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	<title>Radeweise - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:49:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Radeweise&amp;diff=1233639&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bestoernesto: wikilink fix</title>
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		<updated>2021-03-31T23:33:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ortsmitte Radeweise.jpg|mini|hochkant=1.3|Gedenkstein an der ehemaligen Ortslage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Radeweise, Erinnerungsstätte.jpg|miniatur|Gedenkort im Jahr 2017]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Radeweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{dsbS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Radowis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Radojz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} (zusammengesetzt aus den sorbischen Worten &amp;#039;&amp;#039;rado vis&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;gern gesehen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;angenehme Aussicht&amp;#039;&amp;#039;), war ein Ort etwa 8&amp;amp;nbsp;km nordwestlich von [[Spremberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Radeweise war ein [[Haufendorf]]. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1527 zurück. Die Schreibweise des Ortsnamens änderte sich im Laufe der Jahre von Radeweiß (1618), Radowis (1761) über Radowiz (1843) hin zum heutigen Radeweise. Radeweise, in einer Senke liegend, war landschaftlich geprägt von [[Sumpf|Sümpfen]] und feuchten Wiesen. Der ursprünglich vorhandene Mischwald wurde im Laufe der Jahre durch die hier typische [[Waldkiefer|Kiefer]] verdrängt. Den damaligen nahen Bachlauf an der Straße nach [[Wolkenberg]], dem Hühnerwässerchen (im sorbischen Sprachgebrauch auch Schuga oder Tschuga genannt), haben sieben [[Quelle]]n gespeist. Nach einer statistischen Erhebung durch [[Arnošt Muka]] waren im Jahr 1880 97 % der Einwohner [[Sorben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr Radeweise. Im Frühjahr 1945 hatte der Ort durch die vorrückende Front unter erheblichen Kriegsschäden zu leiden und galt nach dem Ende der Kampfhandlungen als die am schwersten zerstörte Gemeinde im damaligen [[Landkreis Spremberg (Lausitz)|Kreis Spremberg]]. Über 50 % des Gebäudebestands im Ort waren nach der Eroberung durch die [[1. Ukrainische Front]] in den Morgenstunden des 19.&amp;amp;nbsp;April 1945 zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Februar 1950 gründete sich die Dorfgenossenschaft [[Stradow (Spremberg)|Stradow]]-Radeweise, wodurch die neue genossenschaftliche Umgestaltung und Nutzung der Landwirtschaft vorangetrieben wurde.&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1967 schloss sich die Gemeinde Radeweise mit der Nachbargemeinde [[Straußdorf]] zur Gemeinde [[Radeweise-Straußdorf]] zusammen. 1971 wurde es auf Grund der [[Grundwasser]]absenkung durch den nahenden [[Bergbau|Tagebau]] notwendig, die Gemeinde Radeweise an die öffentlich Trinkwasserversorgung anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 1985 wurde Radeweise-Straußdorf in die Stadt Spremberg eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2015/SB_A01-99-13_2006u00_BB.pdf |titel=Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 |titelerg=Landkreis Spree-Neiße |hrsg=Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg |datum=2006-12 |seiten=37 |zugriff=2020-12-26 |format=PDF; 331&amp;amp;nbsp;KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1986 siedelten die letzten Bewohner von Radeweise in die nahe Kreisstadt Spremberg um. Dort war in [[Plattenbau]]ten neuer Wohnraum geschaffen worden. Radeweise wurde in den folgenden Monaten komplett [[Devastierung|abgerissen]] und ist dann dem vorrückenden [[Tagebau Welzow-Süd]] zum Opfer gefallen. Heute ist die ehemalige Ortslage Radeweise wieder rekultiviert und mehrere große Feldsteine in der ehemaligen Ortsmitte erinnern an dessen Schicksal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Radeweise wurde im Gegensatz zu vielen anderen kleinen [[Dorf|Dörfern]] in der [[Niederlausitz]] nicht nur [[Landwirtschaft]] betrieben, sondern auch im bescheidenen Maße anderem [[Handwerk]] nachgegangen. So hatte Radeweise drei [[Mühle]]n, eine [[Ziegelei]], eine [[Spinnen (Garn)|Spinnerei]] und eine [[Brauerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. März 1954 gründete sich eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] des Typs&amp;amp;nbsp;I mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;IV.&amp;amp;nbsp;[[Parteitag der SED|Parteitag]]&amp;#039;&amp;#039;, welche aber bereits am 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 1956 mangels Mitglieder wieder aufgelöst wurde. 1955 errichtete man im ehemaligen Gutshof eine [[Maschinen-Traktoren-Station|MTS]] für die Dörfer Radeweise, [[Stradow (Spremberg)|Stradow]] und [[Straußdorf]]. Am 16. Mai 1956 gründete sich eine [[Wiesenbewässerung|Meliorationsgenossenschaft]], die am 1. März 1963 in die am 17. März 1960 neu gegründete LPG &amp;#039;&amp;#039;Glückauf&amp;#039;&amp;#039; überführt wurde. Am 18. März 1964 erfolgte die Gründung der [[Zwischengenossenschaftliche Maschinenorganisation|ZMO]] &amp;#039;&amp;#039;Einheit&amp;#039;&amp;#039;. 1969 gründete man eine [[Zwischengenossenschaftliche Einrichtung der Waldwirtschaft|ZEW]]. Am 1. April 1970 folgte der Zusammenschluss von 6 LPG zur LPG des Typs&amp;amp;nbsp;III &amp;#039;&amp;#039;Einheit Radeweise&amp;#039;&amp;#039;, die dann bis 1975 schrittweise der ZEW beitrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Braukruggut ===&lt;br /&gt;
Neben dem Gutshof hatte Radeweise auch ein Braukruggut ([[Allod|Erbgut]]), welches umfangreiche Ländereien, Gebäude und das Recht zum [[Braurecht|Brauen]] besaß. Von 1695 bis 1858 war das Braukruggut im Besitz der Familie Krüger. Der Beginn des Braurechts diese Braukruggutes geht etwa auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Letzte Besitzer waren von 1976 bis 1986 die Mitglieder der Familie Schulze.&lt;br /&gt;
Das [[Bierbrauen|Brauen]] wurde letztmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgeübt, denn das Braugebäude wurde vom damaligen Besitzer, August Nakoinz, 1910 abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulentwicklung ==&lt;br /&gt;
Radweise hatte so wie auch die Nachbargemeinde Straußdorf bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs keine eigene [[Schule]]. Schulfähige Kinder aus Radeweise wurden in [[Stradow (Spremberg)|Stradow]], Kinder aus Straußdorf bis 1945 in [[Rehnsdorf (Drebkau)|Rehnsdorf]], danach in [[Klein Buckow (Spremberg)|Klein Buckow]] eingeschult.&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Schule in Stradow lässt sich bis in das Jahr 1818 zurückverfolgen. 1885 gingen 37 Kinder aus Radeweise unter oftmals schwierigsten Bedingungen in die 2 km entfernte Schule nach Stradow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1959 richtete man deshalb in den Räumlichkeiten des alten Gutshauses eine [[Polytechnische Oberschule]] ein. Es entstand der neue Schulbezirk mit dem Schulkombinat Radeweise, dem folgende Orte angehörten: [[Groß Buckow]], Klein Buckow, Straußdorf, Stradow, [[Wolkenberg]] und Radeweise.&lt;br /&gt;
Ab dem 15. November 1971 wurde die Schulspeisung eingeführt.&lt;br /&gt;
Im Januar 1983 wurde das Schulkombinat Radeweise aufgelöst. Mit der Errichtung eines Schulneubaus im nahen Spremberg, in dem auch die Kinder der inzwischen [[Devastierung|devastierten]] Ortschaften Groß Buckow und Stradow eingeschult wurden, hatte es seine Bedeutung verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besitzverhältnisse ==&lt;br /&gt;
Zum [[Rittergut]] Radeweise gehörte bis 1936 auch der Nachbarort [[Papproth]] ({{wenS|Paprotna}}, zu deutsch &amp;#039;&amp;#039;[[Farnkraut]]&amp;#039;&amp;#039;). Der Besitz setzte sich aus dem Land der [[Gemarkung]] Radeweise und den [[Ländereien]] um Papproth zusammen. Nach 1936 ging Papproth zur Nachbargemeinde [[Jehserigk]] über.&lt;br /&gt;
Anfang des 16. Jahrhunderts, zur Zeit der [[Reformation]], gehörte das Gut Radeweise denen von Lawald (auch Lawalt oder Lawaldt). Die letzten Gutsbesitzer der Lawaltlinie waren bis etwa 1640 Hans und Siegfried von Lawalt, danach übernahm [[Loeben (Adelsgeschlecht)|Konrad von Löben]] das Gut. Bereits 1666 wurde das Gut abermals verkauft, diesmal an Kaspar Leupold, der es wiederum noch im selben Jahr an Alexander Siegfried von Murche verkaufte. 1668 wurde Martin Friedrich Meurer Besitzer des Guts Radeweise, in dessen Familie das Gut nun über 200 Jahre bleiben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1922 übernahm die Familie Ilsemann das Gut, die es bereits 1933 an die Familie Trautmann verkaufte, die bis 1945 dessen Besitzerin blieb. Am 19. April 1945, dem Ende der Kampfhandlungen um Radeweise, flüchtete der letzte Gutsbesitzer mit seinen Gutsleuten und weiteren Familien des Dorfes in Richtung Westen. Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde auch die letzten Gutsherren von Radeweise [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|enteignet]]. Sämtliche Flächen und Gebäude wurden an Neu- und Umsiedler vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier]]&lt;br /&gt;
* [[Archiv verschwundener Orte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Steffen Schallert: &amp;#039;&amp;#039;Ortschronik Radeweise und Straußdorf.&amp;#039;&amp;#039; (= Heimatkundlicher Wegweiser für die Kreisstadt Spremberg und Umgebung). Herausgeber Heimatmuseum Spremberg, 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender Kreis Spremberg 1958.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber Kulturbund zur Demokratischen Erneuerung Deutschland Kreis Spremberg, Fachgruppe Natur- und Heimatfreunde&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen&amp;#039;&amp;#039;, Archiv verschwundener Orte, Forst 2010&lt;br /&gt;
* Torsten Richter: &amp;#039;&amp;#039;Heimat, die bleibt. Ortserinnerungsstätten in der Lausitz.&amp;#039;&amp;#039; REGIA Verlag Cottbus, 2013, ISBN 978-3-86929-224-3&lt;br /&gt;
* [[Frank Förster (Historiker)|Frank Förster]]: &amp;#039;&amp;#039;Verschwundene Dörfer im Lausitzer Braunkohlenrevier.&amp;#039;&amp;#039; 3., bearbeitete und erweiterte Auflage, Domowina-Verlag, Bautzen 2014, S. 224–228.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/36/42/N |EW=14/18/00/E |type=landmark |region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Spree-Neiße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Spremberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Spree-Neiße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung in der Lausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1527]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Spremberg)]]&lt;/div&gt;</summary>
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