostationen =====&lt;br /&gt;
Zu den öffentlich-rechtlichen kommen seit Anfang der 1980er Jahre eine vielzahl privater Hörfunkanbieter. Für sie bildet die Radiowerbung die kommerzielle Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Anfang machte [[Rheinland-Pfalz]], wo am 27. November 1980 das Landesgesetz über einen Versuch mit [[Breitbandkabel]] verabschiedet wurde. Am 1. Januar 1984 ging das [[Kabelpilotprojekt]] in Ludwigshafen auf Sendung. Das Angebot umfasste neben Fernseh-Programmen auch vier Hörfunkkanäle: &amp;#039;&amp;#039;[[Radio Weinstraße]]&amp;#039;&amp;#039;, einen offenen Kanal für Bürgerradio und zwei Kanäle, in denen sich zahlreiche Anbieter die Sendezeit aufteilten („Frequenzsplitting“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute existieren deutschlandweit rund 300 kommerzielle Hörfunk-Anbieter. Zu denen privaten Radiossendern mit der größten Reichweite gehören&lt;br /&gt;
* [[Radio Bob]],&lt;br /&gt;
* [[Antenne Bayern]],&lt;br /&gt;
* [[Radio NRW]],&lt;br /&gt;
* [[Hit Radio FFH]] und&lt;br /&gt;
* [[Radio FFN]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Markt der Radiowerbung in Deutschland sind auch Medienunternehmen wie RTL Radio Deutschland, die Antenne Group und die [[Radio Group]] relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vermarkter =====&lt;br /&gt;
Die nationalen Vermarkter für Radiowerbung sind die Firmen &amp;#039;&amp;#039;Radio Marketing Service&amp;#039;&amp;#039;, die [[ARD-Werbung|ARD Media GmbH]] und [[Studio Gong]]. Während die RMS und Studio Gong nur private Radiosender vermarkten, vermarktet die ARD-Werbung alle öffentlich-rechtlichen Radiosender, die Radiowerbung ausstrahlen, sowie ebenfalls einige private Radiosender. 77 % der Deutschen hörten 2011 täglich 186 Minuten Radio, womit es das beliebteste Medium ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgrundlagen ==&lt;br /&gt;
{{Veraltet||Rundfunkstaatsvertrag durch [[Medienstaatsvertrag]] (mit abweichenden Regelungen) ersetzt, daraufhin auch die Werberichtlinien angepasst|seit=2020}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die Rechtsgrundlagen der Radiowerbung bilden ein mehrstufiges Regulierungssystem, das europäische Harmonisierung mit nationaler Rechtssetzung und föderaler Aufsichtsstruktur verbindet, um sowohl die wirtschaftlichen Interessen der [[Rundfunkveranstalter]] als auch den Schutz von Verbrauchern und Minderjährigen zu gewährleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lmsaar.de/werbung |titel=Werbung {{!}} LMSaar |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Medienstaatsvertrag (MStV) =====&lt;br /&gt;
Der [[Medienstaatsvertrag]] (MStV) ist die zentrale nationale Rechtsgrundlage für die Regulierung von Werbung im Rundfunk. Er löste den Rundfunkstaatsvertrag ab und setzt die AVMD-Richtlinie&amp;lt;ref name=&amp;quot;:A&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://eur-lex.europa.eu/DE/legal-content/summary/audiovisual-media-services-directive-avmsd.html|titel=EU Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste|werk=eur-lex.europa.eu|autor=|datum=2019-05-17|abruf=2026-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in deutsches Recht um. Der MStV regelt in § 8 die grundlegenden Werbegrundsätze, wonach Werbung nicht die Menschenwürde verletzen, diskriminieren, irreführen oder den Verbraucherinteressen schaden darf. Zentral ist das Trennungsgebot nach § 8 Abs. 3 MStV: Werbung muss als solche leicht erkennbar und vom redaktionellen Inhalt unterscheidbar sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ard.de/die-ard/Rechtsgrundlagen-Medienstaatsvertrag-100 |titel=Medienstaatsvertrag |sprache=de |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rüdiger Suchsland |url=https://www.telepolis.de/features/Aus-dem-Rundfunkstaatsvertrag-wird-der-Medienstaatsvertrag-6326231.html |titel=Aus dem Rundfunkstaatsvertrag wird der Medienstaatsvertrag |datum=2022-01-13 |sprache=de |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) =====&lt;br /&gt;
Der [[Jugendmedienschutz-Staatsvertrag]] ergänzt die medienrechtlichen Bestimmungen um spezielle Schutzregelungen für Kinder und Jugendliche. Nach § 6 JMStV darf Werbung Kinder und Jugendliche weder körperlich noch seelisch beeinträchtigen und nicht deren Unerfahrenheit ausnutzen. Direkte Kaufaufrufe an Minderjährige sind untersagt, ebenso wie die Ausnutzung des besonderen Vertrauens zu Eltern oder Lehrern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.medienanstalt-hessen.de/aufsicht/rundfunk-programmaufsicht/werbung/ |titel=Werbung |sprache=de-DE |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.medienanstalt-nrw.de/zum-nachlesen/recht-und-aufsicht/fernsehen/aufsicht-im-fernsehen/werbung.html |titel=Werbung |sprache=de |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://voris.wolterskluwer-online.de/browse/document/61af7535-2282-3cb7-8a1a-d9a8a092421d |titel=§ 6 JMStV, Jugendschutz in der Werbung und im Teleshopping |sprache=de |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Landesmediengesetze =====&lt;br /&gt;
Die [[Landesmediengesetz]]e konkretisieren die staatsvertraglichen Regelungen auf Länderebene. Das Landesmediengesetz Nordrhein-Westfalen (LMG NRW) beispielsweise erklärt in § 38 die Werberegelungen des Staatsvertrags für auf die privaten Rundfunkveranstalter anwendbar. Die Landesmedienanstalten haben zur Durchführung der gesetzlichen Bestimmungen gemeinsame Werberichtlinien entwickelt, die die abstrakten Gesetzesvorgaben praxistauglich konkretisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?sg=2&amp;amp;menu=1&amp;amp;bes_id=5079&amp;amp;aufgehoben=N&amp;amp;anw_nr=2 |titel=SGV Inhalt : Landesmediengesetz Nordrhein-Westfalen (LMG NRW) {{!}} RECHT.NRW.DE |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landesmedienanstalten überwachen als zuständige Aufsichtsbehörden die Einhaltung der Werbebestimmungen im privaten Rundfunk. Sie können bei Verstößen Maßnahmen bis hin zum Entzug der Sendelizenz verhängen. Die Aufsicht über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegt den jeweiligen Rundfunkräten und Verwaltungsräten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.die-medienanstalten.de/aufgaben/aufsicht/werbung/ |titel=Werbung |sprache=de |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Österreich ===&lt;br /&gt;
Der [[ORF]] ist in seinen regionalen Angeboten auf fünf Minuten Werbezeit beschränkt. Die möglichen Werbezeiten für den ORF sind in §&amp;amp;nbsp;13 Abs.&amp;amp;nbsp;6 ORF-Gesetz wie folgt geregelt: „Eines der österreichweiten Programme des Hörfunks gemäß §&amp;amp;nbsp;3 hat von Werbesendungen frei zu bleiben. In österreichweit verbreiteten Hörfunkprogrammen sind Werbesendungen nur österreichweit zulässig. Hörfunkwerbesendungen dürfen im Jahresdurchschnitt die tägliche Dauer von insgesamt 172 Minuten nicht überschreiten, wobei Abweichungen von höchstens 20 v.H. pro Tag zulässig sind. In einem Programm dürfen Werbesendungen im Jahresdurchschnitt 8 v.H. der täglichen Sendezeit nicht überschreiten. Hörfunkwerbesendungen, die in bundeslandweiten Programmen gesendet werden, sind nur einmal zu zählen und dürfen im Jahresdurchschnitt die tägliche Dauer von fünf Minuten nicht überschreiten, wobei Abweichungen von höchstens 20 v.H. pro Tag zulässig sind. Die Dauer von Werbesendungen, die zeitgleich in mehr als einem bundeslandweiten Programm ausgestrahlt werden (Ringwerbesendungen), ist jeweils in die fünfminütige Werbedauer des betreffenden bundeslandweiten Programms einzurechnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Privatradios realisieren zwischen der Hälfte und zwei Drittel ihrer Einnahmen aus der regional eigenvermarkteten Werbezeit, so dass der Marktanteil der Hörfunkwerbung in den Privatradios bei rund 40 % liegt; denn der ORF musste seit 1998 – dem Beginn des Privatradios in Österreich – insgesamt etwa 20 % Hörer-Marktanteil an die privaten Sender abgeben. Der Anteil des österreichischen Privatradios am Gesamtwerbemarkt lag 2002 mit 7,8 % höher als in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Auch in der Schweiz muss Werbung vom redaktionellen Teil des Programms deutlich getrennt und als solche eindeutig erkennbar sein (Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen; RTVG). Werbung muss grundsätzlich zwischen einzelne Sendungen eingefügt und in Blöcken gesendet werden (Art. 11 Abs. 1 RTVG). Sie darf grundsätzlich nicht mehr als 15 % der täglichen Sendezeit eines Programms sowie 20 % der Sendezeit einer Stunde beanspruchen (Art. 11 Abs. 2 RTGV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz lag 1997 der Marktanteil der Hörfunkwerbung bei lediglich 2,7 %, bis 2001 konnte er kontinuierlich auf 5,7 % gesteigert werden. Die relativ geringe Bedeutung der Hörfunkwerbung in der Schweiz wird auf das Fehlen eines nationalen Werbeangebots in der als gemeinnütziger Verein organisierten [[Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft|SRG]] zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20130325154350/http://www.frank-schaetzlein.de/texte/radiowerbung.htm Radio-Werbung – Grundlagen und Formen des Funkspots] (Webarchiv)&lt;br /&gt;
* [https://raw.uni-regensburg.de/hwa.php Historisches Werbefunkarchiv (HWA) an der Universität Regensburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7506975-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rundfunkwerbung| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörfunk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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