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	<title>Raddusch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Raddusch&amp;diff=1158624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J budissin: HC: Ergänze Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft</title>
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		<updated>2026-03-17T19:18:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Deutscher_Ortsname_slawischer_Herkunft&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Alternativname         = Raduš&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Vetschau/Spreewald&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/49/06/N&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/02/19/E&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 55&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 19.81 &amp;lt;!-- Quelle: Gemeindeverzeichnis 1994 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 606&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stadt.vetschau.de/leben-wohnen/einwohnerstatistik/ |titel=Entwicklung der Einwohnerzahl der Stadt Vetschau/Spreewald |hrsg=Stadt Vetschau |zugriff=2024-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2003-10-26&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 03226&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035433&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Raddusch 07-2017 img04.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Ortszentrum mit Kriegerdenkmal und Friedenseiche&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Raddusch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|dsb|Raduš}}, ist ein Ort im [[Biosphärenreservat Spreewald]] und gehört als Ortsteil zur Stadt [[Vetschau/Spreewald]] im [[Brandenburg|brandenburgischen]] [[Landkreis Oberspreewald-Lausitz]]. Das Dorf liegt im amtlichen [[Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden]]. Bis zur Eingemeindung am 26. Oktober 2003 war Raddusch eine eigenständige Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raddusch Informationstafel 2023.jpg|mini|links|Touristische Informationstafel im Ortszentrum]]&lt;br /&gt;
Raddusch liegt in der [[Niederlausitz]] im zum Biosphärenreservat Spreewald gehörenden [[Oberspreewald]]. Umliegende Ortschaften sind die [[Lübbenau/Spreewald|Lübbenauer]] Ortsteile [[Lehde (Lübbenau/Spreewald)|Lehde]] und [[Leipe]] im Norden, der [[Burg (Spreewald)|Burger]] Gemeindeteil [[Burg-Kolonie]] im Nordosten, [[Stradow (Vetschau/Spreewald)|Stradow]] im Osten, [[Göritz (Vetschau/Spreewald)|Göritz]] im Südosten, [[Koßwig]] im Süden sowie die wiederum zur Stadt Lübbenau gehörenden Ortsteile [[Bischdorf (Lübbenau/Spreewald)|Bischdorf]] im Südwesten, [[Groß Lübbenau]] im Westen sowie [[Boblitz (Lübbenau/Spreewald)|Boblitz]] und Lübbenau im Nordwesten. Zum Ortsteil gehören die Wohnplätze [[Radduscher Buschmühle]], [[Radduscher Kaupen]] und [[Radduscher Ziegelei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Raddusch 07-2017 img03.jpg|mini|Haltepunkt Raddusch]]&lt;br /&gt;
Infrastrukturell gilt Raddusch als einer der am besten erschlossenen Spreewaldorte. Der Ort liegt an der [[Bahnstrecke Berlin–Görlitz]], vom [[Bahnhof Raddusch|Haltepunkt Raddusch]] bis zum Hafen sind es nur fünf Minuten Fußweg. Die Autobahnanschlussstellen &amp;#039;&amp;#039;Vetschau&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Boblitz&amp;#039;&amp;#039; der [[Bundesautobahn 15]] sind jeweils etwa fünf Kilometer, südlich von Raddusch liegt die Landesstraße 49, von der die Kreisstraße 6627 in Richtung Raddusch abzweigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gemarkung von Raddusch liegen der [[Kossateich]] im Norden und der [[Kahnsdorfer See (Vetschau)|Kahnsdorfer See]] im Süden. des Weiteren grenzt Raddusch im Süden an den [[Bischdorfer See]]. Letztere beiden sind Restseen des [[Tagebau Seese-Ost|Braunkohletagebaus Seese-Ost]]. Nördlich des Ortes fließt die [[Spree]], mehrere kleinere [[Fließ (Gewässername)|Fließe]] fließen auch durch Raddusch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raddusch Gedenkstein 2023.jpg|mini|Findling mit Plakette zur Ersterwähnung auf dem Dorfanger]]&lt;br /&gt;
Der Niederlausitzer Ort wurde erstmals 1294 urkundlich als &amp;#039;&amp;#039;Raddets&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Raddiß&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;raddusch&amp;quot;&amp;gt;[https://www.raddusch-spreewald.de/ort/geschichte/index.php &amp;#039;&amp;#039;Raddusch – ein geschichtsträchtiger Ort.&amp;#039;&amp;#039;] Tourismusverein Raddusch und Umgebung, abgerufen am 1. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1312 wurde die Schreibweise in &amp;#039;&amp;#039;Radisch&amp;#039;&amp;#039;, 1460 in &amp;#039;&amp;#039;Rads&amp;#039;&amp;#039;, 1542 &amp;#039;&amp;#039;Radiß&amp;#039;&amp;#039;, 1700 in &amp;#039;&amp;#039;Radusch&amp;#039;&amp;#039; und 1727 in die heutige geändert. Die niedersorbische Namensform wurde 1843 als &amp;#039;&amp;#039;Raduš&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die Besiedlungsgeschichte ist wesentlich älter, was man an der über 1000 Jahre alten [[Slawenburg Raddusch]] nachweisen kann. Der Ortsname könnte vom slawischen Personennamen Radoslaw (zu deutsch: Ruhmlieb oder von „sich freuen“ – Freuenort) abgeleitet sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnošt Muka]]: &amp;#039;&amp;#039;Serbski zemjepisny słowničk.&amp;#039;&amp;#039; Nakł. Maćica Serbska, Budyšin 1927, S. 103 ([https://digital.slub-dresden.de/id477170560/119 Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Früher war Raddusch ein reiches Bauerndorf, zu den Erwerbsquellen der Einwohner gehörten die Landwirtschaft sowie die Fischerei. So wurden unter anderem Gurken, Meerrettich, Zwiebeln, Kürbis sowie Tabak und [[Gemeiner Lein|Flachs]] angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für lange Zeit war der [[Kahn]] das wichtigste Verkehrsmittel in Raddusch. Besondere Bedeutung hatte er in der Landwirtschaft, denn das Futter musste oft von weit entfernten Wiesen zu den dörflichen Stallungen gebracht werden. Diese Arbeit wurde meist von den Frauen erledigt. Außerdem wurde mit dem Kahn auch Gemüse, Getreide und Kartoffeln bis nach [[Berlin]] [[Stake (Fortbewegung)|gestakt]]. Diese Fahrten dauerten etwa eine Woche und waren sehr anstrengend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1635 gehörte Raddusch zum [[Markgraftum Niederlausitz]], durch den [[Prager Frieden (1635)|Prager Frieden]] kam der Ort zum [[Kurfürstentum Sachsen]]. Spätestens im Jahr 1671 wurde Raddusch der [[Standesherrschaft Lübbenau]] der Grafen von [[Lynar (Adelsgeschlecht)|Lynar]] zugesprochen. Um 1718 lebten im Ort 23 [[Hufner]], vier [[Kötter|Kossäten]] und 15 Häusler, die eine [[Schatzung]] von 2350 Gulden an die Standesherrschaft Lübbenau abzugeben hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Lehmann (Historiker)|Rudolf Lehmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Kreise Luckau, Lübben und Calau.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-89-1, S. 344.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1723 wurde im Südwesten von Raddusch eine [[Bockwindmühle]] errichtet, im Jahr 1777 erfolgte der Bau der Radduscher Buschmühle am nördlich gelegenen [[Südumfluter]]. 1794 ließ der damalige Gutsverwalter südlich des Dorfes eine Ziegelei anlegen. Nach der auf dem [[Wiener Kongress]] beschlossenen [[Teilung des Königreiches Sachsen|Teilung Sachsens]] kam Raddusch zum [[Königreich Preußen]], bei der dortigen Gebietsreform von 1816 wurde der Ort dem [[Landkreis Calau|Kreis Calau]] in der [[Provinz Brandenburg]] zugeordnet. Im Jahr 1818 hatte Raddusch 460 Einwohner in 91 Feuerstellen (= Wohngebäude). Bis 1846 stieg die Einwohnerzahl auf 685 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Raddusch Dorfplatz 4.jpg|mini|links|Erstes Unterrichtsgebäude der Dorfschule]]&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1840 wurde in Raddusch der erste gemeinschaftliche Unterrichtsraum der Dorfschule fertig gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Kliche: [https://stadt.vetschau.de/cms/upload/dokumente/2021/M-A-Blatt/Vetschau_Ausgabe_2109.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Radduscher Schule.&amp;#039;&amp;#039;] Vetschauer Mitteilungsblatt, Vetschau 2021, S. 8f. Abgerufen am 1. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung am 1. Dezember 1871 hatte die Landgemeinde Raddusch 854 Einwohner in 152 Haushalten. Von den Einwohnern waren 402 Männer und 452 Frauen; 185 Einwohner waren Kinder unter zehn Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Königliches Statistisches Bureau: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preußischen Staats und ihre Bevölkerung&amp;#039;&amp;#039;. Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Provinz Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1873, S. 212f., Nr. 106 ([https://books.google.de/books?id=VP0_AQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA212 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1894 wurde der [[Bahnhof Raddusch]] an der Bahnstrecke zwischen Berlin und Cottbus freigegeben. Kirchlich gehörte Raddusch zur wendischen Kirchengemeinde Vetschau. Der Ort war zu dieser Zeit noch vollkommen sorbischsprachig, im Jahr 1897 wurde der sorbische Unterricht auf Anweisung der preußischen Obrigkeit eingestellt. Aufgrund der ansteigenden Schülerzahlen wurde im Jahr 1905 östlich des Dorfangers ein neues Schulgebäude errichtet, die alte Schule diente fortan der Vetschauer Kirchengemeinde als Raum für [[Bibelstunde]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1945 wurde Raddusch von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gehörte Raddusch zunächst zur [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] und ab 1949 zur [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Am 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde in den [[Landkreis Lübben (Spreewald)]] umgegliedert. Ab dem folgenden Jahr gab es in Raddusch einen [[Erntekindergarten]]. Bei der Gebietsreform im Juli 1952 kam Raddusch zum neu gebildeten [[Kreis Calau]] im [[Bezirk Cottbus]]. Ebenfalls 1952 wurde der Ort an das Stromnetz angeschlossen, ab dem Jahr 1970 erfolgte der Anschluss an die Kanalisation. Der Unterricht an der Radduscher Dorfschule wurde 1979 eingestellt, die Kinder des Ortes gehen seitdem in Vetschau zur Schule. Am 1. Januar 1987 wurde die südlich von Raddusch gelegene Nachbargemeinde [[Kahnsdorf (Vetschau/Spreewald)|Kahnsdorf]] nach Raddusch eingemeindet, Kahnsdorf wurde danach für den [[Tagebau Seese-Ost]] devastiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Raddusch 07-2017 img01.jpg|mini|Slawenburg Raddusch]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] lag Raddusch zunächst im Landkreis Calau in Brandenburg, im Juli 1992 schloss sich der Ort mit neun weiteren Gemeinden und der Stadt [[Vetschau/Spreewald]] im [[Amt Vetschau]] zusammen. Die alte Bockwindmühle in der Nähe des Bahnhaltepunktes musste 1991 aufgrund ihres schlechten baulichen Zustandes abgerissen werden. Bei der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 erfolgte die Zuordnung der Gemeinde Raddusch in den [[Landkreis Oberspreewald-Lausitz]]. Im Jahr 2003 wurde südlich der ehemaligen [[Radduscher Ziegelei]] die rekonstruierte [[Slawenburg Raddusch]], ein Nachbau einer slawischen [[Fliehburg]], errichtet. Am 26. Oktober 2003 wurde Raddusch nach Vetschau eingemeindet und das Amt Vetschau aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bravors.brandenburg.de/de/gesetze-211681 &amp;#039;&amp;#039;Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße.&amp;#039;&amp;#039;] (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93. Abgerufen am 18. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sorbische Sprache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Radus pazdziora.JPG|mini|Zweisprachiges Schild am Haltepunkt Raddusch]]&lt;br /&gt;
Raddusch war und ist teilweise noch heute von [[Wenden]] ([[Sorben]]) bewohnt, einem westslawischen Volk mit eigener [[Sorbische Kultur|Kultur]], [[Sorbische Sprache|Sprache]] und Tradition. Im Jahre 1884 ermittelte [[Arnošt Muka]] für seine Einwohnerstatistik der Lausitz im Ort insgesamt 869 Einwohner, darunter 854 Sorben und nur 15 Deutsche, wobei die deutschen Einwohner ebenfalls die sorbische Sprache beherrschten.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnošt Muka: &amp;#039;&amp;#039;Die Statistik der Lausitzer Sorben.&amp;#039;&amp;#039; Deutsch von Robert Lorenz, Domowina-Verlag, Bautzen 2019, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bedingt durch die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders verstärkte [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]] der sorbischsprachigen Einwohner, war der Anteil der sorbischen/wendischen Bevölkerung bis 1956 auf 22,1 % gesunken, womit Raddusch in der Gegend zwischen Vetschau und [[Lübbenau/Spreewald|Lübbenau]] jedoch immer noch zu jenen Dörfern mit dem höchsten Anteil an Sorbisch-Sprechern zählte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Elle]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprachenpolitik in der Lausitz.&amp;#039;&amp;#039; Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis in die Gegenwart ist die Sprecherzahl weiter gesunken. Besonders auffällig sind jedoch weiterhin die [[Spreewaldtracht]]en der Frauen. Straßennamen und Hinweisschilder sind oft zweisprachig. Mehrere Mühlen waren jahrhundertelang in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1875 || 835&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1890 || 908&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
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|1925 || 884&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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! Einwohner&lt;br /&gt;
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|1964 || {{0}}842&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|1996 || 697&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2002 || 739&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2008 || 704&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2014 || 674&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2020 || 665&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Gebietsstand des jeweiligen Jahres (bis 2002,&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatBB&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2015/SB_A01-99-08_2006u00_BB.pdf |titel=Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 |titelerg=Landkreis Oberspreewald-Lausitz |hrsg=Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg |datum=2006-12 |abruf=2023-01-01 |format=PDF; 331&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach 2003&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner&amp;quot;/&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raddusch - Buschmühle.jpg|mini|Buschmühle Raddusch]]&lt;br /&gt;
In Raddusch sind vier Gebäude als [[Baudenkmal]]e in der [[Denkmalliste des Landes Brandenburg]] eingetragen.&lt;br /&gt;
* Die [[Radduscher Buschmühle]] wurde im Jahr 1777 gebaut und als Öl- und Kornmühle genutzt, des Weiteren besaß der Müller das [[Krugrecht]]. Die Produktion von [[Leinöl]] wurde im Jahr 1900 eingestellt. Da dem Müller 1931 das [[Staurecht]] entzogen wurde, musste die Mühle auf einen Motorantrieb umgerüstet werden. Im Mai 1952 stellte die Mühle den Mahlbetrieb endgültig ein, ab 1977 stand das Gebäude leer und verfiel. Zwischen 2013 und 2015 wurde die Buschmühle umfangreich saniert.&lt;br /&gt;
* Die [[Alte Schule (Raddusch)|Alte Schule]] wurde im Jahr 1840 als Unterrichtsraum für die Kinder aus Raddusch und [[Göritz (Vetschau/Spreewald)|Göritz]] gebaut. Nach dem Bau eines neuen Schulgebäudes im Jahr 1905 wurde das alte Gebäude zunächst durch die Vetschauer Kirchengemeinde genutzt, heute ist es ein Wohnhaus.&lt;br /&gt;
* Das [[Bahnhof Raddusch|Empfangsgebäude des Radduscher Bahnhofes]] entstand im Jahr 1936 anstelle des zuvor vorhandenen Ziegelbaus. Zeitgleich entstand eine Blockstelle, deren Betrieb im Dezember 2008 eingestellt wurde.&lt;br /&gt;
* Die Transformatorenstation zwischen den Straßen Schulweg und Mühlweg wurde im Jahr 1926 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sitz des Tourismusverbandes Spreewald.jpg|mini|links|Haus des Tourismusverbands]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturhafen Raddusch 03.jpg|mini|Naturhafen Raddusch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Spreewaldkremser.jpg|mini|Spreewaldkremser]]&lt;br /&gt;
Heute ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Jährlich besuchen tausende Gäste den [[Spreewald]] und übernachten auch in den Hotels und Pensionen von Raddusch. Bei ausgedehnten Kahnfahrten, oft auch in Kombination mit dem Spreewald[[Kremser (Fuhrwerk)|kremser]] und der Kutsche, erleben die Gäste die Kulturlandschaft des von der [[UNESCO]] geschützten Biosphärenreservates. An das Wasserstraßennetz des Spreewalds ist Raddusch über die [[Radduscher Kahnfahrt]] angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gewerbegebiet haben sich Unternehmen angesiedelt, wie der Spreewälder Gemüsemarkt und eine Fischräucherei. Hier ist auch der Sitz des Tourismusverbandes Spreewald. Einen guten Einblick in das dörfliche Leben wendischer und deutscher Familien vermittelt die Radduscher Heimatstube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen, Vereine und Kultur ==&lt;br /&gt;
Die [[Freiwillige Feuerwehr]] in Raddusch wurde im Jahr 1908 gegründet. Sie ist heute eine Ortsfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Vetschau und hat eine Mitgliedsstärke von 45 Kameraden sowie eine [[Jugendfeuerwehr]]. Das heute genutzte [[Feuerwehrhaus]] wurde 1994 ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.feuerwehr-vetschau.de/ortsfeuerwehren/raddusch &amp;#039;&amp;#039;Ortsfeuerwehr Raddusch.&amp;#039;&amp;#039;] Freiwillige Feuerwehr Vetschau, abgerufen am 1. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ehemaligen Dorfschule (Neue Schule) ist seit 1980 die [[Kindertagesstätte]] untergebracht, die aus dem 1951 gegründeten Erntekindergarten hervorgegangen ist. Im Jahr 2003 wurde die Kita nach der sorbischen Arbeiterschriftstellerin [[Marjana Domaškojc]] benannt. In der Kita erlernen die Kinder im Rahmen des [[Witaj]]-Projekts die sorbische/wendische Sprache. Der örtliche Sportverein ist der SV Raddusch 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere aktive Vereine sind der Heimat- und Trachtenverein Raddusch und der Tourismusverein Raddusch und Umgebung. In der Dorfgemeinschaft werden regelmäßig traditionelle Feste wie das [[Zampern]], der [[Zapust]], das Hahnrupfen und das Stollereiten (auch Stollenreiten) begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]] |Titel=Die Ortsnamen der Niederlausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Datum=1975 |DNB=760146020 |Seiten=91}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Raddusch/Raduš}}&lt;br /&gt;
* [https://www.raddusch-spreewald.de/ Homepage der Arbeitsgruppe Tourismus Raddusch]&lt;br /&gt;
* [https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/oberspreewald-lausitz/Raddusch.html Raddusch] in der RBB-Sendung Landschleicher vom 11. November 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Vetschau/Spreewald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4346949-8|VIAF=240065066}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Oberspreewald-Lausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Vetschau/Spreewald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1294]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J budissin</name></author>
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