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	<title>Raderach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:10:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raderach&amp;diff=861227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;OS86: Aktualisierung der Einwohnerzahlen nach Zensus 2022</title>
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		<updated>2025-12-11T21:10:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aktualisierung der Einwohnerzahlen nach Zensus 2022&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Raderach&lt;br /&gt;
| Gemeindeart = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Friedrichshafen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Ortswappen = Wappen Raderach.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ehemaliges Gemeindewappen von Raderach&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 47/41/45/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 9/26/30/E&lt;br /&gt;
| Bundesland =&lt;br /&gt;
| Höhe = 475&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche =&lt;br /&gt;
| Einwohner = 399&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2022&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/en/germany/settlements/badenwurttemberg |titel=Citypopulation |abruf=2025-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum = 1971-12-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 88048&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2 =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = 07544&lt;br /&gt;
| Vorwahl2 =&lt;br /&gt;
| Lagekarte = Friedrichshafen Lage Raderach.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung =&lt;br /&gt;
| Bild = Drumlin 1774.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung = Raderach&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raderach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit rund 400 Einwohnern der kleinste [[Ortsteil]] von [[Friedrichshafen]] am [[Bodensee]]. Er liegt sechs Kilometer nordwestlich des Friedrichshafener Stadtzentrums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Raderach 1140 als „Radirai“. Zur Unterscheidung des zu Ailingen gehörigen Weilers Unterraderach wurde der Ort teilweise auch Oberraderach genannt. Im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gab es am Ort eine Adelsfamilie, die sich &amp;#039;&amp;#039;von Raderach&amp;#039;&amp;#039; nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst nutzten diese Adeligen eine Befestigung auf dem Weiherberg, heute in unmittelbarer Nähe des Entsorgungszentrums Weiherberg, die sogenannte [[Burg Altraderach|Alte Burg]]. Die auf der Gemarkung [[Kluftern]] liegende Befestigung, die als typischer [[Burgstall]] erhalten ist, wird 1160 erstmals von Werner von Raderach urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fundberichte&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alois Schneider |Hrsg=Landesdenkmalamt Baden-Württemberg |Titel=Burgen und Befestigungen im Bodenseekreis |Reihe=Fundberichte aus Baden-Württemberg |BandReihe=14 |Auflage=1. |Verlag=E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Stuttgart |Datum=1989 |ISBN=3-510-49114-9 |Seiten=557–558}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte „[[Burgstelle Neu Raderach|Neue Burg]]“ wurde auf dem [[Drumlin]] errichtet, auf dem Raderach noch heute liegt. Sie wird 1254 erstmals erwähnt und wurde erst 1836 abgebrochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fundberichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtliche Überlieferung siedelt die Geschichte der [[Christoph von Schmid#Werke (Auswahl)|Rosa von Tannenburg]] auf der „Alten Burg“ (Tannenburg) und der „Neuen Burg“ (Fichtenburg) an. In der Folge gibt es in Raderach eine Fichtenburgstraße, in dem näher bei der „Alten Burg“ liegenden Unterraderach, eine Tannenburgstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Stelle der 1836 abgebrochenen [[Festes Haus|Wohnburg]] liegt heute die Gartenwirtschaft des Gasthauses Krone. Der letzte Besitzer der Burg, Vinzenz Brugger, ließ sie damals Stein für Stein abtragen, da er offenbar den Gerüchten glaubte, in den Gemäuern sei ein Schatz versteckt. Aus dem Abbruchmaterial wurden unter anderem das Gasthaus, der benachbarte Bauernhof und die Kapelle errichtet. Von der ursprünglichen Schlosskapelle wurde das [[Dreifaltigkeit]]sbild über dem Altar, das vermutlich aus der Werkstatt des [[Jörg Zürn]] aus [[Überlingen]] stammt, eine wertvolle [[Kreuzigungsgruppe]], ein [[Abendmahlskelch|Kelch]], der die Jahreszahl 1695 trägt und ein [[Votivgabe|Votivbild]] aus dem Jahre 1744, das von der Heilung einer Krankheit erzählt, in die neue Kapelle übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteilungsblatt Ortsverwaltung Raderach, Juli 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Keller des Gasthauses Krone ist heute noch der Tiefbrunnen zu sehen, der die Burg ganzjährig mit Wasser versorgte und einst außerhalb der Burg lag. Nach neueren Untersuchungen wurde der Brunnen etwa 60&amp;amp;nbsp;Meter tief ausgebaut und erreicht fast Seeniveau.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel der Stadt Friedrichshafen vor dem Gasthaus&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie von Raderach hatte großen Besitz, den sie im 13. Jahrhundert vor allem an das [[Kloster Salem]] verkaufte. Die Burg selbst wurde 1278 an [[Grafen von Nellenburg|Graf Mangold von Nellenburg]] verkauft, der sie 1280 an den Bischof von [[Bistum Konstanz|Konstanz]] weiterveräußerte. Dieser verkaufte sie 1289/91 an Werner von Raderach. 1324 bis 1616 war der Ort an [[Konstanz]]er Ministerialen und später an [[Ravensburg]]er Patrizier verpfändet. Die niedere Gerichtsbarkeit oblag Konstanz, die hohe Gerichtsbarkeit der österreichischen [[Landvogtei Schwaben]]. 1616 gehörte der Ort zur Obervogtei [[Markdorf]] und kam 1803 zunächst an [[Württemberg]], jedoch 1806 an [[Baden (Land)|Baden]]. Ab 1811 gehörte der Ort zum [[Bezirksamt Meersburg]] und kam 1857 ans [[Bezirksamt Überlingen]], aus dem 1939 der Landkreis Überlingen hervorging. Am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1971 wurde Raderach zusammen mit [[Ailingen]] nach Friedrichshafen eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=534}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1942 und 1945 wurden bei Raderach im Raderacher Forst unter Einsatz von Zwangsarbeitern Teile für die [[Aggregat 4|V2-Rakete]] produziert. 1944 wurde das Außenwerk bombardiert, aber nur unwesentlich beschädigt. Bis Ende 1944 wurde weiterproduziert. Erst im Januar 1945 wurde das Gelände beim Herannahen französischer Truppen geräumt. Bereits am 9. Mai 1945 kam Professor Moureu, der Mitbegründer der Französischen Raketenforschung und Urvater der [[Ariane (Rakete)|Ariane]], zu einer Besichtigung nach Oberraderach. Er fand die unzerstörten Prüfanlagen der Sauerstoffverflüssigung, Montagehallen und sonstige Einrichtungen vor und ließ alles brauchbare demontieren und nach Frankreich schaffen. Nach der Sprengung des kompletten Geländes 1948 durch französische Besatzer wurde das Gelände bis 1978 als Truppenübungsplatz verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.v2werk-oberraderach.de/ |titel=A4 (V2) Raketenfertigung in Friedrichshafen 1942-45 |autor=Thomas Kliebenschedel |zugriff=2021-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aufgabe des Truppenübungsplatzes wurde der Weiherberg 1979 zur Mülldeponie umgebaut. Große Teile des ehemaligen V2-Geländes verschwanden unter dem jetzt etwa 38&amp;amp;nbsp;Meter hohen Müllberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LGL&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://lgl-bw.de/ |wayback=20160713172333 |text=Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, DGM 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor und Schriftsteller [[Josef Hoben]] stammt aus Raderach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befestigung Heidengestied ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heidengestied Raderach 5722.jpg|mini|Heidengestied]]&lt;br /&gt;
Auf dem &amp;#039;&amp;#039;Heidengestied&amp;#039;&amp;#039;, einem Drumlin nördlich von Raderach, finden sich Reste einer alten Befestigung. Von der annähernd rechteckigen Befestigung, die sich auf etwa 26 × 34 Meter erstreckt, sind auf der östlichen und der südlichen Seite deutlich Wallreste und Vorgraben zu erkennen. Die westliche Seite der Anlage ist noch teilweise erkennbar, die nördliche Seite ist weitgehend verschliffen. Laut der Oberamtsbeschreibung Tettnang von 1915 handelt es sich um eine keltische Viereckschanze, dies wird aber u. a. vom Landesamt für Denkmalpflege, bezweifelt. Alter und Zweck der Anlage, die auf älteren Flurkarten auch als &amp;#039;&amp;#039;Herdengestäud&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, sind nicht bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wallanlagen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Morrissey, Dieter Müller |Hrsg=Regierungspräsidium Stuttgart - Landesamt für Denkmalpflege |Titel=Wallanlagen im Regierungsbezirk Tübingen |Reihe=Atlas archäologischer Geländedenkmäler in Baden-Württemberg |BandReihe=2/26 |Auflage=1. |Verlag=Konrad Theiss Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-8062-2645-4 |Seiten=185}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da die Anlage weder in schriftlichen Quellen genannt ist, noch vergleichbare Bauwerke in der Region zu finden sind, kann sie nur anhand der Geländemerkmale ins Mittelalter datiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fundberichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Ortschaft Raderach nehmen an den Gemeinderatswahlen von Friedrichshafen als &amp;#039;&amp;#039;Wohnbezirk Raderach&amp;#039;&amp;#039; teil. Die Gemeinderatswahl erfolgt nach dem System der [[Unechte Teilortswahl|Unechten Teilortswahl]]. Ein ehrenamtlicher [[Ortsvorsteher]] und der Ortschaftsrat, die alle fünf Jahre gewählt werden, vertreten die Interessen der Bürger Raderachs in der Kommunalpolitik. Ortsvorsteher ist seit 2024 Reiner Leopold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortschaftsrat setzt sich wie folgt zusammen (Stand: [[Kommunalwahl|Ortschaftsratswahlen]] 2024)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.raderach.de/unsere-ortschaft/ortschaftsrat/ Internetauftritt Raderach&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Freie Bürger: 4 Sitze&lt;br /&gt;
* Unabhängige Bürger: 3 Sitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Drumlin 1789.jpg|Luftbild mit Umgebung&lt;br /&gt;
Raderach 005-1.jpg|Raderach&lt;br /&gt;
Friedrichshafen-2249.jpg&lt;br /&gt;
Brunnen Raderach 039.JPG|Brunnen am Dorfplatz Raderach&lt;br /&gt;
Raderach-8514.jpg|Früherer Burgbrunnen, heute im Keller des Gasthauses&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.raderach.de/ Internetauftritt Raderach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortschaften und Stadtteile von Friedrichshafen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7830293-6|VIAF=}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Bodenseekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drumlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1140]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Bodenseekreis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;OS86</name></author>
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